Artikel-Schlagworte: „Kindertraining“

Die Kinder mehr im Verein integrieren

Samstag, 14. März 2009

Das Training der Kinder ist der eine Aspekt um besser zu werden, die Förderung und Forderung durch den Tennisverein ein weiterer. Jeder weiß, dass man nur durch Training allein nicht zwangsläufig besser Tennis spielt. Man muss auch genügend Gelegenheit haben, das Erlernte im freien Spiel anwenden zu können.

Jeder Verein schreibt sich gerne ganz groß die Jugendarbeit auf die Fahnen, dennoch kann es immer noch in dem ein oder anderen Verein Missstände geben, die dem widersprechen. Je nach Vereinsgröße sollten für die Kinder ein oder zwei Jugendplätze ausgewiesen sein, auf denen die Kinder die selben Spielrechte haben wie die Erwachsenen. Das heißt, der Verein sollte den Kindern zusätzlich zum organisierten Training die Möglichkeit geben, nach 16.00 oder 17.00 Uhr auch noch einen Platz reservieren zu können, bzw. spielen zu können. Viele Erwachsene Mitglieder eines Tennisvereins meinen immer noch, dass die Kinder nach der Schule, also ab 13.00 Uhr, genügend Zeit hätten, am frühen Nachmittag Tennis zu spielen, und dann, wenn die Erwachsenen nach der Arbeit auf den Platz kommen, nichts mehr auf dem Tennisplatz verloren hätten. Leider vergessen die Erwachsenen dabei, dass die Kinder mittlerweile auch oft Nachmittagsunterricht haben, und es oft nicht möglich ist, vor 16.00 Uhr zu spielen. Dafür bietet sich die Deklarierung eines Jugendplatzes an.

Außerdem sollte der Verein den Kindern auch genügend Möglichkeiten bieten, dass diese auch mal mit den Erwachsenen spielen können, zum Beispiel im Rahmen eines “Schleiferl-Turniers”, damit sich Jugendliche und Erwachsene kennenlernen. Für die Kinder ist es eine große und wichtige Erfahrung mal mit Erwachsenen zu spielen. Außerdem werden die Erwachsenen dann auch auf die Kinder und die geleistete Jugendarbeit aufmerksam. Es ist immer etwas traurig zu beobachten, wenn Erwachsene ab und zu doch mal am Wochenende bei den Medenspielen der Kinder zusehen, und erstmal fragen müssen, wer denn der eigene Spieler sei.

Oft ist auch zu beobachten, dass das Jugendtraining immer auf dem letzten Platz der Tennisanlage stattfindet. Natürlich ist das auch oft mit den vielen umherfliegenden Bällen zu begründen. Aber es wäre sich auch mal nicht schlecht, einem bestimmten Tag, das Jugendtraining auf einem zentralen Platz der Tennisanlage durchzuführen, um den Mitgliedern die geleistete jugendarbeit zu demonstrieren, und um die Kinder und Jugendlichen im Verein auch bekannter zu machen. Für die Kinder ist so ein Training auf dem Centercourt vor den Augen der “großen Mitglieder” immer ein großes Erlebnis. Das wäre konsequente Jugendarbeit, über die sich doch jeder Erwachsene immer freut.

Oft ist auch zu beobachten, dass es gar keine Ranglisten mehr in dem Verein gibt. Dass soclhe Ranglisten bei vielen Erwachsenen keinen Wert mehr haben, ist mittlerweile bekannt, aber für die Kinder ist so eine Rangliste ein unheimlicher sportlicher Anreiz. Der Verein sollte viel Wert auf die Kinder- und Jugendranglisten legen, und vielleicht sogar die dafür notwendigen Spiele als ganz nromale Forderungen deklarieren, durch welche die Kinder auch das volle Platzrecht zu jeder zeit haben. Außerdem machen die Ranglisten die Kinder und Jugendlichen auch wieder im Verein bekannter, und tragen maßgeblich dazu bei, dass die Kinder im Verein besser integriert werden. [Zur Startseite]

Kleinfeldtennis schult die Motorik und das Ballgefühl von Anfang an

Freitag, 6. Februar 2009

Für die kleinsten Tennisspieler bietet sich ganz zu Beginn der Tenniskarriere das Kleinfeldtennis an. Gespielt wird beim Kleinfeldtennis über ein tragbares, etwa 4 Meter langes und niedrigeres Netz, welches in der Mitte einer Tennisplatzhälfte aufgestellt wird. Dabei ist es schon mal ein Vorteil, dass auf einem Platz mehr Kinder gleichzeitig spielen können, weil auf jeder Platzhälfte jeweils ein Kleinfeldnetz aufgestellt werden kann. Gespielt wird mit speziellen Kurztennisschlägern oder Minitennisschlägern und Methodikbällen, welche einfachere Flug- und Sprungeingeschaften besitzen, weil die Methodikbälle langsamer fliegen und nicht so hoch abspringen.

Vorteil des Kleinfeldtennis ist, dass die kleinen Tennisspieler ein langsameres Tennis auf kleinerem Raum spielen können, für das sie weniger Kraft benötigen. Dies ermöglicht eine deutlich effektivere Schulung des Ballgefühls, der tennisspezifischen Motorik und der Schlagtechnik. Die Kinder haben beim Kleinfeldtennis ein viel größeres Erfolgserlebnis, weil die Ballwechsel langsamer sind, und es einfacher ist, den ankommenden Ball richtig zu berechnen.

Es gibt eine Vielzahl an Trainingsübungen für das Spiel aufs Kleinfeld, und es werden sogar eigene Kleinfeld-Tennisturniere ausgerichtet. Dabei steht nicht primär der Wettkampf im Vordergrund, sondern der Spaß am Tennissport. Kleinfeld-Tennisturnier werden immer als Mannschaftsbewerb ausgetragen, welche vorrangig die Förderung eines großen Bewegungsrepertoires und den Teamgeist bzw. das Verhalten in der Mannschaft fördern sollen. [Zur Startseite]

Wettkampforientiertes Tennistraining für Kinder

Sonntag, 13. Juli 2008

Abgesehen davon, dass man den Kindern und Jugendlichen im Training viel Spaß am Tennis vermitteln sollte, darf man nicht den Wettkampfcharakter dieser Sportart aus den Augen verlieren. Je jünger die Kinder einer Trainingsgruppe sind, um so schwieriger wird dies natürlich. Außerdem muss man auch unterscheiden, um welchen Spielertyp es sich handelt, sprich ist das Kind ein Wettkampftyp oder nicht.

Natürlich kann man Tennis auch spielen ohne immer um Punkte spielen zu müssen. Aber das Verständnis dafür, wie man am besten die Punkte erzielt, wieviele Punkte macht man selbst und wieviele Punkte hat man durch Fehler des Gegners erzielt, ist elementar wichtig. Damit verbunden ist auch die Fähigkeit bei einem Rückstand trotzdem an sich zu glauben, und auf möglichst hohem Spielniveau diesen Rückstand wieder aufzuholen. Dieses positive Denken ist nicht nur im Tennis ein wichtige Fähigkeit.

Die Kinder sollen die Fähigkeit erlernen ihr eigenes Spiel zu analysieren

Aus diesem Grund sollte man in jedes Training immer Spiele oder Übungen einbauen, in denen es um Punkte oder den direkten Vergleich mit den anderen Spielern geht. Es ist unheimlich wichtig den Kinder zu vermitteln, mit welchen Spielweisen oder mit welchen Mitteln man zu welchem Erfolg gelangt. Eine risikoreiche Spielweise kann in bestimmten Spielsituationen genau richtig sein, ist aber manchmal auch falsch. Die Kinder sollen erkennen, dass zum Beispiel ein hart geschlagener Ball nicht immer zum Punkterfolg führen muss. Die Spieler sollen die Fähigkeit erlernen ihr eigenes und auch das gegnerische Spiel zu analysieren und sich dementsprechend zu verhalten oder umzustellen. Manchmal ist es besser den Ball weniger hart zu schlagen, um dem Gegner die Chance zu geben einen Fehler zu machen. Erfolgreiches Spiel heißt nicht immer nur so hart wie möglich zu schlagen, sondern oft reicht es auch, den Ball einfach nur sicher zurückzuspielen.

Durch viele verschiedene Spielformen in denen es um Punkte geht, bekommen die Kinder im Tennistraining Feedback zu ihrer Spielweise und sollen analysieren können, aufgrund welcher Spielweise sie selbst oder der Gegner den Punkt bekommen haben. Je mehr die Kinder dies gewöhnt sind um so intelligenter wird ihr eigenes Spiel. Die Tenniskinder lernen ein Risiko einzuschätzen, und versuchen beispielsweise den Ball nicht immer auf die Linie zu spielen, sondern etwa einen halben Meter innerhalb des Tennisfeldes, weil sie erkannt haben, dass das Risko dabei den Punkt zu machen einfach zu hoch ist.

Wettkampforientiertes Tennistraining fördert die mentale Stärke

Auch die Erkenntnis, dass trotz eines hohen Rückstandes es immer noch möglich ist das Match zu gewinnen, spielt eine große Rolle für das Selbstvertrauen und die mentale Stärke der Kinder. Aus diesem Grund sollte es im Tennistraining für Kinder nicht versäumt werden, die wettkampforientierte Komponente des Tennis möglichst oft zu trainieren. [Zur Startseite]

Kinder sollten auch im freien Spiel trainieren

Mittwoch, 9. Juli 2008

Nicht nur das reguläre Tennistraining bei dem Vereinstrainer ist wichtig für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch das freie Training der Kinder untereinander.

Es bringt nicht so viel, wenn die Kinder immer nur im Training ihre Schlagtechnik anwenden und verbessern. Vielmehr ist es deutlich besser, wenn die Kinder einer Trainingsgruppe auch mal im freien Spiel untereinander sehen, wie gut ist die bisher erlernte Technik, wenn die Bälle mal nicht vom Trainer zugespielt werden. Meist bestehen aus schlagtechnischer Sicht beim gleichen Kind große Unterschiede beim beaufsichtigten Spiel im Training und beim freien Spiel.

Ambitionierte Kinder sollten am besten genauso viele Stunden durch freies Training ihre Schläge üben, wie sie wöchentlich ein angeleitetes Training besuchen. Es ist dann die Aufgabe des Trainers eventuelle Fehler, welche sich im freien Training eingeschlichen haben, wieder zu korrigieren.

Die Kinder und Jugendlichen sollten ihre Hauptfehler selbst erkennen und korrigieren können

Eines der Hauptziele eines guten Tennistrainings für Kinder ist es, den Kindern und Jugendlichen die richtige Schlagtechnik so gut zu vermitteln und bewusst zu machen, dass die Kinder im freien Training oder auch im Match die eigenen Fehler nicht nur erkennen, sondern auch korrigieren können. [Zur Startseite]

Wie oft sollen Kinder Tennis trainieren?

Donnerstag, 3. Juli 2008

Diese Frage ist mit Sicherheit nicht ganz pauschal zu beantworten. Zu viele Faktoren beeinflussen dies. Was man mit Sicherheit sagen kann, hängt dies auf jeden Fall mit dem Alter und natürlich auch mit der Spielstärke zusammen. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch das Engagement und der Ehrgeiz der Eltern eine große Rolle.
Im Alter von etwa 5-6 Jahren sollten die Kinder auf jeden Fall eine Trainingseinheit pro Woche mit einem Trainer oder Übungsleiter bekommen. Diese dient dazu, dass der tennisspezifische Aspekt von Anfang richtig vermittelt wird. Wie lange diese Trainingseinheit sein sollte, also ob 30, 45 oder 60 Minuten, hängt individuell von der Konzentrationsfähigkeit und auch der Leistungsbereitschaft der Kinder ab. Auf jeden Fall sollte in diesem Alter der spielerische Aspekt des Trainings und der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Neben dem organisierten Training ist es aber auch noch genauso wichtig, dass die Kinder so viel Ball- und Schlägerkontakt wie möglich haben. Das heißt, ob die Kinder ein zweites oder drittes Mal in der Woche mit den Eltern auf Platz gehen, oder nur zuhause mit dem Schläger und einem Ball gegen die Hauswand spielen ist egal. Im Vordergrund steht die Schulung des Ballgefühls und das richtige Einschätzen des Balls, die Festigung der Bewegungsabläufe und der Ausbildung der körperlichen Anpassung ans Tennis. Hierzu gibt es viele einfache und sehr effektive Ballgewöhungsübungen.

Mit steigender Spielstärke sollte auch das Tennistraining intensiver werden

Die Kinder sind beim Tennistraining voll bei der SacheMit zunehmendem Alter und zunehmender Spielstärke sollte sich auf jeden Fall die Zahl der organisierten und von einem Trainer ausgeführten Einheiten auf dem Platz erhöhen. Für Mannschaftsspieler, egal ob Bambini, Knaben / Mädchen, oder Junioren / Juniorinnen sind zumindest vor und während der Punktspiel- und Turnierphase mindestens zwei Wochenstunden bzw. Trainingseinheiten fast schon zwingend. In Abhängigkeit der möglichen Zeit, welche die Kinder bzw. Jugendlichen neben ihrer schulischen und privaten Aktivitäten aufbringen können, bietet sich in jedem Fall noch eine zusätzliche dritte Trainingseinheit an, in welcher hauptsächlich die Kondition verbessert wird. Ob dies nun ein gemeinsamer Waldlauf der Mannschaftsspieler oder gemeinsames Laufen über den Fußballplatz, ein spezielles Zirkeltrainings, oder auch Ausgleichssportarten wie zB Basketball ist, spielt eine geringe Rolle.

Ganz wichtig ist nicht nur ein geregeltes Sommertraining, sondern auch ein regelmäßiges Wintertraining. Allerdings ist hier besonders die Frage der Finanzierung dieses Trainings wichtig, weil die wenigsten Tennisvereine eine eigene Tennishalle haben, und somit die zusätzlichen Hallenkosten im Wintertraining hinzukommen. Außerdem ist im Winter oft ein Mangel an Hallenplätzen ausschlaggebend dafür, welche bzw. wieviele Kinder überhaupt an einem Vereinstraining teilnehmen können. Besondern beim finanziellen Aspekt ist bei der Organisation eines Wintertrainings der Verein mit einem Trainingskostenzuschuss stark gefordert. [Zur Startseite]

In welchem Alter sollen Kinder mit dem Tennisspielen anfangen?

Donnerstag, 29. Mai 2008

Wenn Kinder Tennis spielen wollen, stellen sich immer wieder die selben Fragen. Wie alt muss das Kind sein, um überhaupt mit dem Tennissport anfangen zu können? Welche Trainingsinhalte und welcher Trainingsumfang ist am besten für welche Alters- oder Könnensstufe? Wie vermittelt man dem Kind den größten Spaß am „weißen Sport“ und welche Ziele hat das Kind oder dessen Eltern überhaupt?

Mit wieviel Jahren sollen oder können Kinder mit dem Tennis beginnen?

Die Frage nach dem richtigen Alter ist schon gar nicht so einfach. Man kann ab einem Alter von 5 Jahren davon ausgehen mit den ersten Schritten bzw. Übungen auf dem Tennisplatz zu beginnen. Dabei handelt es sich sicher noch nicht um ein komplexes Schlag- und Techniktraining, sondern um erste Ballgewöhnungsübungen und erste tennisspezifische Bewegungsformen.

Der Spaß am Tennis muss im Vordergrund stehen

Allerdings spielt gerade bei so jungen Kindern im Alter von 5-6 die körperliche Entwicklung und das Talent eine große Rolle. Natürlich kann es auch bei 12 oder 14-jährigen Kindern und Jugendlichen große körperliche Unterschiede und Entwicklungsunterschiede geben. Grundsätzlich steht in jedem Alter erstmal der Wille im Vordergrund die Sportart Tennis lernen zu wollen, weil es dem Kind Spaß macht. Ohne Spaß geht gar nichts. Gerade Tennis ist für jeden Anfänger sehr schwierig zu lernen, weil es schon einiges an Können verlangt, damit ein ordentlicher und kontrollierter Ballwechsel zustande kommt. Gerade Anfänger aller Altersklassen müssen erstmal mit der Tatsache fertig werde, dass Tennis zu Beginn eine “Sportart der Fehler” ist. Frei nach dem Motto “Versuch und Irrtum” erlernt man am besten unter Leitung eines kompetenten Trainers die ersten Grundschläge, damit der Spaß am Tennis immer bestehen bleibt.

Am Anfang steht die richtige Schlagtechnik im Vordergrund

Gerade zu Beginn einer jeden “Tenniskarriere”, egal in welchem Alter, sollte jeder Spieler immer Trainerstunden nehmen, oder an einem guten Tennistraining in der Gruppe teilnehmen, damit sich keine schlagtechnischen Fehler einschleichen. Eine von Anfang an falsch angewöhnte Schlagtechnik ist im Nachhinein nur sehr schwer zu korrigieren und kostet immer viel Zeit. Außerdem wird man mit einer falschen Schlagtechnik recht schnell merken, dass man in seinen Fortschritten stagniert, und immer mehr frustriert sein wird. Das Kind bzw. jeder Anfänger wird den Spaß am Tennis verlieren und hört auf. [Zur Starseite]