Archiv für die Kategorie „Turniertennis“

Das Stellungsspiel beim Tennis

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis ein wichtiger Faktor, aber dies allein reicht nicht aus. Vielmehr muss man beim Tennis zum einen die Fähigkeit zur Antizipation haben, und vor allem auch in gutes Stellungsspiel. Beides trägt zu dazu bei die Schnelligkeit beim Tennis zu verbessern, und somit erfolgreicher zu spielen.

Ein guter Sprinter ist beim Tennis sicher im Vorteil. Aber allein die Fähigkeit der schnellen Beine ist nur ein Faktor um gut und erfolgreich zu spielen. Wenn man darüber hinaus noch die Fähigkeit zur Antizipation der gegnerischen Aktionen hat, kann man früher reagieren, und somit seine Schnelligkeit steigern. Antizipation ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen, die Aktionen des Gegners vorauszuahnen. Hierbei kann man sich aufgrund bestimmter Bewegungsmuster und sportartspezifischer Verhaltensweisen des Gegners und aufgrund eines großen technischen und taktischen Verständnisses auf die Spielweise des Gegners schneller einstellen, und somit eher reagieren.

Das richtige Stellungsspiel erleichtert das Tennisspiel ganz besonders. Grundsätzlich geht es hierbei darum den Platz entsprechend der gegnerischen Spielposition und den schlagtechnischen Möglichkeiten des Gegners ideal abzudecken. Im Grundsatz spielt hierbei vor allem das Verhalten eines Torwarts die entscheidende Rolle, in dem man sich immer auf der Winkelhalbierenden des möglichen gegnerischen Schlages befindet, um auf beide Seiten die gleiche Laufstrecke bzw. Reaktionszeit zu haben.

Im Grundsatz sollte man sich immer möglichst in der Platzmitte aufhalten, um optimal den nächsten Ball erreichen zu können. Je weiter man den Gegner durch seinen eigenen Schlag beispielsweise nach links aus dessen Platzhälfte heraustreibt, desto weiter muss man sich bei dessen Schlag nach rechts auf seiner eigenen Platzhälfte orientieren, das sich dem Gegner ein größeres Winkelspiel eröffent.

Die wichtigsten Aspekte beim Rückhand-Slice

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der Reiz beim Tennis liegt unter anderem auch darin, dass es viele verschiedene Schlagtechniken gibt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und alle einen bestimmten Einsatzzweck haben und verschiedene taktische Wirkungen im Match haben. Hier sind zum Beispiel Topsin, Slice, Aufschlag, der Stop, Volleys, Schmetterball etc. zu nennen. Auch wenn es für jeden Tennisspieler viel interessanter und spektakulärer ist schnelles und hartes Angriffstennis zu spielen, so haben auch langsamere und passivere Schläge wie zum Beispiel der Rückhandslice eine große Bedeutung in jedem Tennisspiel.

Um Überhaupt einen Rückhandslice sauber und effektiv spielen zu können, sind zwei wichtige Aspekte besonders entscheidend. Zum einen natürlich die technische saubere Ausführung des Schlages, aber auch die taktische Einstellung zu diesem Schlag.

Technisch sauber ist der Slice nur zu schlagen, wenn man optimal seitlich zum Schlag steht, als Rechtshänder unter zu Hilfenahme der linken Hand den Schläger über dem späteren Treffpunkt nach hinten oben führt, und den Schlagarm in der Ausholbewegung anwinkelt. In der Schlagphase wird der Arm zum Ball hin gestreckt, das Körpergewicht mit einem Schlagschritt mit dem rechten Bein in den Schlag gelegt wird, und das Handgelenk im Treffpunkt fixiert wird.

Die beste Schlagtechnik hilft aber nichts, wenn man den Rückhandslice falsch einsetzt. Oft wird der Slice zu hart geschlagen, mit zu viel Handgelenkeinsatz, und zu offener Schlagfläche. Ein Slice kann also nicht deshalb gefährlich für den Gegner sein, weil er hart geschlagen wird, sondern weil er möglichst dosiert, flach übers Netz und vor allem möglichst lang bis zur Grundlinien geschlagen wird. Ein Slice wird also nicht hart geschlagen, sondern präzise. Man macht also den Punkt nicht direkt, sondern befreit sich entweder mit dem Slice aus einer bedrängten schnellen Spielsituation, oder zwingt den Gegner zu einem passiven oder sogar fehlerhaften Schlag, weil dieser den Slice möglicherweise unterschätzt.

Im Zweifel immer einen Schiedsrichter anfordern

Mittwoch, 31. August 2011

Tennis ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem die Linien eine sehr wichtige Rolle spielen. Nur all zu häufig kommt es vor, dass die Bälle kanpp an oder auf die Seitenlinien oder Grundlinie des Gegners gespielt werden, womit sehr häufig kanppe Entscheidungen getroffen werden müssen, ob ein Ball im Aus war, oder ob er noch die Linie berührt hat. Grundsätzlich entscheidet jeder Spieler auf seiner eigenen Seite, und gibt die gegnerischen Bälle aus oder gut. Wie soll man sich am besten verhalten, wenn es zu Streitereien bei knappen Bällen in wichtigen Spielsituationen des Matches kommt?

In einem Match wo es Punkte, und somit um Spiel, Satz und Sieg geht, spielen nicht ur zwei Tennisspieler gegeneinander, sondern auch zwei Schiedsrichter. In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass sich die Spieler nicht über die Entscheidungen des anderen einigen können, und es somit zu Streiterien. Trotz aller Fairness möchte der eine Spieler dem anderen Spieler aufgrund einer vorangegangen angeblichen falschen Entscheidung ebenfalls eins auswischen und gibt bei nächster Gelegenheit ebenfalls einen kanppen Ball aus, obwohl dieser möglicherweise eben doch gut war. Aber nicht nur unbedingt Absicht muss bei Fehlentscheidungen der Grund für Meinungsverschiedenheiten der Spieler sein, sondern ab und zu kommt es auch vor, dass ein Spieler den gegnerischen Ball falsch sieht, oder sich bei seiner Entscheidung einfach irrt.

Im Endergebnis ist es immer gleich, ein Spieler fühlt sich benachteiligt, fängt entweder das Streiten mit dem Gegner an, oder lässt sich durch so etwas vollkommen aus dem Spiel bringen, und verliert das Match. Um dies zu vermeiden, sollte man sich ganz klar angewöhnen, seine Entscheidungen ganz bestimmt, laut und deutlich, und vor allem absolut überzeugt dem Gegner mitzuteilen. Dieses Auftreten lässt bei Gegner einfach weniger Zweifel aufkommmen. Dies ist vor allem bei Kindern in ihren Matches sehr wichtig, weil eben diese Punkt nur sehr zaghaft beherzigen, und es somit eher zu Missverständnissen oder Unstimmigkeiten kommen kann.

Wenn sich zwei Spieler nicht einigen können, so sollte man möglichst von irgendwelchen Streitereien absehehn, und einfach den Oberschiedsrichter um die Einteilung eines Schiedsrichters bitten, welcher dann auf dem Platz der beiden Kontrahenten das Match zu Ende schiedst. Ab diesem Moment berihugen sich die Gemüter auf dem Platz immer, und jeder Spieler kann sein Match unter der Aufsicht eines beutralen Schiedsrichters zu Ende bringen. In der Praxis wird dies viel zu selten, und vor allem auch viel spät gemacht. Dies ist nur ein Beispiel welches deutlich zeigt, dass man die Tennisregeln gut kennen sollte, welche Rechte und Pflichten man hat.

Kondition ist Konzentration

Samstag, 23. Juli 2011

Für viele Tennisspieler ist besonders wichtig, dass man eine schöne und vor allem richtige Schlagtechnik hat, und möglicherweise noch besonders hart schlagen kann. Das allein heißt aber noch lange nicht dass man ein guter Tennisspieler ist. Denn neben der Schlagtechnik kommt es auch noch auf das taktische Geschick des Spielers an, auf dessen mentale Stärke, und ganz besonders auf die konditionelle Stärke. Denn nur ein Spieler der topfit ist und konditionell wirklich stark ist, kann sich nicht nur einen haben Satz lang im Match richtig zum Ball hinstellen, sondern ein ganzes Match, setzte den Gegner automatsch durch seine Schnelligkeit unter Druck selbst ein höheres Risiko gehen zu müssen, weil man alle Bälle erlaufen kann, und kann sich durch die körperliche Fitness auch viel länger und besser konzentrieren.

Entgegen all diesen Gesichtspunkten ist aber sehr häufig zu beobachten, dass nur selten ein Konditions- und Schnelligkeitstraining für die Kinder eingebaut wird. Natürlich wollen gerade Kinder nicht bevorzugt ein Konditions- und Lauftraining absolvieren, und auch deren zahlenden Eltern sehen ihre Kinder in den meisten Fällen lieber Bälle schlagen als um den Sportplatz laufen, aber eine Grundvoraussetzung für einen Tennisspieler ist einfach seine Schnelligkeit und Fitness. Die beste Schlagtechnik nützt nichts, wenn man sich nicht schnell genug richtig zum Ball hinstellen kann, und man einfach zu langsam ist die Angriffsbälle des Gegners zu erlaufen.

Der Hauptaspekt der konditionellen Fitness ist es aber dass man sich länger und besser konzentrieren kann. Je fitter man ist, desto länger kann man sich konzentrieren, und um so cleverer kann man sein eigenes Tennisspiel gestalten. In diesem Zusammenhang ist auch noch ein wichtiger Aspekt von großer Bedeutung, nämlich die Körpersprache. Es ist einfach für den Gegner viel frustrierender, wenn er immer einen fitten und aufrecht gehenden Gegner hat, als wenn dieser immer mehr und mehr “Blut leckt”, weil er mitbekommt, wie sein immer müder über den Platz schleicht und mehr und mehr an Körperspannung verliert.

Unter all diesen Gesichtspunkten ist es besonders wichtig, dass nicht nur die Tennistrainer auch auf eine vernünftige Fitness ihrer Tennisschler wert legen, sondern auch dass es für die Tenniskinder im Training selbstverständlich ist, beim Konditionstraining mit spaß voll dabei zu sein. Denn nur wer eine gute Kondition hat, kann sich auch länger im Match konzentrieren, und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Sieger vom Platz gehen. Aus diesem Grund ist Kondition gleich Konzentration.

Hart oder platziert Tennis spielen?

Mittwoch, 13. Juli 2011

Beim Tennis gibt es die unterschiedlichsten Spielweisen, und die meisten davon haben auch ihre Daseinsberechtigung, solange derjenige Tennisspieler der sie anwendet auch gewinnt. Im Folgenden geht es um die Frage, welche Spielweise erfolgreicher ist, harte Bälle zu spielen, oder lieber auf das Tempo in den Schlägen verzichten und die Schläge mehr zu platzieren, bzw. bewusst lang zu spielen?

In der Theorie ist es natürlich am besten, wenn man seine Schläge möglichst hart und möglichst platziert spielen kann, denn damit kann man seinen Gegner auch am meisten unter Druck setzen. Allerdings wenn man harte und vor allem auch noch platzierte Tennisschläge spielen kann, dann befindet man sich schon mindestens auf einem semiprofessionellen Tennisniveau, auf welchem man sich um diese Probleme kaum noch Gedanken machen muss. Diese Frage oder auch “Tennisphilosophie” betrifft eher die vielen weniger guten Hobby- und Freizeitspieler, aber auch Mannschaftsspieler in den unteren Spielklassen.

Um die Frage gleich zu beantworten, liegt die Lösung in der Mischung beider Varianten, und im Zweifelsfall eher beim platzierten Tennisspiel. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein hart gespielter Ball flach übers Netz gehen muss, wmoit die Fehleranfälligkeit steigt. Ein hart geschlagener Ball muss aber nicht zwangsläufig lang gespielt sein, das heißt also dass im schlimmsten Fall diese hart gespielten kurzen Schläge auch wieder schnell zurückkommen, weil der Gegner es schafft das Tempo aus diesen Bällen “mtizunehmen”. Außerdem müssen hart gespielte Bälle nicht unbedingt platziert geschlagen sein. Wenn man also Bälle spielt, die den Gegner nicht zum Laufen zwingen, dann macht man durch diese schnellen Schläge den Gegner durch zu kurze und wenig platzierte Bälle eher stark.

Wie immer im Leben sind die Nachteile der einen Sache die Vorteile der anderen. Wenn man das Risiko eines harten Balls eher vermeidet und sich mehr auf die Richtung der Schläge konzentriert, dann kann man das Fehlerrisiko minimieren und somit den Gegner mehr unter Druck setzen. Ein platzierter Ball bringt den Gegner nicht nur mehr zum Laufen und schwächt ihn auf Dauer im Match in seiner Kondition, bzw. seinem Durchhaltevermögen, sondern zwingt den Gegner auch zu Fehlern. Ein schneller nicht platzierter Schlag des Gegners ist einfacher zu spielen als ein langsamerer aber dafür platzierter Schlag. Von der Tennis-Philosophie her gesehen, gibt man mit der “platzierten Spielweise” dem Gegner mehr Gelegenheiten den Fehler selbst zu machen. Der Gegner kommt also an die Bälle eher heran, aber muss sie aus der Bewegung heraus schlagen, was einfach schwerer ist.

Natürlich muss man als Tennisspieler sowohl für die harten, aber auch für die platzierten Schläge erstmal technisch gesehen in der Lage sein, solche Bälle überhaupt sicher zu spielen können. Aber unterm Strich sind die platzierten Schläge effektiver als harte Schläge. Noch mehr Druck übt man dann noch mit einem platzierten und lang gespielten Ball aus. Im Endeffekt ist immer der langsamere lang gespielte Schlag druckvoller, als der schnellere aber zu kurz geratene Schlag.

Sind Linkshänder beim Tennis im Vorteil?

Mittwoch, 18. Mai 2011

Es liegt in der Natur der Sache, dass es mehr Rechtshänder als Linkshänder gibt. Und beim Tennis ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass in einem Match auch zwei Rechtshänder aufeinander treffen. Sollte man als Rechtshänder nun doch mal in einem Match auf einen Linkshänder treffen, so ist die Verunsicherung beim Rechtshänder zumeist sehr groß, wobei sich dieses Gefühl oft mit einer gewissen Hilflosigkeit paart. Viele Rechtshänder empfinden es als Nachteil, wenn man gegen einen Linkshänder spielen “muss”.

Gegen einen Linkshänder spielen zu müssen, ist aber nicht nur für einen guten Tennisspieler kein großes Problem, sondern auch für einen cleveren Tennisspieler egal welchen Spielniveaus auch sehr leicht zu lösen. Denn im Grunde geht es nicht um Rechtshänder oder Linkshänder, sondern es geht rein um die Stärken und Schwächen des Gegners. Und hierbei sind die analytischen Fähigkeiten eines Tennisspielers gefragt. Es mag schon auch eine Rolle spielen, wie häufig man als Rechtshänder gegen einen Linkshänder spielt, wobei man mit steigender Häufigkeit auch mehr Übung dabei bekommt. Aber letztendlich geht es nur um die Spielweise des Gegners, egal mit welcher Hand dieser den Schläger hält.

Das Grundproblem bei dieser Betrachtungsweise ist immer nur das fixierte Denken aller Spieler, dass man davon ausgeht, dass die Vorhand eines jeden Spielers besser ist als dessen Rückhand. In vielen Fällen mag das auch stimmen. Aber wie ist es nun, wenn man als Rechtshänder ebenfalls gegen einen Rechtshänder spielt, dessen Rückhand besser ist als seine Vorhand? Dann ist dieser Spieler auch auf einmal ein “Quasi-Linkshänder”. Und man hat das selbe Problem wie wenn man gegen einen Linkshänder mit einer stärkeren Vorhand spielen würde. Der gleiche Fall wäre es, wenn man zwar gegen einen Linkshänder spielt, dessen Rückhand besser ist als seine Vorhand. In so einem Fall muss man beispielsweise seine bisherige gewohnte Spielweise überhaupt nicht umstellen.

Es geht also letztendlich nur darum, dass man in der Lage ist die Stärken und Schwächen eines Gegners zu erkennen, und sich dementsprechend darauf einzustellen. Wenn man als Rechtshänder es gewohnt istden Ball immer auf die Rückhandseite der gegnerischen Rechtshänders zu spielen, dann muss man vor allem den Rückhand Cross, und den Vorhand Longline beherrschen. Dies schließt aber nicht aus, ebenfalls aus Gründen der Variation den Vorhand Cross und den Rückhand longline zu beherrschen. Denn wenn man immer nur eine “statische” Spielweise, bzw. Taktik, wird man auch berechenbar, und der Gegner stellt sich darauf ein, und wird bei cleverer Spielweise entsprechend darauf reagieren, und die Oberhand im Match gewinnen.

Man darf sich also nicht beeindrucken oder sogar verunsichern lassen, wenn man gegen einen Linkshänder spielt, sondern muss wie in jedem Match von neuem schnell die Stärken und Schwächen des Gegners erkennen. Folgt man dem Schema, dass bei den meisten tennisspielern die Vorhand stärker ist als die Rückhand, so muss man eben viel Vorhand Cross spielen, und den Rückhand Longline vermehrt einsetzen. Nicht vergessen darf man auch den “schlimmsten” Fall, wenn zwei Linkshänder gegeneinander spielen, die unübliche Stärken und Schwächen haben.

Um die die Ausgangsfrage “ob Linkshänder beim Tennis im Vorteil sind?” zu beantworten, kann man letztendlich ganz nüchtern mit “Nein” antworten, da man jeder Spielweise durch eine entsprechend clevere Spielanalyse und Taktik entgegentreten kann. Ansonsten wäre ja ein Linkshänder im Nachteil, wenn er gegen einen Rechtshänder spielen “müsste”, dessen Rückhand stärker ist als die Vorhand, weil er dies nicht gewohnt ist.

Tennistraining und mehr

Mittwoch, 30. März 2011

Um im Tennis besser zu werden, muss man sicherlich auch genügend trainieren. Beim Tennistraining kann man die Grundtechniken erlernen, stabilisieren und verfeinern, so dass man schlagtechnisch große Fortschritte machen wird. Ebenso für den konditionellen Bereich eignet sich das Tennistraining auch sehr gut. Je mehr man also trainiert, desto fitter wird man, das Stellungsspiel, die Beinarbeit und die Antizipation wird besser, und umso effektiver wird man Tennis spielen. Aber was kann auch das beste Tennistraining nicht bieten? Matchpraxis und mentale Stärke.

Wenn man nur Schlagtraining macht, dann ist man auf dem besten weg zum sogenannten Trainingsweltmeister. Aber was hilft das, wenn man die Trainingsleistungen nicht im Match umsetzen kann, wo man immer unter Druck ist, und auch in knappen Spielsituationen seine Leistung bringen muss? Dies muss man genauso trainieren, wie beispielsweise die Topspinvorhand. Man muss also versuchen, so viel wie möglich nebe dem Tennistraining auch die Matchsituationen zu trainieren.

Eine Matchsituation kann man im Training nicht simulieren. Im Match muss man mit vielen Höhen und Tiefen fertig werden und muss das positive Denken lernen, und lernen mit der eigenen Nervosität umzugehen. Außerdem spielt es eine große Rolle, dass man sich immer möglichst schnell auf die Stärken und Schwächen eines bis zum Matchbeginn unbekannten Gegners möglichst schnell einstellt. Im Tennistraining sind die “Gegner” immer bekannt. Im Match ist das oft nicht so. Außerdem ist es wichtig, dass man in einem Match auch lernt, seine Spieltaktik auch möglicherweise das ein oder andere Mal umstellen zu können.

All das sind Aspekte die man im Training nicht lernen und üben kann. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, nicht immer nur zu trainieren, sondern auch möglichst viele Matches zu spielen, damit man sich an das Wettkampftennis gewöhnen kann, um das im Tennistraining Erlernte auch wirklich effektiv und erfolgreich einsetzen zu können.

Die besten Tennisübungen fürs Tennistraining

Samstag, 12. Februar 2011

Die Frage nach den besten und effektivsten Tennisübungen im Tennistraining ist wohl die wichtigste Frage für jeden Tennisspieler oder Tennisschüler. Auch die Tennislehrer und Tennistrainer beschäftigen sich damit, mit welchen Übungen sie ihren Schülern am besten die Vorhand, die Rückhand und Aufschlag beibringen können. Um gleich mal die Beantwortungen dieser Frage vorweg zu nehmen: es gibt keine beste Tennisübung. Es gibt da keine allgemeingültige Aussage, jede Übung muss auf den Könnensstand und die Defizite des Schülers ausgerichtet sein, und zum Tennistraining bzw. einem guten Tennisspieler gehört mehr als nur ein gutes Schlagtraining.

Tennisübungen an Alter, Leistungsniveau und Motivation anpassen

Grundsätzlich muss jede Tennisübung an die Leistungsfähigkeit, an das technische Niveau, und die Motivation der Schüler angepasst sein. Ebenso wie man Anfänger keinen Topspinlob trainieren lassen kann, so bringt es auch Turnierspieler wenig weiter, nur im Kleinfeld spielen zu müssen. Das heißt also, wenn jemand die Frage nach dem effektivsten und besten Tennisübungen stellt, dann muss man zunächst genau die spielerischen Möglichkeiten, das Alter, und die Motivation des Spielers kennen. Auch ein 15 Jähriger Tennisspieler, der zwar schon länger Tennis spielt, sich aber nicht sonderlich anstrengen will, ist mit einer Empfehlung einer komplexen schnellen Schlagfolge wie Vorhand, Rückhand, Vorhand-Angriffsball, Halbvolley, Volley, Schmetterball nicht gut beraten. Diese Übungen mag für motivierte Mannschaftsspieler sehr gut sein, aber eben für Freizeitspieler eben nicht, weil diese Übunge zu anstrengend sein mag. Außerdem ist ein intensives Schlagtraining von 20 schnellen Vorhand longline Passierbällen für einen Hobbyspieler sehr langweilig und wenig mptivierend, während sich Turnierspieler bei dieser Übung voll reinhängen können.

Schlagtraining ist nur ein Teil eines guten Tennistraining

Gute Trainingsübungen sind nur ein Teil zu einem guten Tennisspieler. Trotzdem ist dies nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn so wichtig das Tennistraining und die guten Übungen auch sind, es gibt viele sogenannte “Trainingsweltmeister”, die aber sowohl körperliche als auch konditionelle Schwächen haben, und vor allem im taktischen und mentalen Bereich große Defizite haben. Außerdem zeichnet einen guten Tennisspieler auch viel Matchpraxis und Erfahrung aus und nicht nur ewiges Training.

Fazit

Das beste Tennistraining ist genau auf die jeweiligen Tennisschüler individuell abgestimmt. Man kann ohne die einzelnen Spieler im Training zu kennen, keine pauschalen Empfehlungen geben, weil es zu viele Einflussgrößen und Unterschiede gibt. Nur der jeweilige Tennistrainer kann unter Berücksichtigung der technischen und körperlichen Fähigkeiten seiner Schüler erkennen und beurteilen, welche Übungen am effektivsten sind.

Schlagbereitschaft und Split-Step beim Tennis

Sonntag, 28. Februar 2010

Beim Tennis ist zwar die Schlagtechnik, die körperliche Fitness, die mentale Stärke und auch aber die Erfahrung und die taktische Cleverness sehr wichtig um erfolgreich zu spielen, aber es gibt noch andere Aspekte, die gerade im Kindertennis nie explizit angesprochen werden, aber eigentlich ganz leicht umzusetzen sind. Gemeint sind die Schlagbereitschaft der Kinder nach jedem Schlag und die richtige Technik dazu.

Gerade bei Tennisanfängern oder sehr jungen Spielern ist es oft zu beobachten, dass sie aufgrund ihrer schon relativ gefestigten Schlagtechnik, immer wieder ganz gute Schläge zustande bringen, danach aber vergessen weiterzuspielen. Das heißt, die Spieler sehen nicht, dass sie zwar im Ballwechsel einen Vorteil erspielt haben, diesen aber durch schlechtes Stellungsspiel oder durch mangelnde Schlagbereitschaft wieder aus der Hand geben.

Die klassische Situation ist die, dass ein Schlag sehr gut gelingt, der Spieler oder die Spielerin dem Ball einfach nur hinterherschaut, und weder die Grundstellung einnimmt, noch den Platz entsprechend der Spielsituation abdeckt. Zum Beispiel gelingt ein langer, knapper Vorhandschlag etwas außerhalb der Vorhandseite, und die Kinder schauen ganz fasziniert hinterher, ohne sich zur Platzmitte zurückzubewegen. Entweder, weil sie irrtümlich meinen ihr eigener Ball würde ins Aus gehen, oder weil sie annehmen der Punkt sei schon gewonnen. Wie es aber so oft in diesen Situationen ist, der Gegner bringt den Ball mit Glück aber vollkommen ohne Druck wieder zurück, und macht trotzdem den Punkt.

Der Hauptfehler der Kinder liegt also darin, dass sie gedanklich nicht weiterspielen. Egal was ist, während der eigene Ball ins gegnerische Feld fliegt, ist genügend Zeit sich wieder zur eigenen Platzmitte zurückzuorientieren, um wieder auf den gegnerischen Ball reagieren zu können, ob er denn kommt oder nicht. Die Kinder wollen es gerne vermeiden, im schlimmsten Fall einmal umsonst gelaufen zu sein. Sie spekulieren also mit dem Fehler des Gegners, weil sie einen guten Ball gespielt haben.

Dadurch werden aber oft wichtige Punkte verschenkt. Genauso besipielsweise mit dem falsch Einschätzen eines gegnerischen Balls. Oft verschätzen sich die Kinder und laufen zu einem knappen Schlag des Gegners erst gar nicht mehr hin, obwohl sie diesen Schlag sicherheitshalber leicht erreicht hätten.

Für all diese Spielsituationen muss der Trainer seine Tennisschüler darauf einschwören, egal nach welchem Schlag, immer schnell wieder das eigenen Feld abzudecken, um schlagbereit in Form der Split-Step-Technik den möglichen gegenerischen Schlag zu erwarten. Im schlimmsten Fall, haben die Kinder dann eben mal den “Rückweg” zur Mitte umsonst angetreten, und haben aber auf jeden Fall den Punkt gemacht. Die Kinder sollen erkennen, dass man einem tollen Ball auch im Zurücklaufen nachschauen kann. Hier bleiben die Kinder oft stehen und verlieren wertvolle Zeit.

Sind die Kinder dann zurück in der Feldmitte, müssen sie sich unbedingt angewöhnen immer auf den gegnerischen Schlag, im Schlagmoment des Gegners, eine Split-Step zu machen, damit sie nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden können, und schneller in beide Richtungen starten können. Mit dem Split-Step wird das Körpergewicht auf beide Ballen verlagert, und macht ein schnelles Lossprinten möglich.

Außerdem sollen sich die Kinder angewöhnen, knappe Bälle die schon auf dem Boden aufgekommen sind immer zu schlagen. In dieser Situation werden oft Punkt verschenkt, weil sich die Kinder verschätzen, und Bälle die knapp an der Linie sind nicht mehr schlagen, obwohl sie diese leicht hätten schlagen können. Einen Ausball kann man unmittelbar nach dem “Sicherheitsschlag” immer noch ausgeben.

Verwandte Artikel:

Tennisturniere und Trainingslager organisieren

Mittwoch, 30. September 2009

Sowohl für die Einheit bei den Tennisspielern eines Vereins untereinander, als auch natürlich zur Verbesserung der Spielstärke der einzelnen Spieler bietet es sich auf jeden Fall an, für die Kinder und Jugendlichen im Verein interne Tennisturniere oder sogar das ein oder andere Trainingslager zu organisieren.

Durch die Organsiation eines Tennisturniers kann man die Matchpraxis der einzelnen Spieler am besten fördern. So ein Tennisturnier muss keine große und aufwendige Sache sein, und soll primär nur der Motivation der Kinder und Jugendlichen dienen. Je nach Anzahl der Teilnehmer kann man ein KO-System oder Gruppenspiele durchführen, um letztendlich einen Sieger zu ermitteln. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass jeder Teilnehmer eine Urkunde bekommt, und Sachpreise bzw. Pokale fördern die Motivation der Kinder auch ungemein.

Vor allem im Winter bietet es sich an ein solches Turnier ein oder zweimal durchzuführen, weil es gerade in dieser Zeit vor allem an Trainingszeiten und Matchpraxis mangelt. Die einzelnen Matches müssen nicht auf zwei Gewinnsätze gespielt werden, sondern können auch über einen (langen) Satz gehen, oder auch auf Zeit. Am besten ist es, wenn man sich schon im Vorfeld um mögliche Spenden oder Gönner der Jugendarbeit bemüht, damit man Preise für die Kinder oder Platzmiete nicht nur aus der oft knappen Vereinskasse bezahlen muss.

Ein Trainingslager für die Jugendlichen kann auch auf der heimischen Tennisanlage durchgeführt werden, und sollte über mehrere Tage mit einem gut geplanten Programm und vor allem viel Tennis durchgeführt werden. Ziel sollte es hierbei sein, mit den Kindern und Jugendlichen möglichst drei oder vier Stunden täglich mit den Nachwuchsspielern zu trainieren. Dabei bietet es sich auf jeden Fall auch an, dass eine Ballmaschine zum Einsatz kommt, und dass sich möglichst viele Helfer zur Verfügung stellen, damit man auch eine Art Stationsbetrieb für die Kinder einrichten kann.

Im Rahmen eines solchenn Tennistrainingslagers, sollte auch auf jeden Fall ein Abschlussturnier stattfinden, für welches das oben Gesagte gelten sollte. [Zur Startseite]

Verwandte Artikel: