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Der Ballwurf beim Aufschlag

Donnerstag, 17. März 2011

Beim Tennis ist der Aufschlag von zentraler Bedeutung. Vom Spielgedanken des Tennis her gesehen, ist der Aufschlag ein so großer Vorteil für den Aufschläger, dass eigentlich jeder Aufschläger sein Service gewinnen sollte, und beim Spielstand von 6 zu 6 der Tiebreak entscheiden sollte. Da der Aufschlag der einzige Schlag beim Tennis ist, bei dem der Ball nicht vom Gegner kommt, sprich der einzige Schlag ist den der Gegner nicht beeinflussen kann, sollte der Aufschlag eigentlich relativ einfach sein, da er immer gleich ablaufen sollte. Soviel zur Theorie.

In der Praxis sieht das Ganze dann schon etwas anders aus. Die meisten Tennisspieler trainieren den Aufschlag viel zu selten, verlieren relativ oft ihren eigenen Aufschlag, und haben technische Mängel in der Ausführung des Aufschlages. Aus technischer und koordinativer Sicht kann man den Aufschlag als zwei getrennte Teilbewegungen sehen. Einmal die Schlagbewegung und zum Zweiten den Ballwurf. Die Schlagbewegung halten viele Spieler für viel schwerer als sie eigentlich ist. Wenn man beispielsweise einen ganz normalen Schlagballwurf mit einem Tennisball beherrscht, dann ist man schon sehr nahe an der richtigen Schlagbewegung dran.

Die zweite Teilbewegung ist der Ballwurf. Und hier beim Ballwurf liegt die eigentliche Schwierigkeit beim Aufschlag. Wirft man den Ball falsch und schlägt ihn trotzdem, dann wird der Aufschlag sicher nicht gut werden. In der Praxis wird der Ballwurf meistens auf die leichte Schulter genommen. Das Problem dabei ist, dass ein falscher Ballwurf großen Einfluss auf die Schlagbewegung haben kann, und diese sogar verschlechtern kann. Der Grund dafür liegt darin, dass der geworfene Ball immer das Ziel der Schlagbewegung ist, sowohl räumlich als auch zeitlich gesehen. Wird der Ball also zu niedrig geworfen, muss man versuchen die Schlagbewegung kürzer auszuführen, weil die normalen Bewegungsradien der richtigen Schlagbewegung einfach eine gewisse Zeit benötigen. Durch einen korrekten Ballwurf hätte man aber die Zeit für eine richtige Schlagbewegung. Wirft man den Ball zwar richtig hoch, aber an die falsche Stelle, muss man die Schlagbewegung auch nachteilig verändern.

Das große Problem beim Training des Ballwurfes liegt immer darin, dass sich niemand bewusst ist, wie viel Präzision eigentlich ein korrekter Ballwurf erfordert. Aus diesem Grund sollte man eigentlich öfters mal den Ballwurf ganz losgelöst von der Schlagbewegung trainieren, und sich ein “Wurfbild” vieler Ballwürfe auf dem Boden markieren (einfach den angeworfenen Ball auf den Boden fallen lassen, und diese Stelle markieren). Anhand dieses Wurfbildes sieht man sehr schnell wohin man tendenziell den Ballwurf richtet, und kann daran erkennen, ob der Ballwurf für die verschiedenen Aufschlagarten, Topsin, Slice oder gerader Aufschlag, überhaupt geeignet ist.

Leider ist so eine “Ballwurf-Trainingseinheit” im Kindertraining nie besondern spannend, und aus diesem Grund ist es eine ganz wichtige Aufgabe des Trainers, den Kindern die Bedeutung des Ballwurfs klar zu machen. Vorausgesetzt man hat eine gute Schlagbewegung, dann kann man den Ball durch einen guten Ballwurf, mit einer sehr hohen Aufschlagquote ins gegnerische Aufschlagfeld spielen. Mit anderen Worten, simmt der Ballwurf, geht der Aufschlag auch ins Feld. Ebenso sollte man im Kindertraining dringend darauf achten, dass die Kinder beim Aufschlag nie einen schlecht geworfenen Ball schlagen. Macht man dies trotzdem, dann passt sich automatisch die Schlagbewegung an den falschen Ballwurf an. Somit wird praktisch ein Fehler (der schlechte Ballwurf) mit einem anderen Fehler (eine falsche Schlagbewegung) kompensiert. Damit sind auch letztendlich die unterschiedlichen Aufschlag(Ab-)arten vor allem im Hobyb- und Freizeittennis zu erklären.

Aufschlagtraining: Auch den Ballwurf trainieren

Samstag, 16. Mai 2009

Für jeden Tennisspieler ist es selbstverständlich den Aufschlag zu trainieren, wenngleich wahrscheinlich jeder auch weiß, dass man den Aufschlag dennoch mehr trainieren könnte. Nur aufgrund der Tatsache, dass der Aufschlag der einzige Schlag beim Tennis ist, der nicht vom Gegner beeinflusst werden kann, wird das Aufschlagtraining trotzdem meist vernachlässigt. Und wenn, dann trainiert doch kaum jemand speziell den Ballwurf.

Aber gerade ein präziser Ballwurf ist absolut entscheidend für einen guten und somit erfolgreichen Tennisaufschlag. Die Schlagbewegung für den Aufschlag ist vergleichsweise einfach und schnell zu lernen, weil es sich dabei um einen natürlichen Bewegungsablauf handelt. Man kann die Schlagbewegung beim Aufschlag auch sehr gut mit einem Schlagballwurf vergleichen.

Das Training des Ballwurfs wird meist sehr vernachlässigt, weil es oft langweilig erscheint. Dabei sollte jeder Tennisspieler nur einmal 10 Ballwürfe jeweils für einen geraden Aufschlag, einen Kickaufschlag und einen Sliceaufschlag machen, die Bälle nicht schlagen, sondern auf dem Boden aufkommen lassen, und die Punkte auf dem Boden markieren. Jeder Tennisspieler wird überrascht sein, wie groß dieses Streuungsbild sein wird. In der Praxis bedeutet das Folgendes: ein sehr komplexer und äußerst präziser Schlag, wird mit immer wechselnden Bedingungen, nämlich einem ungenauen Ballwurf, ausgeführt. Da braucht sich eigentlich kein Spieler wundern, wenn der Aufschlag ein Schwachpunkt ist und bleibt.

Auch für Spieler mit eines anfangs richtigen und sehr guten Schlagbewegung hat ein schlechter Ballwurf große Nachteile, weil man den falsch geworfenen Ball mit dieser Bewegung nicht schlagen kann. Das bedeutet man muss einen Fehler (den schlechten Ballwurf), mit einer falschen Aufschlagbewegung ausgleichen. Das Resultat ist ein immer schlechter werdender Aufschlag, und im schlimmsten Fall auch gesundheitliche Beschwerden.

Aus diesem Grund solte sich jeder Tennisspieler, und vor allem auch im Kindertraining, die Zeit nehmen, den Ballwurf immer wieder intensiv zu trainieren. Dies muss nicht einmal auf dem Tennisplatz sein. Man kann sich einen Kreis mit etwas 30 cm Durchmesser auf dem Boden markieren, und damit kontrollieren, ob der Ballwurf richtig war. Dieser Kreis sollte (beim Rechtshänder) beim Sliceaufschlag etwas rechts vom Körper sein, beim geraden Aufschlag vor dem Körper, und beim Kickaufschlag etwas links vom Körper.

Wichtig ist beim Training des Ballwurfes, dass man den Ballwurf im Zusammenhang mit der richtigen Aufschlagbewegung macht, und den Ball aber dabei nicht schlägt, sondern auf dem Boden aufkommen lässt. [Zur Startseite]

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Spielerische Trainingsübungen
für das Kindertennis

Dienstag, 5. August 2008

Gerade ist für das Kindertennis ist eine abwechslungsreiche Gestaltung des Tennistrainings von großer Bedeutung. Die Kinder sollen zwar die richtige Schlagtechnik lernen, eine tennisspezifische Muskulatur aufbauen, konditionell von Training zu Training besser werden, oder auch an mentaler Stärke dazugewinnen. Dennoch lässt gerade bei Kindern schnell mal die Konzentrationsfähigkeit nach, und eine Auflockerung des Trainings sorgt immer wieder für neuen Spaß, und sich danach wieder um so besser auf die richtige Spieltaktik im Match konzentrieren zu können.

Eine gute Auflockerungsübung dazu ist das gegenseitige Zuwerfen eines Balls im T-Feld über das Netz. Je nach Könnensstand wird nach kurzer Zeit ein zweiter Ball ins Spiel gebracht, so dass sich die Schüler paarweise gleichzeitig jeweils einen Ball zuwerfen. Dies fördert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder, weil sie sich gleichzeitig auf zwei Bälle konzentrieren müssen, und die Koordination, weil man in kürzester Zeit einen Ball fangen und den anderen Ball kontrolliert seinem Partner zuwerfen muss. Eine Steigerung ist dann noch ein dritter oder sogar ein vierter Ball der dann ins Spiel gebracht wird.

Weiterhin eine gute Übung ist Handballtennis aufs ganze Tennisfeld. Der Ball wird mit der Hand immer von dem Punkt aus geworfen, an welchem dieser vorher gefangen werden konnte. Auf jeder Seite stehen gleich viele Schüler, die versuchen den Ball so zu werfen, dass er nicht von dem Team der anderen Seite gefangen werden kann. Dadurch wird sowohl der für die Aufschlagbwegung wichtige Ballwurf trainiert, und koordinativ wichtige Bewegungen wie Werfen und Fangen.

Auch eine gute Übung um das Training ist, wenn sich der Schüler an der T-Linie mit dem Rücken zum Netz aufstellt, und auf Zuruf des Zuwerfers den Ball nach einer schnellen Drehung möglichst schnell erkennen muss und auch möglichst kontrolliert zurückspielen muss. [Zur Startseite]