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Richtung, Drall, Geschwindigkeit, Länge und Höhe des Balls

Mittwoch, 17. Juni 2009

Es ist oft festzustellen, dass sich viele Tennisspieler, und vor allem auch Kinder, beim Tennis kaum Gedanken machen, was für einen Ball bzw. Schlag sie spielen wollen, bzw. wie der Schlag dann letztendlich geklappt hat. Gerade für Kinder ist es einfach nur wichtig, den Ball wieder zurück in die gegnerische Hälfte zu spielen, ohne sich aber Gedanken zu machen ob der Ball genau ihren Vorstellungen entsprochen hat. Das heißt, es fehlt in vielen Fällen die Rückkopplung, um bei eventuellen fehlerhaften Schlägen diesen Ball beim nächsten Schlagversuch bewusst besser zu machen.

Voraussetzung für jeden Schlag beim Tennis ist zunächst ein der jeweiligen Spielsituation entsprechender Schlag, also ein Plan. Man darf also nicht den Ball einfach so übers Netz schlagen, sondern braucht für jeden Schlag eine Vorstellung, auf welchen Punkt genau und beispielweise mit welcher Länge der Ball wohin im Feld gespielt werden soll.

Grundsätzlich muss jeder Tennisspieler seine Schläge in Richtung, Drallart, Geschwindigkeit, Länge und Höhe des Balls kontrollieren können. Nur so kann man einen geplanten Schlag auch wirklich kontrolliert ausführen. Stimmt einer dieser 5 Parameter nicht, so gilt der Schlag eigentlich als misslungen, bzw. als nicht kontrolliert geschlagen. Viele Spieler sehen das aber nicht, weil sie vor dem Schlag gar keine Vorstellung des eigenen Schlages hatten. Man sollte also versuchen sich vor dem inneren Auge die geplante Flugbahn des Balles genau vorzustellen.

Schlägt man zum Beispiel einen geplanten langen Ball an die Grundlinie, viel zu kurz, also beispielsweise nur ins T-Feld, so sehen die meisten Spieler in diesem eigentlich schlechten Ball, gar keinen Fehler, weil der Ball ja ins gegnerische Feld gespielt wurde. Dass der Schlag aber deshalb zu kurz würde, weil der Spieler den Ball zu spät getroffen hat, sehen die wenigsten Spieler. Den meisten Spielern fehlt in einem solchen Fall die Fähigkeit zur Rückkopplung und Analyse, damit man einen erkannten Fehler beim nächsten geplanten Schlag nicht wieder macht.

Diese Fähigkeit, den Ball in Richtung, Drallart, Geschwindigkeit, Länge und Höhe kontrollieren zu können, ist unheimlich wichtig, um bewusst, mit Selbstvertrauen und vor allem erfolgreich Tennis spielen zu können. Auch dieser Aspekt sollte in jedes Training mit eingebaut werden.

Kann ein Tennisspieler einen dieser Faktoren nicht bewusst steuern, kann der jeweilige Schlag nie so ausgeführt werden, wie er eigentlich geplant war. Es ist also absolut wichtig, seine eigenen Schläge analysieren zu können, und aufgrund des eigenen Verständnisses für die Schlagtechnik zu wissen, welchen Fehler man beim vorigen Schlag gemacht, hat und wie die Lösung für den nächsten Schlag aussieht. Diese Fähigkeit verhilft jedem Spieler zu einem bewussteren und somit erfolgreicheren Tennisspiel, womit man auch wesentlich mehr Spaß am Tennis hat. [Zur Startseite]

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Topspin, Slice und gerade Schlagtechniken

Donnerstag, 11. September 2008

Beim Tennis wird der Ball bei jedem Schlag mit mehr oder weniger viel Drall geschlagen. Die Schlagtechniken Topspin, Slice oder gerader Schlag ermöglichen dem Spieler mehr Variationsmöglichkeiten für sein eigenes Spiel, und erschweren es dem Gegner sich auf die Bälle einzustellen. Beim Kindertennis spielen diese Schlagtechniken natürlich erstmal nicht so eine große Rolle, weil gerade am Anfang der Tenniskarriere hauptsächlich die Kraft, das Timing und das nötige Ballgefühl für diese Schläge fehlt.

Dennoch sollten den Kindern von Anfang an diese Schlagtechniken immer wieder verdeutlicht werden, damit sie sich im Laufe der Zeit möglichst leicht tun, den Ball mit dem nötigen Drall und der richtigen Schlagtechnik zu spielen.

Ganz zu Beginn des Tennistrainings sollten erst die Grundprinzipien der Schlagtechnik, das richtige Timing und das Ballgefühl der Kinder im Vordergrund stehen. Der Tennistrainer muss dabei immer darauf achten, dass die Kinder eine Grundtechnik erlernen, mit der sie später auch technisch saubere Topspin- oder Sliceschläge spielen können.

Das bedeutet zum Beispiel, dass die Kinder zwar noch keinen Topspin spielen können müssen, dass sie aber in ihrem Bewegungsablauf bei ihrer Schlagtechnik eine Aufwärtsbewegung in der Schlagphase haben müssen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Körpergröße der Kinder eine große Rolle. Gerade beim Übergang vom Spiel aufs Kleinfeld zum Großfeld, verschätzen sich die Kinder gerne, stehen zu nah am Ball, und spielen den Ball sehr gerne von oben nach unten, weil sie befürchten, den Ball nicht rechtzeitig zu erwischen, oder sich einfach nur verschätzen. Gerade diese Zeit im Übergang zum Spiel aufs große Feld ist sehr wichtig, und der Trainer muss unbedingt auf die richtige Technik achten. Die Kinder sollen im Laufe der Zeit immer näher an die richtige und endgültige Schlagtechnik herangeführt werden.

Durch die Drallart Topspin wird es dem Spieler möglich, seinen Gegner mit langen und hochabspringenden Grundschlägen an der Grundlinie “festzunageln”, und ihn zur Passivität zu zwingen, um selbst den Ballwechsel zu dominieren. Außerdem ist es durch den Topspin ein besseres Winkelspiel aufzubauen und den Gegner mehr aus dem Feld zu locken. Umgekehrt sorgt ein sauber geschlagener Sliceball für sichere Bälle die flach abspringen, man kann mit dem Slice das Tempo aus dem Ballwechsel nehmen und selbst Zeit gewinnen, und auch mal einen überraschenden Stop in sein Spiel einbauen.

Eine gute Mischung der verschiedenen Drallarten sorgt für ein deutlich effektiveres Spiel, und nimmt dem Gegner die Möglichkeit sich auf die Schläge einzustellen. Dies spielt auch beim Kindertennis eine große Rolle, und sollte den Kindern und Jugendlichen möglichst früh und deutlich nahegeführt werden. [Zur Startseite]