Archiv für die Kategorie „Schlagtechnik“

Den Kindern immer realistische Trainingsziele vorgeben

Sonntag, 16. Januar 2011

Das Tennistraining ist für die Kinder und Jugendlichen besonders wichtig. Aus diesem Grund sollte es jeder Tennisverein anstreben, dass möglichst alle Kinder, welche dies wollen, ein geregeltes Tennistraining bei einem guten Trainer bekommen. Alle teilnehmenden Kinder an so einem Tennistraining wissen erst einmal nicht was sie in der nächsten Trainerstunde, oder nächsten Tennistraining erwartet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Tennistrainer vor Beginn der Tennisstunde den Kindern klarmacht welche Trainingsziele er in der betreffenden Stunde erreichen möchte, und wie er dies beabsichtigt.

Gerade zu Beginn der Tenniskarriere, wenn die Kinder noch nicht lange dabei sind, können sie sich und ihre Leistungsfähigkeit beim Tennis nicht richtig einschätzen. Sie wissen noch nicht genau was sie überhaupt können, und oft auch nicht, was sie nicht können. Die Trainingsbereitschaft ist ja schon gegeben, aber für viele Kinder ist der trainingserfolg eines Trainings deutlich höher, wenn sie den Sinn und Zweck der jeweiligen Trainerstunde, oder des jeweiligen Tennistrainings verstanden haben.

Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, dass der Tennistrainer die Trainingsziele deutlich vorgibt, und wie die Tennisstunde im einzelnen ablaufen wird. Das gibt den Kindern mehr Sicherheit, und sie können sich auch viel besser auf die kommende Stunde einstellen. Es sollten nicht zu viele Trainingsinhalte oder Trainingsschwerpunkte sein, sonst überfordert man die Kinder und Jugendlichen leicht, und oft ist die Trainingseinheit auch viel zu kurz, als dass man meherere Trainingsschwerpunkte setzen könnte.

Da der Tennissport eine sehr komplexe Schlagtechnik mit sich bringt, kann man hier viele verschiedene Schwerpunkte als zentrale Trainingsziele vorgeben. Dies könnte beispielsweise der Vorhand-Topspin sein, die Schlagtechnik des geraden Aufschlages, oder Teilschwerpunkte, wie zum Beispiel der richtige Ballwurf, oder der Treffpunkt beim Vorhand-Volley. Ziel einer solchen Schwerpunktsetzung ist es, dass die Kinder einen besseren Fokus für die wichtigen Aspekte bei den verschiedenen Schlagtechniken oder Anforderungen im Tennis bekommen, und sich diese besser einprägen können. Es ist weniger einprägsam, wenn man jede Stunde “nur” Vorhand und Rückhand trainiert, als wie wenn die Kinder sich an die Tennisstunde erinnern, in welcher sie intensiv den Rückhandslice trainiert haben. [Zur Startseite]

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Regelmäßiges Aufschlagtraining im Kindertennis

Mittwoch, 15. Dezember 2010

“Ein guter Aufschlag ist die halbe Miete”! Diese alte Tennisweisheit ist nicht nur goldrichtig, sondern ist auch den meisten Tennisspielern wohlbekannt. Im Klartext bedeutet das, dass ein Tennisspieler mit einem guten Aufschlag mit großer Wahrscheinlichkeit sein eigenes Aufschlagspiel gewinnen wird, und im Normalfall immer zumindest den Tiebreak erreichen wird. Auf der anderen Seite trainieren die wenigsten Tennisspieler den Aufschlag wirklich intensiv, und können sich nicht besonders auf den Gewinn ihrer eigenen Aufschlagspiele verlassen.

Trotz der großen Bedeutung des Aufschlages nehmen sich die wenigsten Tennisspieler wirklich die Zeit im Tennistraining auch mal den Aufschlag zu trainieren. Dabei ist der Aufschlag der einzige Schlag im Tennis welchen der Gegner nicht beeinflussen kann. Das heißt, die Schlaggenauigkeit könnte beim Aufschlag deutlich höher sein als bei den Grundschlägen, weil man sich den Ball beim Aufschlag ungestört selbst zuspielen kann, ohne dass der Gegner einen Einfluss darauf hat. Dieses großen Vorteils sind sich aber die meisten Tennisspieler nicht bewusst, und vernachlässigen das Aufschlagtraining sehr stark.

Gerade im Kindertennis zeigt der Trainingsalltag immer wieder deutlich, dass das Aufschlagtraining nicht so spannendund actionreich ist, wie Angriffsbälle oder lange Grundlinienralleys. Aber gerade schon im Kindesalter sollte man den jedem Tennisspieler die Wichtigkeit und Bedeutung des Aufschlages bewusst machen, so dass das Aufschlagtraining, von Anfang an für jeden Spieler, egal welchen Alters, immer ein wesentlicher Bestandteil des Trainings sein sollten. Für jeden Tennistrainer von Kinder- und Jugendmannschaften bedeutet das also, dass man gerade das Aufschlagtraining so kurzweilig und interessant wie möglich gestalten muss, damit die Kinder ein Verständnis für die große Bedeutung des Aufschlages bekommen.

Beim Aufschlagtraining selbst, sollte man zunächst erst einmal auf die richtige Schlagbewegung und vor allem einen perfekten Ballwurf großen Wert legen. Desweiteren muss der Aufschlag immer und immer wieder unter Matchbedingungen trainiert werden. Nur dann bekommt man die richtige Einstellung zum taktischen Einsatz des Aufschlages, und vor allem man lernt unter Druck sowohl den ersten, als auch den zweiten Aufschlag wirksam und sicher ins Feld zu spielen. Mit diesen “Grundfähigkeiten” kann man dann bei einem gewissen Könnensstand und vor allem den körperlichen Voraussetzungen der Kinder und jugendlichen dazu übergehen, auch die verschiedenen Aufschlagvarianten wie gerader Aufschlag, Sliceaufschlag und Kickaufschlag zu trainieren. [Zur Startseite]

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Wieviel Topspin sollen Kinder spielen?

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Beim Tennis ist der Topspin einfach die moderne Spielweise, und auch die von den meisten Tennisprofis bevorzugte Spielweise. Früher haben die Profis noch teilweise gerade Schläge praktiziert, ein gutes Beispiel war Jimmy Connors, aber heutzutage dominieren die Topspinspieler. Vor allem Spieler wie Rafael Nadal und Roger Federer, sind hier als Branchenführer die großen Vorbilder der Tennisjugend. Die Frage ist allerdings in wie weit man den Kindern, und hier speziell den Tennisanfängern diesen Schlag von Anfang an lernen soll, und wie weit die Topspinschlagtechnik vom Alter, der Größe und der körperlichen Konstitution abhängt.

Wenn man sich heutzutage die besten Spieler der Welt ansieht, dann spielen diese nicht nur fast ausnahmslos mehr oder weniger starke Topspinschläge, sondern die Spieler selbst sind auch viel athletischer geworden als früher. Natürlich hängt hängt das auch mit der gestiegenen Professionalität der Spieler im Vergleich zu früher zusammen, aber auch mit dem größeren Kraftaufwand, den die Spieler für den Topspin aufbringen müssen.

Genau dieser Aspekt ist auch der entscheidende  Ansatz, welche Schlagtechnik man den Kindern, und im Speziellen vor allem den Anfängern, im Training beibringen soll. Ein richtiger Topspinschlag ist einfach zu kraftaufwendig für die kleinen Kinder. Das bedeutet, am Anfang soll man als Tennistrainer zwar auf die richtige Schlagbewegung bei der Vorhand und der Rückhand achten, aber nicht auf die Stärke des Dralls.

Für die Kinder ist es wichtig, vom Bewegungsablauf nie eine falsche Bewegung zu machen, und der Trainer sollte darauf achten, dass die Tenniskinder immer in der Schlagphase eine Vorwärts-Aufwärtsbewegung machen, und natürlich auch den richtigen Griff. Gerade am Anfang sind solche Dinge, wie Schlagbewegung und Griffhaltung, relativ leicht zu korrigieren. Solange sich die Kinder keine falsche Schlagbewegung angewöhnen, ist die Technik ausbaufähig, und man mit der zunehmenden Körpergröße und und der steigenden Kraft der kinder, auch mehr Wert auf einen stärkeren Topspin legen.

Gerade am Anfang sollte man als Trainer bei der Tennistechnik nicht auf den übermäßigen Drall, sprich Topspin, achten, sondern auf eine saubere Schlagbewegung. Hinzu kommt natürlich auch das erstmal fehlende Verständnis der Kinden dafür, bei einem Topspinschlag über den Ball “wischen” zu müssen. Hierbei wäre das Erfolgserlebnis der Kinder gerade zu Beginn des Tennistrainings viel zu gering. Je nach Talent, Trainingsfortschritten, und körperlicher Entwicklung des einzelnen Kindes, sollte im Laufe der Zeit der Fokus immer mehr und mehr auf den entsprechenden Drall der Schläge geachtet werden. Hierbei sollte jeder Trainer ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt des Umdenkens haben. [Zur Startseite]

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Tenniskinder müssen ihre Fähigkeiten einschätzen können

Montag, 31. Mai 2010

Es ist in der Tennispraxis oft zu beobachten, dass sich viele Kinder und Jugendliche oft selbst nicht einschätzen können. Das heißt, dass sie vor allem im Tennismatch Schläge einsetzen und Taktiken anwenden, deren Erfolg sie gar nicht richtig einschätzen können. Die Folge ist, dass die Kinder und Jugendlichen als Feedback weniger Erfolgserlebnisse bekommen, und vor allem häufiger knappe Matches verlieren. In diesem Zusammenhang ist die Aufgabe des Tennistrainers den Kindern beim Tennis analytische Fähigkeiten mitzugeben.

Was genau sind analytische Fähigkeiten? Es geht vor allem darum Fehler zu vermeiden. Fehler sowohl im schlagtechnischen Bereich, als auch im taktischen Bereich. Die Kinder und Jugendlichen müssen sowohl im Training, als auch im Match erkennen, welche Bälle sie genau spielen. Dabei ist es ein Unterschied, ob sie erkennen welchen Ball sie spielen wollten, und was für ein Schlag tatsächlich herausgekommen ist. Das heißt, die jungen Spieler müssen sofort bei jedem Schlag genau analysieren können, dass sie zwar einen Vorhand-Crossball spielen wollten, der Ball aber viel zu weit in die gegnerische Platzmitte gegangen ist, und auch noch beispielsweise zu kurz war. Und jetzt genau kommt der entscheidende Punkt: die Kinder dürfen zwar einen solchen Ball falsch spielen, sie müssen aber erstens erkennen, welchen Unterschied gibt es zwischen dem Soll-Ball und dem Ist-Ball, und warum war das so. Sprich, durch das Erkennen eines falschen Ergebnisses müssen die Kinder dies umsetzen können, um den nächsten Schlag so zu spielen, wie sie ihn beabsichtigen. Dies ist vor allem sehr wichtig für das Vertrauen in die eigenen Schläge.

In der Praxis müssen die Kinder also die die Fähigkeit haben eine eigene Spielanalyse machen zu können. Bei dem misslungenen Crossball im obigen Beispiel hieße das also, da der Ball zu kurz war und nicht cross genug, müssen die Kinder sofort auf schlagtechnischer Ebene analysieren können, dass sie offensichtlich nicht richtig zu Ball gestanden sind, und den Ball auch noch zu spät getroffen haben. Um dies zu trainieren, ist es die Aufgabe des Tennistrainers, genau dies auch im Training zu üben. Nach jedem Ballwechsel sollen die Kinder einen bestimmten Schlag analysieren, um diese Fähigkeit zu schulen.

Auch im taktischen Bereich müssen die Kinder lernen, ihre Schläge richtig einschätzen zu können. Meistens ist es in der Praxis so, dass ein Tennisspieler seine Schläge immer auf die Linien spielen will. Dies ist aber viel zu riskant und reine Glückssache, weil niemand in der Lage seine Schläge so genau zu platzieren. Taktisch wäre es also besser, die Schläge auf einen Punkt etwa einen bis einen halben Meter innerhalb des Feldes spielen zu wollen. Das Risiko ist ungleich geringer, und diese Bälle sind trotzdem noch effektiv. Vor allem, wenn man sie geduldig spielt. Eine gute und sehr einfach Übung ist es, die Kinder im T-Feld auf jeweils einen Eimer Zielspielen zu lassen. Hierbei spielen die Kinder auf eine erheblich kleineres Feld, viel langsamere Bälle, und noch auf ein deutlich größeres Ziel (den Eimer), als es die Linie ist. Das Ergebnis wird sein, dass die Kinder selbst unter diesen sehr vereinfachten Bedingungen selten treffen werden. Wie wollen sie dann das deutlich schwierigere Ziel die Linien auf dem großen Feld treffen. Erst wenn den Kindern anhand solcher Übungen bewusst wird, welch schwierige und vor allem kaum lösbare Aufgaben sie sich selbst im Match stellen, werden sie umdenken, und ihr tatsächlichen Fähigkeiten erkennen. Die Folge wird sein, die Kinder werden erfolgreicher Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Die Spielweise richtet sich nach den Platzverhältnissen

Mittwoch, 24. März 2010

Im Tennistraining sollte der Trainer nicht nur die richtige Schlagtechnik für die Vorhand oder Rückhand vermitteln, sondern auch deren taktisch richtigen Einsatzzwecke und vor allem auch eine den Platzverhältnissen und der Spielsituation angepasste Spielweise. Hier bei sollten die Kinder selbst beurteilen können, dass sie ihre Spielweise an den Tennisplatz und die spezielle Spielsituation anpassen müssen.

Es ist einfach zu beurteilen, dass ein Sandplatz eine andere Spielweise erfordert, als ein Tennisplatz in der Halle. Der Sandplatz macht die Bälle langsamer, womit es schwieriger ist ein druckvolles Spiel aufzubauen, und man den Ballwechsel also geduldiger aufbauen muss. In der Halle ist der Tennisplatz schneller, und man muss auch an diesen Belag seine Spielweise anpassen. Hierbei spielt wor allem das richtige Timing für den Schlag eine große Rolle, weil man in Halle etwas weniger Zeit hat, als auch dem Sandplatz.

Außerdem muss den Kindern auch vermittelt werden, dass Umwelteinflüsse beim Tennis eine große Rolle spielen. Zwar nicht in der Halle, aber natürlich im Freien. Hier beeinflussen Faktoren wie der Stand der Sonne, die Feuchtigkeit des Platzes, oder aber vor allem der Wind des Spiel sehr stark. Die Sonne kann beim Ballwurf zum Aufschlag stark blenden, daran sollte man sich gewöhnen, oder seinen Ballwurf anpassen können. Ein feuchter Platz ist langsamer als ein trockener Tennisplatz, und der Wind hat großen Einfluss auf jeden Schlag, bzw. die Schlaggenauigkeit.

Aber auch der Tennisplatz selbst erfordert durch seine Abmessungen ein paar taktische Überlegungen, welche den Kindern bewusst sein sollten. Ein Tennisplatz ist 23,77 Meter lang und das Netz ist aussen 107 cm hoch, und hat in der Mitte eine Höhe 91,4 Zentimeter. Diese Abmessungen spielen aus schlagtechnischer Sicht, und aus der Beurteilung des Risikos eines Schlages in einer bestimmten Spielsituation eine große Rolle. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Überlegung, dass der Ball bei einem Longline-Schlag deutlich risikoreicher ist, als der Cross. Beim Longline ist das Feld 23,77 Meter lang, und der Ball muss eine Netzhöhe von nicht ganz 107 cm überqueren. Beim Cross ist die Diagonale des Tennisplatzes um 1,37 Meter länger, also 25,14 Meter, und das Netz ist in der Mitte um nicht ganz 16 cm tiefer. Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, den sich die Kinder vor Augen halten müssen. Zwar soll man nicht immer nur einen Cross spielen, weil sonst die Spielweise berechenbar wird, aber in riskanten Spielsituation, in denen man unter Druck ist, sollte man sich im Zweifelsfall aus den genannten Gründen für den Cross entscheiden. [Zur Startseite]

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Schlagbereitschaft und Split-Step beim Tennis

Sonntag, 28. Februar 2010

Beim Tennis ist zwar die Schlagtechnik, die körperliche Fitness, die mentale Stärke und auch aber die Erfahrung und die taktische Cleverness sehr wichtig um erfolgreich zu spielen, aber es gibt noch andere Aspekte, die gerade im Kindertennis nie explizit angesprochen werden, aber eigentlich ganz leicht umzusetzen sind. Gemeint sind die Schlagbereitschaft der Kinder nach jedem Schlag und die richtige Technik dazu.

Gerade bei Tennisanfängern oder sehr jungen Spielern ist es oft zu beobachten, dass sie aufgrund ihrer schon relativ gefestigten Schlagtechnik, immer wieder ganz gute Schläge zustande bringen, danach aber vergessen weiterzuspielen. Das heißt, die Spieler sehen nicht, dass sie zwar im Ballwechsel einen Vorteil erspielt haben, diesen aber durch schlechtes Stellungsspiel oder durch mangelnde Schlagbereitschaft wieder aus der Hand geben.

Die klassische Situation ist die, dass ein Schlag sehr gut gelingt, der Spieler oder die Spielerin dem Ball einfach nur hinterherschaut, und weder die Grundstellung einnimmt, noch den Platz entsprechend der Spielsituation abdeckt. Zum Beispiel gelingt ein langer, knapper Vorhandschlag etwas außerhalb der Vorhandseite, und die Kinder schauen ganz fasziniert hinterher, ohne sich zur Platzmitte zurückzubewegen. Entweder, weil sie irrtümlich meinen ihr eigener Ball würde ins Aus gehen, oder weil sie annehmen der Punkt sei schon gewonnen. Wie es aber so oft in diesen Situationen ist, der Gegner bringt den Ball mit Glück aber vollkommen ohne Druck wieder zurück, und macht trotzdem den Punkt.

Der Hauptfehler der Kinder liegt also darin, dass sie gedanklich nicht weiterspielen. Egal was ist, während der eigene Ball ins gegnerische Feld fliegt, ist genügend Zeit sich wieder zur eigenen Platzmitte zurückzuorientieren, um wieder auf den gegnerischen Ball reagieren zu können, ob er denn kommt oder nicht. Die Kinder wollen es gerne vermeiden, im schlimmsten Fall einmal umsonst gelaufen zu sein. Sie spekulieren also mit dem Fehler des Gegners, weil sie einen guten Ball gespielt haben.

Dadurch werden aber oft wichtige Punkte verschenkt. Genauso besipielsweise mit dem falsch Einschätzen eines gegnerischen Balls. Oft verschätzen sich die Kinder und laufen zu einem knappen Schlag des Gegners erst gar nicht mehr hin, obwohl sie diesen Schlag sicherheitshalber leicht erreicht hätten.

Für all diese Spielsituationen muss der Trainer seine Tennisschüler darauf einschwören, egal nach welchem Schlag, immer schnell wieder das eigenen Feld abzudecken, um schlagbereit in Form der Split-Step-Technik den möglichen gegenerischen Schlag zu erwarten. Im schlimmsten Fall, haben die Kinder dann eben mal den “Rückweg” zur Mitte umsonst angetreten, und haben aber auf jeden Fall den Punkt gemacht. Die Kinder sollen erkennen, dass man einem tollen Ball auch im Zurücklaufen nachschauen kann. Hier bleiben die Kinder oft stehen und verlieren wertvolle Zeit.

Sind die Kinder dann zurück in der Feldmitte, müssen sie sich unbedingt angewöhnen immer auf den gegnerischen Schlag, im Schlagmoment des Gegners, eine Split-Step zu machen, damit sie nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden können, und schneller in beide Richtungen starten können. Mit dem Split-Step wird das Körpergewicht auf beide Ballen verlagert, und macht ein schnelles Lossprinten möglich.

Außerdem sollen sich die Kinder angewöhnen, knappe Bälle die schon auf dem Boden aufgekommen sind immer zu schlagen. In dieser Situation werden oft Punkt verschenkt, weil sich die Kinder verschätzen, und Bälle die knapp an der Linie sind nicht mehr schlagen, obwohl sie diese leicht hätten schlagen können. Einen Ausball kann man unmittelbar nach dem “Sicherheitsschlag” immer noch ausgeben.

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Kindertennis und Krafttraining

Mittwoch, 6. Januar 2010

Man hört immer Fragen der Eltern bezüglich eines möglichen Krafttrainings ihrer Kinder für das Tennistraining. Grundsätzlich mag es richtig sein, dass man mit mehr Kraft den Ball beim Tennis auch härter schlagen kann. Mehr Kraft bedeutet auch mehr Beschleunigung. Aber ist ein Krafttraining beim Kindertennis auch wirklich sinnvoll?

Ganz allgemein kann man mal sagen, dass gerade für Anfänger ein Krafttraining fürs Kindertennis keinen Sinn macht. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Krafttraining für den kindlichen Körper sicher schädlich ist, weil der Knochenbau noch nicht abgeschlossen ist, und man durch zu hohe Belastungen des Bewegungsapparates das Wachstum und die körperliche Entwicklung der Kinder negativ beeinflussen kann.

Vor allem im Kindertennis wird der Ball nicht nur durch Kraft, sondern ausschließlich durch eine gute Schlagtechnik beschleunigt. Man kann sogar sagen, dass ein kontrollierter harter Ball erstmal ausschließlich nur durch die richtige Tennistechnik zu schlagen ist, und nicht durch Kraft. Aus diesem Grund haben es Kinder beim Tennis gegenüber Erwachsenen auch leichter die richtige Schlagtechnik zu erlernen, weil ihnen die Kraft nicht im Wege steht. Erwachsene können schon auch den Ball ins gegnerische Feld schlagen, aber nicht technisch sauber, sondern vielmehr unkontrolliert und vor allem nur durch die vorhandene Kraft.

Aus diesem Grund sind Kinder nahezu gezwungen ein richtige, und vor schwungvolle Schlagtechnik anzuwenden. Im Kinderbreich liegt also die Betonung auf schwungvoll, und nicht auf kraftvoll. Das bedeutet einen frühen Treffpunkt, eine weite und runde Ausholbewegung, und vor allem der richtig getimte Einsatz des Körpergewichtes. gerade bei Kindern ist es sogar oft zu beobachten, dass die Bälle genauso hart geschlagen werden können, wie bei so manchem Erwachsenen, weil die Kinder mit Schwung schlagen, und bei den Erwachsenen viel mehr die Kraft zum Einsatz kommt, als eine gute Schlagtechnik.

Später, wenn die kinder ein gewisses spielerisches Niveau haben, und eine gefestigte Schlagtechnik haben, und der Wachstumsprozess nicht mehr negativ beeinflusst werden kann, kann man auch im Jugendbreich mit einem tennisspezifischen Krafttraining beginnen. [Zur Startseite]

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Einspielphase: Im Tennistraining
auf Schlagrhythmus achten

Montag, 30. November 2009

Sowohl für das Timing, als auch für die richtige Schlagtechnik ist ein lockeres Einspielen in der Einspiel- bzw. Aufwärmphase des Tennistrainings von großer Bedeutung. Das bedeutet, dass gerade zu Beginn des Tennistrainings entweder im T-Feld oder aber auch aufs ganze Feld alle Grundschläge locker ausgeführt werden sollen, und ein Ballgefühl und Timing für den Schlag zu entwickeln.

Gerade beim Einspielen ist aber häufig zu beobachten, dass die Spieler gleich aufs ganze Feld spielen wollen, und das auch noch mit einem viel zu hohen Schlagtempo. Jedes Training unterliegt den Prizipien vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen, und vom Langsamen zum Schnellen. Überspringt man diese Einspielphase, so ist der Erfolg des Trainings oft gefährdet. Den Spielern fehlt dann die Lockerheit beim Schlag, sie spielen verkrampft, womit dann letztendlich die Präzision der Schläge fehlt.

Oft ist aber gerade beim lockeren Einspielen bei Kindern zu beobachten, dass sie unter einem lockeren Einspielen ein lasches und unkonzentriertes Tennis verstehen. Es ist erfahrungsgemäß nicht einfach zu vermitteln, dass man lockkere Bälle, auch in der Einspielphase, nur dann spielen kann, wenn man sich auch zu 100 Prozent gut bewegt. Nur weil man leichtere Bälle schlägt, heißt das noch lange nicht, dass man sich nicht optimal zum Ball hinstellen muss, bzw. dass die Beinarbeit auch weniger werden muss.

Den Kindern fehlt also oft das Verständnis für den Sinn der Einspielphase. Der Tennistrainer muss den Kindern  möglichst früh klar machen, dass ein kontrolliertes und sauberes Tennisspielen immer nur dann möglich ist, wenn die Beinarbeit stimmt, sprich wenn man optimal zum Ball steht. Das heißt also, wenn man besipielsweise den Ball nur mit einer Schlaghärte von etwas 50 Prozent schlagen soll, muss die Beinarbeit trotzdem 100%-ig sein. Ebenso wie die Beinarbeit bei harten Wettkampfschlägen 100%-ig sein muss. [Zur Startseite]

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Die Drallarten beim Tennis

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Beim Tennis ist eine saubere Schlagtechnik die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches und wirksames Spiel. Dabei kann man bei den Drallarten den geraden Schlag (oder Drive), den Topspin und den Slice unterscheiden. Alle drei Drallarten haben im Spiel ihre Vor- und Nachteile, erfordern eine unterschiedliche Schlagtechnik, und wirken sich vor allem in ihrem Flug- und Absprungverhalten unterschiedlich aus.

Beim geraden Schlag, oder dem Drive, trifft der Tennisschläger den Ball am “Äquator” des Balls mit einer Schlagbewegung von hinten nach vorne, bei einer senkrechten Schlägerstellung im Treffpunkt. Dadurch wird die gesamte Bewegungsenergie des Schlägers fast komplett nur in die Vorwärtsbewegung des Balls oder Beschleunigung des Balls hineingebracht, womit der Ball beim Drive am schnellsten wird. Der Drive ist aufgrund seiner Schnelligkeit besonders gut als Angriffsball gedacht, hat eine flache Flugbahn und wird im Optimalfall immer als langer Ball bis an die Grundlinie des gegenerischen Feldes gespielt.

Beim Topspin trifft der Tennisschläger den Ball mit einer mehr oder weniger “geschlossenen” (die Schlagfläche zeigt nach unten) Schlägerhaltung, in einer Aufwärtsbewegung des Schlägers, überhalb des Äquators. Dadurch wird der Ball in eine Vorwärtsrotation (Topspin) versetzt. Die Flugbahn des Balles wird höher (aufgrund der entstehenden Luftverwirbelungen), und der Ball springt nach dem Aufkommen höher ab. Die Bewegungsenergie des Schlages wird beim Topspin nicht mehr voll in die Geschwindigkeit des Balles umgewandelt, sondern auch in dessen Rotation. Vor dem Aufkommen auf dem Boden hat der Ball eine Vorwärtsdrehung, welche er auch nach dem Absprung beibehält, allerdings ist der Absprungwinkel des Balls etwas flacher als der Einfallwinkel, weil der Ball durch die Rotation bei der Berührung mit dem Boden nach vorne beschleunigt. Bei Topspin ist ein deutlich besseres Winkelspiel möglich, und diese Schlagart ist deutlich weniger anfällig bei windigen Wetterverhältnissen.

Beim Slice wird der Ball bei offener Schlägerhaltung durch eine Vorwärts- / Abwärtsbewegung des Schlägers in eine Rückwärtsrotation versetzt. Die Flugbahn des Balls ist flacher als beim Topspin. Der Ball fliegt mit Rückwärtsdrall bis zum Aufsprung, dort wird der Drall in Vorwärtsdrall umgewandelt. Durch die Drallumkehr bremst der Ball beim Aufsprung ab, womit der Absprungwinkel etwas höher ist als der Einfallwinkel. Allerdings ist der Absprungwinkel beim Slice immer noch deutlich flacher als beim Topspin.

Alle drei Drallarten erfordern unterschiedliche Schlagtechniken, und haben auch unterschiedliche taktische Einsatzzwecke. In der Variation der Drallarten liegt der Schlüssel zu einem erfolgreichen Tennisspiel, aus diesem Grund sollte jeder Tennisspieler diese Schlagtechniken beherrschen. [Zur Startseite]

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Bestimmte Spielvarianten
immer wieder intensiv trainieren

Dienstag, 8. September 2009

Ein gutes Tennistraining beinhaltet nicht nur das Einüben und Trainieren bestimmter Schläge, sondern auch das Training bestimmter Spielvarianten. So kann man man immer einen Angriffsball scharf, aggressiv und überrissen in die Ecken schlagen. Ein effektiver Angriffsball ist aber auch ein langer, flacher Slice in die Platzmitte an die gegnerische Grundlinie, da man bei dem Sliceangriffmehr Zeit hat um ans Netz vorzurücken, und der Gegner bei einem Passierball aus der Platzmitte einen schlechteren Winkel hat.

In diesem Zusammenhang geht also nicht um die reine Schlagtechnik, sondern um das Training der Fähigkeit das eigene Schlagrepertoire voll auszunützen und mit einem variatenreichen seinen Gegner immer wieder zu überraschen, dass sich dieser nicht immer auf den selben Ball oder den Spielzug einstellen kann.

Eine weitere Variante ist es, das Spiel mit der Rückhand immer wieder mit Sliceschlägen zu gestalten, und dann ab und zu einen überraschenden Stop einzubauen. Der Grund für die Effektivtät dieser Variante liegt darin, dass man gegen einen Topspin-Spieler einen Stop leicht erkennt, weil die Ausholbewegung ganz anders ist. Spielt man die Rückhand aber auch ab und zu mal mit Slice, so kann man den Stopball, aufgrund der gleichen Ausholbewegung, besser “tarnen”.

Eine Spielvariante ist es auch das Tempo zu wechseln. Je nach Spielweise des Gegners ist nicht immer erforderlich jeden Ball vool durchzuziehen. Man kann auch mal bewusst das Tempo aus den Schlägen nehmen, um dem Gegner auch mal die Chance zu Fehler zu geben. genauso ist verhält es sich mit der Variation in den Drallarten der einzelnen Schläge.

Auch im Doppel sollteman keine eintönige und immer gleiche Strategie anwenden. Als Returnspieler ist gerade bei einem offensiven gegnerischen Doppel ein kurzer Slcie-Return corss vor die Füße des aufrückenden Aufschlägers oft effektiver als ein schaf geschlagener gerader Return. Steht das gegnerische Doppel gut und oft am Netz vorne bietet sich immer auch die Variante eines Lobs über der schlechteren Spieler der Gegner an. Im Doppel ist es gerade gegen etwas schlechtere Aufschlagspieler auch immer wieder eine überraschende Variante, als retournierender Spieler mit Chip-and-Charge die Gegner zu überraschen, das heißt man spielt den Return im aufsteigen und in der Vorwärtsbewegung als Slice zurück und rückt gleich ans Netz vor.

Je unberechenbarer die eigene Spielweise für den Gegner wird, um so erfolgreicher wird das eigene Spiel. Natürlich wird der Gegner mit den gleichen Mitteln versuchen erfolgreich zu sein. Die Kunst ist es nun die jeweiligen Spielsituationen schnell zu erkennen, und die richtige Variante anzuwenden. Je besser es der Tennistrainer im Jugendtraining schafft, den Kinder und Jugendlichen diesen Variantenreichtum zu vermittelund umzusetzen, um so erfolgreicher werden die Kinder Tennis spielen. [Zur Startseite]

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