Archiv für die Kategorie „Schlagtechnik“

Gibt es die optimale Tennisbespannung

Dienstag, 31. Januar 2012

Die Bespannung bei einem Tennisschläger ist enorm wichtig für das Spiel eines jeden Tennisspielers. Sie ist ist zwar nicht das Allheilmittel für eine schlechte Schlagtechnik, aber eine ganz wichtige Voraussetzung für ein gutes und erfolgreiches Tennisspiel. Die Bespannung sollte sowohl durch die Art der Saite, als auch durch die bespannungshärte auf den jeweiligen Spielertyp und vor allem dessen Spielweise abgestimmt sein.

So kann man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Spielertypen unterscheiden, nämlich Topspin- oder Angriffsspieler und etwas passiver eingestellten Spieler mit Schlägen die nicht so viel Drall haben.

Topspin- oder Angriffsspieler sollten eher eine etwas härtere Bespannung in ihrem Tennisschläger haben, und eine Saite mit einem etwas geringeren Saitendurchmesser. So sollte die Bespannungshärte nicht weniger als 25 kg haben, und die Saite sollte nicht mehr als einen Durchmesser von 1,25 mm haben. Durch diese Eigenschaften kann man dem Ball im Treffpunkt mehr Drall mitgeben, um somit mehr Topspin erzeugen zu können. Voraussetzung ist natürlich, dass man auch die entsprechende Schlagtechnik beherrscht. Noch mehr drall kann man durch die Verwendung einer strukturierten Saite erzeugen.

Für die anderen Spielergruppe, die ihre Schläge mit weniger Topspin spielen, gelten die umgekehrten Bedingungen. Die Spannungshärte sollte etwas geringer sein, und der Saitendurchmesser größer seinn.

Aufgrund der Vielfalt der auf dem Markt angebotenen Tennissaiten bleibt es jedem Spieler letztendlich nur übrig durch Ausprobieren verschiedener Saitenmodelle die optimale Tennisbespannung für sich zu finden. Dies wird um so schwieriger, wenn man bedenkt, dass man auch erstmal für seine Spielweise die richtige Bespannungshärte herausfinden muss. Allerdings darf man einen Punkt auch nicht vergessen, auch wenn es eine “optimale Tennisbespannung” gäbe, dann spielt man noch lange nicht so gut wie ein Djokovic, Nadal oder Federer.

Splitstep als Schlagvorbereitung

Samstag, 31. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis einer der wichtigsten Aspekte um erfolgreich spielen zu können. Dabei spielt nicht nur die Antizipation und die Laufgeschwindigkeit eine große Rolle, sondern auch die richtige Beinarbeit. Vor allem aber auch der Splitstep, ist eine wichtige Bewegung um schnell und zielgerichtet auf die gegnerischen Schläge reagieren zu können um möglichst gut die eigenen Schläge spielen zu können.

Mit dem Splitstep sollte man alle eigenen Schläge einleiten, und zwar schon in dem Moment, in dem der Gegner seinen Schlag ausführt. Der Splitstep hat den Zweck, im Moment des gegnerischen Schlages die optimale Ausgangsstellung für jeden möglichen gegnerischen Schlag zu haben. Dies kann also nur eine neutrale Schlagposition sein, welche alle Schlagtechniken erlaubt.

In der Praxis bedeutet dies, dass man im Moment des gegnerischen Schlages mit einer Art kleinen Auftaktsprung etwa ein bis zwei Meter hinter der eigenen Grundlinie das Körpergewicht nach vorne auf beide Ballen bringt, um in einen flüssigen und nach vorne gerichteten Bewegungsübergang auf beide Seiten, also Vorhand wie Rückhand, einleiten zu können.

Dabei sind die wichtigen Aspekte “nach vorne gerichtet” und “das Körpergewicht gleich auf beide Beine verteilt. Dies bedeutet, dass man praktisch schon ohne den folgenden Schlag des Gegners zu kennen, trotzdem schon einen einleitenden Schritt für den eigenen Schlag machen kann.

Die wichtigsten Aspekte beim Rückhand-Slice

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der Reiz beim Tennis liegt unter anderem auch darin, dass es viele verschiedene Schlagtechniken gibt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und alle einen bestimmten Einsatzzweck haben und verschiedene taktische Wirkungen im Match haben. Hier sind zum Beispiel Topsin, Slice, Aufschlag, der Stop, Volleys, Schmetterball etc. zu nennen. Auch wenn es für jeden Tennisspieler viel interessanter und spektakulärer ist schnelles und hartes Angriffstennis zu spielen, so haben auch langsamere und passivere Schläge wie zum Beispiel der Rückhandslice eine große Bedeutung in jedem Tennisspiel.

Um Überhaupt einen Rückhandslice sauber und effektiv spielen zu können, sind zwei wichtige Aspekte besonders entscheidend. Zum einen natürlich die technische saubere Ausführung des Schlages, aber auch die taktische Einstellung zu diesem Schlag.

Technisch sauber ist der Slice nur zu schlagen, wenn man optimal seitlich zum Schlag steht, als Rechtshänder unter zu Hilfenahme der linken Hand den Schläger über dem späteren Treffpunkt nach hinten oben führt, und den Schlagarm in der Ausholbewegung anwinkelt. In der Schlagphase wird der Arm zum Ball hin gestreckt, das Körpergewicht mit einem Schlagschritt mit dem rechten Bein in den Schlag gelegt wird, und das Handgelenk im Treffpunkt fixiert wird.

Die beste Schlagtechnik hilft aber nichts, wenn man den Rückhandslice falsch einsetzt. Oft wird der Slice zu hart geschlagen, mit zu viel Handgelenkeinsatz, und zu offener Schlagfläche. Ein Slice kann also nicht deshalb gefährlich für den Gegner sein, weil er hart geschlagen wird, sondern weil er möglichst dosiert, flach übers Netz und vor allem möglichst lang bis zur Grundlinien geschlagen wird. Ein Slice wird also nicht hart geschlagen, sondern präzise. Man macht also den Punkt nicht direkt, sondern befreit sich entweder mit dem Slice aus einer bedrängten schnellen Spielsituation, oder zwingt den Gegner zu einem passiven oder sogar fehlerhaften Schlag, weil dieser den Slice möglicherweise unterschätzt.

Der Nichtschlagarm bei der einhändigen Rückhand

Freitag, 30. September 2011

Die einhändige Rückhand beim Tennis ist ein koordinativ sehr komplexer und vor allem auch schwieriger Schlag, bei dem es weniger auf Kraft, als auf die richtige Schlagtechnik und vor allem auf einen dynamischen Bewegungsfluss ankommt. Dabei kommt es vor allem auf das Zusammenspiel von dem richtigen Einsatz des gesamten Körpergewichts und der eigentlichen Schlagbewegung aus dem Schlagarm an. Doch was macht bei der einhändigen Rückhand des Rechtshänders der Nichtschlagarm (linker Arm)?

Der Nichtschlagarm ist zu Beginn der  Schlagbewegung verantwortlich für die Einleitung der Ausholbewegung und gibt bei der oberen Schleife nach hinten oben dem Schläger die Richtung vor. Nach dieser Auftaktbewegung lässt der Nichtschlagarm den Schläger los, und beginnt sich gegengleich zur nach vorne gerichteten Schlagbewegung des Schlagarmes sich nach hinten zu bewegen. Die Hauptaufgabe des Nichtschlagarmes ist also eine Gegenbewegung zum eigentlichen Schlag darzustellen, um das Gleichgewicht während des Rückhandschlages halten zu können.

Nur wenn man während dem Schlag das Gleichgewicht halten kann, dann kann die Rückhand auch kontrolliert geschlagen werden und der Schlag wird sicher und vor allem auch platziert, gemäß dem Vorhaben des Spielers.

Die Kinder beim Tennistraining aktiv in den Lernprozess einbeziehen

Freitag, 30. September 2011

Wie jedes Training oder beim Lernen allgemein, ist es auch beim Tennistraining das Ziel, dass die Kinder aktiv in den Lernprozess mit einbezogen werden. Das heißt nicht nur, dass sie etwas lernen sollen, in dem sie es vom Tennistrainer vorgemacht bekommen, sondern dass sie selbst auch das Gelernte durch Korrekturen und Beobachten bei anderen Spielern visualisieren, und somit auf einer anderen Ebene umsetzen können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Kinder von ihren Mannschaftskameraden und Mitspielern, verschiedene gute und schlechte Bewegungsmuster vorgemacht bekommen, die sie selbst zu beurteilen lernen, um dieses Wissen für sich selbst nutzen zu können.

Das Tennistraining ist um so effektiver, je mehr man die Kinder in das Training miteinbezieht. In der Praxis sieht dies so aus, dass der Trainer die wartenden Kinder zu seinen “Co-Trainern” ernennt, um bei den spielenden Kinder konkrete Korrekturen vornehmen zu lassen. Das hat den Sinn, dass sich die Kinder bewusst Gedanken zu ihren eigenen Bewegungsmustern und zu der richtigen Schlagtechnik machen müssen. Dies geschieht durch konkrete Korrekturen anhand spezifischer Vorgaben durch den Trainer. Beispielsweise gibt der Trainer die Vorgabe an die “Co-Trainer”, dass sie auf die Ausschwungbewegung der Spieler achten sollen, um diesen klarmachen zu können, ob sie die Schlagbewegung richtig gemacht haben oder nicht. Dabei ist es wichtig, die Kinder nicht durch komplexe Beurteilungsmuster zu überfordern, sondern ihnen ganz einfache Aufgaben und Beobachtungen vorzugeben.

Nach jedem Schlag befragt der Trainer einen Co-Trainer, ob der Schlag des spielern unter dem Gesichtspunkt des richtigen Ausschwungs richtig war. Das Kind muss nun aktiv Korrekturen vornehmen, und anhand eines Praxisbeispiels beurteilen, ob der Spieler die richtige Schlagtechnik umsetzen konnte oder nicht. Dadurch verinnerlichen die Kinder die richtige Schlagtechnim viel mehr, und können diese dann auch bei sich selbst viel besser anwenden, und realisieren. Dies ist vor allen in engen Matchsituationen sehr wichtig, bei denen man oft nicht an die richtige Schlagtechnik denkt, sondern nur an den Spielstand, und man möglicherweise durch Nervosität viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Je mehr man also im Training durch verschiedene methoden die Schlagtechnik verinnerlicht hat, um so stabiler wird diese dann auch im Match sein, wenn man sich mehr auf andere dinge konzentriert als auf die Schlagtechnik.

Grundsätz beim Tennis – der Lob

Freitag, 30. September 2011

Es gibt beim Tennis viele verschiedene Schläge, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und in bestimmten Situationen die beste Antwort auf die Schläge des Gegners sind. Langer Rückhandslice, kurzer Topspincross, gerader Vorhand-Angriffsball, oder Volleystop. Alle Bälle haben einen bestimmten taktischen Zweck, und können beim richtigen Einsatz zum Punktgewinn führen. Ein wichtiger Schlag, der erfahrungsgemäß viel zu selten trainiert wird ist der Lob. Im Folgenden sollen ein paar Überlegungen zum Lob angestellt werden.

Viele Spieler halten den Lob für einen defensiven Schlag, der erstens nicht in ihr Spiel passt und zweitens wollen es sich viele Spieler nicht eingestehen, dass man auch selbst mal durch den Gegner unter druck geraten könnte, und dann der Lob ein ganz wichtiger Schlag ist, sich von dem druck des Gegners zu befreien. Grundsätzlich ist der Lob nicht unbedingt ein defensiver Schlag, vor allem nicht im Doppel. Man kann den Lobals Topspinlob spielen, oder den Gegner durch einen Stop nah ans Netz holen, um ihn dann durch einen Lob sehr in Bedrängnis zu bringen. Besonders im Doppel kann ein guter Lob ein sehr effektives Mittel gegen zwei am Netz stehende Spieler sein.

Ganz wichtig ist es, dass man den lob auf jeden Fall auch intensiv trainiert, weil er besonders viel Ballgefühl erfordert, und er vor allem beim Wind sehr gut getimt sein muss. Außerdem kann er ein super taktisches Mittel sein, wenn der Gegner beim Schmetterball durch den Lob in die Sonne schauen muss. Es gibt zwei Grundsätze beim Lob: erstens darf er nicht zu kurz sein, also lieber geht der Lob mal knapp ins Aus, als dass es zu kurz wird, und zweitens darf der Lob nicht seitlich ins Aus gehen. Die Richtung sollte man beim Lob auf jeden Fall kontrollieren können. Die Länge des Lobs ist schwerer zu timen. Außerdem sollte man es auch unbedingt als ein oberstes Ziel eines guten Lobs ansehen, dem Gegner immer über die Rückhand zu lobben, damit dieser nicht so offensiv schmettern kann.

 

Die Schlagphase beim Topspin

Montag, 29. August 2011

Für jeden Tennisspieler der druckvolles Tennis spielen will, ist der Topspin ein absolutes muss. Der Topspin ermöglicht nicht nur kraftvolle und hochabspringende Bälle, die für jeden Gegner mehr Schwierigkeiten bedeuten, sondern der Topspin ermöglicht auch ein effektiveres Winkelspiel, oder zB auch den Tospinlob. Allerdings ist und bleibt für den Topspin eine saubere Schlagtechnik absolute entscheidende Voraussetzung und nicht etwa Dinge wie eine härtere Bespannung oder möglicherweise eine dünnere oder strukturierte Tennissaite.

Den Hauptausschlag für den Topspin gibt die Schlagphase. Die gesamte Schlagbewegung ist durch eine etwas höhere und weiträumige Ausholbewegung, die Schlagbewegung oder Schlagphase, und einen hohen Ausschwung auf die Nicht-Schlagschulter gekennzeichnet. Viele Spieler achten aber lediglich auf die hohe Ausholgewegung und den hohen Ausschwung und wundern sich trotzdem, dass der Ball kaum drall bekommt, und sie keinen druckvollen Topspinschlag zustande bekommen. Für einen effektiven Topspin ist aber fast ausschließlich die Schlagbewegung ausschlaggebend.

Die Schlagbewegung muss beim Topspin von hinten unten, nach vorne oben gerichtet sein, so dass die Schlagbewegung, unterstützt durch einen mehr oder weniger starken Handgelenkseinsatz, die Schlagfläche von unten nach oben über den zu schlagenden Ball zieht oder wischt. Vorausgesetzt ist natürlich ein dem Treffpunkt des Balls entsprechender Vorhand- oder Rückhandgriff. Der entscheidende Aspekt bei dieser Vorwärts- Aufwärtsbewegung ist, dass die Schlagfläche schon deutlich vor dem Treffpunkt, also unterhalb des Balls, aufwärts beschleunigt wird.

Der Hauptfehler vieler Spieler ist ein fehlendes Timing, so dass die Schlagfläche nicht im Treffpunkt die höchste Schlaggeschwindigkeit hat, sondern immer etwas zu spät. Der Schläger muss also durch eine weiträumige Ausholbewegung möglichst tief unter den späteren Treffpunkt geführt werden. Dies kann man um mehr unterstützen, wenn man durch eine gut getimte Beinarbeit vor dem Schlag in die Knie geht, und sich zum Treffpunkt hin wieder aus den Beinen streckt. Das Paradebesipiel derzeit im Spitzentennis bei den Herren ist Rafael Nadal, der einen nahezu perfekten Topspin spielt, mit welchem offensichtlich alle anderen Tennisspieler große Probleme haben.

Die Bespannung ist nicht alles

Sonntag, 31. Juli 2011

Beim Tennis gibt es viele Faktoren die auf das Spiel und die Schläge Einfluss nehmen. An erster Stelle kommt der Tennisschläger, die Besaitung, die Schlagtechnik, die Kondition, die mentale Stärke etc. All diese Punkte sind sehr wichtig und es stellt sich die Frage, welche Rolle sie im Kindertennis spielen. In diesem Zusammenhang soll hier die Bedeutungeiner speziellen Saitenart im Kindertennis hinterfragt werden.

Der Saitenmarkt ist mehr oder weniger unüberschaubar geworden. Es gibt Saiten aus verschiedenen Materialien wie Nylon, Kevlar, Naturdarm, Titanium, oder Polyester. All diese Saiten kann man teilweise noch in strukturierten Ausführungen bekommen, und zusätzlich auch noch in verschiedenen Querschnitten von 1,1 mm bis zu 1,45 mm Durchmesser. Wenn man dann noch einem Trend der letzten Jahre folgt, nämlich die Saiteneingeschaften zweier verschiedener Saiten in Form einer Hybridbespannung bei einem Tennisschläger zu kombinieren, dann wird offensichtlich, dass man hier auf der Suche nach der “Stecknadel im Heuhaufen” ist, um die für jeden Spieler die optimale Tennisbespannung herauszufinden.

All die vorher benannten Saitenvariationen verleihen dem Tennisschläger unterschiedliche Spieleigenschaften, vor allem wenn man dann noch debenkt, dass man einen tennisschläger noch mit unterschiedlichen Bespannungshärten in einem Bereich von etwa 15 bis 30 kg Bespannungshärte besaiten kann. Unterm Strich bedetet dies, dass man im Kindertennis weniger Wert auf große Saitenexperimente legen sollte, und mehr auf Schlagtechnim und Kondition setzen sollte. Ein passender Tennisschläger und eine der Spielweise angmessene Bespannungshärte sollten reichen. Je mehr Topspin das Kind oder Jugendliche spielt, um so härter sollte das Schläger auch bespannt werden.

Gerade im Jugendbereich schwören die Kinder oft auf die Ausrüstung und eben auch die Saiten ihrer Tennisidole. Und gerade bei den Saiten mit der Vorstellung möglicherweise genauso spielen zu können wie die Profis, wenn sie die deren Tennissaite bespannen lassen. Im Endeffekt kann eine solche Denkweise nur mit einer Enttäuschung “belohnt” werden, weil vor der Wirkungsweise einer speziellen Tennissaite immer erst die individuelle Schlagtechnik kommt. Da gerade diese Schlagtechnik im Kindertennis meistens noch viel Verbesserungpotenzial in sich birgt, sollte man die Saitenproblematik zu mindest bis zu einem gewissen Alter und der entsprechenden Spielstärke etwas weiter zurückstellen.

Kondition ist Konzentration

Samstag, 23. Juli 2011

Für viele Tennisspieler ist besonders wichtig, dass man eine schöne und vor allem richtige Schlagtechnik hat, und möglicherweise noch besonders hart schlagen kann. Das allein heißt aber noch lange nicht dass man ein guter Tennisspieler ist. Denn neben der Schlagtechnik kommt es auch noch auf das taktische Geschick des Spielers an, auf dessen mentale Stärke, und ganz besonders auf die konditionelle Stärke. Denn nur ein Spieler der topfit ist und konditionell wirklich stark ist, kann sich nicht nur einen haben Satz lang im Match richtig zum Ball hinstellen, sondern ein ganzes Match, setzte den Gegner automatsch durch seine Schnelligkeit unter Druck selbst ein höheres Risiko gehen zu müssen, weil man alle Bälle erlaufen kann, und kann sich durch die körperliche Fitness auch viel länger und besser konzentrieren.

Entgegen all diesen Gesichtspunkten ist aber sehr häufig zu beobachten, dass nur selten ein Konditions- und Schnelligkeitstraining für die Kinder eingebaut wird. Natürlich wollen gerade Kinder nicht bevorzugt ein Konditions- und Lauftraining absolvieren, und auch deren zahlenden Eltern sehen ihre Kinder in den meisten Fällen lieber Bälle schlagen als um den Sportplatz laufen, aber eine Grundvoraussetzung für einen Tennisspieler ist einfach seine Schnelligkeit und Fitness. Die beste Schlagtechnik nützt nichts, wenn man sich nicht schnell genug richtig zum Ball hinstellen kann, und man einfach zu langsam ist die Angriffsbälle des Gegners zu erlaufen.

Der Hauptaspekt der konditionellen Fitness ist es aber dass man sich länger und besser konzentrieren kann. Je fitter man ist, desto länger kann man sich konzentrieren, und um so cleverer kann man sein eigenes Tennisspiel gestalten. In diesem Zusammenhang ist auch noch ein wichtiger Aspekt von großer Bedeutung, nämlich die Körpersprache. Es ist einfach für den Gegner viel frustrierender, wenn er immer einen fitten und aufrecht gehenden Gegner hat, als wenn dieser immer mehr und mehr “Blut leckt”, weil er mitbekommt, wie sein immer müder über den Platz schleicht und mehr und mehr an Körperspannung verliert.

Unter all diesen Gesichtspunkten ist es besonders wichtig, dass nicht nur die Tennistrainer auch auf eine vernünftige Fitness ihrer Tennisschler wert legen, sondern auch dass es für die Tenniskinder im Training selbstverständlich ist, beim Konditionstraining mit spaß voll dabei zu sein. Denn nur wer eine gute Kondition hat, kann sich auch länger im Match konzentrieren, und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Sieger vom Platz gehen. Aus diesem Grund ist Kondition gleich Konzentration.

Hart oder platziert Tennis spielen?

Mittwoch, 13. Juli 2011

Beim Tennis gibt es die unterschiedlichsten Spielweisen, und die meisten davon haben auch ihre Daseinsberechtigung, solange derjenige Tennisspieler der sie anwendet auch gewinnt. Im Folgenden geht es um die Frage, welche Spielweise erfolgreicher ist, harte Bälle zu spielen, oder lieber auf das Tempo in den Schlägen verzichten und die Schläge mehr zu platzieren, bzw. bewusst lang zu spielen?

In der Theorie ist es natürlich am besten, wenn man seine Schläge möglichst hart und möglichst platziert spielen kann, denn damit kann man seinen Gegner auch am meisten unter Druck setzen. Allerdings wenn man harte und vor allem auch noch platzierte Tennisschläge spielen kann, dann befindet man sich schon mindestens auf einem semiprofessionellen Tennisniveau, auf welchem man sich um diese Probleme kaum noch Gedanken machen muss. Diese Frage oder auch “Tennisphilosophie” betrifft eher die vielen weniger guten Hobby- und Freizeitspieler, aber auch Mannschaftsspieler in den unteren Spielklassen.

Um die Frage gleich zu beantworten, liegt die Lösung in der Mischung beider Varianten, und im Zweifelsfall eher beim platzierten Tennisspiel. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein hart gespielter Ball flach übers Netz gehen muss, wmoit die Fehleranfälligkeit steigt. Ein hart geschlagener Ball muss aber nicht zwangsläufig lang gespielt sein, das heißt also dass im schlimmsten Fall diese hart gespielten kurzen Schläge auch wieder schnell zurückkommen, weil der Gegner es schafft das Tempo aus diesen Bällen “mtizunehmen”. Außerdem müssen hart gespielte Bälle nicht unbedingt platziert geschlagen sein. Wenn man also Bälle spielt, die den Gegner nicht zum Laufen zwingen, dann macht man durch diese schnellen Schläge den Gegner durch zu kurze und wenig platzierte Bälle eher stark.

Wie immer im Leben sind die Nachteile der einen Sache die Vorteile der anderen. Wenn man das Risiko eines harten Balls eher vermeidet und sich mehr auf die Richtung der Schläge konzentriert, dann kann man das Fehlerrisiko minimieren und somit den Gegner mehr unter Druck setzen. Ein platzierter Ball bringt den Gegner nicht nur mehr zum Laufen und schwächt ihn auf Dauer im Match in seiner Kondition, bzw. seinem Durchhaltevermögen, sondern zwingt den Gegner auch zu Fehlern. Ein schneller nicht platzierter Schlag des Gegners ist einfacher zu spielen als ein langsamerer aber dafür platzierter Schlag. Von der Tennis-Philosophie her gesehen, gibt man mit der “platzierten Spielweise” dem Gegner mehr Gelegenheiten den Fehler selbst zu machen. Der Gegner kommt also an die Bälle eher heran, aber muss sie aus der Bewegung heraus schlagen, was einfach schwerer ist.

Natürlich muss man als Tennisspieler sowohl für die harten, aber auch für die platzierten Schläge erstmal technisch gesehen in der Lage sein, solche Bälle überhaupt sicher zu spielen können. Aber unterm Strich sind die platzierten Schläge effektiver als harte Schläge. Noch mehr Druck übt man dann noch mit einem platzierten und lang gespielten Ball aus. Im Endeffekt ist immer der langsamere lang gespielte Schlag druckvoller, als der schnellere aber zu kurz geratene Schlag.