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Übungen fürs Kindertennis: Werfen und Fangen

Mittwoch, 11. Februar 2009

Die Bedeutung des Werfens und des Fangens für das Kindertennis ist enorm groß. Durch das Werfen kann für kleine Kinder das Ballgefühl, der Ballwurf für den Aufschlag, die Schlagbewegung für den Aufschlag und allgemeine und spezielle Bewegungsmuster fürs Tennisspielen erlernt und geübt werden. Das Fangen schult das Auge, die Koordination und das Timing für den Tennisball.

Eine ganz wichtige Übung in diesem Zusammenhang mit dem Werfen und Fangen ist Handball-Tennis. Auf beiden Seiten des Tennisplatzes stehen möglichst gleich viele Spieler. Das Ziel ist es den Tennisball so ins gegnerische Feld zu werfen, dass der Tennisball von der gegenerischen Seite nicht direkt aus der Luft oder nach höchstens einmaligem Aufspringen gefangen werden kann. Der Ball darf immer nur von dort geworfen, wo er gefangen wurde.

Der Ballwurf ist oft die am wenigsten geübte Komponente für einen guten Aufschlag. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene oder auch Mannschafts- bzw. Turnierspieler können den Ballwurf gar nicht oft genug trainieren, weil ein guter Wurf schon die halbe Miete für einen guten Aufschlag ist.

Genauso wichtig ist für den Aufschlag auch der Schlagballwurf. Der Schlagballwurf ist die Grundbewegung für den Tennisaufschlag, was bedeutet, dass ein guter Werfer auch meist viel Schwung für die Aufschlagbewegung hat. Je weiter ein Kind werfen kann, um so härter wird es auch aufschlagen können.

Man kann mit dem Werfen auch die Schlagbewegung für die Grundschläge trainieren. Mit dem Ball in der Schlaghand beginnt man mit einer schulmäßigen Ausholbewegung und wirft am Ende der Schlagphase seitlich von unten den Ball kontrolliert und mit Gefühl zu seinem in geringen Abstand stehenden “Mitwerfer”. Mit dieser Übung wird das Ballgefühl, das richtige Timing für das Loslassen des Balls (später ist dieser Punkt auch genau der Treffpunkt), und natürlich ein korrekter Bewegungsablauf geübt.

Mit dem Fangen des Balls wird das Timing des Auges für den Tennisball geschult, was für jeden Schlag im Tennis von absoluter Wichtigkeit ist, verbunden mit der gleichzeitgen Hauptaktion, dem Greifen des Ball, was im übertragenen Sinn beim Tennis, dem Treffpunkt im Schlag entspricht. Interessant wird das Fangen besonders dann, wenn das Fangen aus der Bewegung oder aus dem Lauf erfolgt, weil dies auch dem Ablauf im Tennis entspricht.

Aus diesen Gründen sollte das reine Werfen und Fangen des Tennisballs beim Kindertraining, vor allem für die kleinen Kinder und Anfänger, nicht zu selten trainiert werden. [Zur Startseite]

Spielerische Trainingsübungen
für das Kindertennis

Dienstag, 5. August 2008

Gerade ist für das Kindertennis ist eine abwechslungsreiche Gestaltung des Tennistrainings von großer Bedeutung. Die Kinder sollen zwar die richtige Schlagtechnik lernen, eine tennisspezifische Muskulatur aufbauen, konditionell von Training zu Training besser werden, oder auch an mentaler Stärke dazugewinnen. Dennoch lässt gerade bei Kindern schnell mal die Konzentrationsfähigkeit nach, und eine Auflockerung des Trainings sorgt immer wieder für neuen Spaß, und sich danach wieder um so besser auf die richtige Spieltaktik im Match konzentrieren zu können.

Eine gute Auflockerungsübung dazu ist das gegenseitige Zuwerfen eines Balls im T-Feld über das Netz. Je nach Könnensstand wird nach kurzer Zeit ein zweiter Ball ins Spiel gebracht, so dass sich die Schüler paarweise gleichzeitig jeweils einen Ball zuwerfen. Dies fördert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder, weil sie sich gleichzeitig auf zwei Bälle konzentrieren müssen, und die Koordination, weil man in kürzester Zeit einen Ball fangen und den anderen Ball kontrolliert seinem Partner zuwerfen muss. Eine Steigerung ist dann noch ein dritter oder sogar ein vierter Ball der dann ins Spiel gebracht wird.

Weiterhin eine gute Übung ist Handballtennis aufs ganze Tennisfeld. Der Ball wird mit der Hand immer von dem Punkt aus geworfen, an welchem dieser vorher gefangen werden konnte. Auf jeder Seite stehen gleich viele Schüler, die versuchen den Ball so zu werfen, dass er nicht von dem Team der anderen Seite gefangen werden kann. Dadurch wird sowohl der für die Aufschlagbwegung wichtige Ballwurf trainiert, und koordinativ wichtige Bewegungen wie Werfen und Fangen.

Auch eine gute Übung um das Training ist, wenn sich der Schüler an der T-Linie mit dem Rücken zum Netz aufstellt, und auf Zuruf des Zuwerfers den Ball nach einer schnellen Drehung möglichst schnell erkennen muss und auch möglichst kontrolliert zurückspielen muss. [Zur Startseite]