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Regelmäßiges Aufschlagtraining im Kindertennis

Mittwoch, 15. Dezember 2010

“Ein guter Aufschlag ist die halbe Miete”! Diese alte Tennisweisheit ist nicht nur goldrichtig, sondern ist auch den meisten Tennisspielern wohlbekannt. Im Klartext bedeutet das, dass ein Tennisspieler mit einem guten Aufschlag mit großer Wahrscheinlichkeit sein eigenes Aufschlagspiel gewinnen wird, und im Normalfall immer zumindest den Tiebreak erreichen wird. Auf der anderen Seite trainieren die wenigsten Tennisspieler den Aufschlag wirklich intensiv, und können sich nicht besonders auf den Gewinn ihrer eigenen Aufschlagspiele verlassen.

Trotz der großen Bedeutung des Aufschlages nehmen sich die wenigsten Tennisspieler wirklich die Zeit im Tennistraining auch mal den Aufschlag zu trainieren. Dabei ist der Aufschlag der einzige Schlag im Tennis welchen der Gegner nicht beeinflussen kann. Das heißt, die Schlaggenauigkeit könnte beim Aufschlag deutlich höher sein als bei den Grundschlägen, weil man sich den Ball beim Aufschlag ungestört selbst zuspielen kann, ohne dass der Gegner einen Einfluss darauf hat. Dieses großen Vorteils sind sich aber die meisten Tennisspieler nicht bewusst, und vernachlässigen das Aufschlagtraining sehr stark.

Gerade im Kindertennis zeigt der Trainingsalltag immer wieder deutlich, dass das Aufschlagtraining nicht so spannendund actionreich ist, wie Angriffsbälle oder lange Grundlinienralleys. Aber gerade schon im Kindesalter sollte man den jedem Tennisspieler die Wichtigkeit und Bedeutung des Aufschlages bewusst machen, so dass das Aufschlagtraining, von Anfang an für jeden Spieler, egal welchen Alters, immer ein wesentlicher Bestandteil des Trainings sein sollten. Für jeden Tennistrainer von Kinder- und Jugendmannschaften bedeutet das also, dass man gerade das Aufschlagtraining so kurzweilig und interessant wie möglich gestalten muss, damit die Kinder ein Verständnis für die große Bedeutung des Aufschlages bekommen.

Beim Aufschlagtraining selbst, sollte man zunächst erst einmal auf die richtige Schlagbewegung und vor allem einen perfekten Ballwurf großen Wert legen. Desweiteren muss der Aufschlag immer und immer wieder unter Matchbedingungen trainiert werden. Nur dann bekommt man die richtige Einstellung zum taktischen Einsatz des Aufschlages, und vor allem man lernt unter Druck sowohl den ersten, als auch den zweiten Aufschlag wirksam und sicher ins Feld zu spielen. Mit diesen “Grundfähigkeiten” kann man dann bei einem gewissen Könnensstand und vor allem den körperlichen Voraussetzungen der Kinder und jugendlichen dazu übergehen, auch die verschiedenen Aufschlagvarianten wie gerader Aufschlag, Sliceaufschlag und Kickaufschlag zu trainieren. [Zur Startseite]

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Aufschlagtraining: Auch den Ballwurf trainieren

Samstag, 16. Mai 2009

Für jeden Tennisspieler ist es selbstverständlich den Aufschlag zu trainieren, wenngleich wahrscheinlich jeder auch weiß, dass man den Aufschlag dennoch mehr trainieren könnte. Nur aufgrund der Tatsache, dass der Aufschlag der einzige Schlag beim Tennis ist, der nicht vom Gegner beeinflusst werden kann, wird das Aufschlagtraining trotzdem meist vernachlässigt. Und wenn, dann trainiert doch kaum jemand speziell den Ballwurf.

Aber gerade ein präziser Ballwurf ist absolut entscheidend für einen guten und somit erfolgreichen Tennisaufschlag. Die Schlagbewegung für den Aufschlag ist vergleichsweise einfach und schnell zu lernen, weil es sich dabei um einen natürlichen Bewegungsablauf handelt. Man kann die Schlagbewegung beim Aufschlag auch sehr gut mit einem Schlagballwurf vergleichen.

Das Training des Ballwurfs wird meist sehr vernachlässigt, weil es oft langweilig erscheint. Dabei sollte jeder Tennisspieler nur einmal 10 Ballwürfe jeweils für einen geraden Aufschlag, einen Kickaufschlag und einen Sliceaufschlag machen, die Bälle nicht schlagen, sondern auf dem Boden aufkommen lassen, und die Punkte auf dem Boden markieren. Jeder Tennisspieler wird überrascht sein, wie groß dieses Streuungsbild sein wird. In der Praxis bedeutet das Folgendes: ein sehr komplexer und äußerst präziser Schlag, wird mit immer wechselnden Bedingungen, nämlich einem ungenauen Ballwurf, ausgeführt. Da braucht sich eigentlich kein Spieler wundern, wenn der Aufschlag ein Schwachpunkt ist und bleibt.

Auch für Spieler mit eines anfangs richtigen und sehr guten Schlagbewegung hat ein schlechter Ballwurf große Nachteile, weil man den falsch geworfenen Ball mit dieser Bewegung nicht schlagen kann. Das bedeutet man muss einen Fehler (den schlechten Ballwurf), mit einer falschen Aufschlagbewegung ausgleichen. Das Resultat ist ein immer schlechter werdender Aufschlag, und im schlimmsten Fall auch gesundheitliche Beschwerden.

Aus diesem Grund solte sich jeder Tennisspieler, und vor allem auch im Kindertraining, die Zeit nehmen, den Ballwurf immer wieder intensiv zu trainieren. Dies muss nicht einmal auf dem Tennisplatz sein. Man kann sich einen Kreis mit etwas 30 cm Durchmesser auf dem Boden markieren, und damit kontrollieren, ob der Ballwurf richtig war. Dieser Kreis sollte (beim Rechtshänder) beim Sliceaufschlag etwas rechts vom Körper sein, beim geraden Aufschlag vor dem Körper, und beim Kickaufschlag etwas links vom Körper.

Wichtig ist beim Training des Ballwurfes, dass man den Ballwurf im Zusammenhang mit der richtigen Aufschlagbewegung macht, und den Ball aber dabei nicht schlägt, sondern auf dem Boden aufkommen lässt. [Zur Startseite]

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