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Frühjahrsinstandsetzung der Sandplätze

Mittwoch, 18. März 2009

Nach der langen Winterpause wird nun bei den meisten Tennisvereinen mit der Frühjahrsinstandsetzung der Sandplätze begonnen. Eine für gut bespielbare Tennisplätze sehr wichtige Zeit. Nur auf fachmännisch hergerichteten und instandgesetzten Sandplätzen ist auch ein vernünftiges Tennisspielen und natürlich ein gutes Tennistraining das ganze Jahr über möglich.

Der Beginn des Platzaufbaus im Frühjahr ist grundsätzlich vom Wetter abhängig. Der Frost sollte aus dem Boden sein, und über Nacht sollte es auch nicht mehr gefrieren. Bevor die Sandplätze überhaupt wieder bespielbar sind, muss die Oberfläche der Sandplätrze wieder komplett erneuert werden. Dies eine ziemlich zeitaufwendige Arbeit, bei welcher sich ein geregelter Arbeitseinsatz mehrerer kräftiger Vereinsmitglieder sicher lohnt.

Da man meistens nach dem Ende der Freiluft-Tennissaison des Vorjahres die Linien mit Brettern abdeckt und diese mit Ziegelsteinen beschwert, ist die erste Aufgabe die Plätze abzudecken, das heißt die Beschwerung der Linien zu entfernen. Durch den ständigen Wechsel von gefrorenem und aufgetauten Boden im Winter, wird nicht nur die gesamte Deckschicht der Tennisplätze porös, sondern auch die Linien werden dadurch etwas aus dem Boden herausgedrückt. Also empfiehlt es sich gleich beim Abtransport der Bretter und Steine, mit dem schweren Schubkarren gleich auf den Linien zu fahren, damit diese wieder in den Boden gedrückt werden. Beim Abtransport mit dem Schubkarren gleich mal darauf achten, dass man nicht immer genau die gleiche Strecke auf dem Platz fährt, da sich sonst so eine Art Fahrrinne bildet.

Ist die obere Deckschicht einigermaßen abgetrocknet, dann muss mit einem speziellen Abzieher und etwas Gefühl die oberste Sandschicht der Tennisplätze komplett abgetragen werden, und entsorgt. Dabei werden in etwa die oberen 3 bis 5 mm abgekratzt. Diese Deckschicht ist meist durch Moos, Blätter etc. verunreinigt und somit unbespielbar.

Danach wird neues Ziegelmehl wieder aufgebracht. Dies erfordert ebenfalls ein gewisses Augenmaß, und viele fleißige Helfer, welche die Sandsäcke mit dem Schubkarren heranschaffen. Es müssen alle Unebenheiten und Löcher im Platz ausgebessert werden, und besonders an der Grundlinie und der T-Linie, darf es ruhig etwas mehr Sand sein.

Ist der neue Sand soweit aufgetragen, muss der neue Sand mit Spezialgeräten geglättet, niveliert und mit Wasser eingeschwämmt werden. Durch das Wasser verbindet und verfestigt sich der neue Sand. Danach ist das Walzen bzw. verfestigen der neuen Sandschicht angesagt. Am besten ist der Wechsel von trockenem Wetter an dem gewalzt wird, und Regen, der den Sand immer wieder neu abbindet und verfestigt. Insgesamt sollten die Plätze nach dem kompletten Aufsanden so oft wie möglich gewalzt werden und im Wechsel immer wieder mit dem Teppich abgezogen werden, und eventuelle Mulden oder Löcher in der Oberfläche mit zusätzlich Ziegelmehl ausgebessert werden.

Meist sind dann etwa Mitte April die Plätze bespielbar. Gerade zu Beginn der tennissaison, wenn die Plätze schon bespielt werden, sollte der Platzwart immer wieder darauf achten, eventuell enstandene Löcher oder Rutschspuren auszubessern, und eventuell an T- oder Grundlinie noch etwas Sand einzuschlämmen, und gegebenfalls zu walzen, damit optimale Platzverhältnisse für das Jugendtraining und die anstehenden Medenspiele und Tennisturniere herrschen. [Zur Startseite]