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Der Nichtschlagarm bei der einhändigen Rückhand

Freitag, 30. September 2011

Die einhändige Rückhand beim Tennis ist ein koordinativ sehr komplexer und vor allem auch schwieriger Schlag, bei dem es weniger auf Kraft, als auf die richtige Schlagtechnik und vor allem auf einen dynamischen Bewegungsfluss ankommt. Dabei kommt es vor allem auf das Zusammenspiel von dem richtigen Einsatz des gesamten Körpergewichts und der eigentlichen Schlagbewegung aus dem Schlagarm an. Doch was macht bei der einhändigen Rückhand des Rechtshänders der Nichtschlagarm (linker Arm)?

Der Nichtschlagarm ist zu Beginn der  Schlagbewegung verantwortlich für die Einleitung der Ausholbewegung und gibt bei der oberen Schleife nach hinten oben dem Schläger die Richtung vor. Nach dieser Auftaktbewegung lässt der Nichtschlagarm den Schläger los, und beginnt sich gegengleich zur nach vorne gerichteten Schlagbewegung des Schlagarmes sich nach hinten zu bewegen. Die Hauptaufgabe des Nichtschlagarmes ist also eine Gegenbewegung zum eigentlichen Schlag darzustellen, um das Gleichgewicht während des Rückhandschlages halten zu können.

Nur wenn man während dem Schlag das Gleichgewicht halten kann, dann kann die Rückhand auch kontrolliert geschlagen werden und der Schlag wird sicher und vor allem auch platziert, gemäß dem Vorhaben des Spielers.

Trainingstipps für die beidhändige Rückhand

Mittwoch, 6. Mai 2009

Gerade im Kindertennis spielt die beidhändige Rückhand eine sehr große Rolle, weil fast alle Kinder für eine einhändige Rückhand zu wenig Kraft haben. Auch im Profitennis hat die beidhändige Rückhand eine absolute Daseinberechtigung, weil sie von den meisten Spielern auch angewendet wird. Allerdings ist immer wieder festzustellen, dass die meisten Kinder und Jugendlichen deutlich zu wenig aus den Möglichkeiten der beidhändigen Rückhand machen, weil der koordinierte und technisch saubere Einsatz beider Arme nicht richtig ist.

Grundsätzlich spielt man die beidhändige Rückhand nur deshalb, weil jeder Mensch eine dominante Gehirnhälfte und somit auch Körperseite hat, mit welcher er meistens die Vorhand spielt. So spielt eben der Rechtshänder seine Vorhand mit der rechten Hand, und die Rückhand auf der linken Seite mit beiden Händen. Könnte man auf beiden Seiten gleich gut und gleich koordiniert seine Bewegungen ausführen, würde man ja am besten auf beiden Seiten des Körpers jeweils mit der entsprechenden Hand eine Vorhand spielen.

Dies ist auch genau der Ansatzpunkt eines effektiven Rückhandtrainings für die beidhändige Rückhand. Man sollte als Rechtshänder ruhig versuchen öfters mit der linken Hand zu spielen. Dies hat nicht nur den Effekt, dass man ein Schlag- und Bewegungsgefühl mit links bekommt, sondern ist auch ein gutes Ausgleichstraining für die linke Körperhälfte, und fördert enorm die Koordination und das Timing. Außerdem, und das ist der Sinn der Übung, bekommt man ein Gefühl für den Krafteinsatz des linken Arms, welcher für die beidhändige Rückhand absolut wichtig ist.

Genau an diesem Punkt ist nämlich immer festzustellen, dass ein Rechtshänder die beidhändige Rückhand viel zu dominant nur mit dem rechten Arm schlägt und der linke Arm nur eine Art Anhängsel ist. Dabei geht unheimlich viel an Schlagpotenzial und Präzision für die beidhändige Rückhand verloren. Erst wenn man sich durch das Spielen mit links bewusst gemacht hat, wie sich der Tennisschlag, das Timing, der Krafteinsatz und der Bewegungsablauf für die Rückhand anfühlt, kann man die beidhändige Rückhand wirklich aktiv mit zwei sich unterstützenden Händen bzw. Armen schlagen.

Man muss sich dadurch einfach bewusst machen, dass beide Arme für die beidhändige Rückhand einen sich gegenseitig unterstützenden Schlagimpuls liefern müssen, um eine technisch saubere und wirkungsvolle beidhändige Rückhand schlagen zu können. Bei der beidhändigen Rückhand des Rechtshänders schiebt der linke Arm, während der rechte Arm gleichzeitig den Schläger zum Treffpunkt des Balls zieht.

Im Endeffekt ist ein Training mit links (bzw. mit der Nicht-Schlaghand) aus mehreren Gesichtspunkten sehr effektiv, und kann die beidhändige Rückhand nur verbessern. [Zur Startseite]

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Der Rückhand-Slice

Sonntag, 5. April 2009

Beim Tennis gibt es verschiedene Schlagarten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben, und neben ihren technischen Anforderungen auch verschiedene taktische Einsatzmöglichkeiten haben. Neben dem Topspin spielt in diesem Zusammenhang der Rückhand-Slice eine große Rolle.

Der Rückhand-Slice ist eine gerne vernachlässigte Schlagtechnik, die aber für viel Variation und vor allem in vielen Situationen einsetzbar ist. Grundsätzlich handelt es sich beim Slice um einen Schlag mit Rückwärtsdrall, welcher durch eine Schlagbewegung von hinten oben, nach vorne unten verursacht wird. Beim Slice kommt es nicht primär auf das Tempo des Balles an, sondern auf die Länge des Balles und den, in der jeweiligen Situation, taktisch richtigen Einsatz.

Vorteil des Slices ist der sehr unterschiedliche Treffpunkt des Balles. Während man beim Rückhand-Topspin sich mit ganz tiefen, oder aber auch hoch abspringenden Bällen schwer tut, kann man den Rückhand-Slice in allen möglichen Höhen effektiv schlagen. Egal ob als Notschlag im Rutschen mit einem Treffpunkt von 15 cm Höhe aus der Rückhandecke heraus, oder ebenfalls einen guten Stopp aus vollem Lauf heraus in ebenfalls sehr geringer Höhe, oder bei einem hocabspringenden Topspin-Schlag des Gegners, die Slice geht immer. Auch bei einem frühen oder späten Treffpunkt, ob als geblockter Return oder als Schlagtechnik für den Volley am Netz, und letzendlich als Stoppball. Der Slice kann sehr vielfältig eingesetzt werden.

Auch ein wichtiger Aspekt sind die taktischen Einsatzmöglichkeiten, sowohl als passiver Verteidigungsschlag oder als aggressiver Angriffsschlag für einen Netzangriff. Der Rückhand-Slice sollte auch möglichst bald im Schlagrepertoire der Kinder Platz finden. Und dementsprechend auch im Kindertraining und Jugend-Tennistraining geübt werden.

Auch wenn der Slice kann klassischer Angriffsball ist, so liegt seine Stärke und Effektivität in dem richtigen Einsatz in der jeweiligen Spielsituation. Sowohl als Verteidungsschlag, als auch als adäquate Schlagart um überraschende Spielsituation zu gestalten, der Rückhand-Slice muss auch so bald wie möglich im Tennistraining der Kinder trainiert werden. [Zur Startseite]