Gerade beim Kinder- und Jugendtennis hat so eine Tennismannschaft immer mit dem Problem der herauswachsenden Spieler zu kämpfen. Kommt dann noch dazu, dass es sich um einen kleineren Tennisverein handelt, kann es schnell mal passieren, dass eine bestehende gute Jugendmannschaft im darauffolgenden Jahr wieder abgemldet oder zurückgezogen werden muss, weil Leistungsträger herausgewachsen sind, oder entsprechende Jahrgänge in dem Verein nicht stark genug besetzt sind.
Die Leidtragenden sind immer die Spieler, die dann alleine übrig bleiben, und entweder für die Mannschaft keinen spielstarken Ersatz bekommen, oder das kommende Jahr nicht mehr für den alten Verein spielen, weil dort eben keine Mannschaft mehr zustande kommt. Um dem vorzubeugen, bedarf es einer guten und vor allem auch langfristigen Planung des Tennisvereins, insbesondere des Sport- und Jugendwarts in Zusammenarbeit mit dem Trainer, dass man frühzeitg erkennt, welche Jahrgänge schwach besetzt sind, und in welchen Mannschaften man sich rechtzeitig um Nachwuchs oder Neumitglieder kümmern muss.
Eine zweite Problematik ergibt sich daraus, dass zu viele Spieler für eine Mannschaft da sind. Zum einen gibt es in fast jeder Mannschaft einen „Spitzerspieler“ der praktisch im eigenen Verein fast immer unterfordert ist, weil seine Mannschaftskollegen einfach schwächer sind. Hier muss der Trainer und auch der Jugendwart darauf achten, dass der Spitzenspieler adäquate Trainingspartner bekommt, und somit auch in seiner Leistung nicht stagniert, und sich weiterentwickelt. Denn für die Mannschaft übt dieser Spieler automatisch eine Vorbildfunktion aus.
Ganz anders verhält es sich mit den Ersatzspielern. Eine Tennismannschaft besteht im Jugenbereich aus 4 Spielern. Will man im Verein den Erfolg, und hat das Potenzial um einen möglichen Aufstieg mitzuspielen, müssen praktisch immer die vier besten Spieler spielen. Die Ersatzspieler haben kaum eine Chance auf einen Einsatz, außer es verletzt sich einer der Stammspieler, oder er hat keine Zeit. Auf jeden Fall ist dies aus psychologischer Sicht für die betroffenen Ersatzspieler nicht beosnders aufbauend, immer nur der Notnagel zu sein. Da bedarf es viel Fingerspitzengefühl des Jugendwarts, des Trainers oder auch der Eltern. Andererseits kann man eine Mannschaft ohne Erstazspieler auch kaum melden, da man sonst im Falle eines Falles einfach mal unvollständig antreten müsste, und somit von Haus aus Punkte verloren hätte.
Man muss also dafür sorgen, dass sich alle Spieler einer Mannschaft, und dazu gehören eben auch die Ersatzspieler, wirklich immer gut verstehen, und man am besten diese Problematik immer frühzeitig anspricht, und mit allen Spielern der Mannschaft gemeinsam eine Lösung erarbeitet. Denn nur eine vollständige und spielstarke Tennismannschaft, kann auch den Erfolg haben. [Zur Startseite]