Beim Tennis geht es vor allem um präzise Schläge, viele Variationen in den Schlagarten, um mentale Stärke, körperliche Fitness und natürlich auch schnelle Schläge. Aber gerade die Geschwindigkeit in den Schlägen hat es für die meisten Tennisspieler in sich, und genau dieser Aspekt ist auch mit dem größten Risiko und der höchsten Fehlerquote verbunden. Das heißt aber nicht, dass man keine schnellen Bälle spielen sollte, das heißt nur, dass man die Bälle auf die richtige Art und Weise beschleunigen sollte. Hierbei stehen zwei Alternativen zur Verfügung, die natürlich in der Kombination am besten wären: Schlagtechnik und Kraft.
Der einfachere Weg harte Schläge beim Tennis zu produzieren ist mit roher Gewalt hinzuhauen. Das Problem hierbei ist, dass man kaum Ballkontrolle hat, und die Fehlerquelle sehr hoch sein wird. Man sieht hierbei gerade im Hobby bereich die abenteuerlichsten “Schlagtechniken” , die oft gar nichts mehr mit Tennis zu tun haben. Sicherlich kann man alles perfektionieren, aber ab einem gewissen Spielniveau wird man solche einer Spielweise stagnieren.
Der deutlich effektivere Weg ist es die Bälle durch eine saubere Schlagtechnik zu beschleunigen. dies erreicht man durch eine raumgreifende Ausholbewegung, die zeitlich richtig getimte Verlagerung des Körpergewichtes in den Schlag, eine lange und geradlinige “Führstrecke” des Tennisschlägers durch den Treffpunkt das Balles, und natürlich eine weitläufige Ausschwungbwegung um die ganze Bewegungsenergie möglichst schonend nach dem Schlag ausklingen zu lassen. Ziel ist es dabei, bei einer sauberen Schlagtechnik sämtliche Kraftvektoren zeitlich so auszurichten, dass diese sich summieren. Diese Kraftvektoren ergeben sich aus dem nach vorne gerichteten Körpergewicht und der in die gleiche Richtung gerichteten Schlagbewegung. Stimmen diese Faktoren, dann können selbst leicht gebaute Kinder vergleichsweise harte Schläge ausführen, die komplett nur durch genügend Schwung erzielt.
Im Idealfall verfügt man über eine saubere Schlagtechnik, die man dann letztendlich aufgrund der vorhandenen Muskelkraft zusätzlich verstärkt. Aber der entscheidende Faktor ist: Schlagtechnik kommt vor Krafttraining. Ein guter Tipp, um möglichst schwungvoll, und nicht mit roher Kraft zu schlagen, ist es bei jedem Schlag möglichst auszuatmen. Durch die fehlende “Pressatmung” kann man die Bälle viel lockerer, und dennoch schnell genug spielen.