Archiv für die Kategorie „Tennisdoppel“

Grundsätz beim Tennis – der Lob

Freitag, 30. September 2011

Es gibt beim Tennis viele verschiedene Schläge, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und in bestimmten Situationen die beste Antwort auf die Schläge des Gegners sind. Langer Rückhandslice, kurzer Topspincross, gerader Vorhand-Angriffsball, oder Volleystop. Alle Bälle haben einen bestimmten taktischen Zweck, und können beim richtigen Einsatz zum Punktgewinn führen. Ein wichtiger Schlag, der erfahrungsgemäß viel zu selten trainiert wird ist der Lob. Im Folgenden sollen ein paar Überlegungen zum Lob angestellt werden.

Viele Spieler halten den Lob für einen defensiven Schlag, der erstens nicht in ihr Spiel passt und zweitens wollen es sich viele Spieler nicht eingestehen, dass man auch selbst mal durch den Gegner unter druck geraten könnte, und dann der Lob ein ganz wichtiger Schlag ist, sich von dem druck des Gegners zu befreien. Grundsätzlich ist der Lob nicht unbedingt ein defensiver Schlag, vor allem nicht im Doppel. Man kann den Lobals Topspinlob spielen, oder den Gegner durch einen Stop nah ans Netz holen, um ihn dann durch einen Lob sehr in Bedrängnis zu bringen. Besonders im Doppel kann ein guter Lob ein sehr effektives Mittel gegen zwei am Netz stehende Spieler sein.

Ganz wichtig ist es, dass man den lob auf jeden Fall auch intensiv trainiert, weil er besonders viel Ballgefühl erfordert, und er vor allem beim Wind sehr gut getimt sein muss. Außerdem kann er ein super taktisches Mittel sein, wenn der Gegner beim Schmetterball durch den Lob in die Sonne schauen muss. Es gibt zwei Grundsätze beim Lob: erstens darf er nicht zu kurz sein, also lieber geht der Lob mal knapp ins Aus, als dass es zu kurz wird, und zweitens darf der Lob nicht seitlich ins Aus gehen. Die Richtung sollte man beim Lob auf jeden Fall kontrollieren können. Die Länge des Lobs ist schwerer zu timen. Außerdem sollte man es auch unbedingt als ein oberstes Ziel eines guten Lobs ansehen, dem Gegner immer über die Rückhand zu lobben, damit dieser nicht so offensiv schmettern kann.

 

Doppeltaktik und Spielformen im Tennisdoppel

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tennis ist zwar überwiegend eine Einzelsportart, aber dennoch ist das Tennisdoppel nicht zu vernachlässigen und schon gar nicht zu vergessen. Das Training des Doppels beim Tennis ist vor allem für alle Spieler, die an Tennis-Mannschaftswettbewerben (Medenspiele) teilnehmen sehr wichtig, weil hier sowohl Einzel als auch Doppel gespielt werden. Meistens entscheidet der Erfolg bei den Tennisdoppeln über den Ausgang des gesamten Mannschaftsspieltages. Außerdem profitiert jeder Einzelspieler sowohl von den technischen und taktischen Fähigkeiten und Erfordernissen die fürs Tennisdoppel erforderlich sind.

Die großen Unterschiede des Doppels zum Einzel im Tennis bestehen in der permanenten Absprache des nächsten Spielzuges beider Doppelpartner und in dem blinden Spielverständnis der beiden Spieler in bestimmten Spielsituationen. Grundsätzlich wird ein Tennisdoppel am Netz gewonnen, womit der Volley eine große Rolle spielt. Sind beide Partner am Netz so ist es besonders wichtig so gut eingespielt zu sein, dass situationsabhängig klar ist, wer gegnerische Bälle volliert die in die Mitte beider Spieler kommen, und wer hohe Lobs schmettert. Besteht hier Uneinigkeit beider Partner gewinnt der Gegner meist den Punkt.

Besonders wichtig ist die Absprache beider Spieler wohin bei eigenem Aufschlag der eine Partner serviert. Soll der Aufschlag in die Mitte kommen, so muss sich der Netzspieler auf den gegnerischen Return anders einstellen, als wenn der Aufschlag nach außen geht, und der Netzspieler mehr die Longlineseite abdecken muss. Dazu ist viel Training nötig.

Eine Grundregel beim Doppel besagt, dass man immer cross returnieren muss. Kommt der gegnerische Netzspieler an den Return heran, bedeutet das in den meisten Fällen Punktgewinn für den Gegner. Deshelb muss der Return möglichst weit weg vom Netzspieler. Spielt der Gegner einen Lob über den Netzspieler, den dieser nicht erreichen kann, ist der Partner des überlobbten Netzspielers gezwungen seine Seite zu verlassen, um den Lob zu erlaufen. In der Zwischenzeit muss der überlobbte Netzspieler ebenfalls auf die nun freigewordene Seite des Feldes wechseln, weil diese sonst ganz offen wäre.

Ein gutes Rezept gegen zwei am Netz stehende Spieler ist es, den Ball genau in die Mitte der beiden Spieler zu schlagen, weil es dabei oft zu Missverständnissen kommt wer den Ball nehmen soll. Außerdem ist es für die Netzspieler von der Mitte aus schwieriger einen Volley zu platzieren, weil der Winkel hierbei ungünstiger ist.

Als ans Netz stürmender Aufschläger reicht es meist schon den Volley nicht gleich gewinnbringend und risikoreich ins gegnerische Feld zu spielen, sondern einfach lang wieder auf den Returnspieler zurück zu vollieren, weil es für diesen schwierig ist, gegen zwei gut am Netz positionierte Spieler den Punkt zu machen.

Das Tennisdoppel unterscheidet sich in technischen und taktischen Erfordernissen in vielen Punkten deutlich vom Einzel, wobei aber jeder Spieler sowohl von Doppelspielweise als auch von der Einzeltaktik profitiert. Aus diesem Grund sollte man weder auf ein gezieltes Doppeltraining, noch auf viele Doppel-Trainingsmatches verzichten. [Zur Startseite]

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