Diese Frage ist mit Sicherheit nicht ganz pauschal zu beantworten. Zu viele Faktoren beeinflussen dies. Was man mit Sicherheit sagen kann, hängt dies auf jeden Fall mit dem Alter und natürlich auch mit der Spielstärke zusammen. Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch das Engagement und der Ehrgeiz der Eltern eine große Rolle.
Im Alter von etwa 5-6 Jahren sollten die Kinder auf jeden Fall eine Trainingseinheit pro Woche mit einem Trainer oder Übungsleiter bekommen. Diese dient dazu, dass der tennisspezifische Aspekt von Anfang richtig vermittelt wird. Wie lange diese Trainingseinheit sein sollte, also ob 30, 45 oder 60 Minuten, hängt individuell von der Konzentrationsfähigkeit und auch der Leistungsbereitschaft der Kinder ab. Auf jeden Fall sollte in diesem Alter der spielerische Aspekt des Trainings und der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Neben dem organisierten Training ist es aber auch noch genauso wichtig, dass die Kinder so viel Ball- und Schlägerkontakt wie möglich haben. Das heißt, ob die Kinder ein zweites oder drittes Mal in der Woche mit den Eltern auf Platz gehen, oder nur zuhause mit dem Schläger und einem Ball gegen die Hauswand spielen ist egal. Im Vordergrund steht die Schulung des Ballgefühls und das richtige Einschätzen des Balls, die Festigung der Bewegungsabläufe und der Ausbildung der körperlichen Anpassung ans Tennis. Hierzu gibt es viele einfache und sehr effektive Ballgewöhungsübungen.
Mit steigender Spielstärke sollte auch das Tennistraining intensiver werden
Mit zunehmendem Alter und zunehmender Spielstärke sollte sich auf jeden Fall die Zahl der organisierten und von einem Trainer ausgeführten Einheiten auf dem Platz erhöhen. Für Mannschaftsspieler, egal ob Bambini, Knaben / Mädchen, oder Junioren / Juniorinnen sind zumindest vor und während der Punktspiel- und Turnierphase mindestens zwei Wochenstunden bzw. Trainingseinheiten fast schon zwingend. In Abhängigkeit der möglichen Zeit, welche die Kinder bzw. Jugendlichen neben ihrer schulischen und privaten Aktivitäten aufbringen können, bietet sich in jedem Fall noch eine zusätzliche dritte Trainingseinheit an, in welcher hauptsächlich die Kondition verbessert wird. Ob dies nun ein gemeinsamer Waldlauf der Mannschaftsspieler oder gemeinsames Laufen über den Fußballplatz, ein spezielles Zirkeltrainings, oder auch Ausgleichssportarten wie zB Basketball ist, spielt eine geringe Rolle.
Ganz wichtig ist nicht nur ein geregeltes Sommertraining, sondern auch ein regelmäßiges Wintertraining. Allerdings ist hier besonders die Frage der Finanzierung dieses Trainings wichtig, weil die wenigsten Tennisvereine eine eigene Tennishalle haben, und somit die zusätzlichen Hallenkosten im Wintertraining hinzukommen. Außerdem ist im Winter oft ein Mangel an Hallenplätzen ausschlaggebend dafür, welche bzw. wieviele Kinder überhaupt an einem Vereinstraining teilnehmen können. Besondern beim finanziellen Aspekt ist bei der Organisation eines Wintertrainings der Verein mit einem Trainingskostenzuschuss stark gefordert. [Zur Startseite]