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Kindertennis: weg von der Grundlinie!

Montag, 21. Februar 2011

Jedes Kind macht seine ersten Tenniserfahrungen im Kleinfeld. Aus diesem Grund gewöhnen sich die Kinder daran, immer innerhalb des gesamten Tennisplatzes, sprich innerhalb der Linien des Platzes zu stehen. Wenn die Kinder langsam größer werden und ihre ersten Spielversuche auf das ganze Feld machen, dann bleibt diese Orientierung erhalten, und die Kinder stehen im Feld. Die Erfahrung aus der Praxis hat gezeigt, dass die Tenniskinder in dieser Phase ihrer Tenniskarriere die meisten Fehler deshalb machen, weil sie falsch stehen, bzw. zu weit im Feld stehen. Die Folgen: 1.) Die Kinder können sich leicht eine falsche Schlagtechnik angewöhnen, weil der Treffpunkt des Balls zu hoch ist; 2.)  sie entwickeln ein falsches Timing für den Schlag, weil sie den Ball oft im Aufsteigen nehmen müssen; 3.) die Kinder machen unnötige Fehler, weil sie zu nah am Ball stehen. Dies ist ein einfacher, aber ganz wichtiger Punkt auf den jeder Jugendtrainer achten muss.

Jeder Tennisspieler weiß, dass das Stellungsspiel beim Tennis für einen sauberen und erfolgreichen Tennisschlag von sehr großer Bedeutung ist. Wenn die Kinder von Haus aus eine falsche Ausgangsposition für ihre Schläge haben, dann ist das Problem hierbei nicht mal eine möglichweise schlechte Beinarbeit, sondern es besteht darin, dass die Kinder nicht weit genug hinter der Grundlinie stehen. Der Tennistrainer muss den Kindern so früh wie mögich klar machen, dass die Grundlinie nicht der Ort ist, wo man als Tennisspieler stehen muss, sondern der Ort ist, an dem die längsten Bälle des Gegners aufkommen dürfen. Wenn man also fälschlicherweise auf der Grundlinie steht, dann hat das gerade bei langen Schlägen des Gegners gravierende negative Auswirkungen auf das Spiel der Kinder. Dadurch, dass die Kinder auf oder zu nah an der Grundlinie stehen, gewöhnen sie sich eine falsche Schlagtechnik an, sie bekommen ein falsches Timing für den Schlag, und begehen dann in der logischen Konsequenz unnötige Fehler.

Das Grundproblem für dieses falsche Stellungsspiel liegt darin, dass die Kinder von Haus immer mehr Angst vor dem Ball, denn sie nicht erlaufen können, sprich dem Stop. Gerade im Kindertennis, wenn die Kinder ebenso grad auf das ganze Tennisfeld spielen können, besteht in deren Schlägen keine große Ballkontrolle. Schon gar nicht für die Länge der Schläge. So kann es immer wieder passieren, dass die Gegner aus Versehen einen missratenen kurzen Ball spielen. Aus psychologischer Sicht, stellen sich die Kinder also lieber auf die Grundlinie, um so einen viel seltener, aber dennoch ab und zu vorkommenden kurzen Ball möglicherweise erlaufen zu können, und aber bei den deutlich häufiger vorkommenden langen Bällen viel häufiger Fehler machen.

Der Tennistrainer muss also den Kindern so schnell wie möglich klar machen, dass es in der “Punktebilanz” viel wichtiger ist, die vielen langen Bälle des Gegners gut schlagen zu können, als die wenigen kurzen Bälle immer erlaufen zu müssen. Das Problem in der Denkweise der Kinder liegt darin, dass das ganze Feld für die Kinder in diesem Alter einfach noch etwas zu groß ist, als es ganz abdecken zu können. Der Trainer muss den Kindern verdeutlichen, dass sie erfolgreicher Tennis spielen, wenn sie die seltenen Stops und kurzen Bälle des Gegners lieber nicht erlaufen, als dass sie durch zu nahes Stehen an der Grundlinie ihre Schlagtechnik verschlechtern, ihr Timing für den Schlag verschlechtern, und auch viel mehr Fehler bei längen Bällen des Gegners machen.

Dabei übersehen die Kinder aber ganz, dass sie aufgrund dieses falschen Stellungsspiels viel mehr Fehler machen, weil sie bei langen Bällen des Gegners mehr Fehler machen, als dass sie einen zufälligen kurzen Ball des Gegners nicht erlaufen. Der Tennistrainer muss aber nicht erst bei der Umstellung vom Kleinfeldtennis auf´s große Feld auf das richtige Stellungsspiel achten, sondern auch schon beim Spiel auf´s Kleinfeld darauf achten, Denn auch hier spielt das Stellungsspiel die gleiche Rolle. Allerdings wirkt sich hier ein falsches Stellungsspiel, sprich wenn man zu nah an, oder sogar auf, der T-Linie steht, nicht so stark aus. Das richtige Stellungsspiel an der T-Linie, und erst recht an der Grundlinie ist immer soweit hinter der linie, dass man den jeweiligen Schlag immer so ausführen kann, dass man erstens zum Schlag hingehen kann, und zweitens den Ball im absteigenden Ast schlagen kann. In der Praxis heißt das also, dass die Kinder mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Meter hinter der Grundlinie stehen sollten.

Die besten Tennisübungen fürs Tennistraining

Samstag, 12. Februar 2011

Die Frage nach den besten und effektivsten Tennisübungen im Tennistraining ist wohl die wichtigste Frage für jeden Tennisspieler oder Tennisschüler. Auch die Tennislehrer und Tennistrainer beschäftigen sich damit, mit welchen Übungen sie ihren Schülern am besten die Vorhand, die Rückhand und Aufschlag beibringen können. Um gleich mal die Beantwortungen dieser Frage vorweg zu nehmen: es gibt keine beste Tennisübung. Es gibt da keine allgemeingültige Aussage, jede Übung muss auf den Könnensstand und die Defizite des Schülers ausgerichtet sein, und zum Tennistraining bzw. einem guten Tennisspieler gehört mehr als nur ein gutes Schlagtraining.

Tennisübungen an Alter, Leistungsniveau und Motivation anpassen

Grundsätzlich muss jede Tennisübung an die Leistungsfähigkeit, an das technische Niveau, und die Motivation der Schüler angepasst sein. Ebenso wie man Anfänger keinen Topspinlob trainieren lassen kann, so bringt es auch Turnierspieler wenig weiter, nur im Kleinfeld spielen zu müssen. Das heißt also, wenn jemand die Frage nach dem effektivsten und besten Tennisübungen stellt, dann muss man zunächst genau die spielerischen Möglichkeiten, das Alter, und die Motivation des Spielers kennen. Auch ein 15 Jähriger Tennisspieler, der zwar schon länger Tennis spielt, sich aber nicht sonderlich anstrengen will, ist mit einer Empfehlung einer komplexen schnellen Schlagfolge wie Vorhand, Rückhand, Vorhand-Angriffsball, Halbvolley, Volley, Schmetterball nicht gut beraten. Diese Übungen mag für motivierte Mannschaftsspieler sehr gut sein, aber eben für Freizeitspieler eben nicht, weil diese Übunge zu anstrengend sein mag. Außerdem ist ein intensives Schlagtraining von 20 schnellen Vorhand longline Passierbällen für einen Hobbyspieler sehr langweilig und wenig mptivierend, während sich Turnierspieler bei dieser Übung voll reinhängen können.

Schlagtraining ist nur ein Teil eines guten Tennistraining

Gute Trainingsübungen sind nur ein Teil zu einem guten Tennisspieler. Trotzdem ist dies nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn so wichtig das Tennistraining und die guten Übungen auch sind, es gibt viele sogenannte “Trainingsweltmeister”, die aber sowohl körperliche als auch konditionelle Schwächen haben, und vor allem im taktischen und mentalen Bereich große Defizite haben. Außerdem zeichnet einen guten Tennisspieler auch viel Matchpraxis und Erfahrung aus und nicht nur ewiges Training.

Fazit

Das beste Tennistraining ist genau auf die jeweiligen Tennisschüler individuell abgestimmt. Man kann ohne die einzelnen Spieler im Training zu kennen, keine pauschalen Empfehlungen geben, weil es zu viele Einflussgrößen und Unterschiede gibt. Nur der jeweilige Tennistrainer kann unter Berücksichtigung der technischen und körperlichen Fähigkeiten seiner Schüler erkennen und beurteilen, welche Übungen am effektivsten sind.

Tennistaktik: Kein Schönheitspreis für riskante Bälle

Sonntag, 30. Januar 2011

Gerade im Kinder- und Jugendtennis ist es in vielen Matches immer wieder zu beobachten, dass die Kinder und Jugendlichen in bestimmten Spielsituationen wichtige Punkte durch taktische Fehleinschätzungen oder Unkonzentriertheit sehr leichtfertig verschenken. in solchen Matchsituationen werden also beispielsweise Ballwechsel nicht siegreich abgeschlossen, welche die Kinder sehr gut aufgebaut und dominiert haben, aber trotzdem durch einen viel zu riskanten Schlag abschließen wollten, und den eigentlich verdienten Punkt doch nicht gemacht haben. Die Folge ist es dann zumeist, dass die Kinder sich ärgern, das Selbstvertrauen verlieren und in ihren Schlägen unsicher werden, und natürlich den Gegner auch aufbauen, Durch solche meistens taktische Fehleinschätzungen der Spielsituationen sind schon viele Tennismatche gekippt.

Aus diesem Grund sollten die Kinder im Tennistraining auch lernen, dass es im Match nicht um schöne Punkte geht, sondern nur um die Punkte welche man letztendlich auch wirklich gemacht hat. Diese minimalistische Denkweise hilft dabei, dass die Kinder weniger Risiko und Unbedarftheit in ihren Matchaufnau hineinlegen, und ist unterm Strich so gut wie immer erfolgreicher.

Die klassische Spielsituation ist es doch immer, dass ein Spieler einen Ballwechsel absolut dominiert, den Gegner so sehr unter Druck gesetzt hat, und dann den entscheidenden Ball, bei dem der Gegner schon geschlagen ist, praktisch dem “Elfmeter ohne Torwart”, den letzten Schlag besonders gut spielen will, und den Ball genau ins Eck möglichst auf die Linie spielen will. Das Resultat ist, der Ball geht oft knapp ins Aus, man verliert den Punkt, und alle spielerischen Mühe und eine perfekte Vorarbeit im Ballwechsel ist dahin.

Solche mehr oder weniger 100%-igen Punkte sind zwar nicht einfach, vor allem weil man auch bei diesen Punkten voll konzentriert bleiben muss, aber so eine Spielsituation kommt im Match häufig vor. Man kann und muss diese Spielsituationen auch im Tennistraining üben, damit man im Match die Ruhe bewahrt, und sich durch unverhältnismäßiges Risiko in solchen Matchsotautionen nicht selbst um den wohlverdienten Punkt im Match bringt.

Gerade in diesen Spielsituationen spielt häufig die Psychologie eine große Rolle, die sich dann neagtiv auswirken kann. Hat man den Ballwechsel klar dominiert und setzt den Gegner so unter Druck, dass man den nächsten Ball nur noch reinspielen müsste, dann hat sich im Kopf soviel “innerer Druck” oder Anspannung aufgebaut, dass man mit dem vermeintlich abschleißenden Schlag den ganzen Durck rauslassen will, und ein viel zu großes Tempo in den ball gibt, den Ball viel zu genau an die Linie spielen will, und den Gegner praktisch vorführen will. Dieser “Schuss” geht meist nach hinten los.

Der Trainer muss also im Tennistraining versuchen, dass er den Kindern verdeutlicht, dass es in dieser Situation keinen Schönheitspreis gibt, sondern dass jeder nur danach fragt: “warum hast du diesen Punkt nicht einfach gemacht, in dem du den Ball einfach locker und ohne Risiko ins Feld spielst, weil dein Gegner eh schon geschlagen war?” Ein Punkt ist erst dann gemacht, wenn man den Ballwechsel siegreich abgeschlossen hat, und nicht wenn man diesen bis zum vorletzten Schlag klar dominiert hat …

Regelmäßiges Aufschlagtraining im Kindertennis

Mittwoch, 15. Dezember 2010

“Ein guter Aufschlag ist die halbe Miete”! Diese alte Tennisweisheit ist nicht nur goldrichtig, sondern ist auch den meisten Tennisspielern wohlbekannt. Im Klartext bedeutet das, dass ein Tennisspieler mit einem guten Aufschlag mit großer Wahrscheinlichkeit sein eigenes Aufschlagspiel gewinnen wird, und im Normalfall immer zumindest den Tiebreak erreichen wird. Auf der anderen Seite trainieren die wenigsten Tennisspieler den Aufschlag wirklich intensiv, und können sich nicht besonders auf den Gewinn ihrer eigenen Aufschlagspiele verlassen.

Trotz der großen Bedeutung des Aufschlages nehmen sich die wenigsten Tennisspieler wirklich die Zeit im Tennistraining auch mal den Aufschlag zu trainieren. Dabei ist der Aufschlag der einzige Schlag im Tennis welchen der Gegner nicht beeinflussen kann. Das heißt, die Schlaggenauigkeit könnte beim Aufschlag deutlich höher sein als bei den Grundschlägen, weil man sich den Ball beim Aufschlag ungestört selbst zuspielen kann, ohne dass der Gegner einen Einfluss darauf hat. Dieses großen Vorteils sind sich aber die meisten Tennisspieler nicht bewusst, und vernachlässigen das Aufschlagtraining sehr stark.

Gerade im Kindertennis zeigt der Trainingsalltag immer wieder deutlich, dass das Aufschlagtraining nicht so spannendund actionreich ist, wie Angriffsbälle oder lange Grundlinienralleys. Aber gerade schon im Kindesalter sollte man den jedem Tennisspieler die Wichtigkeit und Bedeutung des Aufschlages bewusst machen, so dass das Aufschlagtraining, von Anfang an für jeden Spieler, egal welchen Alters, immer ein wesentlicher Bestandteil des Trainings sein sollten. Für jeden Tennistrainer von Kinder- und Jugendmannschaften bedeutet das also, dass man gerade das Aufschlagtraining so kurzweilig und interessant wie möglich gestalten muss, damit die Kinder ein Verständnis für die große Bedeutung des Aufschlages bekommen.

Beim Aufschlagtraining selbst, sollte man zunächst erst einmal auf die richtige Schlagbewegung und vor allem einen perfekten Ballwurf großen Wert legen. Desweiteren muss der Aufschlag immer und immer wieder unter Matchbedingungen trainiert werden. Nur dann bekommt man die richtige Einstellung zum taktischen Einsatz des Aufschlages, und vor allem man lernt unter Druck sowohl den ersten, als auch den zweiten Aufschlag wirksam und sicher ins Feld zu spielen. Mit diesen “Grundfähigkeiten” kann man dann bei einem gewissen Könnensstand und vor allem den körperlichen Voraussetzungen der Kinder und jugendlichen dazu übergehen, auch die verschiedenen Aufschlagvarianten wie gerader Aufschlag, Sliceaufschlag und Kickaufschlag zu trainieren. [Zur Startseite]

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Der richtige Tennisschläger

Mittwoch, 3. November 2010

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand beim Tennis ist auch für die Kinder der richtige Tennisschläger. Gerade für die ersten Tennisstunden ist ein geeigneter Tennisschläger von besonders großer Bedeutung, weil nur ein Tennisschläger mit der richtigen Länge, dem passenden Gewicht, der richtigen Griffstärke und der geeigneten Bespannungshärte für genügend Spielspaß bei den ersten Tennisversuchen sorgt. Auch aus gesundheitlicher Sicht ist ein passender Tennisschläger sehr wichtig, weil bei einem ungeeigneten Tennisschläger die Gefahr besteht, dass es zu Überlastungserscheinungen des Handgelenks, des Ellenbogens oder der Schulter kommen kann.

Ein ganz wichtiger Faktor bei den kleinsten Tennisanfängern ist die richtige Schlägerlänge. Der Schläger darf nicht zu lang sein. Gerade bei kleinen Anfängerkindern muss man darauf achten, dass der Schläger bei nach unten ausgestrecktem Arm nicht den Boden berühren kann, und höchstens bis zum Knöchel reicht. Es darf also nicht möglich sein, dass die Kinder beim normalen Schlag in den Boden schlagen können. Dazu gibt es besondere Kurz- oder Minischläger, mit einem verkürzten Griff, und im Verhältnis vergrößerter Schlagfläche.

Eng mit der Größe des Schlägers verbunden, aber ebenso wichtig, ist das Schlägergewicht. Der Schläger muss möglichst leicht sein, und darf vor allem nicht kopflastig sein. Ein zu schwerer Tennisschläger könnte schnell zu Überbelastungen des Arms oder der Schulter der Kinder führen. Grundsätzlich sind alle Kurzschläger von Haus aus möglichst leicht, weil sie aus Graphit oder Aluminium gefertigt sind, und man sollte vor allem darauf achten, wie die Kinder im Handling mit dem Schläger umgehen. Ein eindeutiges Zeichen für einen zu schweren Tennisschläger ist es, wenn die Kinder den Schläger im Laufe des Trainings immer mehr und mehr herunterhängen lassen.

Auch die Griffstärke des Tennisschlägers sollte auf die Kinderhand abgestimmt sein. Bei einem zu großen Griff können die Kinder den Schläger beim Schlag kaum festhalten, ist der Griff zu klein, wird der Schläger beim Schlag in der Hand rutschen und ein kontrolliertes Spielen ist kaum möglich. Die Griffstärke ist dann passend, wenn die Hand des Kindes den Griff so umfassen kann, dass der Daumen der Schlaghand bis etwa 1 cm über den Mittelfinger reicht.

Gerade für Turnierspieler ist das Thema Bespannungshärte sehr wichtig, aber bei den kleinsten Tennisanfängern spielt die Bespannungshärte kaum eine Rolle. Zum einen ist die Bespannungshärte bei den Minischlägern nie zu hart, und zum anderen benötigen die kleinen Tenniskinder gar keine auf auf ihre Spielweise abgestimmte Bespannungshärte, weil es gerade am Anfang nicht auf einen mehr oder weniger starken Trampolineffekt der Bespannung ankommt, sondern viel mehr auf das Ballgefühl der Kinder, die Auge-Hand-Koordination, und die grobe Schlagtechnik.

Beachtet man all diese Punkte, haben die Kinder den passenden Tennisschläger in der Hand, was die Grundvoraussetzung für ein größtmögliches Erfolgserlebnis und viel Spielspaß ist. [Zur Startseite]

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Wieviel Topspin sollen Kinder spielen?

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Beim Tennis ist der Topspin einfach die moderne Spielweise, und auch die von den meisten Tennisprofis bevorzugte Spielweise. Früher haben die Profis noch teilweise gerade Schläge praktiziert, ein gutes Beispiel war Jimmy Connors, aber heutzutage dominieren die Topspinspieler. Vor allem Spieler wie Rafael Nadal und Roger Federer, sind hier als Branchenführer die großen Vorbilder der Tennisjugend. Die Frage ist allerdings in wie weit man den Kindern, und hier speziell den Tennisanfängern diesen Schlag von Anfang an lernen soll, und wie weit die Topspinschlagtechnik vom Alter, der Größe und der körperlichen Konstitution abhängt.

Wenn man sich heutzutage die besten Spieler der Welt ansieht, dann spielen diese nicht nur fast ausnahmslos mehr oder weniger starke Topspinschläge, sondern die Spieler selbst sind auch viel athletischer geworden als früher. Natürlich hängt hängt das auch mit der gestiegenen Professionalität der Spieler im Vergleich zu früher zusammen, aber auch mit dem größeren Kraftaufwand, den die Spieler für den Topspin aufbringen müssen.

Genau dieser Aspekt ist auch der entscheidende  Ansatz, welche Schlagtechnik man den Kindern, und im Speziellen vor allem den Anfängern, im Training beibringen soll. Ein richtiger Topspinschlag ist einfach zu kraftaufwendig für die kleinen Kinder. Das bedeutet, am Anfang soll man als Tennistrainer zwar auf die richtige Schlagbewegung bei der Vorhand und der Rückhand achten, aber nicht auf die Stärke des Dralls.

Für die Kinder ist es wichtig, vom Bewegungsablauf nie eine falsche Bewegung zu machen, und der Trainer sollte darauf achten, dass die Tenniskinder immer in der Schlagphase eine Vorwärts-Aufwärtsbewegung machen, und natürlich auch den richtigen Griff. Gerade am Anfang sind solche Dinge, wie Schlagbewegung und Griffhaltung, relativ leicht zu korrigieren. Solange sich die Kinder keine falsche Schlagbewegung angewöhnen, ist die Technik ausbaufähig, und man mit der zunehmenden Körpergröße und und der steigenden Kraft der kinder, auch mehr Wert auf einen stärkeren Topspin legen.

Gerade am Anfang sollte man als Trainer bei der Tennistechnik nicht auf den übermäßigen Drall, sprich Topspin, achten, sondern auf eine saubere Schlagbewegung. Hinzu kommt natürlich auch das erstmal fehlende Verständnis der Kinden dafür, bei einem Topspinschlag über den Ball “wischen” zu müssen. Hierbei wäre das Erfolgserlebnis der Kinder gerade zu Beginn des Tennistrainings viel zu gering. Je nach Talent, Trainingsfortschritten, und körperlicher Entwicklung des einzelnen Kindes, sollte im Laufe der Zeit der Fokus immer mehr und mehr auf den entsprechenden Drall der Schläge geachtet werden. Hierbei sollte jeder Trainer ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt des Umdenkens haben. [Zur Startseite]

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Tenniskinder müssen ihre Fähigkeiten einschätzen können

Montag, 31. Mai 2010

Es ist in der Tennispraxis oft zu beobachten, dass sich viele Kinder und Jugendliche oft selbst nicht einschätzen können. Das heißt, dass sie vor allem im Tennismatch Schläge einsetzen und Taktiken anwenden, deren Erfolg sie gar nicht richtig einschätzen können. Die Folge ist, dass die Kinder und Jugendlichen als Feedback weniger Erfolgserlebnisse bekommen, und vor allem häufiger knappe Matches verlieren. In diesem Zusammenhang ist die Aufgabe des Tennistrainers den Kindern beim Tennis analytische Fähigkeiten mitzugeben.

Was genau sind analytische Fähigkeiten? Es geht vor allem darum Fehler zu vermeiden. Fehler sowohl im schlagtechnischen Bereich, als auch im taktischen Bereich. Die Kinder und Jugendlichen müssen sowohl im Training, als auch im Match erkennen, welche Bälle sie genau spielen. Dabei ist es ein Unterschied, ob sie erkennen welchen Ball sie spielen wollten, und was für ein Schlag tatsächlich herausgekommen ist. Das heißt, die jungen Spieler müssen sofort bei jedem Schlag genau analysieren können, dass sie zwar einen Vorhand-Crossball spielen wollten, der Ball aber viel zu weit in die gegnerische Platzmitte gegangen ist, und auch noch beispielsweise zu kurz war. Und jetzt genau kommt der entscheidende Punkt: die Kinder dürfen zwar einen solchen Ball falsch spielen, sie müssen aber erstens erkennen, welchen Unterschied gibt es zwischen dem Soll-Ball und dem Ist-Ball, und warum war das so. Sprich, durch das Erkennen eines falschen Ergebnisses müssen die Kinder dies umsetzen können, um den nächsten Schlag so zu spielen, wie sie ihn beabsichtigen. Dies ist vor allem sehr wichtig für das Vertrauen in die eigenen Schläge.

In der Praxis müssen die Kinder also die die Fähigkeit haben eine eigene Spielanalyse machen zu können. Bei dem misslungenen Crossball im obigen Beispiel hieße das also, da der Ball zu kurz war und nicht cross genug, müssen die Kinder sofort auf schlagtechnischer Ebene analysieren können, dass sie offensichtlich nicht richtig zu Ball gestanden sind, und den Ball auch noch zu spät getroffen haben. Um dies zu trainieren, ist es die Aufgabe des Tennistrainers, genau dies auch im Training zu üben. Nach jedem Ballwechsel sollen die Kinder einen bestimmten Schlag analysieren, um diese Fähigkeit zu schulen.

Auch im taktischen Bereich müssen die Kinder lernen, ihre Schläge richtig einschätzen zu können. Meistens ist es in der Praxis so, dass ein Tennisspieler seine Schläge immer auf die Linien spielen will. Dies ist aber viel zu riskant und reine Glückssache, weil niemand in der Lage seine Schläge so genau zu platzieren. Taktisch wäre es also besser, die Schläge auf einen Punkt etwa einen bis einen halben Meter innerhalb des Feldes spielen zu wollen. Das Risiko ist ungleich geringer, und diese Bälle sind trotzdem noch effektiv. Vor allem, wenn man sie geduldig spielt. Eine gute und sehr einfach Übung ist es, die Kinder im T-Feld auf jeweils einen Eimer Zielspielen zu lassen. Hierbei spielen die Kinder auf eine erheblich kleineres Feld, viel langsamere Bälle, und noch auf ein deutlich größeres Ziel (den Eimer), als es die Linie ist. Das Ergebnis wird sein, dass die Kinder selbst unter diesen sehr vereinfachten Bedingungen selten treffen werden. Wie wollen sie dann das deutlich schwierigere Ziel die Linien auf dem großen Feld treffen. Erst wenn den Kindern anhand solcher Übungen bewusst wird, welch schwierige und vor allem kaum lösbare Aufgaben sie sich selbst im Match stellen, werden sie umdenken, und ihr tatsächlichen Fähigkeiten erkennen. Die Folge wird sein, die Kinder werden erfolgreicher Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Die Spielweise richtet sich nach den Platzverhältnissen

Mittwoch, 24. März 2010

Im Tennistraining sollte der Trainer nicht nur die richtige Schlagtechnik für die Vorhand oder Rückhand vermitteln, sondern auch deren taktisch richtigen Einsatzzwecke und vor allem auch eine den Platzverhältnissen und der Spielsituation angepasste Spielweise. Hier bei sollten die Kinder selbst beurteilen können, dass sie ihre Spielweise an den Tennisplatz und die spezielle Spielsituation anpassen müssen.

Es ist einfach zu beurteilen, dass ein Sandplatz eine andere Spielweise erfordert, als ein Tennisplatz in der Halle. Der Sandplatz macht die Bälle langsamer, womit es schwieriger ist ein druckvolles Spiel aufzubauen, und man den Ballwechsel also geduldiger aufbauen muss. In der Halle ist der Tennisplatz schneller, und man muss auch an diesen Belag seine Spielweise anpassen. Hierbei spielt wor allem das richtige Timing für den Schlag eine große Rolle, weil man in Halle etwas weniger Zeit hat, als auch dem Sandplatz.

Außerdem muss den Kindern auch vermittelt werden, dass Umwelteinflüsse beim Tennis eine große Rolle spielen. Zwar nicht in der Halle, aber natürlich im Freien. Hier beeinflussen Faktoren wie der Stand der Sonne, die Feuchtigkeit des Platzes, oder aber vor allem der Wind des Spiel sehr stark. Die Sonne kann beim Ballwurf zum Aufschlag stark blenden, daran sollte man sich gewöhnen, oder seinen Ballwurf anpassen können. Ein feuchter Platz ist langsamer als ein trockener Tennisplatz, und der Wind hat großen Einfluss auf jeden Schlag, bzw. die Schlaggenauigkeit.

Aber auch der Tennisplatz selbst erfordert durch seine Abmessungen ein paar taktische Überlegungen, welche den Kindern bewusst sein sollten. Ein Tennisplatz ist 23,77 Meter lang und das Netz ist aussen 107 cm hoch, und hat in der Mitte eine Höhe 91,4 Zentimeter. Diese Abmessungen spielen aus schlagtechnischer Sicht, und aus der Beurteilung des Risikos eines Schlages in einer bestimmten Spielsituation eine große Rolle. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Überlegung, dass der Ball bei einem Longline-Schlag deutlich risikoreicher ist, als der Cross. Beim Longline ist das Feld 23,77 Meter lang, und der Ball muss eine Netzhöhe von nicht ganz 107 cm überqueren. Beim Cross ist die Diagonale des Tennisplatzes um 1,37 Meter länger, also 25,14 Meter, und das Netz ist in der Mitte um nicht ganz 16 cm tiefer. Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, den sich die Kinder vor Augen halten müssen. Zwar soll man nicht immer nur einen Cross spielen, weil sonst die Spielweise berechenbar wird, aber in riskanten Spielsituation, in denen man unter Druck ist, sollte man sich im Zweifelsfall aus den genannten Gründen für den Cross entscheiden. [Zur Startseite]

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Die Eltern ins Tennistraining miteinbeziehen

Sonntag, 31. Januar 2010

Das Kindertraining ist zwar effektiv nur eine Angelegenheit für die teilnehmenden Kinder, aber es ist trotzdem enorm wichtig, die Eltern der Kinder miteinzubeziehen. Zum einen müssen die Eltern der Kinder das Training bezahlen, die Ausrüstung finanzieren, und wollen auch über den Trainingserfolg, oder eventuellen Problemen ihrer Sprösslinge informiert werden. Zum anderen kann es aber auch sein, dass die Eltern neben dem Tennistraining auch organisatorische oder andere Dienste im Rahmen des tennissports ihrer Kinder übernehmen müssen.

Nicht nur als vertrauensbildende Maßnahme, sollte der Tennistrainer möglichst einen regelmäßigen und intensiven Kontakt zu den Tenniseltern haben, da es sich für den Trainer ja auch um zukünftige Kundenbindung handelt, sondern auch um Turniere zu unterstützen, um Auswärtsfahrten zu Turnieren zu organisieren, oder um die Rechte oder die Einbindung der Kinder in den Tennisverein zu stärken. Die Eltern müssen für solche Aufgaben sensibilisiert werden und brauchen für solche Aufgaben einen kompetenten Ansprechpartner.

Nicht zu unterschätzen sind beim Kindertraining die Kontakte der Eltern zueinander. Auch diese sollten vom Tennislehrer gefördert werden. Denn wenn Väter und Mütter sich untereinander vernetzen, können organisatorische Probleme wie zum Beispiel Fahrten zu auswärtigen Turnieren gelöst werden. Außerdem steigt auch für Eltern die Motivation, ihr Kind zu Spielen zu begleiten, wenn sie nicht allein am Spielfeldrand stehen müssen. Soziale Netzwerke stärken die Bindung zum Verein und sorgen für eine intensive, auch emotionale Beteiligung der Eltern an den sportlichen Ambitionen ihrer Kinder. Im Mikroblog für junge Mütter können Tennismamas auch über ihre Erfahrungen mit ihren sportbegeisterten Kindern berichten.

Je mehr die Tenniseltern von den Abläufen, beispielsweise vom Punktspielbetrieb ihrer Kinder wissen und informiert sind, desto eher stößt man bei den auch auf entsprechendes Verständnis, die ein oder anderen wichtigen Aufgaben zu übernehmen. Beispielsweise, wenn die Kinder für eine Tennismannschaft am Punktspielbetrieb teilnehmen, dann müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder  zu den Auswärtsspielen gefahren werden und dort auch betreut werden. Bei Heimspielen sind die Tenniseltern meist für die Verköstigung der jungen Nachwuchsspieler zuständig.

Außerdem brauchen die Eltern auch ausreichend Feedback über das Verhalten und das Engagement ihrer Kinder im Jugendtraining. Nehmen sie aktiv und engagiert am Training teil, zeigen sie Leistungsbereitschaft, wo liegen ihre Stärken und Schwächen, und welche Trainingserfolge können sie aufweisen. Je mehr die Eltern in dieser Beziehung wissen, um so mehr können diese auch in diesem Bereich indirekt positiven Einfluss auf den Erfolg des Tennistrainings nehmen. Sie können und müssen Kinder motivieren und loben, womit die Kinder auch mehr Spaß am Tennis haben, und somit auch ein effektiveres Tennistraining abgehalten werden kann. Je mehr Kommunikation zwischen dem Trainer bzw. Jugendwart und den Eltern stattfindet, umso eher besteht für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. [Zur Startseite]

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Tennisturniere und Trainingslager organisieren

Mittwoch, 30. September 2009

Sowohl für die Einheit bei den Tennisspielern eines Vereins untereinander, als auch natürlich zur Verbesserung der Spielstärke der einzelnen Spieler bietet es sich auf jeden Fall an, für die Kinder und Jugendlichen im Verein interne Tennisturniere oder sogar das ein oder andere Trainingslager zu organisieren.

Durch die Organsiation eines Tennisturniers kann man die Matchpraxis der einzelnen Spieler am besten fördern. So ein Tennisturnier muss keine große und aufwendige Sache sein, und soll primär nur der Motivation der Kinder und Jugendlichen dienen. Je nach Anzahl der Teilnehmer kann man ein KO-System oder Gruppenspiele durchführen, um letztendlich einen Sieger zu ermitteln. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass jeder Teilnehmer eine Urkunde bekommt, und Sachpreise bzw. Pokale fördern die Motivation der Kinder auch ungemein.

Vor allem im Winter bietet es sich an ein solches Turnier ein oder zweimal durchzuführen, weil es gerade in dieser Zeit vor allem an Trainingszeiten und Matchpraxis mangelt. Die einzelnen Matches müssen nicht auf zwei Gewinnsätze gespielt werden, sondern können auch über einen (langen) Satz gehen, oder auch auf Zeit. Am besten ist es, wenn man sich schon im Vorfeld um mögliche Spenden oder Gönner der Jugendarbeit bemüht, damit man Preise für die Kinder oder Platzmiete nicht nur aus der oft knappen Vereinskasse bezahlen muss.

Ein Trainingslager für die Jugendlichen kann auch auf der heimischen Tennisanlage durchgeführt werden, und sollte über mehrere Tage mit einem gut geplanten Programm und vor allem viel Tennis durchgeführt werden. Ziel sollte es hierbei sein, mit den Kindern und Jugendlichen möglichst drei oder vier Stunden täglich mit den Nachwuchsspielern zu trainieren. Dabei bietet es sich auf jeden Fall auch an, dass eine Ballmaschine zum Einsatz kommt, und dass sich möglichst viele Helfer zur Verfügung stellen, damit man auch eine Art Stationsbetrieb für die Kinder einrichten kann.

Im Rahmen eines solchenn Tennistrainingslagers, sollte auch auf jeden Fall ein Abschlussturnier stattfinden, für welches das oben Gesagte gelten sollte. [Zur Startseite]

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