Artikel-Schlagworte: „Kindertennis“

Der Einsatz einer Videokamera im Kindertennis

Samstag, 9. August 2008

Die wichtigste Aufgabe eines Tennistrainers ist es immer wieder das Training so interessant und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Dies gilt zwar für jede Sport, aber vor allem für´s Kindertraining oder Jugendtraining. Dazu eignet sich als sehr wirksames Hilfsmittel der Einsatz einer Videokamera.

Für alle Kinder und Jugendlichen ist es ein besonderer Anreiz gerade während der Aufnahme des eigenen Spiels und der eigenen Schlagtechnik besonders gut und schulmäßig zu spielen. Wenn der Trainer den Tag und Zeitpunkt der Videoaufnahmen um so früher im Kindertraining ankündigt, werden sich die Kinder auch um so mehr anstrengen zum Zeitpunkt der Videoaufnahmen eine möglichst gute Schlagtechnik zeigen zu können. Also sind Videoaufnahmen schon im Vorfeld eine gute Möglichkeit der Motivation.

Gerade für das Kindertennis haben sich Videoaufnahmen schon vielfach äußerst bewährt, weil gerade Kinder durch optische Eindrücke um so mehr und besser die richtige Schlagtechnik erlernen können. Gerade beim Tennis, einer technisch sehr anspruchsvollen Sportart, haben die meisten Spieler oft das Gefühl eine Schlagbewegung, in der vom Trainer oft demonstrierten und beschriebenen Art und Weise auszuführen. In der Realität weicht diese dann aber oft in wesentlichen Punkten ab. Für die meisten Tennisschüler ist also sehr schwer das richtige Bewegungsgefühl zu entwickeln, ob sie selbst die vom Trainer vorgemachte Bewegung richtig nachmachen bzw. ausführen. Es besteht also oft durch falsche Einschätzung der Schüler eine große Abweichung vom Soll- und Ist-Zustand der Schlagtechnik.

Um diesem Missverhältnis immer wieder entgegen zu wirken ist der Einsatz einer Videokamera in regelmäßigen Zeitabständen sehr effektiv. Oft ist das Aha-Erlebnis der Schüler so groß, dass sie sich auf den Videobildern zwar selbst wiedererkennen, aber es nie für möglich gehalten hätte, in wie weit in der Realität ihre Schlagtechnik von dem eigenen Bewegungsgefühl abweicht. Das heißt, den Schülern werden durch die Videoaufnahmen der eigenen Schlagtechnik alle Fehler und Abweichungen von den richtigen Schlägen viel schneller und effektiver bewusst.

Zwar haben die Schüler die Anweisungen und Korrekturen des Trainers für die jeweiligen Schlagtechniken immer im Ohr, aber die dazugehörigen geistigen Bilder von der eigenen Bewegungsausführung sind oft falsch. Das heißt die Tennisschüler meinen genau das zu machen, was der Trainer fordert. Durch den Einsatz einer Videokamera wird den Schülern sehr oft sehr eindrucksvoll bewusst, dass es große Abweichungen zwischen dem eigenen Bewegungsgefühl und der Realität gibt.

Beim nächsten Kindertraining werden die Schüler ihre Bewegungen nach der ausführlichen und individuellen Schlaganalyse am Bildschirm neu anpassen und somit verbessern. Bis zu den nächsten Videoaufnahmen. [Zur Startseite]

Spielerische Trainingsübungen
für das Kindertennis

Dienstag, 5. August 2008

Gerade ist für das Kindertennis ist eine abwechslungsreiche Gestaltung des Tennistrainings von großer Bedeutung. Die Kinder sollen zwar die richtige Schlagtechnik lernen, eine tennisspezifische Muskulatur aufbauen, konditionell von Training zu Training besser werden, oder auch an mentaler Stärke dazugewinnen. Dennoch lässt gerade bei Kindern schnell mal die Konzentrationsfähigkeit nach, und eine Auflockerung des Trainings sorgt immer wieder für neuen Spaß, und sich danach wieder um so besser auf die richtige Spieltaktik im Match konzentrieren zu können.

Eine gute Auflockerungsübung dazu ist das gegenseitige Zuwerfen eines Balls im T-Feld über das Netz. Je nach Könnensstand wird nach kurzer Zeit ein zweiter Ball ins Spiel gebracht, so dass sich die Schüler paarweise gleichzeitig jeweils einen Ball zuwerfen. Dies fördert die Konzentrationsfähigkeit der Kinder, weil sie sich gleichzeitig auf zwei Bälle konzentrieren müssen, und die Koordination, weil man in kürzester Zeit einen Ball fangen und den anderen Ball kontrolliert seinem Partner zuwerfen muss. Eine Steigerung ist dann noch ein dritter oder sogar ein vierter Ball der dann ins Spiel gebracht wird.

Weiterhin eine gute Übung ist Handballtennis aufs ganze Tennisfeld. Der Ball wird mit der Hand immer von dem Punkt aus geworfen, an welchem dieser vorher gefangen werden konnte. Auf jeder Seite stehen gleich viele Schüler, die versuchen den Ball so zu werfen, dass er nicht von dem Team der anderen Seite gefangen werden kann. Dadurch wird sowohl der für die Aufschlagbwegung wichtige Ballwurf trainiert, und koordinativ wichtige Bewegungen wie Werfen und Fangen.

Auch eine gute Übung um das Training ist, wenn sich der Schüler an der T-Linie mit dem Rücken zum Netz aufstellt, und auf Zuruf des Zuwerfers den Ball nach einer schnellen Drehung möglichst schnell erkennen muss und auch möglichst kontrolliert zurückspielen muss. [Zur Startseite]

Kindertennis mit der Ballmaschine

Montag, 21. Juli 2008

Für viel Abwechslung beim Kindertennis sorgt der regelmäßige Einsatz einer Ballmaschine im Jugendtraining. Zwar ersetzt so eine Ballmaschine nicht den Tennistrainer, aber sie unterstützt ihn sehr. Ein großer Vorteil so einer Ballmaschine ist in der hohen Schlagintensivität für die Schüler zu sehen. Dies wirkt sich sowohl für die Kondition als auch für die Schlagtechnik der Schüler positiv aus.

Der Trainer kann während den Schlägen der Schüler auf deren Seite des Platzes stehen und direkt “am Mann” Anweisungen machen und Korrekturen geben. Die Ballmaschine simuliert längere Ballwechsel für die Kinder und Jugendlichen. Durch die höhere Schlaghäufigkeit wird eine Festigung der Schlagtechnik erreicht. Außerdem lernen die Kinder auch eine korrekte Schlagbewegung unter höherer Belastung.

Das Ballmaschinentraining wird als Stationsbetrieb für die Tennisschüler organisiert. Während ein bis drei spieler gleichzeitig an der Maschine trainieren, sammeln die restlichen Spieler die Bälle wieder ein und “füttern” die Maschine wieder mit Bällen. Somit kann die Ballmaschine möglichst durchgehend Bälle spielen. Je nachdem wieviele Kinder sich gerade auf dem Platz befinden, kann eine weitere Station Seilspringen, Liegestütz, oder Koordinationsübungen mit Schläger und Ball sein.

Zwar ist eine Ballmaschine keine günstige Anschaffung für einen Tennisverein, aber durch den regelmäßigen und langfristigen Einsatz im Jugendtraining zahlt sich die Ballmaschine sicher aus. Außerdem kann man die Ballmaschine, nach einer entsprechenden Einweisung, auch den Mitglieder des Vereins gegen eine geringe Leihgebühr zur Verfügung stellen. Damit rentiert sich sich so einen Maschine sicher im Laufe der Zeit. [Zum Artikel ...]