Archiv für die Kategorie „Tennistaktik“

Splitstep als Schlagvorbereitung

Samstag, 31. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis einer der wichtigsten Aspekte um erfolgreich spielen zu können. Dabei spielt nicht nur die Antizipation und die Laufgeschwindigkeit eine große Rolle, sondern auch die richtige Beinarbeit. Vor allem aber auch der Splitstep, ist eine wichtige Bewegung um schnell und zielgerichtet auf die gegnerischen Schläge reagieren zu können um möglichst gut die eigenen Schläge spielen zu können.

Mit dem Splitstep sollte man alle eigenen Schläge einleiten, und zwar schon in dem Moment, in dem der Gegner seinen Schlag ausführt. Der Splitstep hat den Zweck, im Moment des gegnerischen Schlages die optimale Ausgangsstellung für jeden möglichen gegnerischen Schlag zu haben. Dies kann also nur eine neutrale Schlagposition sein, welche alle Schlagtechniken erlaubt.

In der Praxis bedeutet dies, dass man im Moment des gegnerischen Schlages mit einer Art kleinen Auftaktsprung etwa ein bis zwei Meter hinter der eigenen Grundlinie das Körpergewicht nach vorne auf beide Ballen bringt, um in einen flüssigen und nach vorne gerichteten Bewegungsübergang auf beide Seiten, also Vorhand wie Rückhand, einleiten zu können.

Dabei sind die wichtigen Aspekte “nach vorne gerichtet” und “das Körpergewicht gleich auf beide Beine verteilt. Dies bedeutet, dass man praktisch schon ohne den folgenden Schlag des Gegners zu kennen, trotzdem schon einen einleitenden Schritt für den eigenen Schlag machen kann.

Das Stellungsspiel beim Tennis

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis ein wichtiger Faktor, aber dies allein reicht nicht aus. Vielmehr muss man beim Tennis zum einen die Fähigkeit zur Antizipation haben, und vor allem auch in gutes Stellungsspiel. Beides trägt zu dazu bei die Schnelligkeit beim Tennis zu verbessern, und somit erfolgreicher zu spielen.

Ein guter Sprinter ist beim Tennis sicher im Vorteil. Aber allein die Fähigkeit der schnellen Beine ist nur ein Faktor um gut und erfolgreich zu spielen. Wenn man darüber hinaus noch die Fähigkeit zur Antizipation der gegnerischen Aktionen hat, kann man früher reagieren, und somit seine Schnelligkeit steigern. Antizipation ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen, die Aktionen des Gegners vorauszuahnen. Hierbei kann man sich aufgrund bestimmter Bewegungsmuster und sportartspezifischer Verhaltensweisen des Gegners und aufgrund eines großen technischen und taktischen Verständnisses auf die Spielweise des Gegners schneller einstellen, und somit eher reagieren.

Das richtige Stellungsspiel erleichtert das Tennisspiel ganz besonders. Grundsätzlich geht es hierbei darum den Platz entsprechend der gegnerischen Spielposition und den schlagtechnischen Möglichkeiten des Gegners ideal abzudecken. Im Grundsatz spielt hierbei vor allem das Verhalten eines Torwarts die entscheidende Rolle, in dem man sich immer auf der Winkelhalbierenden des möglichen gegnerischen Schlages befindet, um auf beide Seiten die gleiche Laufstrecke bzw. Reaktionszeit zu haben.

Im Grundsatz sollte man sich immer möglichst in der Platzmitte aufhalten, um optimal den nächsten Ball erreichen zu können. Je weiter man den Gegner durch seinen eigenen Schlag beispielsweise nach links aus dessen Platzhälfte heraustreibt, desto weiter muss man sich bei dessen Schlag nach rechts auf seiner eigenen Platzhälfte orientieren, das sich dem Gegner ein größeres Winkelspiel eröffent.

Die wichtigsten Aspekte beim Rückhand-Slice

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der Reiz beim Tennis liegt unter anderem auch darin, dass es viele verschiedene Schlagtechniken gibt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und alle einen bestimmten Einsatzzweck haben und verschiedene taktische Wirkungen im Match haben. Hier sind zum Beispiel Topsin, Slice, Aufschlag, der Stop, Volleys, Schmetterball etc. zu nennen. Auch wenn es für jeden Tennisspieler viel interessanter und spektakulärer ist schnelles und hartes Angriffstennis zu spielen, so haben auch langsamere und passivere Schläge wie zum Beispiel der Rückhandslice eine große Bedeutung in jedem Tennisspiel.

Um Überhaupt einen Rückhandslice sauber und effektiv spielen zu können, sind zwei wichtige Aspekte besonders entscheidend. Zum einen natürlich die technische saubere Ausführung des Schlages, aber auch die taktische Einstellung zu diesem Schlag.

Technisch sauber ist der Slice nur zu schlagen, wenn man optimal seitlich zum Schlag steht, als Rechtshänder unter zu Hilfenahme der linken Hand den Schläger über dem späteren Treffpunkt nach hinten oben führt, und den Schlagarm in der Ausholbewegung anwinkelt. In der Schlagphase wird der Arm zum Ball hin gestreckt, das Körpergewicht mit einem Schlagschritt mit dem rechten Bein in den Schlag gelegt wird, und das Handgelenk im Treffpunkt fixiert wird.

Die beste Schlagtechnik hilft aber nichts, wenn man den Rückhandslice falsch einsetzt. Oft wird der Slice zu hart geschlagen, mit zu viel Handgelenkeinsatz, und zu offener Schlagfläche. Ein Slice kann also nicht deshalb gefährlich für den Gegner sein, weil er hart geschlagen wird, sondern weil er möglichst dosiert, flach übers Netz und vor allem möglichst lang bis zur Grundlinien geschlagen wird. Ein Slice wird also nicht hart geschlagen, sondern präzise. Man macht also den Punkt nicht direkt, sondern befreit sich entweder mit dem Slice aus einer bedrängten schnellen Spielsituation, oder zwingt den Gegner zu einem passiven oder sogar fehlerhaften Schlag, weil dieser den Slice möglicherweise unterschätzt.

Die Kinder beim Tennistraining aktiv in den Lernprozess einbeziehen

Freitag, 30. September 2011

Wie jedes Training oder beim Lernen allgemein, ist es auch beim Tennistraining das Ziel, dass die Kinder aktiv in den Lernprozess mit einbezogen werden. Das heißt nicht nur, dass sie etwas lernen sollen, in dem sie es vom Tennistrainer vorgemacht bekommen, sondern dass sie selbst auch das Gelernte durch Korrekturen und Beobachten bei anderen Spielern visualisieren, und somit auf einer anderen Ebene umsetzen können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die Kinder von ihren Mannschaftskameraden und Mitspielern, verschiedene gute und schlechte Bewegungsmuster vorgemacht bekommen, die sie selbst zu beurteilen lernen, um dieses Wissen für sich selbst nutzen zu können.

Das Tennistraining ist um so effektiver, je mehr man die Kinder in das Training miteinbezieht. In der Praxis sieht dies so aus, dass der Trainer die wartenden Kinder zu seinen “Co-Trainern” ernennt, um bei den spielenden Kinder konkrete Korrekturen vornehmen zu lassen. Das hat den Sinn, dass sich die Kinder bewusst Gedanken zu ihren eigenen Bewegungsmustern und zu der richtigen Schlagtechnik machen müssen. Dies geschieht durch konkrete Korrekturen anhand spezifischer Vorgaben durch den Trainer. Beispielsweise gibt der Trainer die Vorgabe an die “Co-Trainer”, dass sie auf die Ausschwungbewegung der Spieler achten sollen, um diesen klarmachen zu können, ob sie die Schlagbewegung richtig gemacht haben oder nicht. Dabei ist es wichtig, die Kinder nicht durch komplexe Beurteilungsmuster zu überfordern, sondern ihnen ganz einfache Aufgaben und Beobachtungen vorzugeben.

Nach jedem Schlag befragt der Trainer einen Co-Trainer, ob der Schlag des spielern unter dem Gesichtspunkt des richtigen Ausschwungs richtig war. Das Kind muss nun aktiv Korrekturen vornehmen, und anhand eines Praxisbeispiels beurteilen, ob der Spieler die richtige Schlagtechnik umsetzen konnte oder nicht. Dadurch verinnerlichen die Kinder die richtige Schlagtechnim viel mehr, und können diese dann auch bei sich selbst viel besser anwenden, und realisieren. Dies ist vor allen in engen Matchsituationen sehr wichtig, bei denen man oft nicht an die richtige Schlagtechnik denkt, sondern nur an den Spielstand, und man möglicherweise durch Nervosität viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

Je mehr man also im Training durch verschiedene methoden die Schlagtechnik verinnerlicht hat, um so stabiler wird diese dann auch im Match sein, wenn man sich mehr auf andere dinge konzentriert als auf die Schlagtechnik.

Grundsätz beim Tennis – der Lob

Freitag, 30. September 2011

Es gibt beim Tennis viele verschiedene Schläge, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und in bestimmten Situationen die beste Antwort auf die Schläge des Gegners sind. Langer Rückhandslice, kurzer Topspincross, gerader Vorhand-Angriffsball, oder Volleystop. Alle Bälle haben einen bestimmten taktischen Zweck, und können beim richtigen Einsatz zum Punktgewinn führen. Ein wichtiger Schlag, der erfahrungsgemäß viel zu selten trainiert wird ist der Lob. Im Folgenden sollen ein paar Überlegungen zum Lob angestellt werden.

Viele Spieler halten den Lob für einen defensiven Schlag, der erstens nicht in ihr Spiel passt und zweitens wollen es sich viele Spieler nicht eingestehen, dass man auch selbst mal durch den Gegner unter druck geraten könnte, und dann der Lob ein ganz wichtiger Schlag ist, sich von dem druck des Gegners zu befreien. Grundsätzlich ist der Lob nicht unbedingt ein defensiver Schlag, vor allem nicht im Doppel. Man kann den Lobals Topspinlob spielen, oder den Gegner durch einen Stop nah ans Netz holen, um ihn dann durch einen Lob sehr in Bedrängnis zu bringen. Besonders im Doppel kann ein guter Lob ein sehr effektives Mittel gegen zwei am Netz stehende Spieler sein.

Ganz wichtig ist es, dass man den lob auf jeden Fall auch intensiv trainiert, weil er besonders viel Ballgefühl erfordert, und er vor allem beim Wind sehr gut getimt sein muss. Außerdem kann er ein super taktisches Mittel sein, wenn der Gegner beim Schmetterball durch den Lob in die Sonne schauen muss. Es gibt zwei Grundsätze beim Lob: erstens darf er nicht zu kurz sein, also lieber geht der Lob mal knapp ins Aus, als dass es zu kurz wird, und zweitens darf der Lob nicht seitlich ins Aus gehen. Die Richtung sollte man beim Lob auf jeden Fall kontrollieren können. Die Länge des Lobs ist schwerer zu timen. Außerdem sollte man es auch unbedingt als ein oberstes Ziel eines guten Lobs ansehen, dem Gegner immer über die Rückhand zu lobben, damit dieser nicht so offensiv schmettern kann.

 

Im Zweifel immer einen Schiedsrichter anfordern

Mittwoch, 31. August 2011

Tennis ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem die Linien eine sehr wichtige Rolle spielen. Nur all zu häufig kommt es vor, dass die Bälle kanpp an oder auf die Seitenlinien oder Grundlinie des Gegners gespielt werden, womit sehr häufig kanppe Entscheidungen getroffen werden müssen, ob ein Ball im Aus war, oder ob er noch die Linie berührt hat. Grundsätzlich entscheidet jeder Spieler auf seiner eigenen Seite, und gibt die gegnerischen Bälle aus oder gut. Wie soll man sich am besten verhalten, wenn es zu Streitereien bei knappen Bällen in wichtigen Spielsituationen des Matches kommt?

In einem Match wo es Punkte, und somit um Spiel, Satz und Sieg geht, spielen nicht ur zwei Tennisspieler gegeneinander, sondern auch zwei Schiedsrichter. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass sich die Spieler nicht über die Entscheidungen des anderen einigen können, und es somit zu Streiterien. Trotz aller Fairness möchte der eine Spieler dem anderen Spieler aufgrund einer vorangegangen angeblichen falschen Entscheidung ebenfalls eins auswischen und gibt bei nächster Gelegenheit ebenfalls einen kanppen Ball aus, obwohl dieser möglicherweise eben doch gut war. Aber nicht nur unbedingt Absicht muss bei Fehlentscheidungen der Grund für Meinungsverschiedenheiten der Spieler sein, sondern ab und zu kommt es auch vor, dass ein Spieler den gegnerischen Ball falsch sieht, oder sich bei seiner Entscheidung einfach irrt.

Im Endergebnis ist es immer gleich, ein Spieler fühlt sich benachteiligt, fängt entweder das Streiten mit dem Gegner an, oder lässt sich durch so etwas vollkommen aus dem Spiel bringen, und verliert das Match. Um dies zu vermeiden, sollte man sich ganz klar angewöhnen, seine Entscheidungen ganz bestimmt, laut und deutlich, und vor allem absolut überzeugt dem Gegner mitzuteilen. Dieses Auftreten lässt bei Gegner einfach weniger Zweifel aufkommmen. Dies ist vor allem bei Kindern in ihren Matches sehr wichtig, weil eben diese Punkt nur sehr zaghaft beherzigen, und es somit eher zu Missverständnissen oder Unstimmigkeiten kommen kann.

Wenn sich zwei Spieler nicht einigen können, so sollte man möglichst von irgendwelchen Streitereien absehehn, und einfach den Oberschiedsrichter um die Einteilung eines Schiedsrichters bitten, welcher dann auf dem Platz der beiden Kontrahenten das Match zu Ende schiedst. Ab diesem Moment berihugen sich die Gemüter auf dem Platz immer, und jeder Spieler kann sein Match unter der Aufsicht eines beutralen Schiedsrichters zu Ende bringen. In der Praxis wird dies viel zu selten, und vor allem auch viel spät gemacht. Dies ist nur ein Beispiel welches deutlich zeigt, dass man die Tennisregeln gut kennen sollte, welche Rechte und Pflichten man hat.

Die Leistung des Gegners anerkennen

Mittwoch, 24. August 2011

Tennis ist ein Spiel bei welchem man sich in jedem Match mit einem anderen misst. Jeder möchte gewinnen, aber nur einer kann den Platz als Sieger verlassen. Beim Tennis sind vor allem eine gute Schlagtechnik, eine gute körperliche Fitness, viel taktisches Verständnis, varianten- und ideenreiches Spiel, aber auch Nervenstärke gefragt. Wer dies im Match besser umsetzen kann, wird höchstwahrscheinlich am Ende das Match gewinnen.

Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es aber auch den ein oder anderen Faktor, durch welchen man sich selbst im Match derart schwächen kann, dass man auch trotz möglicher Überlegenheit am Schluss dem Gegner zum Sieg gratulieren muss. Die Rede ist von Sportlichkeit, Fairness und Respekt vor dem Gegner. Dies sind drei wesentliche Eigenschaften die einen wirklich guten Tennisspieler auszeichnen. Perfekt und bewusst im Match angewandt, verhelfen sie zu mehr Ruhe und Besonnenheit im Match, und steigern die Nervenstärke in wichtigen Situationen.

So ist es beispielsweise sehr wichtig, seinen Gegner sportlich und fair zu behandeln, vor allem wenn es um knappe und spielentscheidende Situatiuonen geht. Dadurch verschafft man sich auch beim Gegner automatisch mehr Respekt, und kann letztendlich mit einem besseren Gewissen seinen Sieg feiern. Ebenso trägt es deutlich mehr zur inneren Ruhe bei, dem Gegner auch mal einen anerkennenden Blick oder Handzeichen zu schenken, wenn dieser einen tollen Schlag oder Ballwechsel gespielt hat. Dies sollte natürlich nicht dazu führen, dass man dies zu übertrieben betreibt und seinen Gegner nur dadurch aufbaut, aber man sollte seinen Gegner auch nicht immer nur schlecht machen, und in solchen Situationen womöglich sogar beschimpfen.

Alles in allem kann durch die Anerkennung der gegnerischen Leistung auch während dem Match seinen Gegner auch viel ernster nehmen, und vor allem auch länger und besser konzentriert sein. Dadurch wird man also auch zumeist erfolgreicher Tennisspielen, und sicherlich auch mehr Spaß an seinem Lieblingssport haben.

Hart oder platziert Tennis spielen?

Mittwoch, 13. Juli 2011

Beim Tennis gibt es die unterschiedlichsten Spielweisen, und die meisten davon haben auch ihre Daseinsberechtigung, solange derjenige Tennisspieler der sie anwendet auch gewinnt. Im Folgenden geht es um die Frage, welche Spielweise erfolgreicher ist, harte Bälle zu spielen, oder lieber auf das Tempo in den Schlägen verzichten und die Schläge mehr zu platzieren, bzw. bewusst lang zu spielen?

In der Theorie ist es natürlich am besten, wenn man seine Schläge möglichst hart und möglichst platziert spielen kann, denn damit kann man seinen Gegner auch am meisten unter Druck setzen. Allerdings wenn man harte und vor allem auch noch platzierte Tennisschläge spielen kann, dann befindet man sich schon mindestens auf einem semiprofessionellen Tennisniveau, auf welchem man sich um diese Probleme kaum noch Gedanken machen muss. Diese Frage oder auch “Tennisphilosophie” betrifft eher die vielen weniger guten Hobby- und Freizeitspieler, aber auch Mannschaftsspieler in den unteren Spielklassen.

Um die Frage gleich zu beantworten, liegt die Lösung in der Mischung beider Varianten, und im Zweifelsfall eher beim platzierten Tennisspiel. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein hart gespielter Ball flach übers Netz gehen muss, wmoit die Fehleranfälligkeit steigt. Ein hart geschlagener Ball muss aber nicht zwangsläufig lang gespielt sein, das heißt also dass im schlimmsten Fall diese hart gespielten kurzen Schläge auch wieder schnell zurückkommen, weil der Gegner es schafft das Tempo aus diesen Bällen “mtizunehmen”. Außerdem müssen hart gespielte Bälle nicht unbedingt platziert geschlagen sein. Wenn man also Bälle spielt, die den Gegner nicht zum Laufen zwingen, dann macht man durch diese schnellen Schläge den Gegner durch zu kurze und wenig platzierte Bälle eher stark.

Wie immer im Leben sind die Nachteile der einen Sache die Vorteile der anderen. Wenn man das Risiko eines harten Balls eher vermeidet und sich mehr auf die Richtung der Schläge konzentriert, dann kann man das Fehlerrisiko minimieren und somit den Gegner mehr unter Druck setzen. Ein platzierter Ball bringt den Gegner nicht nur mehr zum Laufen und schwächt ihn auf Dauer im Match in seiner Kondition, bzw. seinem Durchhaltevermögen, sondern zwingt den Gegner auch zu Fehlern. Ein schneller nicht platzierter Schlag des Gegners ist einfacher zu spielen als ein langsamerer aber dafür platzierter Schlag. Von der Tennis-Philosophie her gesehen, gibt man mit der “platzierten Spielweise” dem Gegner mehr Gelegenheiten den Fehler selbst zu machen. Der Gegner kommt also an die Bälle eher heran, aber muss sie aus der Bewegung heraus schlagen, was einfach schwerer ist.

Natürlich muss man als Tennisspieler sowohl für die harten, aber auch für die platzierten Schläge erstmal technisch gesehen in der Lage sein, solche Bälle überhaupt sicher zu spielen können. Aber unterm Strich sind die platzierten Schläge effektiver als harte Schläge. Noch mehr Druck übt man dann noch mit einem platzierten und lang gespielten Ball aus. Im Endeffekt ist immer der langsamere lang gespielte Schlag druckvoller, als der schnellere aber zu kurz geratene Schlag.

Sind Linkshänder beim Tennis im Vorteil?

Mittwoch, 18. Mai 2011

Es liegt in der Natur der Sache, dass es mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt. Und beim Tennis ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass in einem Match auch zwei Rechtshänder aufeinander treffen. Sollte man als Rechtshänder nun doch mal in einem Match auf einen Linkshänder treffen, so ist die Verunsicherung beim Rechtshänder zumeist sehr groß, wobei sich dieses Gefühl oft mit einer gewissen Hilflosigkeit paart. Viele Rechtshänder empfinden es als Nachteil, wenn man gegen einen Linkshänder spielen “muss”.

Gegen einen Linkshänder spielen zu müssen, ist aber nicht nur für einen guten Tennisspieler kein großes Problem, sondern auch für einen cleveren Tennisspieler egal welchen Spielniveaus auch sehr leicht zu lösen. Denn im Grunde geht es nicht um Rechtshänder oder Linkshänder, sondern es geht rein um die Stärken und Schwächen des Gegners. Und hierbei sind die analytischen Fähigkeiten eines Tennisspielers gefragt. Es mag schon auch eine Rolle spielen, wie häufig man als Rechtshänder gegen einen Linkshänder spielt, wobei man mit steigender Häufigkeit auch mehr Übung dabei bekommt. Aber letztendlich geht es nur um die Spielweise des Gegners, egal mit welcher Hand dieser den Schläger hält.

Das Grundproblem bei dieser Betrachtungsweise ist immer nur das fixierte Denken aller Spieler, dass man davon ausgeht, dass die Vorhand eines jeden Spielers besser ist als dessen Rückhand. In vielen Fällen mag das auch stimmen. Aber wie ist es nun, wenn man als Rechtshänder ebenfalls gegen einen Rechtshänder spielt, dessen Rückhand besser ist als seine Vorhand? Dann ist dieser Spieler auch auf einmal ein “Quasi-Linkshänder”. Und man hat das selbe Problem wie wenn man gegen einen Linkshänder mit einer stärkeren Vorhand spielen würde. Der gleiche Fall wäre es, wenn man zwar gegen einen Linkshänder spielt, dessen Rückhand besser ist als seine Vorhand. In so einem Fall muss man beispielsweise seine bisherige gewohnte Spielweise überhaupt nicht umstellen.

Es geht also letztendlich nur darum, dass man in der Lage ist die Stärken und Schwächen eines Gegners zu erkennen, und sich dementsprechend darauf einzustellen. Wenn man als Rechtshänder es gewohnt istden Ball immer auf die Rückhandseite der gegnerischen Rechtshänders zu spielen, dann muss man vor allem den Rückhand Cross, und den Vorhand Longline beherrschen. Dies schließt aber nicht aus, ebenfalls aus Gründen der Variation den Vorhand Cross und den Rückhand longline zu beherrschen. Denn wenn man immer nur eine “statische” Spielweise, bzw. Taktik, wird man auch berechenbar, und der Gegner stellt sich darauf ein, und wird bei cleverer Spielweise entsprechend darauf reagieren, und die Oberhand im Match gewinnen.

Man darf sich also nicht beeindrucken oder sogar verunsichern lassen, wenn man gegen einen Linkshänder spielt, sondern muss wie in jedem Match von neuem schnell die Stärken und Schwächen des Gegners erkennen. Folgt man dem Schema, dass bei den meisten tennisspielern die Vorhand stärker ist als die Rückhand, so muss man eben viel Vorhand Cross spielen, und den Rückhand Longline vermehrt einsetzen. Nicht vergessen darf man auch den “schlimmsten” Fall, wenn zwei Linkshänder gegeneinander spielen, die unübliche Stärken und Schwächen haben.

Um die die Ausgangsfrage “ob Linkshänder beim Tennis im Vorteil sind?” zu beantworten, kann man letztendlich ganz nüchtern mit “Nein” antworten, da man jeder Spielweise durch eine entsprechend clevere Spielanalyse und Taktik entgegentreten kann. Ansonsten wäre ja ein Linkshänder im Nachteil, wenn er gegen einen Rechtshänder spielen “müsste”, dessen Rückhand stärker ist als die Vorhand, weil er dies nicht gewohnt ist.

Das eigene Tennisspiel immer analysieren

Montag, 25. April 2011

Ein erfolgreicher Spieler ist nicht nur deshalb erfolgreich, weil er konditionell stark ist, eine gute Schlagtechnik hat, und mental sehr stark ist, sondern er ist auch deshalb erfolgreich, weil er sein eigenes Tennisspiel gut analysieren kann, seine eigenen aktuellen Stärken und Schwächen schnell und effektiv analysieren kann, und sein Spiel dementsprechend anpassen kann. Dies gilt natürlich ebenfalls für das Spiel des Gegners.

Ein guter Tennisspieler hat die Fähigkeit von der Wirkung auf die Ursache zu schließen, um dadurch den nächsten Schlag besser zu gestalten. Das heißt beispielsweise, wenn man als Aufschläger den Ball immer knapp ins Netz schlägt, muss man die Fähigkeit haben, den Grund für die Netzbälle zu analysieren, und dies beim nächsten Aufschlag bewusst anders zu machen. Es geht nicht darum, durch das Erkennen eines Fehlers danach gleich perfekt zu spielen, sondern es geht darum durch das Erkennen eines Fehlers beim nächsten Aufschlag diesen gleichen Fehler zu vermeiden, und wenigstens einen anderen Fehler zu machen, und nicht wieder den gleichen Fehler zu begehen. Man muss also bewusst Tennis spielen, und durch die Kenntnis der technischen Feinheiten eines Schlages, und das Erkennen der eigenen Bewegungsmuster, die vorige Fehlerquelle vermeiden.

In der Praxis hieße dies beim beschriebenen Aufschlagfehler ins Netz: der Ball geht nur deshalb ins Netz, weil man den Ball zu weit nach vorne geworfen hat. Wenn man dies erkannt hat, muss man in der Lage sein, den Ball beim darauffolgenden Aufschlag nicht mehr so weit vor den Körper zu schlagemn, damit der Ball wenigstens übers Netz geht, um nicht den gleichen Fehler wieder zu begehen. Ob der Ball dann gleich ins Aufschlagfeld geht, oder kanpp ins Aus, ist eine andere Sache. Hauptsache der “alte” Fehler wurde bewusst vermieden, und man hat das Gefühl sein eigenes Tennisspiel steuern zu können.