Archiv für die Kategorie „Schlagtechnik“

Richtung, Drall, Geschwindigkeit, Länge und Höhe des Balls

Mittwoch, 17. Juni 2009

Es ist oft festzustellen, dass sich viele Tennisspieler, und vor allem auch Kinder, beim Tennis kaum Gedanken machen, was für einen Ball bzw. Schlag sie spielen wollen, bzw. wie der Schlag dann letztendlich geklappt hat. Gerade für Kinder ist es einfach nur wichtig, den Ball wieder zurück in die gegnerische Hälfte zu spielen, ohne sich aber Gedanken zu machen ob der Ball genau ihren Vorstellungen entsprochen hat. Das heißt, es fehlt in vielen Fällen die Rückkopplung, um bei eventuellen fehlerhaften Schlägen diesen Ball beim nächsten Schlagversuch bewusst besser zu machen.

Voraussetzung für jeden Schlag beim Tennis ist zunächst ein der jeweiligen Spielsituation entsprechender Schlag, also ein Plan. Man darf also nicht den Ball einfach so übers Netz schlagen, sondern braucht für jeden Schlag eine Vorstellung, auf welchen Punkt genau und beispielweise mit welcher Länge der Ball wohin im Feld gespielt werden soll.

Grundsätzlich muss jeder Tennisspieler seine Schläge in Richtung, Drallart, Geschwindigkeit, Länge und Höhe des Balls kontrollieren können. Nur so kann man einen geplanten Schlag auch wirklich kontrolliert ausführen. Stimmt einer dieser 5 Parameter nicht, so gilt der Schlag eigentlich als misslungen, bzw. als nicht kontrolliert geschlagen. Viele Spieler sehen das aber nicht, weil sie vor dem Schlag gar keine Vorstellung des eigenen Schlages hatten. Man sollte also versuchen sich vor dem inneren Auge die geplante Flugbahn des Balles genau vorzustellen.

Schlägt man zum Beispiel einen geplanten langen Ball an die Grundlinie, viel zu kurz, also beispielsweise nur ins T-Feld, so sehen die meisten Spieler in diesem eigentlich schlechten Ball, gar keinen Fehler, weil der Ball ja ins gegnerische Feld gespielt wurde. Dass der Schlag aber deshalb zu kurz würde, weil der Spieler den Ball zu spät getroffen hat, sehen die wenigsten Spieler. Den meisten Spielern fehlt in einem solchen Fall die Fähigkeit zur Rückkopplung und Analyse, damit man einen erkannten Fehler beim nächsten geplanten Schlag nicht wieder macht.

Diese Fähigkeit, den Ball in Richtung, Drallart, Geschwindigkeit, Länge und Höhe kontrollieren zu können, ist unheimlich wichtig, um bewusst, mit Selbstvertrauen und vor allem erfolgreich Tennis spielen zu können. Auch dieser Aspekt sollte in jedes Training mit eingebaut werden.

Kann ein Tennisspieler einen dieser Faktoren nicht bewusst steuern, kann der jeweilige Schlag nie so ausgeführt werden, wie er eigentlich geplant war. Es ist also absolut wichtig, seine eigenen Schläge analysieren zu können, und aufgrund des eigenen Verständnisses für die Schlagtechnik zu wissen, welchen Fehler man beim vorigen Schlag gemacht, hat und wie die Lösung für den nächsten Schlag aussieht. Diese Fähigkeit verhilft jedem Spieler zu einem bewussteren und somit erfolgreicheren Tennisspiel, womit man auch wesentlich mehr Spaß am Tennis hat. [Zur Startseite]

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Doppeltaktik und Spielformen im Tennisdoppel

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tennis ist zwar überwiegend eine Einzelsportart, aber dennoch ist das Tennisdoppel nicht zu vernachlässigen und schon gar nicht zu vergessen. Das Training des Doppels beim Tennis ist vor allem für alle Spieler, die an Tennis-Mannschaftswettbewerben (Medenspiele) teilnehmen sehr wichtig, weil hier sowohl Einzel als auch Doppel gespielt werden. Meistens entscheidet der Erfolg bei den Tennisdoppeln über den Ausgang des gesamten Mannschaftsspieltages. Außerdem profitiert jeder Einzelspieler sowohl von den technischen und taktischen Fähigkeiten und Erfordernissen die fürs Tennisdoppel erforderlich sind.

Die großen Unterschiede des Doppels zum Einzel im Tennis bestehen in der permanenten Absprache des nächsten Spielzuges beider Doppelpartner und in dem blinden Spielverständnis der beiden Spieler in bestimmten Spielsituationen. Grundsätzlich wird ein Tennisdoppel am Netz gewonnen, womit der Volley eine große Rolle spielt. Sind beide Partner am Netz so ist es besonders wichtig so gut eingespielt zu sein, dass situationsabhängig klar ist, wer gegnerische Bälle volliert die in die Mitte beider Spieler kommen, und wer hohe Lobs schmettert. Besteht hier Uneinigkeit beider Partner gewinnt der Gegner meist den Punkt.

Besonders wichtig ist die Absprache beider Spieler wohin bei eigenem Aufschlag der eine Partner serviert. Soll der Aufschlag in die Mitte kommen, so muss sich der Netzspieler auf den gegnerischen Return anders einstellen, als wenn der Aufschlag nach außen geht, und der Netzspieler mehr die Longlineseite abdecken muss. Dazu ist viel Training nötig.

Eine Grundregel beim Doppel besagt, dass man immer cross returnieren muss. Kommt der gegnerische Netzspieler an den Return heran, bedeutet das in den meisten Fällen Punktgewinn für den Gegner. Deshelb muss der Return möglichst weit weg vom Netzspieler. Spielt der Gegner einen Lob über den Netzspieler, den dieser nicht erreichen kann, ist der Partner des überlobbten Netzspielers gezwungen seine Seite zu verlassen, um den Lob zu erlaufen. In der Zwischenzeit muss der überlobbte Netzspieler ebenfalls auf die nun freigewordene Seite des Feldes wechseln, weil diese sonst ganz offen wäre.

Ein gutes Rezept gegen zwei am Netz stehende Spieler ist es, den Ball genau in die Mitte der beiden Spieler zu schlagen, weil es dabei oft zu Missverständnissen kommt wer den Ball nehmen soll. Außerdem ist es für die Netzspieler von der Mitte aus schwieriger einen Volley zu platzieren, weil der Winkel hierbei ungünstiger ist.

Als ans Netz stürmender Aufschläger reicht es meist schon den Volley nicht gleich gewinnbringend und risikoreich ins gegnerische Feld zu spielen, sondern einfach lang wieder auf den Returnspieler zurück zu vollieren, weil es für diesen schwierig ist, gegen zwei gut am Netz positionierte Spieler den Punkt zu machen.

Das Tennisdoppel unterscheidet sich in technischen und taktischen Erfordernissen in vielen Punkten deutlich vom Einzel, wobei aber jeder Spieler sowohl von Doppelspielweise als auch von der Einzeltaktik profitiert. Aus diesem Grund sollte man weder auf ein gezieltes Doppeltraining, noch auf viele Doppel-Trainingsmatches verzichten. [Zur Startseite]

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Den Ball des Gegners frühzeitig erkennen

Sonntag, 31. Mai 2009

Beim Tennis spielt es eine große Rolle, wie früh man den gegnerischen Ball bzw. Schlag erkennt, bzw. wie gut man dessen Spiel erkennen oder den “Ball lesen” kann. Das bedeutet nicht, dass jeder eine sehr gute Reaktion braucht, sondern man sollte schon vor dem Schlag des Gegners, aufgrund dessen Körperstellung, aufgrund dessen Schlägerhaltung und auch aufgrund seiner eigenen Spielerfahrung erkennen können, welcher Ball jetzt kommen wird. Grundvoraussetzung dafür ist, dass man selbst eine gute Schlagtechnik hat, und Bewegungsmuster für jede Schlagtechnik erkennen kann.

Gerade beim Tennis spielt das frühzeitige Erkennen des gegnerischen Balls eine große Rolle, weil man nicht viel Zeit zu reagieren hat. Je früher man den gegnerischen Schlag erkennt, um so eher kann man reagieren, und um so besser wird der eigene Schlag werden.

Wenn man selbst eine gute Aufschlagtechnik hat, und die Wirkung jedes einzelnen Bewegungsmusters bei einem Tennisschlag kennt, kann man schon an dem Ballwurf des Gegners (Rechtshänder) erkennen, dass dieser beispielsweise den Ball auf die rechte Körperseite geworfen hat, und dass sehr wahrscheinlich ein Sliceaufschlag bzw. ein Cross-Aufschlag kommen wird. Wenn man den Gegner genau beobachtet kann also schon im Vorfeld des Schlages, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erkennen, welcher Schlag kommen wird. Genauso ist es zum Beispiel mit einem Stop. Für den Stop braucht man eine ganz andere Schlägerhaltung und eine andere Schlagbewegung, die man mit einem geschulten Auge erkennen kann, bevor der Gegner den Ball überhaupt geschlagen hat.

Eine offene Schlagstellung bei den Grundschlägen deutet meistens auf einen Cross-Schlag hin, während eine geschlossene und schön seitliche Schlagstellung des Gegners eher einen Longlineschlag erwarten lässt.

Für das Kindertraining bedeutet dies, dass die Kinder selbst möglich genau jede Schlagtechnik kennen und beherrschen müssen, und vor allem die Schläge ihres Gegners frühzeitig erkennen müssen. Wenn die Kinder selbst einen Rückhand-Slice erkennen, und das Schlagprinzip verstanden haben, werden sie schon anhand der Ausholbewegung und der Schlagbewegung des Gegners schon den Slice des Gegners erkennen. Und natürlich auch dementsprechend auf die jeweiligen gegnerischen Schlag richtig reagieren können.

Je größer die Erfahrung der Kinder ist, desto eher wissen sie auch, dass in bestimmten typischen Spielsituationen nur ein bestimmter Schlag des Gegners besonders wahrscheinlich ist. Demgegenüber spielt natürlich auch wieder der Spielwitz und die technischen Möglichkeiten eines jeden Tennisspielers eine Rolle, den Schlag zu spielen, den der Gegner nicht erwartet. Trotz der Tatsache, dass es möglich ist viele Schläge des Gegners zu lesen, sind beim Tennis doch immer wieder viele Überraschungsmomente möglich, was das Spiel so spannend und interessant macht. [Zur Startseite]

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Aufschlagtraining: Auch den Ballwurf trainieren

Samstag, 16. Mai 2009

Für jeden Tennisspieler ist es selbstverständlich den Aufschlag zu trainieren, wenngleich wahrscheinlich jeder auch weiß, dass man den Aufschlag dennoch mehr trainieren könnte. Nur aufgrund der Tatsache, dass der Aufschlag der einzige Schlag beim Tennis ist, der nicht vom Gegner beeinflusst werden kann, wird das Aufschlagtraining trotzdem meist vernachlässigt. Und wenn, dann trainiert doch kaum jemand speziell den Ballwurf.

Aber gerade ein präziser Ballwurf ist absolut entscheidend für einen guten und somit erfolgreichen Tennisaufschlag. Die Schlagbewegung für den Aufschlag ist vergleichsweise einfach und schnell zu lernen, weil es sich dabei um einen natürlichen Bewegungsablauf handelt. Man kann die Schlagbewegung beim Aufschlag auch sehr gut mit einem Schlagballwurf vergleichen.

Das Training des Ballwurfs wird meist sehr vernachlässigt, weil es oft langweilig erscheint. Dabei sollte jeder Tennisspieler nur einmal 10 Ballwürfe jeweils für einen geraden Aufschlag, einen Kickaufschlag und einen Sliceaufschlag machen, die Bälle nicht schlagen, sondern auf dem Boden aufkommen lassen, und die Punkte auf dem Boden markieren. Jeder Tennisspieler wird überrascht sein, wie groß dieses Streuungsbild sein wird. In der Praxis bedeutet das Folgendes: ein sehr komplexer und äußerst präziser Schlag, wird mit immer wechselnden Bedingungen, nämlich einem ungenauen Ballwurf, ausgeführt. Da braucht sich eigentlich kein Spieler wundern, wenn der Aufschlag ein Schwachpunkt ist und bleibt.

Auch für Spieler mit eines anfangs richtigen und sehr guten Schlagbewegung hat ein schlechter Ballwurf große Nachteile, weil man den falsch geworfenen Ball mit dieser Bewegung nicht schlagen kann. Das bedeutet man muss einen Fehler (den schlechten Ballwurf), mit einer falschen Aufschlagbewegung ausgleichen. Das Resultat ist ein immer schlechter werdender Aufschlag, und im schlimmsten Fall auch gesundheitliche Beschwerden.

Aus diesem Grund solte sich jeder Tennisspieler, und vor allem auch im Kindertraining, die Zeit nehmen, den Ballwurf immer wieder intensiv zu trainieren. Dies muss nicht einmal auf dem Tennisplatz sein. Man kann sich einen Kreis mit etwas 30 cm Durchmesser auf dem Boden markieren, und damit kontrollieren, ob der Ballwurf richtig war. Dieser Kreis sollte (beim Rechtshänder) beim Sliceaufschlag etwas rechts vom Körper sein, beim geraden Aufschlag vor dem Körper, und beim Kickaufschlag etwas links vom Körper.

Wichtig ist beim Training des Ballwurfes, dass man den Ballwurf im Zusammenhang mit der richtigen Aufschlagbewegung macht, und den Ball aber dabei nicht schlägt, sondern auf dem Boden aufkommen lässt. [Zur Startseite]

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Regelmäßige spielerische Leistungskontrollen ins Tennistraining einbauen

Dienstag, 12. Mai 2009

Jedes Tennistraining sollte ein auf Dauer planmäßig angelegtes Training sein, und den Kindern und Jugendlichen eine gewisse Leistungskontrolle geben und, wenn möglich, ein Erfolgserlebnis vermitteln. Dazu dienen ganz besonders effektiv regelmäßige einfache Leistungskontrollen, durch welche den Tennisschülern bewusst gemacht werden kann, was sie zu leisten im Stande sind.

Um die Motivation und vor allem das Selbstvertrauen der Tenniskinder im Training zu erhöhen, sollte man auf jeden Fall den Kindern bestimmte Ziele vorgeben. So ist es eine gute Trainingsmaßnahme, mit den Kindern in regelmäßigen Abständen eine Art Leistungskontrolle durchzuführen, um den Kindern immer wieder zu zeigen, was sie wirklich können, bzw. gelernt haben, oder wo sie sich verbessert haben. Dazu sollte sich der Tennistrainer eine bestimmte Anzahl an repräsentativen, tennisspezifischen Übungen erstellen, dafür einen entsprechenden Dokumentationsbogen für jeden einzelnen Spieler erstellen, und die Kinder in regelmäßigen Abständen diese Übungen immer wieder ausführen lassen, und die Ergebnisse aufschreiben.

Solche Übungen können sowohl aus den Bereichen Schlaggenauigkeit, Ballgefühl, Kondition, Schnelligkeit oder Koordination sein. Zum Beispiel kann man die Kinder 20 Vorhand Grundschläge aufs ganze Feld machen lassen, und zählen, wieviele Bälle sie ins Feld spielen können. Je nach Leistungsstärke der jeweiligen Spieler, kann man die Ziele immer schwieriger machen, und zum Beispiel nur auf eine bestimmte Spielfeldhälfte spielen oder ein bestimmtes Ziel. Dies kann man für alle Schlagarten machen, um den Kindern zu verdeutlichen, was sie überhaupt können.

Hintergrund dazu ist, dass die Kinder oft ihre eigene Leistung nicht richtig einschätzen können. Es ist aber für jeden Tennisspieler sehr wichtig zu wissen, was er kann, bzw. wo die Stärken und Schwächen liegen, damit man im Match nicht permanent Bälle spielt, die man eigentlich nicht sicher beherrscht.

Desweiteren kann man als eine Aufgabe jeweils 10 erste und zweite Aufschläge von der rechten und linken Seite machen lassen, und in dem Ergebnisbogen festhalten, wie hoch die Aufschlagquote ist. Eine weitere Übung, den Ballwurf jeweils zum geraden, Slice- und Kickaufschlag jeweils 10 mal durchführen lassen, ohne den Ball zu schlagen. Es wird festgehalten wie oft der Ball in einem, der Technik des jeweiligen Aufschlages entsprechenden, auf dem Boden aufgezeichneten Kreis aufkommt. Die Trefferanzahl wird dokumentiert. Man kann Linienläufe auf Zeit durchführen, Basketballwürfe aus einer bestimmten Entfernung in der Ballkorb durchführen lassen, etc.

Sobald diese Übungen einmal durchgeführt und dokumentiert wurden, werden die Ergebnisse mit den jeweiligen Schülern besprochen und ausgewertet. Beim nächsten Test, wird jeder der Tennisschüler versuchen, seine letzte Leistung zu verbessern. Dadurch werden sich die Kinder ihrer Stärken und Schwächen bewusst, und werden versuchen bis zum nächsten Test, ihre Schwächen zu verbessern, und ihre Stärken möglichst zu festigen. [zur Startseite]

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Trainingstipps für die beidhändige Rückhand

Mittwoch, 6. Mai 2009

Gerade im Kindertennis spielt die beidhändige Rückhand eine sehr große Rolle, weil fast alle Kinder für eine einhändige Rückhand zu wenig Kraft haben. Auch im Profitennis hat die beidhändige Rückhand eine absolute Daseinberechtigung, weil sie von den meisten Spielern auch angewendet wird. Allerdings ist immer wieder festzustellen, dass die meisten Kinder und Jugendlichen deutlich zu wenig aus den Möglichkeiten der beidhändigen Rückhand machen, weil der koordinierte und technisch saubere Einsatz beider Arme nicht richtig ist.

Grundsätzlich spielt man die beidhändige Rückhand nur deshalb, weil jeder Mensch eine dominante Gehirnhälfte und somit auch Körperseite hat, mit welcher er meistens die Vorhand spielt. So spielt eben der Rechtshänder seine Vorhand mit der rechten Hand, und die Rückhand auf der linken Seite mit beiden Händen. Könnte man auf beiden Seiten gleich gut und gleich koordiniert seine Bewegungen ausführen, würde man ja am besten auf beiden Seiten des Körpers jeweils mit der entsprechenden Hand eine Vorhand spielen.

Dies ist auch genau der Ansatzpunkt eines effektiven Rückhandtrainings für die beidhändige Rückhand. Man sollte als Rechtshänder ruhig versuchen öfters mit der linken Hand zu spielen. Dies hat nicht nur den Effekt, dass man ein Schlag- und Bewegungsgefühl mit links bekommt, sondern ist auch ein gutes Ausgleichstraining für die linke Körperhälfte, und fördert enorm die Koordination und das Timing. Außerdem, und das ist der Sinn der Übung, bekommt man ein Gefühl für den Krafteinsatz des linken Arms, welcher für die beidhändige Rückhand absolut wichtig ist.

Genau an diesem Punkt ist nämlich immer festzustellen, dass ein Rechtshänder die beidhändige Rückhand viel zu dominant nur mit dem rechten Arm schlägt und der linke Arm nur eine Art Anhängsel ist. Dabei geht unheimlich viel an Schlagpotenzial und Präzision für die beidhändige Rückhand verloren. Erst wenn man sich durch das Spielen mit links bewusst gemacht hat, wie sich der Tennisschlag, das Timing, der Krafteinsatz und der Bewegungsablauf für die Rückhand anfühlt, kann man die beidhändige Rückhand wirklich aktiv mit zwei sich unterstützenden Händen bzw. Armen schlagen.

Man muss sich dadurch einfach bewusst machen, dass beide Arme für die beidhändige Rückhand einen sich gegenseitig unterstützenden Schlagimpuls liefern müssen, um eine technisch saubere und wirkungsvolle beidhändige Rückhand schlagen zu können. Bei der beidhändigen Rückhand des Rechtshänders schiebt der linke Arm, während der rechte Arm gleichzeitig den Schläger zum Treffpunkt des Balls zieht.

Im Endeffekt ist ein Training mit links (bzw. mit der Nicht-Schlaghand) aus mehreren Gesichtspunkten sehr effektiv, und kann die beidhändige Rückhand nur verbessern. [Zur Startseite]

Verwandte Artikel:
- Der Rückhand-Slice
- Auf ein bewusstes Tennisspiel der Kinder achten
- Den Treffpunkt des Balls bewusst mit den Augen fixieren
- Topspin, Slice und gerade Schlagtechniken

Der richtige Treffpunkt des Balles im Tennis

Dienstag, 28. April 2009

Für jeden Tennisschlag ist der richtige Treffpunkt des Balls von entscheidender Bedeutung. Gerade beim Tennis für Kinder entscheidet ein guter Treffpunkt über Erfolg oder Misserfolg des Schlages. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder den Ball möglichst früh vor dem Körper treffen, damit ein schwungvolles Schlagen möglich wird. Durch einen frühen Treffpunkt entscheidet sich, ob es sich bei dem Schlag um einen schwungvollen und kontrollierten Schlag handelt, oder um einen kraftvollen, meist unkontrollierten Schlag.

Gerade beim Kindertennis muss den Schülern von Anfang bewusst gemacht werden, dass ein früher Treffpunkt absolut entscheidend ist. Ziel des Tennistrainings sollte es sein, dass die Kinder ein Gespür entwickeln, wann sie den Ball schwungvoll vor dem Körper getroffen haben, oder wann sie den Ball zu spät getroffen haben, und folglich nur mit Kraft.

Unter einem frühen Treffpunkt versteht man, dass der ankommende Tennisball möglichst weit vor dem Körper gschlagen wird. Dies hat den Vorteil, dass man mit dem Schläger aus einer sauberen Ausholbewegung heraus mehr Anlaufstrecke hat, um den Ball schwungvoll beschleunigen zu können. Gerade im Kindertennis spielt ein früher Treffpunkt eine besonders große Rolle, weil die Kinder kaum Kraft in den Armen haben. Durch den frühen Treffpunkt, kann man aber den Ball trotzdem vergleichsweise hart schlagen.

Unterstützend zu einem frühen Treffpunkt des Balls kommt natürlich auch der richtig getimte Einsatz des Körpergewichts. Dies ist zwar beim Kindertennis auch besonders wichtig, wirkt sich aber, im Vergleich zum Erwachsenentennis, aufgrund des noch geringen Körpergewichts weniger aus. Um so wichtiger ist wiederum der frühe Treffpunkt.

Kinder haben gerade in Bezug auf das Erlernen der richtigen Schlagtechnik einen großen Vorteil gegenüber erwachsenen Tennisschülern, weil Erwachsene oft durch die schon vorhandene Kraft den Ball nicht so früh treffen müssen, um den Ball trotzdem hart schlagen zu können. Dadurch tun sich Erwachsene häufig deutlich schwerer einen frühen Treffpunkt umzusetzen, weil sie das Bewegungsgefühl für einen mit Kraft geschlagenen Ball oder einen mit Schwung geschlagenen Ball nicht so sehr haben.

Für eine ausbaufähige und technisch saubere Schlagtechnik ist aber ein früher Treffpunkt von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund ist es viel wichtiger zuerst einen frühen Treffpunkt zu erlernen, als nur harte, aber kraftvolle Schläge mit einem schlechten und zu späten Treffpunkt. [Zur Startseite]

Verwandte Artikel:
Den Treffpunkt des Balls bewusst mit den Augen fixieren
Die Schlagphase
Übungen fürs Kindertennis: Werfen und Fangen
Vom richtigen Treffpunkt – das Problem mit den hohen Bällen

Auf ein bewusstes Tennisspiel der Kinder achten

Dienstag, 21. April 2009

Sinn und Zweck eines jeden Kinder- und Jugendtrainings im Tennis ist es, dass die Tennisschüler lernen ihre Bälle mit der richtigen Schlagtechnik kontrolliert in die gegnerische Spielfeldhälfte zu spielen. Erfahrungsgemäß machen es sich die Kinder aber gar nicht bewusst, wo genau sie die Bälle hinspielen, sondern sind immer schon mit dem Ergebnis zufrieden, in die gegnerische Hälfte getroffen zu haben.

Der Tennistrainer muss den Kindern aber bewusst machen, dass nur das Erkennen der Tatsache, ins gegnerische Feld getroffen zu haben, zu wenig ist. Vielmehr müssen die Kinder vor jedem Schlag einen “Plan” haben, wo genau sie den Ball hinspielen wollen, und dann lernen, ihr eigenes Spiel zu erkennen und zu analysieren.

Diese Fähigkeit zur eigenen Spielanalyse ist ein wichtiger Schritt zu einem besseren Verständnis für eine bessere Schlagtechnik, und somit zu einem erfolgreicheren Spiel. So sollen die Kinder zum Beispiel lernen, sich vorzunehmen einen langen Ball zu schlagen, der mindestens über die gegnerische T-Linie geht. Nach dem Schlag sollen sie sofort während dem Ballwechsel erkennen können, ob der Ball auch wirklich über die T-Linie geflogen ist. Sie sollen also bewusst das Ergebnis ihres Plans erkennen, und analysieren können, um es beim nächsten Schlag wieder richtig zu machen, oder falls der Ball zu kurz war, genau zu wissen, wie man den Ball beim nächsten Schlag länger spielen kann.

Dadurch lernen die Kinder das im Training erlernte theoretische Wissen für die Schlagtechnik auch praktisch im Spiel umzusetzen. Werden die Bälle also beispielsweise immer zu kurz und gehen nicht über die T-Linie, so ist dies meist ein Zeichen dafür, dass der Treffpunkt des Balles zu spät ist. Das müssen die Kinder erkennen, und für die nachfolgenden Schläge umsetzen können.

Dadurch lernen die Kinder immer bewusster Tennis zu spielen, und lernen auch sich selbst richtig einzuschätzen. Der Nebeneffekt ist, dass sie mehr Vertrauen in ihr eigenes Spiel bekommen, weil ihnen bewusst wird, was sie eigentlich zu leisten im Stande sind. Viele Kinder haben diese Fähigkeit nicht, und erkennen nicht, dass sie ständig Schläge versuchen, die sie nicht beherrschen oder misslingen, und machen aufgrund der fehlenden Rückkopplung immer wieder die gleichen Fehler. Grundvoraussetzung sowohl für technisch saubere Tennisschläge, als auch für die geistige Fitness ist ein kontinuierliches Fitnesstraining. [Zur Startseite]

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Tennis ist keine Kraftsportart
Die Aufschlagtechnik im Kindertennis
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Immer mit guten Tennisbällen spielen

Samstag, 18. April 2009

Beim Tennis gehören gute Tennisbälle genauso zur richtigen Ausübung des Sport dazu, wie ein guter Tennisschläger, die richtige Bespannungshärte und gute Tennisschuhe. Es ist aber immer wieder zu sehen, dass jeder auf seinen Tennisschläger achtet, und auch die richtigen Tennisschuhe trägt, aber in den wenigsten Fällen achten die Tennisspieler auf gute Tennisbälle.

Dies gilt sowohl fürs Erwachsenentennis, aber vor allen auch für das Kindertennis. Gerade wenn Kinder Tennis spielen, sollen die Tennisbälle wirklich gut sein, weil sich die Kinder sonst nie an das richtige Sprungverhalten gewöhnen können, und somit nie eine konstante und gefestigte Tennistechnik erlernen können. Erwachsene können viel eher das schlechtere und unterschiedliche Sprungverhalten von älteren oder auch schlechteren Tennisbällen einschätzen, aber bei Kindern ist das nicht der Fall.

Zwar sind Tennisbälle nicht ganz billig, aber im Endeffekt spart man am falschen Ende, wenn die die Kinder beim Tennis immer nur alte Tennisbälle verwenden. Was nützen da viele Trainerstunden und ein regelmäßiges Tennistraining, wenn die Kinder dann im freien Spiel durch schlechte Tennisbälle und falsches Sprungverhalten der Bälle ihre Tennistechnik wieder verlernen, und ein falsches Timing bekommen.

Fehlt den Tennisbällen schon ein wesentlicher Teil der Filzoberfläche, haben diese schon deutlich andere Spieleigenschaften. Auch lassen die Sprungeigenschaften eines Tennisballs nach, wenn je älter er wird. In den offiziellen Tennisregeln sind die wesentlichen Eigenschaften eines Tennisballs genau definiert: Er soll einen Durchmesser von 6,35 – 6,67 cm haben. Ein Gewicht von 56,70 – 58,47 g, und bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius eine Sprunghöhe von 1,346 m bis 1,473 m auf hartem Boden aus 2,54 m Fallhöhe haben. Hierbei kommt es besonders auf die Sprunghöhe an, welche sich ja auch vergleichsweise leicht überprüfen lässt.

Letztendlich sollte die Eltern ihren tennisspielenden Kindern immer neue Tennisbälle kaufen, weil diese einfach ein Verschleißartikel sind, und aber eine wesentliche Bedeutungfür ein gutes Tennisspiel haben. [Zur Startseite]

Tennis ist keine Kraftsportart

Mittwoch, 15. April 2009

Es gibt viele Tennisspieler die nur mit Kraft spielen, und nicht mit Schwung oder Technik. Das sind dann auch genau die Tennisspieler, welche sich dann später auch mit Schulterverletzungen, Rückenbeschwerden oder einem Tennisarm herumplagen müssen. Tennis ist dagegen eine reine Schwungsportart, bei welcher man mit einer guten Schlagtechnik, die Bälle genauso hart spielen kann, als wie wenn man mit voller Kraft schlagen würde.

Am besten sieht man diese Tatsache immer wieder beim Kinder- und Jugendtennis. So gibt es z.B. 12 – 14 jährige Kinder und Jugendliche die mit deutlich weniger Kraft in den Armen als so mancher Erwachsener, die Bälle aber genauso hart schlagen können. Mit dem Unterschied, dass die Kinder und Jugendlichen die Beschleunigung des Balls durch eine saubere Schlagtechnik aufgrund einer perfekten kinematischen Kette zustande bringen. Außerdem kann man technisch sauber geschlagene Bälle, nicht nur sehr hart schlagen, sondern man kann sie auch viel genauer spielen.

Spielt man einen technisch sauberen Tennisschlag, so kommt ein harter Schlag aufgrund folgender kinematischen Kette zustande. Ausgehend von einem Auftaktschritt und einem Schlagschritt zum Ball hin, unterstützt durch eine weite Ausholbewegung, in Verbindung mit einer Körperrotation in der Längsachse um die Wirbelsäule, müssen sich alle daraus resultierenden Kraftvektoren summieren, und wenn möglich im Treffpunkt in die geplante Schlagrichtung gerichtet sein. Diese Kräfte werden idealerweise, aus den Beinen und dem Rumpf auf die Schulter, den Arm, und unterstützt durch einen gut getimten Handgelenkseinsatz, auf den Schläger übertragen, welcher seine Energie dann in einem frühen Treffpunkt des Balles vor dem Körper, auf den Ball überträgt.

Das Resultat aus dieser kinematische Kette ist ein mit Schwung und Technik geschlagener Ball, und kein mit roher Kraft geschlagener Ball, welcher meistens nur vollkommen unkontrolliert gespielt werden kann. Es ist immer wieder faszinierend, wenn man die hohe Schlaggeschwindigkeit von so manchen Kindern und Jugendlichen beobachten kann, obwohl diese meist vergleichsweise dünne Arme und wenig Körperkraft besitzen. [Zur Startseite]