Splitstep als Schlagvorbereitung

31. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis einer der wichtigsten Aspekte um erfolgreich spielen zu können. Dabei spielt nicht nur die Antizipation und die Laufgeschwindigkeit eine große Rolle, sondern auch die richtige Beinarbeit. Vor allem aber auch der Splitstep, ist eine wichtige Bewegung um schnell und zielgerichtet auf die gegnerischen Schläge reagieren zu können um möglichst gut die eigenen Schläge spielen zu können.

Mit dem Splitstep sollte man alle eigenen Schläge einleiten, und zwar schon in dem Moment, in dem der Gegner seinen Schlag ausführt. Der Splitstep hat den Zweck, im Moment des gegnerischen Schlages die optimale Ausgangsstellung für jeden möglichen gegnerischen Schlag zu haben. Dies kann also nur eine neutrale Schlagposition sein, welche alle Schlagtechniken erlaubt.

In der Praxis bedeutet dies, dass man im Moment des gegnerischen Schlages mit einer Art kleinen Auftaktsprung etwa ein bis zwei Meter hinter der eigenen Grundlinie das Körpergewicht nach vorne auf beide Ballen bringt, um in einen flüssigen und nach vorne gerichteten Bewegungsübergang auf beide Seiten, also Vorhand wie Rückhand, einleiten zu können.

Dabei sind die wichtigen Aspekte “nach vorne gerichtet” und “das Körpergewicht gleich auf beide Beine verteilt. Dies bedeutet, dass man praktisch schon ohne den folgenden Schlag des Gegners zu kennen, trotzdem schon einen einleitenden Schritt für den eigenen Schlag machen kann.

Das Stellungsspiel beim Tennis

29. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis ein wichtiger Faktor, aber dies allein reicht nicht aus. Vielmehr muss man beim Tennis zum einen die Fähigkeit zur Antizipation haben, und vor allem auch in gutes Stellungsspiel. Beides trägt zu dazu bei die Schnelligkeit beim Tennis zu verbessern, und somit erfolgreicher zu spielen.

Ein guter Sprinter ist beim Tennis sicher im Vorteil. Aber allein die Fähigkeit der schnellen Beine ist nur ein Faktor um gut und erfolgreich zu spielen. Wenn man darüber hinaus noch die Fähigkeit zur Antizipation der gegnerischen Aktionen hat, kann man früher reagieren, und somit seine Schnelligkeit steigern. Antizipation ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen, die Aktionen des Gegners vorauszuahnen. Hierbei kann man sich aufgrund bestimmter Bewegungsmuster und sportartspezifischer Verhaltensweisen des Gegners und aufgrund eines großen technischen und taktischen Verständnisses auf die Spielweise des Gegners schneller einstellen, und somit eher reagieren.

Das richtige Stellungsspiel erleichtert das Tennisspiel ganz besonders. Grundsätzlich geht es hierbei darum den Platz entsprechend der gegnerischen Spielposition und den schlagtechnischen Möglichkeiten des Gegners ideal abzudecken. Im Grundsatz spielt hierbei vor allem das Verhalten eines Torwarts die entscheidende Rolle, in dem man sich immer auf der Winkelhalbierenden des möglichen gegnerischen Schlages befindet, um auf beide Seiten die gleiche Laufstrecke bzw. Reaktionszeit zu haben.

Im Grundsatz sollte man sich immer möglichst in der Platzmitte aufhalten, um optimal den nächsten Ball erreichen zu können. Je weiter man den Gegner durch seinen eigenen Schlag beispielsweise nach links aus dessen Platzhälfte heraustreibt, desto weiter muss man sich bei dessen Schlag nach rechts auf seiner eigenen Platzhälfte orientieren, das sich dem Gegner ein größeres Winkelspiel eröffent.

Die wichtigsten Aspekte beim Rückhand-Slice

29. Dezember 2011

Der Reiz beim Tennis liegt unter anderem auch darin, dass es viele verschiedene Schlagtechniken gibt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und alle einen bestimmten Einsatzzweck haben und verschiedene taktische Wirkungen im Match haben. Hier sind zum Beispiel Topsin, Slice, Aufschlag, der Stop, Volleys, Schmetterball etc. zu nennen. Auch wenn es für jeden Tennisspieler viel interessanter und spektakulärer ist schnelles und hartes Angriffstennis zu spielen, so haben auch langsamere und passivere Schläge wie zum Beispiel der Rückhandslice eine große Bedeutung in jedem Tennisspiel.

Um Überhaupt einen Rückhandslice sauber und effektiv spielen zu können, sind zwei wichtige Aspekte besonders entscheidend. Zum einen natürlich die technische saubere Ausführung des Schlages, aber auch die taktische Einstellung zu diesem Schlag.

Technisch sauber ist der Slice nur zu schlagen, wenn man optimal seitlich zum Schlag steht, als Rechtshänder unter zu Hilfenahme der linken Hand den Schläger über dem späteren Treffpunkt nach hinten oben führt, und den Schlagarm in der Ausholbewegung anwinkelt. In der Schlagphase wird der Arm zum Ball hin gestreckt, das Körpergewicht mit einem Schlagschritt mit dem rechten Bein in den Schlag gelegt wird, und das Handgelenk im Treffpunkt fixiert wird.

Die beste Schlagtechnik hilft aber nichts, wenn man den Rückhandslice falsch einsetzt. Oft wird der Slice zu hart geschlagen, mit zu viel Handgelenkeinsatz, und zu offener Schlagfläche. Ein Slice kann also nicht deshalb gefährlich für den Gegner sein, weil er hart geschlagen wird, sondern weil er möglichst dosiert, flach übers Netz und vor allem möglichst lang bis zur Grundlinien geschlagen wird. Ein Slice wird also nicht hart geschlagen, sondern präzise. Man macht also den Punkt nicht direkt, sondern befreit sich entweder mit dem Slice aus einer bedrängten schnellen Spielsituation, oder zwingt den Gegner zu einem passiven oder sogar fehlerhaften Schlag, weil dieser den Slice möglicherweise unterschätzt.

Der Nichtschlagarm bei der einhändigen Rückhand

30. September 2011

Die einhändige Rückhand beim Tennis ist ein koordinativ sehr komplexer und vor allem auch schwieriger Schlag, bei dem es weniger auf Kraft, als auf die richtige Schlagtechnik und vor allem auf einen dynamischen Bewegungsfluss ankommt. Dabei kommt es vor allem auf das Zusammenspiel von dem richtigen Einsatz des gesamten Körpergewichts und der eigentlichen Schlagbewegung aus dem Schlagarm an. Doch was macht bei der einhändigen Rückhand des Rechtshänders der Nichtschlagarm (linker Arm)?

Der Nichtschlagarm ist zu Beginn der  Schlagbewegung verantwortlich für die Einleitung der Ausholbewegung und gibt bei der oberen Schleife nach hinten oben dem Schläger die Richtung vor. Nach dieser Auftaktbewegung lässt der Nichtschlagarm den Schläger los, und beginnt sich gegengleich zur nach vorne gerichteten Schlagbewegung des Schlagarmes sich nach hinten zu bewegen. Die Hauptaufgabe des Nichtschlagarmes ist also eine Gegenbewegung zum eigentlichen Schlag darzustellen, um das Gleichgewicht während des Rückhandschlages halten zu können.

Nur wenn man während dem Schlag das Gleichgewicht halten kann, dann kann die Rückhand auch kontrolliert geschlagen werden und der Schlag wird sicher und vor allem auch platziert, gemäß dem Vorhaben des Spielers.

Die Kinder beim Tennistraining aktiv in den Lernprozess einbeziehen

30. September 2011

Wie jedes Training oder beim Lernen allgemein, ist es auch beim Tennistraining das Ziel, dass die Kinder aktiv in den Lernprozess mit einbezogen werden. Das heißt nicht nur, dass sie etwas lernen sollen, in dem sie es vom Tennistrainer vorgemacht bekommen, sondern dass sie selbst auch das Gelernte durch Korrekturen und Beobachten bei anderen Spielern visualisieren, und somit auf einer anderen Ebene umsetzen können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Kinder von ihren Mannschaftskameraden und Mitspielern, verschiedene gute und schlechte Bewegungsmuster vorgemacht bekommen, die sie selbst zu beurteilen lernen, um dieses Wissen für sich selbst nutzen zu können.

Das Tennistraining ist um so effektiver, je mehr man die Kinder in das Training miteinbezieht. In der Praxis sieht dies so aus, dass der Trainer die wartenden Kinder zu seinen “Co-Trainern” ernennt, um bei den spielenden Kinder konkrete Korrekturen vornehmen zu lassen. Das hat den Sinn, dass sich die Kinder bewusst Gedanken zu ihren eigenen Bewegungsmustern und zu der richtigen Schlagtechnik machen müssen. Dies geschieht durch konkrete Korrekturen anhand spezifischer Vorgaben durch den Trainer. Beispielsweise gibt der Trainer die Vorgabe an die “Co-Trainer”, dass sie auf die Ausschwungbewegung der Spieler achten sollen, um diesen klarmachen zu können, ob sie die Schlagbewegung richtig gemacht haben oder nicht. Dabei ist es wichtig, die Kinder nicht durch komplexe Beurteilungsmuster zu überfordern, sondern ihnen ganz einfache Aufgaben und Beobachtungen vorzugeben.

Nach jedem Schlag befragt der Trainer einen Co-Trainer, ob der Schlag des spielern unter dem Gesichtspunkt des richtigen Ausschwungs richtig war. Das Kind muss nun aktiv Korrekturen vornehmen, und anhand eines Praxisbeispiels beurteilen, ob der Spieler die richtige Schlagtechnik umsetzen konnte oder nicht. Dadurch verinnerlichen die Kinder die richtige Schlagtechnim viel mehr, und können diese dann auch bei sich selbst viel besser anwenden, und realisieren. Dies ist vor allen in engen Matchsituationen sehr wichtig, bei denen man oft nicht an die richtige Schlagtechnik denkt, sondern nur an den Spielstand, und man möglicherweise durch Nervosität viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Je mehr man also im Training durch verschiedene methoden die Schlagtechnik verinnerlicht hat, um so stabiler wird diese dann auch im Match sein, wenn man sich mehr auf andere dinge konzentriert als auf die Schlagtechnik.

Grundsätz beim Tennis – der Lob

30. September 2011

Es gibt beim Tennis viele verschiedene Schläge, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und in bestimmten Situationen die beste Antwort auf die Schläge des Gegners sind. Langer Rückhandslice, kurzer Topspincross, gerader Vorhand-Angriffsball, oder Volleystop. Alle Bälle haben einen bestimmten taktischen Zweck, und können beim richtigen Einsatz zum Punktgewinn führen. Ein wichtiger Schlag, der erfahrungsgemäß viel zu selten trainiert wird ist der Lob. Im Folgenden sollen ein paar Überlegungen zum Lob angestellt werden.

Viele Spieler halten den Lob für einen defensiven Schlag, der erstens nicht in ihr Spiel passt und zweitens wollen es sich viele Spieler nicht eingestehen, dass man auch selbst mal durch den Gegner unter druck geraten könnte, und dann der Lob ein ganz wichtiger Schlag ist, sich von dem druck des Gegners zu befreien. Grundsätzlich ist der Lob nicht unbedingt ein defensiver Schlag, vor allem nicht im Doppel. Man kann den Lobals Topspinlob spielen, oder den Gegner durch einen Stop nah ans Netz holen, um ihn dann durch einen Lob sehr in Bedrängnis zu bringen. Besonders im Doppel kann ein guter Lob ein sehr effektives Mittel gegen zwei am Netz stehende Spieler sein.

Ganz wichtig ist es, dass man den lob auf jeden Fall auch intensiv trainiert, weil er besonders viel Ballgefühl erfordert, und er vor allem beim Wind sehr gut getimt sein muss. Außerdem kann er ein super taktisches Mittel sein, wenn der Gegner beim Schmetterball durch den Lob in die Sonne schauen muss. Es gibt zwei Grundsätze beim Lob: erstens darf er nicht zu kurz sein, also lieber geht der Lob mal knapp ins Aus, als dass es zu kurz wird, und zweitens darf der Lob nicht seitlich ins Aus gehen. Die Richtung sollte man beim Lob auf jeden Fall kontrollieren können. Die Länge des Lobs ist schwerer zu timen. Außerdem sollte man es auch unbedingt als ein oberstes Ziel eines guten Lobs ansehen, dem Gegner immer über die Rückhand zu lobben, damit dieser nicht so offensiv schmettern kann.

 

Im Zweifel immer einen Schiedsrichter anfordern

31. August 2011

Tennis ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem die Linien eine sehr wichtige Rolle spielen. Nur all zu häufig kommt es vor, dass die Bälle kanpp an oder auf die Seitenlinien oder Grundlinie des Gegners gespielt werden, womit sehr häufig kanppe Entscheidungen getroffen werden müssen, ob ein Ball im Aus war, oder ob er noch die Linie berührt hat. Grundsätzlich entscheidet jeder Spieler auf seiner eigenen Seite, und gibt die gegnerischen Bälle aus oder gut. Wie soll man sich am besten verhalten, wenn es zu Streitereien bei knappen Bällen in wichtigen Spielsituationen des Matches kommt?

In einem Match wo es Punkte, und somit um Spiel, Satz und Sieg geht, spielen nicht ur zwei Tennisspieler gegeneinander, sondern auch zwei Schiedsrichter. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass sich die Spieler nicht über die Entscheidungen des anderen einigen können, und es somit zu Streiterien. Trotz aller Fairness möchte der eine Spieler dem anderen Spieler aufgrund einer vorangegangen angeblichen falschen Entscheidung ebenfalls eins auswischen und gibt bei nächster Gelegenheit ebenfalls einen kanppen Ball aus, obwohl dieser möglicherweise eben doch gut war. Aber nicht nur unbedingt Absicht muss bei Fehlentscheidungen der Grund für Meinungsverschiedenheiten der Spieler sein, sondern ab und zu kommt es auch vor, dass ein Spieler den gegnerischen Ball falsch sieht, oder sich bei seiner Entscheidung einfach irrt.

Im Endergebnis ist es immer gleich, ein Spieler fühlt sich benachteiligt, fängt entweder das Streiten mit dem Gegner an, oder lässt sich durch so etwas vollkommen aus dem Spiel bringen, und verliert das Match. Um dies zu vermeiden, sollte man sich ganz klar angewöhnen, seine Entscheidungen ganz bestimmt, laut und deutlich, und vor allem absolut überzeugt dem Gegner mitzuteilen. Dieses Auftreten lässt bei Gegner einfach weniger Zweifel aufkommmen. Dies ist vor allem bei Kindern in ihren Matches sehr wichtig, weil eben diese Punkt nur sehr zaghaft beherzigen, und es somit eher zu Missverständnissen oder Unstimmigkeiten kommen kann.

Wenn sich zwei Spieler nicht einigen können, so sollte man möglichst von irgendwelchen Streitereien absehehn, und einfach den Oberschiedsrichter um die Einteilung eines Schiedsrichters bitten, welcher dann auf dem Platz der beiden Kontrahenten das Match zu Ende schiedst. Ab diesem Moment berihugen sich die Gemüter auf dem Platz immer, und jeder Spieler kann sein Match unter der Aufsicht eines beutralen Schiedsrichters zu Ende bringen. In der Praxis wird dies viel zu selten, und vor allem auch viel spät gemacht. Dies ist nur ein Beispiel welches deutlich zeigt, dass man die Tennisregeln gut kennen sollte, welche Rechte und Pflichten man hat.

Die Schlagphase beim Topspin

29. August 2011

Für jeden Tennisspieler der druckvolles Tennis spielen will, ist der Topspin ein absolutes muss. Der Topspin ermöglicht nicht nur kraftvolle und hochabspringende Bälle, die für jeden Gegner mehr Schwierigkeiten bedeuten, sondern der Topspin ermöglicht auch ein effektiveres Winkelspiel, oder zB auch den Tospinlob. Allerdings ist und bleibt für den Topspin eine saubere Schlagtechnik absolute entscheidende Voraussetzung und nicht etwa Dinge wie eine härtere Bespannung oder möglicherweise eine dünnere oder strukturierte Tennissaite.

Den Hauptausschlag für den Topspin gibt die Schlagphase. Die gesamte Schlagbewegung ist durch eine etwas höhere und weiträumige Ausholbewegung, die Schlagbewegung oder Schlagphase, und einen hohen Ausschwung auf die Nicht-Schlagschulter gekennzeichnet. Viele Spieler achten aber lediglich auf die hohe Ausholgewegung und den hohen Ausschwung und wundern sich trotzdem, dass der Ball kaum drall bekommt, und sie keinen druckvollen Topspinschlag zustande bekommen. Für einen effektiven Topspin ist aber fast ausschließlich die Schlagbewegung ausschlaggebend.

Die Schlagbewegung muss beim Topspin von hinten unten, nach vorne oben gerichtet sein, so dass die Schlagbewegung, unterstützt durch einen mehr oder weniger starken Handgelenkseinsatz, die Schlagfläche von unten nach oben über den zu schlagenden Ball zieht oder wischt. Vorausgesetzt ist natürlich ein dem Treffpunkt des Balls entsprechender Vorhand- oder Rückhandgriff. Der entscheidende Aspekt bei dieser Vorwärts- Aufwärtsbewegung ist, dass die Schlagfläche schon deutlich vor dem Treffpunkt, also unterhalb des Balls, aufwärts beschleunigt wird.

Der Hauptfehler vieler Spieler ist ein fehlendes Timing, so dass die Schlagfläche nicht im Treffpunkt die höchste Schlaggeschwindigkeit hat, sondern immer etwas zu spät. Der Schläger muss also durch eine weiträumige Ausholbewegung möglichst tief unter den späteren Treffpunkt geführt werden. Dies kann man um mehr unterstützen, wenn man durch eine gut getimte Beinarbeit vor dem Schlag in die Knie geht, und sich zum Treffpunkt hin wieder aus den Beinen streckt. Das Paradebesipiel derzeit im Spitzentennis bei den Herren ist Rafael Nadal, der einen nahezu perfekten Topspin spielt, mit welchem offensichtlich alle anderen Tennisspieler große Probleme haben.

Die Leistung des Gegners anerkennen

24. August 2011

Tennis ist ein Spiel bei welchem man sich in jedem Match mit einem anderen misst. Jeder möchte gewinnen, aber nur einer kann den Platz als Sieger verlassen. Beim Tennis sind vor allem eine gute Schlagtechnik, eine gute körperliche Fitness, viel taktisches Verständnis, varianten- und ideenreiches Spiel, aber auch Nervenstärke gefragt. Wer dies im Match besser umsetzen kann, wird höchstwahrscheinlich am Ende das Match gewinnen.

Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es aber auch den ein oder anderen Faktor, durch welchen man sich selbst im Match derart schwächen kann, dass man auch trotz möglicher Überlegenheit am Schluss dem Gegner zum Sieg gratulieren muss. Die Rede ist von Sportlichkeit, Fairness und Respekt vor dem Gegner. Dies sind drei wesentliche Eigenschaften die einen wirklich guten Tennisspieler auszeichnen. Perfekt und bewusst im Match angewandt, verhelfen sie zu mehr Ruhe und Besonnenheit im Match, und steigern die Nervenstärke in wichtigen Situationen.

So ist es beispielsweise sehr wichtig, seinen Gegner sportlich und fair zu behandeln, vor allem wenn es um knappe und spielentscheidende Situatiuonen geht. Dadurch verschafft man sich auch beim Gegner automatisch mehr Respekt, und kann letztendlich mit einem besseren Gewissen seinen Sieg feiern. Ebenso trägt es deutlich mehr zur inneren Ruhe bei, dem Gegner auch mal einen anerkennenden Blick oder Handzeichen zu schenken, wenn dieser einen tollen Schlag oder Ballwechsel gespielt hat. Dies sollte natürlich nicht dazu führen, dass man dies zu übertrieben betreibt und seinen Gegner nur dadurch aufbaut, aber man sollte seinen Gegner auch nicht immer nur schlecht machen, und in solchen Situationen womöglich sogar beschimpfen.

Alles in allem kann durch die Anerkennung der gegnerischen Leistung auch während dem Match seinen Gegner auch viel ernster nehmen, und vor allem auch länger und besser konzentriert sein. Dadurch wird man also auch zumeist erfolgreicher Tennisspielen, und sicherlich auch mehr Spaß an seinem Lieblingssport haben.

Die Bespannung ist nicht alles

31. Juli 2011

Beim Tennis gibt es viele Faktoren die auf das Spiel und die Schläge Einfluss nehmen. An erster Stelle kommt der Tennisschläger, die Besaitung, die Schlagtechnik, die Kondition, die mentale Stärke etc. All diese Punkte sind sehr wichtig und es stellt sich die Frage, welche Rolle sie im Kindertennis spielen. In diesem Zusammenhang soll hier die Bedeutungeiner speziellen Saitenart im Kindertennis hinterfragt werden.

Der Saitenmarkt ist mehr oder weniger unüberschaubar geworden. Es gibt Saiten aus verschiedenen Materialien wie Nylon, Kevlar, Naturdarm, Titanium, oder Polyester. All diese Saiten kann man teilweise noch in strukturierten Ausführungen bekommen, und zusätzlich auch noch in verschiedenen Querschnitten von 1,1 mm bis zu 1,45 mm Durchmesser. Wenn man dann noch einem Trend der letzten Jahre folgt, nämlich die Saiteneingeschaften zweier verschiedener Saiten in Form einer Hybridbespannung bei einem Tennisschläger zu kombinieren, dann wird offensichtlich, dass man hier auf der Suche nach der “Stecknadel im Heuhaufen” ist, um die für jeden Spieler die optimale Tennisbespannung herauszufinden.

All die vorher benannten Saitenvariationen verleihen dem Tennisschläger unterschiedliche Spieleigenschaften, vor allem wenn man dann noch debenkt, dass man einen tennisschläger noch mit unterschiedlichen Bespannungshärten in einem Bereich von etwa 15 bis 30 kg Bespannungshärte besaiten kann. Unterm Strich bedetet dies, dass man im Kindertennis weniger Wert auf große Saitenexperimente legen sollte, und mehr auf Schlagtechnim und Kondition setzen sollte. Ein passender Tennisschläger und eine der Spielweise angmessene Bespannungshärte sollten reichen. Je mehr Topspin das Kind oder Jugendliche spielt, um so härter sollte das Schläger auch bespannt werden.

Gerade im Jugendbereich schwören die Kinder oft auf die Ausrüstung und eben auch die Saiten ihrer Tennisidole. Und gerade bei den Saiten mit der Vorstellung möglicherweise genauso spielen zu können wie die Profis, wenn sie die deren Tennissaite bespannen lassen. Im Endeffekt kann eine solche Denkweise nur mit einer Enttäuschung “belohnt” werden, weil vor der Wirkungsweise einer speziellen Tennissaite immer erst die individuelle Schlagtechnik kommt. Da gerade diese Schlagtechnik im Kindertennis meistens noch viel Verbesserungpotenzial in sich birgt, sollte man die Saitenproblematik zu mindest bis zu einem gewissen Alter und der entsprechenden Spielstärke etwas weiter zurückstellen.