Archiv für die Kategorie „Doppeltraining“

Bestimmte Spielvarianten
immer wieder intensiv trainieren

Dienstag, 8. September 2009

Ein gutes Tennistraining beinhaltet nicht nur das Einüben und Trainieren bestimmter Schläge, sondern auch das Training bestimmter Spielvarianten. So kann man man immer einen Angriffsball scharf, aggressiv und überrissen in die Ecken schlagen. Ein effektiver Angriffsball ist aber auch ein langer, flacher Slice in die Platzmitte an die gegnerische Grundlinie, da man bei dem Sliceangriffmehr Zeit hat um ans Netz vorzurücken, und der Gegner bei einem Passierball aus der Platzmitte einen schlechteren Winkel hat.

In diesem Zusammenhang geht also nicht um die reine Schlagtechnik, sondern um das Training der Fähigkeit das eigene Schlagrepertoire voll auszunützen und mit einem variatenreichen seinen Gegner immer wieder zu überraschen, dass sich dieser nicht immer auf den selben Ball oder den Spielzug einstellen kann.

Eine weitere Variante ist es, das Spiel mit der Rückhand immer wieder mit Sliceschlägen zu gestalten, und dann ab und zu einen überraschenden Stop einzubauen. Der Grund für die Effektivtät dieser Variante liegt darin, dass man gegen einen Topspin-Spieler einen Stop leicht erkennt, weil die Ausholbewegung ganz anders ist. Spielt man die Rückhand aber auch ab und zu mal mit Slice, so kann man den Stopball, aufgrund der gleichen Ausholbewegung, besser “tarnen”.

Eine Spielvariante ist es auch das Tempo zu wechseln. Je nach Spielweise des Gegners ist nicht immer erforderlich jeden Ball vool durchzuziehen. Man kann auch mal bewusst das Tempo aus den Schlägen nehmen, um dem Gegner auch mal die Chance zu Fehler zu geben. genauso ist verhält es sich mit der Variation in den Drallarten der einzelnen Schläge.

Auch im Doppel sollteman keine eintönige und immer gleiche Strategie anwenden. Als Returnspieler ist gerade bei einem offensiven gegnerischen Doppel ein kurzer Slcie-Return corss vor die Füße des aufrückenden Aufschlägers oft effektiver als ein schaf geschlagener gerader Return. Steht das gegnerische Doppel gut und oft am Netz vorne bietet sich immer auch die Variante eines Lobs über der schlechteren Spieler der Gegner an. Im Doppel ist es gerade gegen etwas schlechtere Aufschlagspieler auch immer wieder eine überraschende Variante, als retournierender Spieler mit Chip-and-Charge die Gegner zu überraschen, das heißt man spielt den Return im aufsteigen und in der Vorwärtsbewegung als Slice zurück und rückt gleich ans Netz vor.

Je unberechenbarer die eigene Spielweise für den Gegner wird, um so erfolgreicher wird das eigene Spiel. Natürlich wird der Gegner mit den gleichen Mitteln versuchen erfolgreich zu sein. Die Kunst ist es nun die jeweiligen Spielsituationen schnell zu erkennen, und die richtige Variante anzuwenden. Je besser es der Tennistrainer im Jugendtraining schafft, den Kinder und Jugendlichen diesen Variantenreichtum zu vermittelund umzusetzen, um so erfolgreicher werden die Kinder Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Laufen – Stehen – Schlagen: Eine Tennis-Grundregel für den Volley

Montag, 22. Juni 2009

Nicht viele Tennisspieler bevorzugen Serve-and-Volley bei jedem Ballwechsel, und schon gar nicht Kinder . Dennoch ist man immer wieder gezwungen, durch kurze Bälle des Gegners ans Netz vorlaufen zu müssen, um danach den ein oder anderen Volley zu schlagen. Um diese unvermeidliche Spielvariante im Tennis möglichst gut und erfolgreich meistern zu können, gibt es für den Volley beim Tennis eine wichtige Grundregel: Laufen – Stehen -  Schlagen.

Der entscheidende Punkt für eine gute Volleytechnik ist es, den Volley aus einer Art Drehscheibenposition auf dem T, im Gleichgewicht, auf den Ballen stehend und vor allem zielgerichtet einzuleiten und durchzuführen. Dies zur Theorie.

In der Praxis sieht es eher so aus, dass die meisten Tennisspieler aus vollem Lauf versuchen den Ball am Netz zu erreichen, und an die meisten Bälle nicht kommen, weil sie aus der Vorwärtsbewegung im Lauf kaum eine Möglichkeit haben, die Richtung zielgerichtet zum Volley hin zu ändern.

Richtig wäre und vor allem viel erfolgreicher ist es, beim Netzangriff so weit bzw. so lange nach vorne zu laufen, bis der Gegner kurz vor seinem Schlag ist. In diesem Moment muss man den Lauf abbrechen, und durch einen Splitstep in einen sicheren  Stand auf den Ballen kommen. Das Gewicht muss also unbedingt auf beide Beine gleichmäßig verlagert werden. Nur so kann man es verhindern, auf dem falschen Fuss passiert zu werden. Auch wenn man es bei seinem “Nach-vorne-Laufen” nur bis zur T-Linie geschafft hat, ist es wichtiger früher abzustoppen,um aus dem Splitstep heraus noch genügend Zeit zu haben, die Richtung des gegnerischen Balls zu erkennen, um danach zielgerichtet den Volley mit einer sauberen Schlagtechnik durch einen Auftaktschritt und einen Schlagschritt sauber zu spielen.

Genau dieser Auftaktschritt und der Schlagschritt ist es, was den meisten Tennisspielern nicht ins Blut übergegangen ist, weil man durch diese Beinarbeit, nochmal deutlich dem Ball entgegen gehen kann, und somit den Ball weiter vorne am Netz schlagen kann. Der Vorteil, durch das Abstoppen, konnte man zielgerichtet die Richtung zum Schlag ändern, als dass man ohne abzustoppen zwar weiter vorne steht, aber nicht mehr die Richtung zum Schlag einschlagen kann.

Zwar schlägt man effektiv den Volley etwas weiter hinten, aber dafür kontrollierter, außerdem ist man nicht so nah am Netz und kann schwerer überlobbt werden, man hat mehr Reaktionszeit, und man kann eh in den meisten Fällen nicht mit dem ersten Volley den Punkt machen. Vielmehr dient der erste Volley dazu, den Gegner unter Druck zu setzen, und ihn zu einem schlechten Ball zu zwingen, damit man mit dem zweiten Volley den Punkt macht.

Außerdem muss man als Netzspieler immer noch bedenken, dass schnelle Angriffsbälle logischerweise auch schneller bzw. eher wieder zurückkommen, und man es darum eh nicht schafft bis ganz vor ans Netz zu stürmen. [Zur Startseite]

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Doppeltaktik und Spielformen im Tennisdoppel

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tennis ist zwar überwiegend eine Einzelsportart, aber dennoch ist das Tennisdoppel nicht zu vernachlässigen und schon gar nicht zu vergessen. Das Training des Doppels beim Tennis ist vor allem für alle Spieler, die an Tennis-Mannschaftswettbewerben (Medenspiele) teilnehmen sehr wichtig, weil hier sowohl Einzel als auch Doppel gespielt werden. Meistens entscheidet der Erfolg bei den Tennisdoppeln über den Ausgang des gesamten Mannschaftsspieltages. Außerdem profitiert jeder Einzelspieler sowohl von den technischen und taktischen Fähigkeiten und Erfordernissen die fürs Tennisdoppel erforderlich sind.

Die großen Unterschiede des Doppels zum Einzel im Tennis bestehen in der permanenten Absprache des nächsten Spielzuges beider Doppelpartner und in dem blinden Spielverständnis der beiden Spieler in bestimmten Spielsituationen. Grundsätzlich wird ein Tennisdoppel am Netz gewonnen, womit der Volley eine große Rolle spielt. Sind beide Partner am Netz so ist es besonders wichtig so gut eingespielt zu sein, dass situationsabhängig klar ist, wer gegnerische Bälle volliert die in die Mitte beider Spieler kommen, und wer hohe Lobs schmettert. Besteht hier Uneinigkeit beider Partner gewinnt der Gegner meist den Punkt.

Besonders wichtig ist die Absprache beider Spieler wohin bei eigenem Aufschlag der eine Partner serviert. Soll der Aufschlag in die Mitte kommen, so muss sich der Netzspieler auf den gegnerischen Return anders einstellen, als wenn der Aufschlag nach außen geht, und der Netzspieler mehr die Longlineseite abdecken muss. Dazu ist viel Training nötig.

Eine Grundregel beim Doppel besagt, dass man immer cross returnieren muss. Kommt der gegnerische Netzspieler an den Return heran, bedeutet das in den meisten Fällen Punktgewinn für den Gegner. Deshelb muss der Return möglichst weit weg vom Netzspieler. Spielt der Gegner einen Lob über den Netzspieler, den dieser nicht erreichen kann, ist der Partner des überlobbten Netzspielers gezwungen seine Seite zu verlassen, um den Lob zu erlaufen. In der Zwischenzeit muss der überlobbte Netzspieler ebenfalls auf die nun freigewordene Seite des Feldes wechseln, weil diese sonst ganz offen wäre.

Ein gutes Rezept gegen zwei am Netz stehende Spieler ist es, den Ball genau in die Mitte der beiden Spieler zu schlagen, weil es dabei oft zu Missverständnissen kommt wer den Ball nehmen soll. Außerdem ist es für die Netzspieler von der Mitte aus schwieriger einen Volley zu platzieren, weil der Winkel hierbei ungünstiger ist.

Als ans Netz stürmender Aufschläger reicht es meist schon den Volley nicht gleich gewinnbringend und risikoreich ins gegnerische Feld zu spielen, sondern einfach lang wieder auf den Returnspieler zurück zu vollieren, weil es für diesen schwierig ist, gegen zwei gut am Netz positionierte Spieler den Punkt zu machen.

Das Tennisdoppel unterscheidet sich in technischen und taktischen Erfordernissen in vielen Punkten deutlich vom Einzel, wobei aber jeder Spieler sowohl von Doppelspielweise als auch von der Einzeltaktik profitiert. Aus diesem Grund sollte man weder auf ein gezieltes Doppeltraining, noch auf viele Doppel-Trainingsmatches verzichten. [Zur Startseite]

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