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Tennistraining und mehr

Mittwoch, 30. März 2011

Um im Tennis besser zu werden, muss man sicherlich auch genügend trainieren. Beim Tennistraining kann man die Grundtechniken erlernen, stabilisieren und verfeinern, so dass man schlagtechnisch große Fortschritte machen wird. Ebenso für den konditionellen Bereich eignet sich das Tennistraining auch sehr gut. Je mehr man also trainiert, desto fitter wird man, das Stellungsspiel, die Beinarbeit und die Antizipation wird besser, und umso effektiver wird man Tennis spielen. Aber was kann auch das beste Tennistraining nicht bieten? Matchpraxis und mentale Stärke.

Wenn man nur Schlagtraining macht, dann ist man auf dem besten weg zum sogenannten Trainingsweltmeister. Aber was hilft das, wenn man die Trainingsleistungen nicht im Match umsetzen kann, wo man immer unter Druck ist, und auch in knappen Spielsituationen seine Leistung bringen muss? Dies muss man genauso trainieren, wie beispielsweise die Topspinvorhand. Man muss also versuchen, so viel wie möglich nebe dem Tennistraining auch die Matchsituationen zu trainieren.

Eine Matchsituation kann man im Training nicht simulieren. Im Match muss man mit vielen Höhen und Tiefen fertig werden und muss das positive Denken lernen, und lernen mit der eigenen Nervosität umzugehen. Außerdem spielt es eine große Rolle, dass man sich immer möglichst schnell auf die Stärken und Schwächen eines bis zum Matchbeginn unbekannten Gegners möglichst schnell einstellt. Im Tennistraining sind die “Gegner” immer bekannt. Im Match ist das oft nicht so. Außerdem ist es wichtig, dass man in einem Match auch lernt, seine Spieltaktik auch möglicherweise das ein oder andere Mal umstellen zu können.

All das sind Aspekte die man im Training nicht lernen und üben kann. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, nicht immer nur zu trainieren, sondern auch möglichst viele Matches zu spielen, damit man sich an das Wettkampftennis gewöhnen kann, um das im Tennistraining Erlernte auch wirklich effektiv und erfolgreich einsetzen zu können.

Wettkampforientiertes Tennistraining für Kinder

Sonntag, 13. Juli 2008

Abgesehen davon, dass man den Kindern und Jugendlichen im Training viel Spaß am Tennis vermitteln sollte, darf man nicht den Wettkampfcharakter dieser Sportart aus den Augen verlieren. Je jünger die Kinder einer Trainingsgruppe sind, um so schwieriger wird dies natürlich. Außerdem muss man auch unterscheiden, um welchen Spielertyp es sich handelt, sprich ist das Kind ein Wettkampftyp oder nicht.

Natürlich kann man Tennis auch spielen ohne immer um Punkte spielen zu müssen. Aber das Verständnis dafür, wie man am besten die Punkte erzielt, wieviele Punkte macht man selbst und wieviele Punkte hat man durch Fehler des Gegners erzielt, ist elementar wichtig. Damit verbunden ist auch die Fähigkeit bei einem Rückstand trotzdem an sich zu glauben, und auf möglichst hohem Spielniveau diesen Rückstand wieder aufzuholen. Dieses positive Denken ist nicht nur im Tennis ein wichtige Fähigkeit.

Die Kinder sollen die Fähigkeit erlernen ihr eigenes Spiel zu analysieren

Aus diesem Grund sollte man in jedes Training immer Spiele oder Übungen einbauen, in denen es um Punkte oder den direkten Vergleich mit den anderen Spielern geht. Es ist unheimlich wichtig den Kinder zu vermitteln, mit welchen Spielweisen oder mit welchen Mitteln man zu welchem Erfolg gelangt. Eine risikoreiche Spielweise kann in bestimmten Spielsituationen genau richtig sein, ist aber manchmal auch falsch. Die Kinder sollen erkennen, dass zum Beispiel ein hart geschlagener Ball nicht immer zum Punkterfolg führen muss. Die Spieler sollen die Fähigkeit erlernen ihr eigenes und auch das gegnerische Spiel zu analysieren und sich dementsprechend zu verhalten oder umzustellen. Manchmal ist es besser den Ball weniger hart zu schlagen, um dem Gegner die Chance zu geben einen Fehler zu machen. Erfolgreiches Spiel heißt nicht immer nur so hart wie möglich zu schlagen, sondern oft reicht es auch, den Ball einfach nur sicher zurückzuspielen.

Durch viele verschiedene Spielformen in denen es um Punkte geht, bekommen die Kinder im Tennistraining Feedback zu ihrer Spielweise und sollen analysieren können, aufgrund welcher Spielweise sie selbst oder der Gegner den Punkt bekommen haben. Je mehr die Kinder dies gewöhnt sind um so intelligenter wird ihr eigenes Spiel. Die Tenniskinder lernen ein Risiko einzuschätzen, und versuchen beispielsweise den Ball nicht immer auf die Linie zu spielen, sondern etwa einen halben Meter innerhalb des Tennisfeldes, weil sie erkannt haben, dass das Risko dabei den Punkt zu machen einfach zu hoch ist.

Wettkampforientiertes Tennistraining fördert die mentale Stärke

Auch die Erkenntnis, dass trotz eines hohen Rückstandes es immer noch möglich ist das Match zu gewinnen, spielt eine große Rolle für das Selbstvertrauen und die mentale Stärke der Kinder. Aus diesem Grund sollte es im Tennistraining für Kinder nicht versäumt werden, die wettkampforientierte Komponente des Tennis möglichst oft zu trainieren. [Zur Startseite]