Was gehört alles zu einem Tennistraining für Kinder?

Auf den ersten Blick denkt man hierbei natürlich ganz automatisch an die richtige Schlagtechnik der Kinder und Jugendlichen bei allen Grundschlägen wie Vorhand, Rückhand, Aufschlag und Volley.

Aber einen guten Tennisspieler zeichnen noch weitere wichtige Eigenschaften und Qualitäten aus, die vor allem auch in einem guten Tennistraining nicht vernachlässigt werden dürfen.

Eine gute körperliche Verfassung gehört zu den wichtigsten Fertigkeiten der Kinder

Was hilft eine gute Schlagtechnik, wenn die Kinder und Jugendlichen nicht fit genug sind, die erlernte Schlagtechnik richtig und vor allem auch schnell genug anzuwenden. Das heißt ist man zu langsam um bei einem Schlag die richtige Schlagposition zu erreichen, kann man auch nicht die richtige Schlagtechnik anwenden. Also sollte in jedem Tennistraining, egal welches Alter die Kinder haben, ein altersspezifisches Konditions- oder Fitnesstraining integriert sein.

Taktik und Erfahrung sind auch sehr wichtige Faktoren

Außerdem bringt es keinem Tennisspieler etwas, wenn er eine perfekte Schlagtechnik hat, ebenso konditionell und körperlich top fit ist, aber über eine geringe Matcherfahrung verfügt und aus taktischer Sicht immer den falschen Ball in bestimmten Spielsituationen spielt. Für das Tennistraining heißt das, dass die Kinder immer wieder auch Übungen machen sollten, in denen es um das Erreichen eines bestimmten zählbaren Ziels geht. Dies läuft immer auf den Vergleich mit den anderen Kindern und Jugendlichen in dieser Gruppe hinaus. Damit lernen die Kinder sich und ihre Leistung richtig einzuschätzen, und können die wichtige Erfahrung machen, trotz eines anfänglichen Rückstandes trotzdem des Trainingsziel als erster zu erreichen.

Eine wichtige Erkenntnis ist es für alle Kinder möglichst früh zu verstehen, dass Tennis ein “Spiel der Fehler” ist, wobei man selbst ein Match oder ein Spiel nur dann gewinnen kann, wenn man dem Gegner auch die Chance gibt einen Fehler zu machen. Zu den taktischen Fähigkeiten gehört auch das schnelle und automatische Erkennen bestimmter Spielsituationen, und die Anwendung der richtigen Schläge in dieser Situation. Z.B. macht es einen großen Unterschied, ob man bei einem gegnerischen Netzangriff einen Lob oder einen Passierschlag spielt, je nach Qualität des gegnerischen Angriffs. Bei Kindern die mit einem guten Netzangriff ans Netz vorrücken, bietet es sich natürlich aufgrund der meist geringen Körpergröße an, statt einem riskanten Passierschlag doch lieber einen Lob zu spielen. Die Kinder sollten so früh wie möglich lernen, die Stärken und Schwächen des Gegners zu erkennen, und diese auch auszunützen.

Auch solche Eigenschaften wie Fairness, Respekt vor dem Gegner oder einfach auch das Umgehen mit einer Niederlage sollten den Kindern und Jugendlichen möglichst früh im Training vermittelt werden.

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