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Das Stellungsspiel beim Tennis

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schnelligkeit ist beim Tennis ein wichtiger Faktor, aber dies allein reicht nicht aus. Vielmehr muss man beim Tennis zum einen die Fähigkeit zur Antizipation haben, und vor allem auch in gutes Stellungsspiel. Beides trägt zu dazu bei die Schnelligkeit beim Tennis zu verbessern, und somit erfolgreicher zu spielen.

Ein guter Sprinter ist beim Tennis sicher im Vorteil. Aber allein die Fähigkeit der schnellen Beine ist nur ein Faktor um gut und erfolgreich zu spielen. Wenn man darüber hinaus noch die Fähigkeit zur Antizipation der gegnerischen Aktionen hat, kann man früher reagieren, und somit seine Schnelligkeit steigern. Antizipation ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen, die Aktionen des Gegners vorauszuahnen. Hierbei kann man sich aufgrund bestimmter Bewegungsmuster und sportartspezifischer Verhaltensweisen des Gegners und aufgrund eines großen technischen und taktischen Verständnisses auf die Spielweise des Gegners schneller einstellen, und somit eher reagieren.

Das richtige Stellungsspiel erleichtert das Tennisspiel ganz besonders. Grundsätzlich geht es hierbei darum den Platz entsprechend der gegnerischen Spielposition und den schlagtechnischen Möglichkeiten des Gegners ideal abzudecken. Im Grundsatz spielt hierbei vor allem das Verhalten eines Torwarts die entscheidende Rolle, in dem man sich immer auf der Winkelhalbierenden des möglichen gegnerischen Schlages befindet, um auf beide Seiten die gleiche Laufstrecke bzw. Reaktionszeit zu haben.

Im Grundsatz sollte man sich immer möglichst in der Platzmitte aufhalten, um optimal den nächsten Ball erreichen zu können. Je weiter man den Gegner durch seinen eigenen Schlag beispielsweise nach links aus dessen Platzhälfte heraustreibt, desto weiter muss man sich bei dessen Schlag nach rechts auf seiner eigenen Platzhälfte orientieren, das sich dem Gegner ein größeres Winkelspiel eröffent.

Die wichtigsten Aspekte beim Rückhand-Slice

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der Reiz beim Tennis liegt unter anderem auch darin, dass es viele verschiedene Schlagtechniken gibt, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und alle einen bestimmten Einsatzzweck haben und verschiedene taktische Wirkungen im Match haben. Hier sind zum Beispiel Topsin, Slice, Aufschlag, der Stop, Volleys, Schmetterball etc. zu nennen. Auch wenn es für jeden Tennisspieler viel interessanter und spektakulärer ist schnelles und hartes Angriffstennis zu spielen, so haben auch langsamere und passivere Schläge wie zum Beispiel der Rückhandslice eine große Bedeutung in jedem Tennisspiel.

Um Überhaupt einen Rückhandslice sauber und effektiv spielen zu können, sind zwei wichtige Aspekte besonders entscheidend. Zum einen natürlich die technische saubere Ausführung des Schlages, aber auch die taktische Einstellung zu diesem Schlag.

Technisch sauber ist der Slice nur zu schlagen, wenn man optimal seitlich zum Schlag steht, als Rechtshänder unter zu Hilfenahme der linken Hand den Schläger über dem späteren Treffpunkt nach hinten oben führt, und den Schlagarm in der Ausholbewegung anwinkelt. In der Schlagphase wird der Arm zum Ball hin gestreckt, das Körpergewicht mit einem Schlagschritt mit dem rechten Bein in den Schlag gelegt wird, und das Handgelenk im Treffpunkt fixiert wird.

Die beste Schlagtechnik hilft aber nichts, wenn man den Rückhandslice falsch einsetzt. Oft wird der Slice zu hart geschlagen, mit zu viel Handgelenkeinsatz, und zu offener Schlagfläche. Ein Slice kann also nicht deshalb gefährlich für den Gegner sein, weil er hart geschlagen wird, sondern weil er möglichst dosiert, flach übers Netz und vor allem möglichst lang bis zur Grundlinien geschlagen wird. Ein Slice wird also nicht hart geschlagen, sondern präzise. Man macht also den Punkt nicht direkt, sondern befreit sich entweder mit dem Slice aus einer bedrängten schnellen Spielsituation, oder zwingt den Gegner zu einem passiven oder sogar fehlerhaften Schlag, weil dieser den Slice möglicherweise unterschätzt.

Grundsätz beim Tennis – der Lob

Freitag, 30. September 2011

Es gibt beim Tennis viele verschiedene Schläge, die alle ihre Daseinsberechtigung haben, und in bestimmten Situationen die beste Antwort auf die Schläge des Gegners sind. Langer Rückhandslice, kurzer Topspincross, gerader Vorhand-Angriffsball, oder Volleystop. Alle Bälle haben einen bestimmten taktischen Zweck, und können beim richtigen Einsatz zum Punktgewinn führen. Ein wichtiger Schlag, der erfahrungsgemäß viel zu selten trainiert wird ist der Lob. Im Folgenden sollen ein paar Überlegungen zum Lob angestellt werden.

Viele Spieler halten den Lob für einen defensiven Schlag, der erstens nicht in ihr Spiel passt und zweitens wollen es sich viele Spieler nicht eingestehen, dass man auch selbst mal durch den Gegner unter druck geraten könnte, und dann der Lob ein ganz wichtiger Schlag ist, sich von dem druck des Gegners zu befreien. Grundsätzlich ist der Lob nicht unbedingt ein defensiver Schlag, vor allem nicht im Doppel. Man kann den Lobals Topspinlob spielen, oder den Gegner durch einen Stop nah ans Netz holen, um ihn dann durch einen Lob sehr in Bedrängnis zu bringen. Besonders im Doppel kann ein guter Lob ein sehr effektives Mittel gegen zwei am Netz stehende Spieler sein.

Ganz wichtig ist es, dass man den lob auf jeden Fall auch intensiv trainiert, weil er besonders viel Ballgefühl erfordert, und er vor allem beim Wind sehr gut getimt sein muss. Außerdem kann er ein super taktisches Mittel sein, wenn der Gegner beim Schmetterball durch den Lob in die Sonne schauen muss. Es gibt zwei Grundsätze beim Lob: erstens darf er nicht zu kurz sein, also lieber geht der Lob mal knapp ins Aus, als dass es zu kurz wird, und zweitens darf der Lob nicht seitlich ins Aus gehen. Die Richtung sollte man beim Lob auf jeden Fall kontrollieren können. Die Länge des Lobs ist schwerer zu timen. Außerdem sollte man es auch unbedingt als ein oberstes Ziel eines guten Lobs ansehen, dem Gegner immer über die Rückhand zu lobben, damit dieser nicht so offensiv schmettern kann.

 

Die Schlagphase beim Topspin

Montag, 29. August 2011

Für jeden Tennisspieler der druckvolles Tennis spielen will, ist der Topspin ein absolutes muss. Der Topspin ermöglicht nicht nur kraftvolle und hochabspringende Bälle, die für jeden Gegner mehr Schwierigkeiten bedeuten, sondern der Topspin ermöglicht auch ein effektiveres Winkelspiel, oder zB auch den Tospinlob. Allerdings ist und bleibt für den Topspin eine saubere Schlagtechnik absolute entscheidende Voraussetzung und nicht etwa Dinge wie eine härtere Bespannung oder möglicherweise eine dünnere oder strukturierte Tennissaite.

Den Hauptausschlag für den Topspin gibt die Schlagphase. Die gesamte Schlagbewegung ist durch eine etwas höhere und weiträumige Ausholbewegung, die Schlagbewegung oder Schlagphase, und einen hohen Ausschwung auf die Nicht-Schlagschulter gekennzeichnet. Viele Spieler achten aber lediglich auf die hohe Ausholgewegung und den hohen Ausschwung und wundern sich trotzdem, dass der Ball kaum drall bekommt, und sie keinen druckvollen Topspinschlag zustande bekommen. Für einen effektiven Topspin ist aber fast ausschließlich die Schlagbewegung ausschlaggebend.

Die Schlagbewegung muss beim Topspin von hinten unten, nach vorne oben gerichtet sein, so dass die Schlagbewegung, unterstützt durch einen mehr oder weniger starken Handgelenkseinsatz, die Schlagfläche von unten nach oben über den zu schlagenden Ball zieht oder wischt. Vorausgesetzt ist natürlich ein dem Treffpunkt des Balls entsprechender Vorhand- oder Rückhandgriff. Der entscheidende Aspekt bei dieser Vorwärts- Aufwärtsbewegung ist, dass die Schlagfläche schon deutlich vor dem Treffpunkt, also unterhalb des Balls, aufwärts beschleunigt wird.

Der Hauptfehler vieler Spieler ist ein fehlendes Timing, so dass die Schlagfläche nicht im Treffpunkt die höchste Schlaggeschwindigkeit hat, sondern immer etwas zu spät. Der Schläger muss also durch eine weiträumige Ausholbewegung möglichst tief unter den späteren Treffpunkt geführt werden. Dies kann man um mehr unterstützen, wenn man durch eine gut getimte Beinarbeit vor dem Schlag in die Knie geht, und sich zum Treffpunkt hin wieder aus den Beinen streckt. Das Paradebesipiel derzeit im Spitzentennis bei den Herren ist Rafael Nadal, der einen nahezu perfekten Topspin spielt, mit welchem offensichtlich alle anderen Tennisspieler große Probleme haben.

Die Leistung des Gegners anerkennen

Mittwoch, 24. August 2011

Tennis ist ein Spiel bei welchem man sich in jedem Match mit einem anderen misst. Jeder möchte gewinnen, aber nur einer kann den Platz als Sieger verlassen. Beim Tennis sind vor allem eine gute Schlagtechnik, eine gute körperliche Fitness, viel taktisches Verständnis, varianten- und ideenreiches Spiel, aber auch Nervenstärke gefragt. Wer dies im Match besser umsetzen kann, wird höchstwahrscheinlich am Ende das Match gewinnen.

Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es aber auch den ein oder anderen Faktor, durch welchen man sich selbst im Match derart schwächen kann, dass man auch trotz möglicher Überlegenheit am Schluss dem Gegner zum Sieg gratulieren muss. Die Rede ist von Sportlichkeit, Fairness und Respekt vor dem Gegner. Dies sind drei wesentliche Eigenschaften die einen wirklich guten Tennisspieler auszeichnen. Perfekt und bewusst im Match angewandt, verhelfen sie zu mehr Ruhe und Besonnenheit im Match, und steigern die Nervenstärke in wichtigen Situationen.

So ist es beispielsweise sehr wichtig, seinen Gegner sportlich und fair zu behandeln, vor allem wenn es um knappe und spielentscheidende Situatiuonen geht. Dadurch verschafft man sich auch beim Gegner automatisch mehr Respekt, und kann letztendlich mit einem besseren Gewissen seinen Sieg feiern. Ebenso trägt es deutlich mehr zur inneren Ruhe bei, dem Gegner auch mal einen anerkennenden Blick oder Handzeichen zu schenken, wenn dieser einen tollen Schlag oder Ballwechsel gespielt hat. Dies sollte natürlich nicht dazu führen, dass man dies zu übertrieben betreibt und seinen Gegner nur dadurch aufbaut, aber man sollte seinen Gegner auch nicht immer nur schlecht machen, und in solchen Situationen womöglich sogar beschimpfen.

Alles in allem kann durch die Anerkennung der gegnerischen Leistung auch während dem Match seinen Gegner auch viel ernster nehmen, und vor allem auch länger und besser konzentriert sein. Dadurch wird man also auch zumeist erfolgreicher Tennisspielen, und sicherlich auch mehr Spaß an seinem Lieblingssport haben.

Die Bespannung ist nicht alles

Sonntag, 31. Juli 2011

Beim Tennis gibt es viele Faktoren die auf das Spiel und die Schläge Einfluss nehmen. An erster Stelle kommt der Tennisschläger, die Besaitung, die Schlagtechnik, die Kondition, die mentale Stärke etc. All diese Punkte sind sehr wichtig und es stellt sich die Frage, welche Rolle sie im Kindertennis spielen. In diesem Zusammenhang soll hier die Bedeutungeiner speziellen Saitenart im Kindertennis hinterfragt werden.

Der Saitenmarkt ist mehr oder weniger unüberschaubar geworden. Es gibt Saiten aus verschiedenen Materialien wie Nylon, Kevlar, Naturdarm, Titanium, oder Polyester. All diese Saiten kann man teilweise noch in strukturierten Ausführungen bekommen, und zusätzlich auch noch in verschiedenen Querschnitten von 1,1 mm bis zu 1,45 mm Durchmesser. Wenn man dann noch einem Trend der letzten Jahre folgt, nämlich die Saiteneingeschaften zweier verschiedener Saiten in Form einer Hybridbespannung bei einem Tennisschläger zu kombinieren, dann wird offensichtlich, dass man hier auf der Suche nach der “Stecknadel im Heuhaufen” ist, um die für jeden Spieler die optimale Tennisbespannung herauszufinden.

All die vorher benannten Saitenvariationen verleihen dem Tennisschläger unterschiedliche Spieleigenschaften, vor allem wenn man dann noch debenkt, dass man einen tennisschläger noch mit unterschiedlichen Bespannungshärten in einem Bereich von etwa 15 bis 30 kg Bespannungshärte besaiten kann. Unterm Strich bedetet dies, dass man im Kindertennis weniger Wert auf große Saitenexperimente legen sollte, und mehr auf Schlagtechnim und Kondition setzen sollte. Ein passender Tennisschläger und eine der Spielweise angmessene Bespannungshärte sollten reichen. Je mehr Topspin das Kind oder Jugendliche spielt, um so härter sollte das Schläger auch bespannt werden.

Gerade im Jugendbereich schwören die Kinder oft auf die Ausrüstung und eben auch die Saiten ihrer Tennisidole. Und gerade bei den Saiten mit der Vorstellung möglicherweise genauso spielen zu können wie die Profis, wenn sie die deren Tennissaite bespannen lassen. Im Endeffekt kann eine solche Denkweise nur mit einer Enttäuschung “belohnt” werden, weil vor der Wirkungsweise einer speziellen Tennissaite immer erst die individuelle Schlagtechnik kommt. Da gerade diese Schlagtechnik im Kindertennis meistens noch viel Verbesserungpotenzial in sich birgt, sollte man die Saitenproblematik zu mindest bis zu einem gewissen Alter und der entsprechenden Spielstärke etwas weiter zurückstellen.

Schlagtechnik kommt vor Krafttraining

Donnerstag, 31. März 2011

Beim Tennis geht es vor allem um präzise Schläge, viele Variationen in den Schlagarten, um mentale Stärke, körperliche Fitness und natürlich auch schnelle Schläge. Aber gerade die Geschwindigkeit in den Schlägen hat es für die meisten Tennisspieler in sich, und genau dieser Aspekt ist auch mit dem größten Risiko und der höchsten Fehlerquote verbunden. Das heißt aber nicht, dass man keine schnellen Bälle spielen sollte, das heißt nur, dass man die Bälle auf die richtige Art und Weise beschleunigen sollte. Hierbei stehen zwei Alternativen zur Verfügung, die natürlich in der Kombination am besten wären: Schlagtechnik und Kraft.

Der einfachere Weg harte Schläge beim Tennis zu produzieren ist mit roher Gewalt hinzuhauen. Das Problem hierbei ist, dass man kaum Ballkontrolle hat, und die Fehlerquelle sehr hoch sein wird. Man sieht hierbei gerade im Hobby bereich die abenteuerlichsten “Schlagtechniken” , die oft gar nichts mehr mit Tennis zu tun haben. Sicherlich kann man alles perfektionieren, aber ab einem gewissen Spielniveau wird man solche einer Spielweise stagnieren.

Der deutlich effektivere Weg ist es die Bälle durch eine saubere Schlagtechnik zu beschleunigen. dies erreicht man durch eine raumgreifende Ausholbewegung, die zeitlich richtig getimte Verlagerung des Körpergewichtes in den Schlag, eine lange und geradlinige “Führstrecke” des Tennisschlägers durch den Treffpunkt das Balles, und natürlich eine weitläufige Ausschwungbwegung um die ganze Bewegungsenergie möglichst schonend nach dem Schlag ausklingen zu lassen. Ziel ist es dabei, bei einer sauberen Schlagtechnik sämtliche Kraftvektoren zeitlich so auszurichten, dass diese sich summieren. Diese Kraftvektoren ergeben sich aus dem nach vorne gerichteten Körpergewicht und der in die gleiche Richtung gerichteten Schlagbewegung. Stimmen diese Faktoren, dann können selbst leicht gebaute Kinder vergleichsweise harte Schläge ausführen, die komplett nur durch genügend Schwung erzielt.

Im Idealfall verfügt man über eine saubere Schlagtechnik, die man dann letztendlich aufgrund der vorhandenen Muskelkraft zusätzlich verstärkt. Aber der entscheidende Faktor ist: Schlagtechnik kommt vor Krafttraining. Ein guter Tipp, um möglichst schwungvoll, und nicht mit roher Kraft zu schlagen, ist es bei jedem Schlag möglichst auszuatmen. Durch die fehlende “Pressatmung” kann man die Bälle viel lockerer, und dennoch schnell genug spielen.

Tennistraining und mehr

Mittwoch, 30. März 2011

Um im Tennis besser zu werden, muss man sicherlich auch genügend trainieren. Beim Tennistraining kann man die Grundtechniken erlernen, stabilisieren und verfeinern, so dass man schlagtechnisch große Fortschritte machen wird. Ebenso für den konditionellen Bereich eignet sich das Tennistraining auch sehr gut. Je mehr man also trainiert, desto fitter wird man, das Stellungsspiel, die Beinarbeit und die Antizipation wird besser, und umso effektiver wird man Tennis spielen. Aber was kann auch das beste Tennistraining nicht bieten? Matchpraxis und mentale Stärke.

Wenn man nur Schlagtraining macht, dann ist man auf dem besten weg zum sogenannten Trainingsweltmeister. Aber was hilft das, wenn man die Trainingsleistungen nicht im Match umsetzen kann, wo man immer unter Druck ist, und auch in knappen Spielsituationen seine Leistung bringen muss? Dies muss man genauso trainieren, wie beispielsweise die Topspinvorhand. Man muss also versuchen, so viel wie möglich nebe dem Tennistraining auch die Matchsituationen zu trainieren.

Eine Matchsituation kann man im Training nicht simulieren. Im Match muss man mit vielen Höhen und Tiefen fertig werden und muss das positive Denken lernen, und lernen mit der eigenen Nervosität umzugehen. Außerdem spielt es eine große Rolle, dass man sich immer möglichst schnell auf die Stärken und Schwächen eines bis zum Matchbeginn unbekannten Gegners möglichst schnell einstellt. Im Tennistraining sind die “Gegner” immer bekannt. Im Match ist das oft nicht so. Außerdem ist es wichtig, dass man in einem Match auch lernt, seine Spieltaktik auch möglicherweise das ein oder andere Mal umstellen zu können.

All das sind Aspekte die man im Training nicht lernen und üben kann. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, nicht immer nur zu trainieren, sondern auch möglichst viele Matches zu spielen, damit man sich an das Wettkampftennis gewöhnen kann, um das im Tennistraining Erlernte auch wirklich effektiv und erfolgreich einsetzen zu können.

Tennistechnik: die Führstrecke in der Schlagphase

Samstag, 26. Februar 2011

Tennis ist eine technisch sehr anspruchsvolle Sportart, bei welcher es nicht nur auf Kondition, Schnelligkeit, taktisches Verständnis, oder mentale Stärke ankommt, sondern auch die richtige Schlagtechnik ist von entscheidender Bedeutung. Eine gute Schlagtechnik ist der Grundstein für erfolgreiche und kontrollierte Schläge. Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Schlagtechnik fast jedes Schlages ist die Führstrecke in der Schlagphase.

Die Führstrecke ist ein geradlinie Bewegungsphase des Tennisschlägers kurz vor dem Treffpunkt des Balls in der Schlagphase. Je länger die Führstrecke ist, desto größer ist die geradlinige Beschleunigung des Balles in die geplante Schlagrichtung, und somit ist auch die Kontrolle der Schläge umso größer. Um eine möglichst gute und vor allem lange Führstrecke zu haben, braucht man eine gute Beinarbeit, große Bewegungsradius in der Armbewegung des Schlagarmes, und natürlich vor allem erstmal ein gutes Verständnis für die Bewegung und ein gutes Bewegungsgefühl.

Eine gute Führstrecke ist das genaue Zusammenspiel aus den beiden Kraftvektoren des Körpers und des Schlagarmes. Wenn sowohl die Beinarbeit es ermöglicht den Körper in die beabsichtigte Schlagrichtung zum Ball hin zu bewegen, als auch die Schlagbewegung des Schlagarmes geradlinig dort hin schwingt, dann summieren sich diese beiden Kraftvektoren, und man kann den Ball optimal beschleunigen. Nur in diesem Fall ist es auch möglich den Ball mit viel Schwung zu schlagen, und nicht nur ausschließlich mit Kraft, wie es auch viele Tennisspieler fälschlicherweise machen.

Der Hauptfehler vieler Tennisspieler für eine schlechte Führstrecke ist eine Rotation des Oberkörpers um die Längsachse der Wirbelsäule. Hier bei wird der Ball nicht aus einer geraden Schlagbewegung heraus getroffen, sondern aus einer Kreisbewegung. Bei einer kreisförmigen Schlagbewegung kann immer nur ein Punkt in der Schlagphase in Richtung der geplanten Schlagrichtung zeigen. Das Ergebnis ist ein unkontrollierte Ball und wenig Schlagsicherkeit. Bei einer geradlinigen Sclagbewegung mit einer langen Führstrecke sollten alle Punkte der Schlagbewegung in der Schlagphase beim Treffpunkt in Richtung des geplantes Schlages zeigen.

Wieviel Topspin sollen Kinder spielen?

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Beim Tennis ist der Topspin einfach die moderne Spielweise, und auch die von den meisten Tennisprofis bevorzugte Spielweise. Früher haben die Profis noch teilweise gerade Schläge praktiziert, ein gutes Beispiel war Jimmy Connors, aber heutzutage dominieren die Topspinspieler. Vor allem Spieler wie Rafael Nadal und Roger Federer, sind hier als Branchenführer die großen Vorbilder der Tennisjugend. Die Frage ist allerdings in wie weit man den Kindern, und hier speziell den Tennisanfängern diesen Schlag von Anfang an lernen soll, und wie weit die Topspinschlagtechnik vom Alter, der Größe und der körperlichen Konstitution abhängt.

Wenn man sich heutzutage die besten Spieler der Welt ansieht, dann spielen diese nicht nur fast ausnahmslos mehr oder weniger starke Topspinschläge, sondern die Spieler selbst sind auch viel athletischer geworden als früher. Natürlich hängt hängt das auch mit der gestiegenen Professionalität der Spieler im Vergleich zu früher zusammen, aber auch mit dem größeren Kraftaufwand, den die Spieler für den Topspin aufbringen müssen.

Genau dieser Aspekt ist auch der entscheidende  Ansatz, welche Schlagtechnik man den Kindern, und im Speziellen vor allem den Anfängern, im Training beibringen soll. Ein richtiger Topspinschlag ist einfach zu kraftaufwendig für die kleinen Kinder. Das bedeutet, am Anfang soll man als Tennistrainer zwar auf die richtige Schlagbewegung bei der Vorhand und der Rückhand achten, aber nicht auf die Stärke des Dralls.

Für die Kinder ist es wichtig, vom Bewegungsablauf nie eine falsche Bewegung zu machen, und der Trainer sollte darauf achten, dass die Tenniskinder immer in der Schlagphase eine Vorwärts-Aufwärtsbewegung machen, und natürlich auch den richtigen Griff. Gerade am Anfang sind solche Dinge, wie Schlagbewegung und Griffhaltung, relativ leicht zu korrigieren. Solange sich die Kinder keine falsche Schlagbewegung angewöhnen, ist die Technik ausbaufähig, und man mit der zunehmenden Körpergröße und und der steigenden Kraft der kinder, auch mehr Wert auf einen stärkeren Topspin legen.

Gerade am Anfang sollte man als Trainer bei der Tennistechnik nicht auf den übermäßigen Drall, sprich Topspin, achten, sondern auf eine saubere Schlagbewegung. Hinzu kommt natürlich auch das erstmal fehlende Verständnis der Kinden dafür, bei einem Topspinschlag über den Ball “wischen” zu müssen. Hierbei wäre das Erfolgserlebnis der Kinder gerade zu Beginn des Tennistrainings viel zu gering. Je nach Talent, Trainingsfortschritten, und körperlicher Entwicklung des einzelnen Kindes, sollte im Laufe der Zeit der Fokus immer mehr und mehr auf den entsprechenden Drall der Schläge geachtet werden. Hierbei sollte jeder Trainer ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt des Umdenkens haben. [Zur Startseite]

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