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Nicht zu weit ans Netz vorrücken

Montag, 25. April 2011

Zwar ist auf Sand, und da vor allem im Einzel, der Netzangriff, oder gar die Serve-and-Volley-Taktik nicht so bedeutend, aber dennoch kommt es beim Sandplatztennis immer wieder zu Netzangriffen, und dies vor allem beim Doppel. Und genau bei diesem Netzangriff werden oft grundlegende Fehler gemacht, die einem sowohl das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten am Netz nehmen, und auch die Effektivität der Volley deutlich verrringern.

Eine grundlegende Regel ist, dass man als ans Netz vorstürmender Spieler, in dem Moment, in welchem der Gegner den Passierschlag ansetzt, zum Stehen kommen muss, und den darauffolgenden Richtungswechsel zum gegnerischen Passierball durch einen Splitstep einleiten sollte. Die Problematik beim Netzangriff ist nämlich immer die, dass man beim Volley nicht steht, und durch die Vorwärtsbewegung nicht an den gegnerischen Ball herankommt, obwohl man diesen Ball aus dem Stand heraus locker erreicht hätte, wenn man sich auf den Richtungswehsel vorbereitet hätte.

Viele Spieler vergessen, dass es eine richtige Volleytechnik erfordert, dass man den Ball nicht an dem Ort volliert, an welchem man die Schlagbewegung eingeleitet hat, sondern dass man durch einen kurzen Auftaktschritt und dann vor allem durch einen zielgerichteten aktiven Schlagschritt zum Ball hingeht, und somit noch etwa eineinhalb Meter ans Netz aufrückt. Die meisten Spieler haben Angst nicht weit genug ans Netz vorzukommen, obwohl dies gerade bei schnellen Angriffsbällen erst recht nicht möglich ist. Denn schnelle Bälle kommen auch schneller zurück.

Aus diesem Grund sollte man sich als Angriffsspieler mal bewusst machen, dass es vollkommen ausreicht bei einem Netzangriff bis an die T-Linie aufzurücken, dort die “Drehscheibenposition” mit einem Splitstep einzunehmen, und mit der richtigen Schlagtechnik zielgerichtet zum Volley hinzugehen. Außerdem ist es auch aus zwei weiteren Gründen gar nicht so gut zu nah am Netz zu sein: zum einen verringert man seine eigene Reaktionszeit, und zum anderen kann man leichter überlobbt werden.

Ab und zu ist es möglich, dass man den ersten Volley nicht gleich zum Punkt wegdrücken kann, weil man noch nicht neh genug am Netz war, aber trotzdem kann man durch einen kontrollierten Volley zumeist nach dieser Spielweise den druck auf den Gegner erhöhen, und den Punkt für den zweiten Volley vorbereiten. Außerdem ist es gar nicht gesagt, dass der Gegner den ersten etwas passiveren Volley nicht gleich selbst schon verschlägt, denn der Gegner ist durch den Netzangriff auf jeden Fall mehr unter Druck als der angreifende Spieler.

Tennistraining und mehr

Mittwoch, 30. März 2011

Um im Tennis besser zu werden, muss man sicherlich auch genügend trainieren. Beim Tennistraining kann man die Grundtechniken erlernen, stabilisieren und verfeinern, so dass man schlagtechnisch große Fortschritte machen wird. Ebenso für den konditionellen Bereich eignet sich das Tennistraining auch sehr gut. Je mehr man also trainiert, desto fitter wird man, das Stellungsspiel, die Beinarbeit und die Antizipation wird besser, und umso effektiver wird man Tennis spielen. Aber was kann auch das beste Tennistraining nicht bieten? Matchpraxis und mentale Stärke.

Wenn man nur Schlagtraining macht, dann ist man auf dem besten weg zum sogenannten Trainingsweltmeister. Aber was hilft das, wenn man die Trainingsleistungen nicht im Match umsetzen kann, wo man immer unter Druck ist, und auch in knappen Spielsituationen seine Leistung bringen muss? Dies muss man genauso trainieren, wie beispielsweise die Topspinvorhand. Man muss also versuchen, so viel wie möglich nebe dem Tennistraining auch die Matchsituationen zu trainieren.

Eine Matchsituation kann man im Training nicht simulieren. Im Match muss man mit vielen Höhen und Tiefen fertig werden und muss das positive Denken lernen, und lernen mit der eigenen Nervosität umzugehen. Außerdem spielt es eine große Rolle, dass man sich immer möglichst schnell auf die Stärken und Schwächen eines bis zum Matchbeginn unbekannten Gegners möglichst schnell einstellt. Im Tennistraining sind die “Gegner” immer bekannt. Im Match ist das oft nicht so. Außerdem ist es wichtig, dass man in einem Match auch lernt, seine Spieltaktik auch möglicherweise das ein oder andere Mal umstellen zu können.

All das sind Aspekte die man im Training nicht lernen und üben kann. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, nicht immer nur zu trainieren, sondern auch möglichst viele Matches zu spielen, damit man sich an das Wettkampftennis gewöhnen kann, um das im Tennistraining Erlernte auch wirklich effektiv und erfolgreich einsetzen zu können.

Tennistaktik: Kein Schönheitspreis für riskante Bälle

Sonntag, 30. Januar 2011

Gerade im Kinder- und Jugendtennis ist es in vielen Matches immer wieder zu beobachten, dass die Kinder und Jugendlichen in bestimmten Spielsituationen wichtige Punkte durch taktische Fehleinschätzungen oder Unkonzentriertheit sehr leichtfertig verschenken. in solchen Matchsituationen werden also beispielsweise Ballwechsel nicht siegreich abgeschlossen, welche die Kinder sehr gut aufgebaut und dominiert haben, aber trotzdem durch einen viel zu riskanten Schlag abschließen wollten, und den eigentlich verdienten Punkt doch nicht gemacht haben. Die Folge ist es dann zumeist, dass die Kinder sich ärgern, das Selbstvertrauen verlieren und in ihren Schlägen unsicher werden, und natürlich den Gegner auch aufbauen, Durch solche meistens taktische Fehleinschätzungen der Spielsituationen sind schon viele Tennismatche gekippt.

Aus diesem Grund sollten die Kinder im Tennistraining auch lernen, dass es im Match nicht um schöne Punkte geht, sondern nur um die Punkte welche man letztendlich auch wirklich gemacht hat. Diese minimalistische Denkweise hilft dabei, dass die Kinder weniger Risiko und Unbedarftheit in ihren Matchaufnau hineinlegen, und ist unterm Strich so gut wie immer erfolgreicher.

Die klassische Spielsituation ist es doch immer, dass ein Spieler einen Ballwechsel absolut dominiert, den Gegner so sehr unter Druck gesetzt hat, und dann den entscheidenden Ball, bei dem der Gegner schon geschlagen ist, praktisch dem “Elfmeter ohne Torwart”, den letzten Schlag besonders gut spielen will, und den Ball genau ins Eck möglichst auf die Linie spielen will. Das Resultat ist, der Ball geht oft knapp ins Aus, man verliert den Punkt, und alle spielerischen Mühe und eine perfekte Vorarbeit im Ballwechsel ist dahin.

Solche mehr oder weniger 100%-igen Punkte sind zwar nicht einfach, vor allem weil man auch bei diesen Punkten voll konzentriert bleiben muss, aber so eine Spielsituation kommt im Match häufig vor. Man kann und muss diese Spielsituationen auch im Tennistraining üben, damit man im Match die Ruhe bewahrt, und sich durch unverhältnismäßiges Risiko in solchen Matchsotautionen nicht selbst um den wohlverdienten Punkt im Match bringt.

Gerade in diesen Spielsituationen spielt häufig die Psychologie eine große Rolle, die sich dann neagtiv auswirken kann. Hat man den Ballwechsel klar dominiert und setzt den Gegner so unter Druck, dass man den nächsten Ball nur noch reinspielen müsste, dann hat sich im Kopf soviel “innerer Druck” oder Anspannung aufgebaut, dass man mit dem vermeintlich abschleißenden Schlag den ganzen Durck rauslassen will, und ein viel zu großes Tempo in den ball gibt, den Ball viel zu genau an die Linie spielen will, und den Gegner praktisch vorführen will. Dieser “Schuss” geht meist nach hinten los.

Der Trainer muss also im Tennistraining versuchen, dass er den Kindern verdeutlicht, dass es in dieser Situation keinen Schönheitspreis gibt, sondern dass jeder nur danach fragt: “warum hast du diesen Punkt nicht einfach gemacht, in dem du den Ball einfach locker und ohne Risiko ins Feld spielst, weil dein Gegner eh schon geschlagen war?” Ein Punkt ist erst dann gemacht, wenn man den Ballwechsel siegreich abgeschlossen hat, und nicht wenn man diesen bis zum vorletzten Schlag klar dominiert hat …

Tenniskinder müssen ihre Fähigkeiten einschätzen können

Montag, 31. Mai 2010

Es ist in der Tennispraxis oft zu beobachten, dass sich viele Kinder und Jugendliche oft selbst nicht einschätzen können. Das heißt, dass sie vor allem im Tennismatch Schläge einsetzen und Taktiken anwenden, deren Erfolg sie gar nicht richtig einschätzen können. Die Folge ist, dass die Kinder und Jugendlichen als Feedback weniger Erfolgserlebnisse bekommen, und vor allem häufiger knappe Matches verlieren. In diesem Zusammenhang ist die Aufgabe des Tennistrainers den Kindern beim Tennis analytische Fähigkeiten mitzugeben.

Was genau sind analytische Fähigkeiten? Es geht vor allem darum Fehler zu vermeiden. Fehler sowohl im schlagtechnischen Bereich, als auch im taktischen Bereich. Die Kinder und Jugendlichen müssen sowohl im Training, als auch im Match erkennen, welche Bälle sie genau spielen. Dabei ist es ein Unterschied, ob sie erkennen welchen Ball sie spielen wollten, und was für ein Schlag tatsächlich herausgekommen ist. Das heißt, die jungen Spieler müssen sofort bei jedem Schlag genau analysieren können, dass sie zwar einen Vorhand-Crossball spielen wollten, der Ball aber viel zu weit in die gegnerische Platzmitte gegangen ist, und auch noch beispielsweise zu kurz war. Und jetzt genau kommt der entscheidende Punkt: die Kinder dürfen zwar einen solchen Ball falsch spielen, sie müssen aber erstens erkennen, welchen Unterschied gibt es zwischen dem Soll-Ball und dem Ist-Ball, und warum war das so. Sprich, durch das Erkennen eines falschen Ergebnisses müssen die Kinder dies umsetzen können, um den nächsten Schlag so zu spielen, wie sie ihn beabsichtigen. Dies ist vor allem sehr wichtig für das Vertrauen in die eigenen Schläge.

In der Praxis müssen die Kinder also die die Fähigkeit haben eine eigene Spielanalyse machen zu können. Bei dem misslungenen Crossball im obigen Beispiel hieße das also, da der Ball zu kurz war und nicht cross genug, müssen die Kinder sofort auf schlagtechnischer Ebene analysieren können, dass sie offensichtlich nicht richtig zu Ball gestanden sind, und den Ball auch noch zu spät getroffen haben. Um dies zu trainieren, ist es die Aufgabe des Tennistrainers, genau dies auch im Training zu üben. Nach jedem Ballwechsel sollen die Kinder einen bestimmten Schlag analysieren, um diese Fähigkeit zu schulen.

Auch im taktischen Bereich müssen die Kinder lernen, ihre Schläge richtig einschätzen zu können. Meistens ist es in der Praxis so, dass ein Tennisspieler seine Schläge immer auf die Linien spielen will. Dies ist aber viel zu riskant und reine Glückssache, weil niemand in der Lage seine Schläge so genau zu platzieren. Taktisch wäre es also besser, die Schläge auf einen Punkt etwa einen bis einen halben Meter innerhalb des Feldes spielen zu wollen. Das Risiko ist ungleich geringer, und diese Bälle sind trotzdem noch effektiv. Vor allem, wenn man sie geduldig spielt. Eine gute und sehr einfach Übung ist es, die Kinder im T-Feld auf jeweils einen Eimer Zielspielen zu lassen. Hierbei spielen die Kinder auf eine erheblich kleineres Feld, viel langsamere Bälle, und noch auf ein deutlich größeres Ziel (den Eimer), als es die Linie ist. Das Ergebnis wird sein, dass die Kinder selbst unter diesen sehr vereinfachten Bedingungen selten treffen werden. Wie wollen sie dann das deutlich schwierigere Ziel die Linien auf dem großen Feld treffen. Erst wenn den Kindern anhand solcher Übungen bewusst wird, welch schwierige und vor allem kaum lösbare Aufgaben sie sich selbst im Match stellen, werden sie umdenken, und ihr tatsächlichen Fähigkeiten erkennen. Die Folge wird sein, die Kinder werden erfolgreicher Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Die Spielweise richtet sich nach den Platzverhältnissen

Mittwoch, 24. März 2010

Im Tennistraining sollte der Trainer nicht nur die richtige Schlagtechnik für die Vorhand oder Rückhand vermitteln, sondern auch deren taktisch richtigen Einsatzzwecke und vor allem auch eine den Platzverhältnissen und der Spielsituation angepasste Spielweise. Hier bei sollten die Kinder selbst beurteilen können, dass sie ihre Spielweise an den Tennisplatz und die spezielle Spielsituation anpassen müssen.

Es ist einfach zu beurteilen, dass ein Sandplatz eine andere Spielweise erfordert, als ein Tennisplatz in der Halle. Der Sandplatz macht die Bälle langsamer, womit es schwieriger ist ein druckvolles Spiel aufzubauen, und man den Ballwechsel also geduldiger aufbauen muss. In der Halle ist der Tennisplatz schneller, und man muss auch an diesen Belag seine Spielweise anpassen. Hierbei spielt wor allem das richtige Timing für den Schlag eine große Rolle, weil man in Halle etwas weniger Zeit hat, als auch dem Sandplatz.

Außerdem muss den Kindern auch vermittelt werden, dass Umwelteinflüsse beim Tennis eine große Rolle spielen. Zwar nicht in der Halle, aber natürlich im Freien. Hier beeinflussen Faktoren wie der Stand der Sonne, die Feuchtigkeit des Platzes, oder aber vor allem der Wind des Spiel sehr stark. Die Sonne kann beim Ballwurf zum Aufschlag stark blenden, daran sollte man sich gewöhnen, oder seinen Ballwurf anpassen können. Ein feuchter Platz ist langsamer als ein trockener Tennisplatz, und der Wind hat großen Einfluss auf jeden Schlag, bzw. die Schlaggenauigkeit.

Aber auch der Tennisplatz selbst erfordert durch seine Abmessungen ein paar taktische Überlegungen, welche den Kindern bewusst sein sollten. Ein Tennisplatz ist 23,77 Meter lang und das Netz ist aussen 107 cm hoch, und hat in der Mitte eine Höhe 91,4 Zentimeter. Diese Abmessungen spielen aus schlagtechnischer Sicht, und aus der Beurteilung des Risikos eines Schlages in einer bestimmten Spielsituation eine große Rolle. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Überlegung, dass der Ball bei einem Longline-Schlag deutlich risikoreicher ist, als der Cross. Beim Longline ist das Feld 23,77 Meter lang, und der Ball muss eine Netzhöhe von nicht ganz 107 cm überqueren. Beim Cross ist die Diagonale des Tennisplatzes um 1,37 Meter länger, also 25,14 Meter, und das Netz ist in der Mitte um nicht ganz 16 cm tiefer. Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, den sich die Kinder vor Augen halten müssen. Zwar soll man nicht immer nur einen Cross spielen, weil sonst die Spielweise berechenbar wird, aber in riskanten Spielsituation, in denen man unter Druck ist, sollte man sich im Zweifelsfall aus den genannten Gründen für den Cross entscheiden. [Zur Startseite]

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Bestimmte Spielvarianten
immer wieder intensiv trainieren

Dienstag, 8. September 2009

Ein gutes Tennistraining beinhaltet nicht nur das Einüben und Trainieren bestimmter Schläge, sondern auch das Training bestimmter Spielvarianten. So kann man man immer einen Angriffsball scharf, aggressiv und überrissen in die Ecken schlagen. Ein effektiver Angriffsball ist aber auch ein langer, flacher Slice in die Platzmitte an die gegnerische Grundlinie, da man bei dem Sliceangriffmehr Zeit hat um ans Netz vorzurücken, und der Gegner bei einem Passierball aus der Platzmitte einen schlechteren Winkel hat.

In diesem Zusammenhang geht also nicht um die reine Schlagtechnik, sondern um das Training der Fähigkeit das eigene Schlagrepertoire voll auszunützen und mit einem variatenreichen seinen Gegner immer wieder zu überraschen, dass sich dieser nicht immer auf den selben Ball oder den Spielzug einstellen kann.

Eine weitere Variante ist es, das Spiel mit der Rückhand immer wieder mit Sliceschlägen zu gestalten, und dann ab und zu einen überraschenden Stop einzubauen. Der Grund für die Effektivtät dieser Variante liegt darin, dass man gegen einen Topspin-Spieler einen Stop leicht erkennt, weil die Ausholbewegung ganz anders ist. Spielt man die Rückhand aber auch ab und zu mal mit Slice, so kann man den Stopball, aufgrund der gleichen Ausholbewegung, besser “tarnen”.

Eine Spielvariante ist es auch das Tempo zu wechseln. Je nach Spielweise des Gegners ist nicht immer erforderlich jeden Ball vool durchzuziehen. Man kann auch mal bewusst das Tempo aus den Schlägen nehmen, um dem Gegner auch mal die Chance zu Fehler zu geben. genauso ist verhält es sich mit der Variation in den Drallarten der einzelnen Schläge.

Auch im Doppel sollteman keine eintönige und immer gleiche Strategie anwenden. Als Returnspieler ist gerade bei einem offensiven gegnerischen Doppel ein kurzer Slcie-Return corss vor die Füße des aufrückenden Aufschlägers oft effektiver als ein schaf geschlagener gerader Return. Steht das gegnerische Doppel gut und oft am Netz vorne bietet sich immer auch die Variante eines Lobs über der schlechteren Spieler der Gegner an. Im Doppel ist es gerade gegen etwas schlechtere Aufschlagspieler auch immer wieder eine überraschende Variante, als retournierender Spieler mit Chip-and-Charge die Gegner zu überraschen, das heißt man spielt den Return im aufsteigen und in der Vorwärtsbewegung als Slice zurück und rückt gleich ans Netz vor.

Je unberechenbarer die eigene Spielweise für den Gegner wird, um so erfolgreicher wird das eigene Spiel. Natürlich wird der Gegner mit den gleichen Mitteln versuchen erfolgreich zu sein. Die Kunst ist es nun die jeweiligen Spielsituationen schnell zu erkennen, und die richtige Variante anzuwenden. Je besser es der Tennistrainer im Jugendtraining schafft, den Kinder und Jugendlichen diesen Variantenreichtum zu vermittelund umzusetzen, um so erfolgreicher werden die Kinder Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Doppeltaktik und Spielformen im Tennisdoppel

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tennis ist zwar überwiegend eine Einzelsportart, aber dennoch ist das Tennisdoppel nicht zu vernachlässigen und schon gar nicht zu vergessen. Das Training des Doppels beim Tennis ist vor allem für alle Spieler, die an Tennis-Mannschaftswettbewerben (Medenspiele) teilnehmen sehr wichtig, weil hier sowohl Einzel als auch Doppel gespielt werden. Meistens entscheidet der Erfolg bei den Tennisdoppeln über den Ausgang des gesamten Mannschaftsspieltages. Außerdem profitiert jeder Einzelspieler sowohl von den technischen und taktischen Fähigkeiten und Erfordernissen die fürs Tennisdoppel erforderlich sind.

Die großen Unterschiede des Doppels zum Einzel im Tennis bestehen in der permanenten Absprache des nächsten Spielzuges beider Doppelpartner und in dem blinden Spielverständnis der beiden Spieler in bestimmten Spielsituationen. Grundsätzlich wird ein Tennisdoppel am Netz gewonnen, womit der Volley eine große Rolle spielt. Sind beide Partner am Netz so ist es besonders wichtig so gut eingespielt zu sein, dass situationsabhängig klar ist, wer gegnerische Bälle volliert die in die Mitte beider Spieler kommen, und wer hohe Lobs schmettert. Besteht hier Uneinigkeit beider Partner gewinnt der Gegner meist den Punkt.

Besonders wichtig ist die Absprache beider Spieler wohin bei eigenem Aufschlag der eine Partner serviert. Soll der Aufschlag in die Mitte kommen, so muss sich der Netzspieler auf den gegnerischen Return anders einstellen, als wenn der Aufschlag nach außen geht, und der Netzspieler mehr die Longlineseite abdecken muss. Dazu ist viel Training nötig.

Eine Grundregel beim Doppel besagt, dass man immer cross returnieren muss. Kommt der gegnerische Netzspieler an den Return heran, bedeutet das in den meisten Fällen Punktgewinn für den Gegner. Deshelb muss der Return möglichst weit weg vom Netzspieler. Spielt der Gegner einen Lob über den Netzspieler, den dieser nicht erreichen kann, ist der Partner des überlobbten Netzspielers gezwungen seine Seite zu verlassen, um den Lob zu erlaufen. In der Zwischenzeit muss der überlobbte Netzspieler ebenfalls auf die nun freigewordene Seite des Feldes wechseln, weil diese sonst ganz offen wäre.

Ein gutes Rezept gegen zwei am Netz stehende Spieler ist es, den Ball genau in die Mitte der beiden Spieler zu schlagen, weil es dabei oft zu Missverständnissen kommt wer den Ball nehmen soll. Außerdem ist es für die Netzspieler von der Mitte aus schwieriger einen Volley zu platzieren, weil der Winkel hierbei ungünstiger ist.

Als ans Netz stürmender Aufschläger reicht es meist schon den Volley nicht gleich gewinnbringend und risikoreich ins gegnerische Feld zu spielen, sondern einfach lang wieder auf den Returnspieler zurück zu vollieren, weil es für diesen schwierig ist, gegen zwei gut am Netz positionierte Spieler den Punkt zu machen.

Das Tennisdoppel unterscheidet sich in technischen und taktischen Erfordernissen in vielen Punkten deutlich vom Einzel, wobei aber jeder Spieler sowohl von Doppelspielweise als auch von der Einzeltaktik profitiert. Aus diesem Grund sollte man weder auf ein gezieltes Doppeltraining, noch auf viele Doppel-Trainingsmatches verzichten. [Zur Startseite]

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Den Ball des Gegners frühzeitig erkennen

Sonntag, 31. Mai 2009

Beim Tennis spielt es eine große Rolle, wie früh man den gegnerischen Ball bzw. Schlag erkennt, bzw. wie gut man dessen Spiel erkennen oder den “Ball lesen” kann. Das bedeutet nicht, dass jeder eine sehr gute Reaktion braucht, sondern man sollte schon vor dem Schlag des Gegners, aufgrund dessen Körperstellung, aufgrund dessen Schlägerhaltung und auch aufgrund seiner eigenen Spielerfahrung erkennen können, welcher Ball jetzt kommen wird. Grundvoraussetzung dafür ist, dass man selbst eine gute Schlagtechnik hat, und Bewegungsmuster für jede Schlagtechnik erkennen kann.

Gerade beim Tennis spielt das frühzeitige Erkennen des gegnerischen Balls eine große Rolle, weil man nicht viel Zeit zu reagieren hat. Je früher man den gegnerischen Schlag erkennt, um so eher kann man reagieren, und um so besser wird der eigene Schlag werden.

Wenn man selbst eine gute Aufschlagtechnik hat, und die Wirkung jedes einzelnen Bewegungsmusters bei einem Tennisschlag kennt, kann man schon an dem Ballwurf des Gegners (Rechtshänder) erkennen, dass dieser beispielsweise den Ball auf die rechte Körperseite geworfen hat, und dass sehr wahrscheinlich ein Sliceaufschlag bzw. ein Cross-Aufschlag kommen wird. Wenn man den Gegner genau beobachtet kann also schon im Vorfeld des Schlages, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erkennen, welcher Schlag kommen wird. Genauso ist es zum Beispiel mit einem Stop. Für den Stop braucht man eine ganz andere Schlägerhaltung und eine andere Schlagbewegung, die man mit einem geschulten Auge erkennen kann, bevor der Gegner den Ball überhaupt geschlagen hat.

Eine offene Schlagstellung bei den Grundschlägen deutet meistens auf einen Cross-Schlag hin, während eine geschlossene und schön seitliche Schlagstellung des Gegners eher einen Longlineschlag erwarten lässt.

Für das Kindertraining bedeutet dies, dass die Kinder selbst möglich genau jede Schlagtechnik kennen und beherrschen müssen, und vor allem die Schläge ihres Gegners frühzeitig erkennen müssen. Wenn die Kinder selbst einen Rückhand-Slice erkennen, und das Schlagprinzip verstanden haben, werden sie schon anhand der Ausholbewegung und der Schlagbewegung des Gegners schon den Slice des Gegners erkennen. Und natürlich auch dementsprechend auf die jeweiligen gegnerischen Schlag richtig reagieren können.

Je größer die Erfahrung der Kinder ist, desto eher wissen sie auch, dass in bestimmten typischen Spielsituationen nur ein bestimmter Schlag des Gegners besonders wahrscheinlich ist. Demgegenüber spielt natürlich auch wieder der Spielwitz und die technischen Möglichkeiten eines jeden Tennisspielers eine Rolle, den Schlag zu spielen, den der Gegner nicht erwartet. Trotz der Tatsache, dass es möglich ist viele Schläge des Gegners zu lesen, sind beim Tennis doch immer wieder viele Überraschungsmomente möglich, was das Spiel so spannend und interessant macht. [Zur Startseite]

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Taktisches Verständnis der Kinder für den Aufschlag

Donnerstag, 12. März 2009

Gerade in den ersten Jahren der Punktspiel- und Turnierkarriere, und vor allen in den ersten Matches, ist der Aufschlag für die kleinen Kinder eher eine lästige Pflicht, als ein freudiges Ereignis, dem Gegner den Aufschlag um die Ohren zu schlagen. Aufgrund der fehlenden Körpergröße und Kraft, und vor allem noch aufgrund der geringen Matcherfahrung und taktischer Unerfahrenheit, ist es oft zu erleben, dass die Kinder in ihren Matches den Aufschlag kaum effektiv zu nutzen wissen, und eher den Aufschlag verlieren.

Dabei ist auch für die Kinder der Aufschlag der einzige Schlag, den der Gegner nicht beeinflussen kann, bzw nicht beeinflusst hat. Der Aufschläger ist also immer seines “Glückes Schmied”. Aus diesem Grund ist es also nicht nur notwendig den Aufschlag von seiner technischen Seite her zu trainieren, sondern auch den richtigen taktischen Einsatz den Kindern zu erläutern.

Meist läuft es im Match folgendermaßen ab. Die kleinen Tennisspieler versuchen ihren ersten Aufschlag, ganz nach dem Vorbild ihrer Idole aus dem Kreis der Tennisprofis, mit viel zu viel Geschwindigkeit und Risiko zu spielen. Resultat ist, meistens kommt der erste Aufschlag nicht. Was bleibt, ist dann die Angst den zweiten Aufschlag zu verschlagen, und somit kommt nur noch ein ganz leichter, für den Gegner viel zu einfach spielender Aufschlag, der eher für den Returnspieler ein Vorteil ist, als für den Aufschläger.

Das heißt, die Kinder müssen lernen ihre Chance auf einen guten ersten Aufschlag zu begreifen, um sich dementsprechend zu verhalten, bzw. dementsprechend aufzuschlagen. Wenn man also kaum Erfolgsaussichten hat, den ersten Aufschlag als eigenen Vorteil ins gegnerische Aufschlagfeld zu spielen, sollte man eher auf Geschwindigkeit und Risiko verzichten, und eher den ersten Aufschlag mit dem Tempo eines zweiten Aufschlages spielen, dafür aber lieber die Schwächen des Gegners auszunutzen versuchen.

Die brauchen also zuerst due Fähigkeit, möglichst schnell zu erkennen, wo die Schwächen des Gegners sind, um mit einem taktisch klugen Aufschlag den Ballwechsel mit einem Vorteil aufzubauen. Ansonsten haben die Kinder nur den Druck, bei einem misslungenen ersten Aufschlag, dem Gegner ein Einladung zum Punkt servieren zu müssen, was meist schon zu einem Doppelfehler führt, weil deshalb die Nerven versagen. Ein Teufelskreis beginnt, und der eigene Aufschlag wird zum Vorteil des Gegners.

Sind die Kinder soweit, bekommen sie mehr Sicherheit beim Aufschlag, und können dann auch automatisch beim ersten Aufschlag wieder emhr riskieren, weil sie ja auf eine adäquate alternative Aufschlagvariante zurückgreifen können. [Zur Startseite]

Die Aufschlagtechnik im Kindertennis

Montag, 27. Oktober 2008

Oft wird behauptet, dass der Aufschlag beim Tennis die halbe Miete für den Matchgewinn sei. Der Grund liegt darin, dass der Tennisaufschlag normalerweise ein derart großer Vorteil sein sollte, dass man schon mal immer mindestens seine eigenen Aufschlagspiele gewinnen sollte, weil der Aufschlag aus einer vorteilhaften Situation aus geschlagen werden darf, und dies auch noch ohne jeglichen Einfluss des Gegners.

Gerade im Kindertennis wirkt sich dieser Vorteil zumindest am Anfang der Tenniskarriere nicht sonderlich aus, weil die Kinder nicht die erforderliche Körpergröße haben, und auch noch gar nicht die nötige Kraft besitzen, um aus dem eigenen Aufschlag einen gewinnbringenden Schlag zu machen.

Im Kindertennis ist der Aufschlag erstmal nur eine Spieleröffnung, und kein Matchvorteil. Aus diesem Grund ergeben sich auch ganz andere Vorgaben für den Aufschlag. So sollten die Kinder erstmal so aufschlagen, dass sie soviel Vertrauen und Übung haben, dass sie den Service immer ins gegnerische Aufschlagfeld schlagen können, ohne einen Dopperfehlen zu machen.

Ist dieser Punkt, bzw. das Vertrauen in den eigenen Aufschlag erreicht, dann müssen die Kinder langsam die Effektivität des Aufschlages steigern. Dies bedeutet, dass die Geschwindigkeit und die Präzision besser werden müssen. Außerdem müssen die jungen Tennisspieler auch den richtigen taktischen Einsatz des Aufschlages lernen.

Für die Geschwindigkeit des Aufschlages ist eine kontinuierliche Verbesserung der Aufschlagtechnik nötig, und natürlich auch ein aufschlagspezifisches Krafttraining. dadurch können die Kinder durch einen schnelleren und platzierteren Aufschlag ihre Gegner mehr unter Druck setzen, und der Aufschlag wird mehr und mehr zu einem gewinnbringenden Schlag, also sozusagen der halben Miete zum Gewinn des Tennismatches. [Zurück zur Startseite]