Artikel-Schlagworte: „Tennistaktik“

Die Spielweise richtet sich nach den Platzverhältnissen

Mittwoch, 24. März 2010

Im Tennistraining sollte der Trainer nicht nur die richtige Schlagtechnik für die Vorhand oder Rückhand vermitteln, sondern auch deren taktisch richtigen Einsatzzwecke und vor allem auch eine den Platzverhältnissen und der Spielsituation angepasste Spielweise. Hier bei sollten die Kinder selbst beurteilen können, dass sie ihre Spielweise an den Tennisplatz und die spezielle Spielsituation anpassen müssen.

Es ist einfach zu beurteilen, dass ein Sandplatz eine andere Spielweise erfordert, als ein Tennisplatz in der Halle. Der Sandplatz macht die Bälle langsamer, womit es schwieriger ist ein druckvolles Spiel aufzubauen, und man den Ballwechsel also geduldiger aufbauen muss. In der Halle ist der Tennisplatz schneller, und man muss auch an diesen Belag seine Spielweise anpassen. Hierbei spielt wor allem das richtige Timing für den Schlag eine große Rolle, weil man in Halle etwas weniger Zeit hat, als auch dem Sandplatz.

Außerdem muss den Kindern auch vermittelt werden, dass Umwelteinflüsse beim Tennis eine große Rolle spielen. Zwar nicht in der Halle, aber natürlich im Freien. Hier beeinflussen Faktoren wie der Stand der Sonne, die Feuchtigkeit des Platzes, oder aber vor allem der Wind des Spiel sehr stark. Die Sonne kann beim Ballwurf zum Aufschlag stark blenden, daran sollte man sich gewöhnen, oder seinen Ballwurf anpassen können. Ein feuchter Platz ist langsamer als ein trockener Tennisplatz, und der Wind hat großen Einfluss auf jeden Schlag, bzw. die Schlaggenauigkeit.

Aber auch der Tennisplatz selbst erfordert durch seine Abmessungen ein paar taktische Überlegungen, welche den Kindern bewusst sein sollten. Ein Tennisplatz ist 23,77 Meter lang und das Netz ist aussen 107 cm hoch, und hat in der Mitte eine Höhe 91,4 Zentimeter. Diese Abmessungen spielen aus schlagtechnischer Sicht, und aus der Beurteilung des Risikos eines Schlages in einer bestimmten Spielsituation eine große Rolle. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Überlegung, dass der Ball bei einem Longline-Schlag deutlich risikoreicher ist, als der Cross. Beim Longline ist das Feld 23,77 Meter lang, und der Ball muss eine Netzhöhe von nicht ganz 107 cm überqueren. Beim Cross ist die Diagonale des Tennisplatzes um 1,37 Meter länger, also 25,14 Meter, und das Netz ist in der Mitte um nicht ganz 16 cm tiefer. Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, den sich die Kinder vor Augen halten müssen. Zwar soll man nicht immer nur einen Cross spielen, weil sonst die Spielweise berechenbar wird, aber in riskanten Spielsituation, in denen man unter Druck ist, sollte man sich im Zweifelsfall aus den genannten Gründen für den Cross entscheiden. [Zur Startseite]

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Bestimmte Spielvarianten
immer wieder intensiv trainieren

Dienstag, 8. September 2009

Ein gutes Tennistraining beinhaltet nicht nur das Einüben und Trainieren bestimmter Schläge, sondern auch das Training bestimmter Spielvarianten. So kann man man immer einen Angriffsball scharf, aggressiv und überrissen in die Ecken schlagen. Ein effektiver Angriffsball ist aber auch ein langer, flacher Slice in die Platzmitte an die gegnerische Grundlinie, da man bei dem Sliceangriffmehr Zeit hat um ans Netz vorzurücken, und der Gegner bei einem Passierball aus der Platzmitte einen schlechteren Winkel hat.

In diesem Zusammenhang geht also nicht um die reine Schlagtechnik, sondern um das Training der Fähigkeit das eigene Schlagrepertoire voll auszunützen und mit einem variatenreichen seinen Gegner immer wieder zu überraschen, dass sich dieser nicht immer auf den selben Ball oder den Spielzug einstellen kann.

Eine weitere Variante ist es, das Spiel mit der Rückhand immer wieder mit Sliceschlägen zu gestalten, und dann ab und zu einen überraschenden Stop einzubauen. Der Grund für die Effektivtät dieser Variante liegt darin, dass man gegen einen Topspin-Spieler einen Stop leicht erkennt, weil die Ausholbewegung ganz anders ist. Spielt man die Rückhand aber auch ab und zu mal mit Slice, so kann man den Stopball, aufgrund der gleichen Ausholbewegung, besser “tarnen”.

Eine Spielvariante ist es auch das Tempo zu wechseln. Je nach Spielweise des Gegners ist nicht immer erforderlich jeden Ball vool durchzuziehen. Man kann auch mal bewusst das Tempo aus den Schlägen nehmen, um dem Gegner auch mal die Chance zu Fehler zu geben. genauso ist verhält es sich mit der Variation in den Drallarten der einzelnen Schläge.

Auch im Doppel sollteman keine eintönige und immer gleiche Strategie anwenden. Als Returnspieler ist gerade bei einem offensiven gegnerischen Doppel ein kurzer Slcie-Return corss vor die Füße des aufrückenden Aufschlägers oft effektiver als ein schaf geschlagener gerader Return. Steht das gegnerische Doppel gut und oft am Netz vorne bietet sich immer auch die Variante eines Lobs über der schlechteren Spieler der Gegner an. Im Doppel ist es gerade gegen etwas schlechtere Aufschlagspieler auch immer wieder eine überraschende Variante, als retournierender Spieler mit Chip-and-Charge die Gegner zu überraschen, das heißt man spielt den Return im aufsteigen und in der Vorwärtsbewegung als Slice zurück und rückt gleich ans Netz vor.

Je unberechenbarer die eigene Spielweise für den Gegner wird, um so erfolgreicher wird das eigene Spiel. Natürlich wird der Gegner mit den gleichen Mitteln versuchen erfolgreich zu sein. Die Kunst ist es nun die jeweiligen Spielsituationen schnell zu erkennen, und die richtige Variante anzuwenden. Je besser es der Tennistrainer im Jugendtraining schafft, den Kinder und Jugendlichen diesen Variantenreichtum zu vermittelund umzusetzen, um so erfolgreicher werden die Kinder Tennis spielen. [Zur Startseite]

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Den Ball des Gegners frühzeitig erkennen

Sonntag, 31. Mai 2009

Beim Tennis spielt es eine große Rolle, wie früh man den gegnerischen Ball bzw. Schlag erkennt, bzw. wie gut man dessen Spiel erkennen oder den “Ball lesen” kann. Das bedeutet nicht, dass jeder eine sehr gute Reaktion braucht, sondern man sollte schon vor dem Schlag des Gegners, aufgrund dessen Körperstellung, aufgrund dessen Schlägerhaltung und auch aufgrund seiner eigenen Spielerfahrung erkennen können, welcher Ball jetzt kommen wird. Grundvoraussetzung dafür ist, dass man selbst eine gute Schlagtechnik hat, und Bewegungsmuster für jede Schlagtechnik erkennen kann.

Gerade beim Tennis spielt das frühzeitige Erkennen des gegnerischen Balls eine große Rolle, weil man nicht viel Zeit zu reagieren hat. Je früher man den gegnerischen Schlag erkennt, um so eher kann man reagieren, und um so besser wird der eigene Schlag werden.

Wenn man selbst eine gute Aufschlagtechnik hat, und die Wirkung jedes einzelnen Bewegungsmusters bei einem Tennisschlag kennt, kann man schon an dem Ballwurf des Gegners (Rechtshänder) erkennen, dass dieser beispielsweise den Ball auf die rechte Körperseite geworfen hat, und dass sehr wahrscheinlich ein Sliceaufschlag bzw. ein Cross-Aufschlag kommen wird. Wenn man den Gegner genau beobachtet kann also schon im Vorfeld des Schlages, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erkennen, welcher Schlag kommen wird. Genauso ist es zum Beispiel mit einem Stop. Für den Stop braucht man eine ganz andere Schlägerhaltung und eine andere Schlagbewegung, die man mit einem geschulten Auge erkennen kann, bevor der Gegner den Ball überhaupt geschlagen hat.

Eine offene Schlagstellung bei den Grundschlägen deutet meistens auf einen Cross-Schlag hin, während eine geschlossene und schön seitliche Schlagstellung des Gegners eher einen Longlineschlag erwarten lässt.

Für das Kindertraining bedeutet dies, dass die Kinder selbst möglich genau jede Schlagtechnik kennen und beherrschen müssen, und vor allem die Schläge ihres Gegners frühzeitig erkennen müssen. Wenn die Kinder selbst einen Rückhand-Slice erkennen, und das Schlagprinzip verstanden haben, werden sie schon anhand der Ausholbewegung und der Schlagbewegung des Gegners schon den Slice des Gegners erkennen. Und natürlich auch dementsprechend auf die jeweiligen gegnerischen Schlag richtig reagieren können.

Je größer die Erfahrung der Kinder ist, desto eher wissen sie auch, dass in bestimmten typischen Spielsituationen nur ein bestimmter Schlag des Gegners besonders wahrscheinlich ist. Demgegenüber spielt natürlich auch wieder der Spielwitz und die technischen Möglichkeiten eines jeden Tennisspielers eine Rolle, den Schlag zu spielen, den der Gegner nicht erwartet. Trotz der Tatsache, dass es möglich ist viele Schläge des Gegners zu lesen, sind beim Tennis doch immer wieder viele Überraschungsmomente möglich, was das Spiel so spannend und interessant macht. [Zur Startseite]

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Taktisches Verständnis der Kinder für den Aufschlag

Donnerstag, 12. März 2009

Gerade in den ersten Jahren der Punktspiel- und Turnierkarriere, und vor allen in den ersten Matches, ist der Aufschlag für die kleinen Kinder eher eine lästige Pflicht, als ein freudiges Ereignis, dem Gegner den Aufschlag um die Ohren zu schlagen. Aufgrund der fehlenden Körpergröße und Kraft, und vor allem noch aufgrund der geringen Matcherfahrung und taktischer Unerfahrenheit, ist es oft zu erleben, dass die Kinder in ihren Matches den Aufschlag kaum effektiv zu nutzen wissen, und eher den Aufschlag verlieren.

Dabei ist auch für die Kinder der Aufschlag der einzige Schlag, den der Gegner nicht beeinflussen kann, bzw nicht beeinflusst hat. Der Aufschläger ist also immer seines “Glückes Schmied”. Aus diesem Grund ist es also nicht nur notwendig den Aufschlag von seiner technischen Seite her zu trainieren, sondern auch den richtigen taktischen Einsatz den Kindern zu erläutern.

Meist läuft es im Match folgendermaßen ab. Die kleinen Tennisspieler versuchen ihren ersten Aufschlag, ganz nach dem Vorbild ihrer Idole aus dem Kreis der Tennisprofis, mit viel zu viel Geschwindigkeit und Risiko zu spielen. Resultat ist, meistens kommt der erste Aufschlag nicht. Was bleibt, ist dann die Angst den zweiten Aufschlag zu verschlagen, und somit kommt nur noch ein ganz leichter, für den Gegner viel zu einfach spielender Aufschlag, der eher für den Returnspieler ein Vorteil ist, als für den Aufschläger.

Das heißt, die Kinder müssen lernen ihre Chance auf einen guten ersten Aufschlag zu begreifen, um sich dementsprechend zu verhalten, bzw. dementsprechend aufzuschlagen. Wenn man also kaum Erfolgsaussichten hat, den ersten Aufschlag als eigenen Vorteil ins gegnerische Aufschlagfeld zu spielen, sollte man eher auf Geschwindigkeit und Risiko verzichten, und eher den ersten Aufschlag mit dem Tempo eines zweiten Aufschlages spielen, dafür aber lieber die Schwächen des Gegners auszunutzen versuchen.

Die brauchen also zuerst due Fähigkeit, möglichst schnell zu erkennen, wo die Schwächen des Gegners sind, um mit einem taktisch klugen Aufschlag den Ballwechsel mit einem Vorteil aufzubauen. Ansonsten haben die Kinder nur den Druck, bei einem misslungenen ersten Aufschlag, dem Gegner ein Einladung zum Punkt servieren zu müssen, was meist schon zu einem Doppelfehler führt, weil deshalb die Nerven versagen. Ein Teufelskreis beginnt, und der eigene Aufschlag wird zum Vorteil des Gegners.

Sind die Kinder soweit, bekommen sie mehr Sicherheit beim Aufschlag, und können dann auch automatisch beim ersten Aufschlag wieder emhr riskieren, weil sie ja auf eine adäquate alternative Aufschlagvariante zurückgreifen können. [Zur Startseite]

Viel Wert auf taktisches Verständnis beim Tennis legen

Mittwoch, 24. September 2008

Je kleiner und jünger die Kinder beim Tennis sind, desto weniger spielt die Taktik eine Rolle. Ganz kleine Kinder und Anfängerkinder sind erstmal nur damit beschäftigt den Ball übers Netz in die gegnerische Hälfte zu befördern. Dabei sind die Kinder mehr damit beschäftigt, sich auf die richtige Schlagtechnik zu konzentrieren, als auf die richtige Tennistaktik.

Zur Taktik beim Tennis gehört das Erkennen von bestimmten Spielsituationen, das Erkennen von herausgespielten Vorteilen während des Ballwechsels, der richtige Einsatz der Schläge mit der richtigen Dosierung, und die Variation im eigenen Spiel. Auch wenn man letztendlich den Ball nur so ins gegnerische Spielfeld schlagen muss, es gibt eine Unzahl an Variationen und taktischen Möglichkeiten, den Gegner aus dem Konzept zu bringen, und somit das Spiel, den Satz und das Match zu gewinnen.

Gerade am Anfang ist es für die Tenniskinder von sehr großer Bedeutung ihre eigene Spielweise, und vor allem die Effektivität zu erkennen. Es macht zum Beispiel keinen Sinn, dass ein Neunjähriger, nur weil er das erste Mal von einem Netzangriff als taktische Variante gehört hat, permanent ans Netz vorstürmt, und dann aufgrund der fehlenden Körpergröße ganz leicht immer überlobbt wird. Die Kinder müssen also verstehen, dass die Taktik das eine ist, diese aber auch gewinnbringend sein muss.

Es macht auch keinen Sinn, den Ball immer genau auf die Linie spielen zu wollen, weil man die Linie eh nicht absichtlich treffen kann, und man nur ein viel zu großes Risiko eingeht. Besser ist es etwa einen Meter innerhalb der Linie hinzuspielen, was die selbe Effektivität hat, weil man grundsätzlich immer eine mehr oder weniger große seitliche Streuung in den Schlägen hat, aber nun nicht mehr so oft den Ball knapp ins Seitenaus spielt.

Zwar ist es auch taktisch klug die Schwächen des Gegners auszunützen, aber irgendwann stellt sich der Gegner auch auf diese Taktik ein, und ergreift Gegenmaßnahmen. Die Fähigkeit taktische Varianten anwenden zu können ist das eine, noch wichtiger ist es deren Effektivität zu erkennen und die Taktik gewinnbringend einzusetzen.

Gerade im Anfängerbereich ist es schon eine sehr effektive Taktik, den Tenniskindern zu vermitteln, dass es oft besser ist, dem Gegner die Chance zu Fehler zu geben, als durch viel zu riskantes Spiel selbst die Punkte leichtfertig zu vergeben. [Zur Startseite]

Longline und Cross-Schläge richtig einsetzen

Sonntag, 17. August 2008

Nicht nur im Kindertennis ist zwar eine gute Schlagtechnik die Voraussetzung für ein erfolgreiches Spiel, sondern auch der richtige Einsatz der Schläge. Dabei spielt das taktische Spielverständnis der Kinder eine entscheidende Rolle. Was helfen technisch saubere Schläge, wenn man diese in der entsprechenden Spielsituation falsch einsetzt.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass den Kinder möglichst frühzeitig bewusst gemacht wird, worin der Unterschied eines Logline- und Crossschlages liegt. Dafür spielt zum einen die Höhe des Netzes eine große Rolle, und natürlich die Länge des Feldes. Das Netz hat in der Mitte eine Höhe von 91,4 cm und steigt nach außen hin bis auf eine Höhe von 107 cm. Das heißt es besteht eine Höhendifferenz von nicht ganz 16 cm von innen nach außen. Die Länge des Feldes beträgt 23,73 m. Spielt man den Ball also über die Mitte des Netzes kann man den Ball niedriger schlagen, als wenn man den Ball weiter außen übers Netz spielt.

Für den Longline und den Cross bedeutet das also, dass sich das Risko bei diesen Schlägen aus zwei Gründen deutlich unterscheidet. Zum einen ist beim über die Netzmitte gespielten Crossschlag das Netz deutlich neidriger als beim Loglineball, und zum anderen ist die Länge des des Feldes größer, weil man den Ball auf der Diagonale des Platzes spielt. Ein Longline darf höchstens 23,73 m lang sein, während die Diagonale deutlich länger ist. Für den Longlineschlag heißt das, dass der Ball bei kürzerer Feldlänge höher gespielt werden muss. Diese Fakten müssen den Kindern möglichst früh bewusst gemacht werden, damit sie sich jederzeit des Risikos ihrer jeweiligen Schläge bewusst sind.

Mit diesem Bewusstsein können die Kinder im Match das Risiko ihrer Schläge besser einschätzen, und ihre Schläge der Spielsituation anpassen, womit sie auch sicher erfolgreicher spielen werden. Der Tennistrainer muss den Kindern nicht die richtige Schlagtechnik vermitteln, sondern muss den Kindern auch die taktischen Hintergründe beibringen.

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Frühzeitig mit der Tennistaktik beginnen

Mittwoch, 23. Juli 2008

Die beste Schlagtechnik nützt nicht viel, wenn man seine Vorhand und Rückhand taktisch falsch einsetzt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen spielt diese Erkenntnis eine große Rolle, weil sie aufgrund der mangelnden Spielpraxis und der fehlenden Taktik einen Punktgewinn immer in Verbindung mit einem möglichst hart geschlagenen Ball bringen.

Den Kindern macht es natürlich am meisten Spaß den Punkt selbst zu erzwingen, und möchten durch möglichst harte Schläge den Punkt machen. Ab und zu mag das sogar gelingen, und genau diesen Punkt merken sich dann auch die kleinen Tennisspieler. Aber all die anderen Punkte die sie aufgrund des viel zu hohen Risikos verlieren geraten schnell in Vergessenheit.

Aus diesem Grund sollen die Kinder möglichst früh lernen ihr eigenes Spiel zu analysieren, um zu erkennen welche Taktik bringt den größten Erfolg, und wie nützt man am besten die schwächen des Gegners aus. Es macht keinen Sinn, wenn Kinder im Alter von 7 – 9 Jahren auf einen Angriffsball gleich ans Netz vorstürmen, weil ein Lob des Gegners aufgrund der noch geringen Körpergröße des Angreifers fast immer zum Erfolg führt.

Genauso ist es oft zu beobachten, dass die kleinen Kinder oftmals viel zu weit im Feld stehen, weil sie Angst davor haben, der Gegner könnte einen unerreichbaren Stop spielen. Zwar kommt immer wieder mal ein kurzer Ball des Gegners, welcher aber meist nicht so gewollt war und zum Punkt für den Gegner führt. Aber dass die Kinder deshalb zu weit im Feld stehen, und die hoch gespielten längeren gegnerischen Bälle oft über sie hinweg hupfen, sehen die Nachwuchsspieler nicht. Genauso oft passiert es, das die Youngsters viel zu weit im Feld stehen und Bälle aus der Luft annehmen, die normalerweise ins Aus geflogen wären. Der Grund liegt darin, dass die Kinder aufgrund des falschen Stellungsspiels die Grundlinie nicht sehen, und es deshalb nicht einschätzen können, dass ein Ball des Gegners ins Aus fliegen würde.

All diese Fehlerquellen sind leicht zu beheben, wenn den Kinder dies möglichst frühzeitig klar gemacht wird. Einen ans Netz vorstürmenden Gegner zu passieren ist natürlich schöner und spektakulärer, aber dafür auch wesentlich risikoreicher. Ein Lob reicht auch vollkommen aus, und ist einfacher zu spielen. Haben die Kinder die Fähigkeit dies zu erkennen, sind sie viel erfolgreicher und haben mehr Spaß am Kindertennis. Die Kinder müssen erkennen, dass man für Punkte keinen Schönheitspreis bekommt. Nicht das “Wie hat man einen Punkt gemacht” zählt, sondern das “Dass man den Punkt gemacht hat” ist wichtig. [zur Startseite]