Archiv für die Kategorie „Alter“

Kindertennis und Krafttraining

Mittwoch, 6. Januar 2010

Man hört immer Fragen der Eltern bezüglich eines möglichen Krafttrainings ihrer Kinder für das Tennistraining. Grundsätzlich mag es richtig sein, dass man mit mehr Kraft den Ball beim Tennis auch härter schlagen kann. Mehr Kraft bedeutet auch mehr Beschleunigung. Aber ist ein Krafttraining beim Kindertennis auch wirklich sinnvoll?

Ganz allgemein kann man mal sagen, dass gerade für Anfänger ein Krafttraining fürs Kindertennis keinen Sinn macht. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Krafttraining für den kindlichen Körper sicher schädlich ist, weil der Knochenbau noch nicht abgeschlossen ist, und man durch zu hohe Belastungen des Bewegungsapparates das Wachstum und die körperliche Entwicklung der Kinder negativ beeinflussen kann.

Vor allem im Kindertennis wird der Ball nicht nur durch Kraft, sondern ausschließlich durch eine gute Schlagtechnik beschleunigt. Man kann sogar sagen, dass ein kontrollierter harter Ball erstmal ausschließlich nur durch die richtige Tennistechnik zu schlagen ist, und nicht durch Kraft. Aus diesem Grund haben es Kinder beim Tennis gegenüber Erwachsenen auch leichter die richtige Schlagtechnik zu erlernen, weil ihnen die Kraft nicht im Wege steht. Erwachsene können schon auch den Ball ins gegnerische Feld schlagen, aber nicht technisch sauber, sondern vielmehr unkontrolliert und vor allem nur durch die vorhandene Kraft.

Aus diesem Grund sind Kinder nahezu gezwungen ein richtige, und vor schwungvolle Schlagtechnik anzuwenden. Im Kinderbreich liegt also die Betonung auf schwungvoll, und nicht auf kraftvoll. Das bedeutet einen frühen Treffpunkt, eine weite und runde Ausholbewegung, und vor allem der richtig getimte Einsatz des Körpergewichtes. gerade bei Kindern ist es sogar oft zu beobachten, dass die Bälle genauso hart geschlagen werden können, wie bei so manchem Erwachsenen, weil die Kinder mit Schwung schlagen, und bei den Erwachsenen viel mehr die Kraft zum Einsatz kommt, als eine gute Schlagtechnik.

Später, wenn die kinder ein gewisses spielerisches Niveau haben, und eine gefestigte Schlagtechnik haben, und der Wachstumsprozess nicht mehr negativ beeinflusst werden kann, kann man auch im Jugendbreich mit einem tennisspezifischen Krafttraining beginnen. [Zur Startseite]

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Der Stellenwert des Tennis bei Kindern

Sonntag, 8. Februar 2009

Trotz rückläufiger Zahlen bei den Mitgliedern in den deutschen Tennisvereinen, und trotz einer scheinbaren Überalterung in den Tennisvereinen, ist der Stellenwert des Tennis bei den Kindern immer noch hoch. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen die in einem Tennistraining teilnehmen ist nach wie vor auf hohem Niveau. Der Rückgang der Mitgliederstatistiken ist darauf zurückzuführen, dass die Mittelschicht, also die etwa 18 bis 30-jährigen Tennisspieler, immer mehr und mehr wegbricht.

Das Kinder- und Jugendtraining der Tennisvereine ist meist sehr gut besucht, und weist nicht die rückläufigen Zahlen auf, wie es im Erwachsenentennis der Fall. Während die kleinen Kinder nach wie vor gerade im Alter von etwa 7 bis 10 Jahre den Tennissport entdecken und mit dem Kindertennis beginnen, entdecken ab einem Alter von etwa 15 Jahren die Jugendlichen andere Sportarten, und werden dem Tennissport langsam untreu. Damit kommt kaum Nachwuchs für die Mittelschicht der 18- bis 30 jährigen nach. Die verbleibenden älteren Tennisspieler werden immer älter, oder haben mit Verletzungen zu kämpfen.

Durch diese Entwicklung steigt das Durchschnittsalter in den Tennisvereinen deutlich an. Die verbleibende Altersstruktur macht es jüngeren möglichen Neumitgliedern im  nicht gerade einfacher einem “überalterten” Tennisverein beizutreten. Ein Teufelskreis der in den letzten Jahren nicht aufzuhalten war.

Die Aufgabe der Tennisvereine wird es zukünftig sein, die Attraktivität des Tennissports auch im “kritischen” von 18 bis 30 Jahren soweit wie möglich aufrecht zu halten, um der derzeitigen Altersentwicklung im Tennis entgegen zu wirken. Bemühungen der Tennisverbände in dieser Richtung werden auch dadruch sichtbar, dass es sogar schon seit einiger Zeit eine Ausbildung zum Vereinsmanager gibt. Gerade hierbei wird deutlich sichtbar, dass das Altersproblem erkannt worden ist, und von einer möglichst professionellen Seite her angegangen werden muss.

Das Potenzial, der Überalterung des Tennissports entgegenzuwirken, ist da, weil das Interesse der Kinder am Kindertennis nach wie vor ungebrochen ist. Die Sportart Tennis im Vergleich zu den vielen anderen “Konkurrenzsportarten” interessant zu halten wird die zukünftige Aufgabe der Tennistrainer und Tennisvereine sein. [Zur Startseite]

Wie oft sollen Kinder Tennis trainieren?

Donnerstag, 3. Juli 2008

Diese Frage ist mit Sicherheit nicht ganz pauschal zu beantworten. Zu viele Faktoren beeinflussen dies. Was man mit Sicherheit sagen kann, hängt dies auf jeden Fall mit dem Alter und natürlich auch mit der Spielstärke zusammen. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch das Engagement und der Ehrgeiz der Eltern eine große Rolle.
Im Alter von etwa 5-6 Jahren sollten die Kinder auf jeden Fall eine Trainingseinheit pro Woche mit einem Trainer oder Übungsleiter bekommen. Diese dient dazu, dass der tennisspezifische Aspekt von Anfang richtig vermittelt wird. Wie lange diese Trainingseinheit sein sollte, also ob 30, 45 oder 60 Minuten, hängt individuell von der Konzentrationsfähigkeit und auch der Leistungsbereitschaft der Kinder ab. Auf jeden Fall sollte in diesem Alter der spielerische Aspekt des Trainings und der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Neben dem organisierten Training ist es aber auch noch genauso wichtig, dass die Kinder so viel Ball- und Schlägerkontakt wie möglich haben. Das heißt, ob die Kinder ein zweites oder drittes Mal in der Woche mit den Eltern auf Platz gehen, oder nur zuhause mit dem Schläger und einem Ball gegen die Hauswand spielen ist egal. Im Vordergrund steht die Schulung des Ballgefühls und das richtige Einschätzen des Balls, die Festigung der Bewegungsabläufe und der Ausbildung der körperlichen Anpassung ans Tennis. Hierzu gibt es viele einfache und sehr effektive Ballgewöhungsübungen.

Mit steigender Spielstärke sollte auch das Tennistraining intensiver werden

Die Kinder sind beim Tennistraining voll bei der SacheMit zunehmendem Alter und zunehmender Spielstärke sollte sich auf jeden Fall die Zahl der organisierten und von einem Trainer ausgeführten Einheiten auf dem Platz erhöhen. Für Mannschaftsspieler, egal ob Bambini, Knaben / Mädchen, oder Junioren / Juniorinnen sind zumindest vor und während der Punktspiel- und Turnierphase mindestens zwei Wochenstunden bzw. Trainingseinheiten fast schon zwingend. In Abhängigkeit der möglichen Zeit, welche die Kinder bzw. Jugendlichen neben ihrer schulischen und privaten Aktivitäten aufbringen können, bietet sich in jedem Fall noch eine zusätzliche dritte Trainingseinheit an, in welcher hauptsächlich die Kondition verbessert wird. Ob dies nun ein gemeinsamer Waldlauf der Mannschaftsspieler oder gemeinsames Laufen über den Fußballplatz, ein spezielles Zirkeltrainings, oder auch Ausgleichssportarten wie zB Basketball ist, spielt eine geringe Rolle.

Ganz wichtig ist nicht nur ein geregeltes Sommertraining, sondern auch ein regelmäßiges Wintertraining. Allerdings ist hier besonders die Frage der Finanzierung dieses Trainings wichtig, weil die wenigsten Tennisvereine eine eigene Tennishalle haben, und somit die zusätzlichen Hallenkosten im Wintertraining hinzukommen. Außerdem ist im Winter oft ein Mangel an Hallenplätzen ausschlaggebend dafür, welche bzw. wieviele Kinder überhaupt an einem Vereinstraining teilnehmen können. Besondern beim finanziellen Aspekt ist bei der Organisation eines Wintertrainings der Verein mit einem Trainingskostenzuschuss stark gefordert. [Zur Startseite]

In welchem Alter sollen Kinder mit dem Tennisspielen anfangen?

Donnerstag, 29. Mai 2008

Wenn Kinder Tennis spielen wollen, stellen sich immer wieder die selben Fragen. Wie alt muss das Kind sein, um überhaupt mit dem Tennissport anfangen zu können? Welche Trainingsinhalte und welcher Trainingsumfang ist am besten für welche Alters- oder Könnensstufe? Wie vermittelt man dem Kind den größten Spaß am „weißen Sport“ und welche Ziele hat das Kind oder dessen Eltern überhaupt?

Mit wieviel Jahren sollen oder können Kinder mit dem Tennis beginnen?

Die Frage nach dem richtigen Alter ist schon gar nicht so einfach. Man kann ab einem Alter von 5 Jahren davon ausgehen mit den ersten Schritten bzw. Übungen auf dem Tennisplatz zu beginnen. Dabei handelt es sich sicher noch nicht um ein komplexes Schlag- und Techniktraining, sondern um erste Ballgewöhnungsübungen und erste tennisspezifische Bewegungsformen.

Der Spaß am Tennis muss im Vordergrund stehen

Allerdings spielt gerade bei so jungen Kindern im Alter von 5-6 die körperliche Entwicklung und das Talent eine große Rolle. Natürlich kann es auch bei 12 oder 14-jährigen Kindern und Jugendlichen große körperliche Unterschiede und Entwicklungsunterschiede geben. Grundsätzlich steht in jedem Alter erstmal der Wille im Vordergrund die Sportart Tennis lernen zu wollen, weil es dem Kind Spaß macht. Ohne Spaß geht gar nichts. Gerade Tennis ist für jeden Anfänger sehr schwierig zu lernen, weil es schon einiges an Können verlangt, damit ein ordentlicher und kontrollierter Ballwechsel zustande kommt. Gerade Anfänger aller Altersklassen müssen erstmal mit der Tatsache fertig werde, dass Tennis zu Beginn eine “Sportart der Fehler” ist. Frei nach dem Motto “Versuch und Irrtum” erlernt man am besten unter Leitung eines kompetenten Trainers die ersten Grundschläge, damit der Spaß am Tennis immer bestehen bleibt.

Am Anfang steht die richtige Schlagtechnik im Vordergrund

Gerade zu Beginn einer jeden “Tenniskarriere”, egal in welchem Alter, sollte jeder Spieler immer Trainerstunden nehmen, oder an einem guten Tennistraining in der Gruppe teilnehmen, damit sich keine schlagtechnischen Fehler einschleichen. Eine von Anfang an falsch angewöhnte Schlagtechnik ist im Nachhinein nur sehr schwer zu korrigieren und kostet immer viel Zeit. Außerdem wird man mit einer falschen Schlagtechnik recht schnell merken, dass man in seinen Fortschritten stagniert, und immer mehr frustriert sein wird. Das Kind bzw. jeder Anfänger wird den Spaß am Tennis verlieren und hört auf. [Zur Starseite]