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Kinder-Tennistraining ohne Schläger

Mittwoch, 15. Juli 2009

Gerade für die kleinsten Tenniskinder und Anfänger steht zunächst gar nicht das Tennisspiel mit dem Schläger im Vordergrund, sondern das Ballgefühl, die Auge-Hand-Koordination und tennisspezifische Bewegungsabläufe. Das Spiel mit dem Tennisschläger ins gegnerische Feld kommt dann später in einem zweiten Schritt.

Ebenso kann man die im Anschluss beschriebenen Tennisübungen auch als Aufwärmtraining auch für schon etwas größere Tenniskinder verwenden:

1.) Ball in einer bestimmten Höhe Fangen: Gerade die kleinen Tennisspieler, die ihre ersten Tennisversuche auf dem Platz machen, versuchen instinktiv den Ball mit dem Schläger im möglichst höchsten Punkt zu schlagen. Dies vor allem aus Angst davor, dass sie den Ball nicht mehr vor dem zweiten Mal Aufspringen erwischen. Aber genau dieser hohe Treffpunkt steht im Widerspruch zu der richtigen Schlagtechnik beim Tennis. Die Schlagbewegung bei Vor- und Rückhand erfolgt eben von hinten unten nach vorne oben, und nicht von oben nach unten. Das Auge muss also so geschult werden, dass die Kinder die Höhe des Treffpunktes einschätzen können, um später beim richtigen Tennisschlag den Ball etwa in Oberschenkel- bis Hüfthöhe schlagen zu können.

Eine gute Übung dazu ist es, den Ball hoch senkrecht nach oben zu werfen, und die Kinder sollen versuchen den Ball nach einmaligem Aufspringen möglichst tief kurz vor dem zweiten Bodenkontakt mit der Hand zu fangen. Dadurch lernen die Kinder den Ballsprung besser einzuschätzen und können sich die Höhe des Treffpunktes bewusst machen. Eine Variation dieser Übung ist es, den Kindern vorzugeben, dass sie den Ball im höchsten Punkt, oder beispielsweise auf Kopfhöhe fangen sollen.

2.) Einen zugeworfenen Tennisball mit einem Hütchen auffangen: Ebenso eine wichtige Vorstufe zum späteren Tennisschlag, ist es den Ballflug nach dem Absprung richtig einschätzen zu lernen, und im richtigen Moment, sprich dem Treffmoment, eine zielgerichtetet Aktion zu machen. Die Kinder sollen also einen vom Trainer zugeworfenen Ball mit einem umgedrehten Hütchen fangen. Dies erfordert ebenso eine zielgerichtete Auge-Hand-Koordination, und kommt der späteren Spielsituation durch den richtigen Ballflug schon sehr nahe. Variationen sind durch das Auffangen des Balles mit dem Hütchen mit der linken als auch mit der rechten Hand möglich.

3.) Den Tennisball mit der Hand übers Netz schlagen: Auch sehr effektiv für die Auge-Hand-Koordination ist folgende Übung. Die Kinder stehen etwa einen Meter vom Netz entfernt und werfen sich den Tennisball selbst an. Nach einmaligem Aufspringen, sollen sie versuchen den Ball im richtigen Treffpunkt mit der Hand über Netz zu schlagen. Auch hierbei spielt die richtige Schlagtechnik, wie zB der richtige Griff, noch keine Rolle. Die Kinder sollen lediglich versuchen das richtige Timing und Ballgefühl für den Tennisschlag zu erlernen. [Zur Startseite]

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Doppeltaktik und Spielformen im Tennisdoppel

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tennis ist zwar überwiegend eine Einzelsportart, aber dennoch ist das Tennisdoppel nicht zu vernachlässigen und schon gar nicht zu vergessen. Das Training des Doppels beim Tennis ist vor allem für alle Spieler, die an Tennis-Mannschaftswettbewerben (Medenspiele) teilnehmen sehr wichtig, weil hier sowohl Einzel als auch Doppel gespielt werden. Meistens entscheidet der Erfolg bei den Tennisdoppeln über den Ausgang des gesamten Mannschaftsspieltages. Außerdem profitiert jeder Einzelspieler sowohl von den technischen und taktischen Fähigkeiten und Erfordernissen die fürs Tennisdoppel erforderlich sind.

Die großen Unterschiede des Doppels zum Einzel im Tennis bestehen in der permanenten Absprache des nächsten Spielzuges beider Doppelpartner und in dem blinden Spielverständnis der beiden Spieler in bestimmten Spielsituationen. Grundsätzlich wird ein Tennisdoppel am Netz gewonnen, womit der Volley eine große Rolle spielt. Sind beide Partner am Netz so ist es besonders wichtig so gut eingespielt zu sein, dass situationsabhängig klar ist, wer gegnerische Bälle volliert die in die Mitte beider Spieler kommen, und wer hohe Lobs schmettert. Besteht hier Uneinigkeit beider Partner gewinnt der Gegner meist den Punkt.

Besonders wichtig ist die Absprache beider Spieler wohin bei eigenem Aufschlag der eine Partner serviert. Soll der Aufschlag in die Mitte kommen, so muss sich der Netzspieler auf den gegnerischen Return anders einstellen, als wenn der Aufschlag nach außen geht, und der Netzspieler mehr die Longlineseite abdecken muss. Dazu ist viel Training nötig.

Eine Grundregel beim Doppel besagt, dass man immer cross returnieren muss. Kommt der gegnerische Netzspieler an den Return heran, bedeutet das in den meisten Fällen Punktgewinn für den Gegner. Deshelb muss der Return möglichst weit weg vom Netzspieler. Spielt der Gegner einen Lob über den Netzspieler, den dieser nicht erreichen kann, ist der Partner des überlobbten Netzspielers gezwungen seine Seite zu verlassen, um den Lob zu erlaufen. In der Zwischenzeit muss der überlobbte Netzspieler ebenfalls auf die nun freigewordene Seite des Feldes wechseln, weil diese sonst ganz offen wäre.

Ein gutes Rezept gegen zwei am Netz stehende Spieler ist es, den Ball genau in die Mitte der beiden Spieler zu schlagen, weil es dabei oft zu Missverständnissen kommt wer den Ball nehmen soll. Außerdem ist es für die Netzspieler von der Mitte aus schwieriger einen Volley zu platzieren, weil der Winkel hierbei ungünstiger ist.

Als ans Netz stürmender Aufschläger reicht es meist schon den Volley nicht gleich gewinnbringend und risikoreich ins gegnerische Feld zu spielen, sondern einfach lang wieder auf den Returnspieler zurück zu vollieren, weil es für diesen schwierig ist, gegen zwei gut am Netz positionierte Spieler den Punkt zu machen.

Das Tennisdoppel unterscheidet sich in technischen und taktischen Erfordernissen in vielen Punkten deutlich vom Einzel, wobei aber jeder Spieler sowohl von Doppelspielweise als auch von der Einzeltaktik profitiert. Aus diesem Grund sollte man weder auf ein gezieltes Doppeltraining, noch auf viele Doppel-Trainingsmatches verzichten. [Zur Startseite]

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Regelmäßige spielerische Leistungskontrollen ins Tennistraining einbauen

Dienstag, 12. Mai 2009

Jedes Tennistraining sollte ein auf Dauer planmäßig angelegtes Training sein, und den Kindern und Jugendlichen eine gewisse Leistungskontrolle geben und, wenn möglich, ein Erfolgserlebnis vermitteln. Dazu dienen ganz besonders effektiv regelmäßige einfache Leistungskontrollen, durch welche den Tennisschülern bewusst gemacht werden kann, was sie zu leisten im Stande sind.

Um die Motivation und vor allem das Selbstvertrauen der Tenniskinder im Training zu erhöhen, sollte man auf jeden Fall den Kindern bestimmte Ziele vorgeben. So ist es eine gute Trainingsmaßnahme, mit den Kindern in regelmäßigen Abständen eine Art Leistungskontrolle durchzuführen, um den Kindern immer wieder zu zeigen, was sie wirklich können, bzw. gelernt haben, oder wo sie sich verbessert haben. Dazu sollte sich der Tennistrainer eine bestimmte Anzahl an repräsentativen, tennisspezifischen Übungen erstellen, dafür einen entsprechenden Dokumentationsbogen für jeden einzelnen Spieler erstellen, und die Kinder in regelmäßigen Abständen diese Übungen immer wieder ausführen lassen, und die Ergebnisse aufschreiben.

Solche Übungen können sowohl aus den Bereichen Schlaggenauigkeit, Ballgefühl, Kondition, Schnelligkeit oder Koordination sein. Zum Beispiel kann man die Kinder 20 Vorhand Grundschläge aufs ganze Feld machen lassen, und zählen, wieviele Bälle sie ins Feld spielen können. Je nach Leistungsstärke der jeweiligen Spieler, kann man die Ziele immer schwieriger machen, und zum Beispiel nur auf eine bestimmte Spielfeldhälfte spielen oder ein bestimmtes Ziel. Dies kann man für alle Schlagarten machen, um den Kindern zu verdeutlichen, was sie überhaupt können.

Hintergrund dazu ist, dass die Kinder oft ihre eigene Leistung nicht richtig einschätzen können. Es ist aber für jeden Tennisspieler sehr wichtig zu wissen, was er kann, bzw. wo die Stärken und Schwächen liegen, damit man im Match nicht permanent Bälle spielt, die man eigentlich nicht sicher beherrscht.

Desweiteren kann man als eine Aufgabe jeweils 10 erste und zweite Aufschläge von der rechten und linken Seite machen lassen, und in dem Ergebnisbogen festhalten, wie hoch die Aufschlagquote ist. Eine weitere Übung, den Ballwurf jeweils zum geraden, Slice- und Kickaufschlag jeweils 10 mal durchführen lassen, ohne den Ball zu schlagen. Es wird festgehalten wie oft der Ball in einem, der Technik des jeweiligen Aufschlages entsprechenden, auf dem Boden aufgezeichneten Kreis aufkommt. Die Trefferanzahl wird dokumentiert. Man kann Linienläufe auf Zeit durchführen, Basketballwürfe aus einer bestimmten Entfernung in der Ballkorb durchführen lassen, etc.

Sobald diese Übungen einmal durchgeführt und dokumentiert wurden, werden die Ergebnisse mit den jeweiligen Schülern besprochen und ausgewertet. Beim nächsten Test, wird jeder der Tennisschüler versuchen, seine letzte Leistung zu verbessern. Dadurch werden sich die Kinder ihrer Stärken und Schwächen bewusst, und werden versuchen bis zum nächsten Test, ihre Schwächen zu verbessern, und ihre Stärken möglichst zu festigen. [zur Startseite]

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Matchtraining und Tennistaktik für Kinder und Jugendliche

Mittwoch, 4. März 2009

Sinn und Zweck des Tennistrainings ist es, die Kinder und Jugendlichen im technischen, physischen und psychischen Bereich auf das Match vorzubereiten. Dabei ist den Kindern fast immer klar, dass man gute Grundschläge braucht, um auch gut Tennis spielen zu können. Je besser beispielsweise die Vorhand ist, um so erfolgreicher wird man im Tennismatch sein.

Dagegen muss man den Kindern und Jugendlichen gerade im Tennistraining verstärkt bewusst machen, dass man eine gute Schlagtechnik im Tennis nur dann auch erfolgreich anwenden kann, wenn man auch wirklich gut zum Ball steht. Was hilft eine saubere Schlagtechnik bei den Tennis-Grundschlägen, wenn man konditionell nur für eine viertel Stunde Tennismatch fit ist, und danach nur noch Fehler macht, weil man nicht mehr richtig zum Ball steht?

Darüber hinaus ist auch wiederum nicht zielführend, wenn man eine perfekte Schlagtechnik hat, außerdem konditionell topfit ist, aber die Schläge taktisch falsch einsetzt, oder dem Spieler bei wichtigen, matchentschiedenden Ballwechseln die Nerven versagen?

Für das Tennistraining heißt das in der Praxis, dass neben dem Techniktraining unbedingt auch ein spezifisches Konditionstraining durchgeführt werden muss, und in realistischen Trainingsspielen oder matchnahen Trainingsformen die Tennistaktik und Nervenstärke geschult werden muss. Es ist nur all zu häufig zu beobachten, dass viele Kinder und Jugendliche im Training ganz anders spielen, meist zu übermütig und zu schnell, als sie es dann wirklich im Tennismatch tun.

Aus diesem Grund gehört es auch zu den Aufgaben des Tennistraininers und des Jugendwarts, dass zumindest die Mannschaftsspieler regelmäßig Trainingsmatches spielen, damit sie ihr Matchverhalten schulen können. Allein die Erkenntnis der Kinder und Jugendlichen, dass meist derjenige Spieler gewinnt, der dem Gegner öfter die “Chance zum Fehler” gibt, ist schon viel wert. Das heißt, meist spielen die Kinder im Match viel zu risikoreich, und wollen den Punkt mit dem ersten Schlag erzwingen. Das klappt nur in den seltensten Fällen. Viel wichtiger ist es, den Kindern zu vermitteln, dass im Tennismatch ein Ballwechsel aufgebaut werden muss, in dem man während dem Ballwechsel immer mehr den Druck auf den Gegner erhöht, bis dieser wahrscheinlich den Fehler macht.

Meist gewinnt im Kinder- und Jugendbereich nicht unbedingt der schlagtechnisch bessere Spieler, sondern der taktisch klüger spielende Akteur. Je früher den Tenniskindern diese Erkenntnis bewusst wird, um so eher werden sie erfolgreicher Tennis spielen, und schneller positive Erfahrungen  sammeln. [Zur Startseite]

Die Funktion des Jugendwarts beim Kindertennis

Freitag, 27. Februar 2009

In jedem Tennisverein spielt die Aufgabe und Funktion des Jugendwarts eine große Rolle für das Kindertennis. Von seinem Einsatz und Engagement hängt in nicht unwesentlichem Umfang der Erfolg der Jugendarbeit eines Vereins ab. Natürlich arbeitet der Jugendwart eng mit den Tennistrainern, dem Sportwart und auch den Eltern der Kinder zusammen.

Eine wichtige Aufgabe des Jugendwarts ist die Planung und Koordination eines geregelten Jugendtrainings. Hier geht es darum in Abstimmung mit den Tennistrainern und Übungsleitern optimale Trainingszeiten für die Kinder zu finden, effektive Trainingsgruppen in Leistungsstärke und Altersklasse zusammenzustellen, und möglichst viele Kinder für ein Kinder-Tennistraining zu motivieren.

Sehr wichtig ist auch die Aufstellung, Meldung und Betreuung der Kinder- und Jugendmannschaften des Vereins. Die sportliche Zukunft eines Tennisvereins hängt sehr stark von der Nachwuchsarbeit ab. Das bedeutet auch, dass ein Tennisverein in möglichst jeder Altersklasse, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen, mindestens eine Mannschaft für den Turnierbetrieb melden kann.

Ein optimales Funktionieren der Jugendmannschaften kann aber auch nur in engem Kontakt mit den Eltern erfolgen. Denn letztendlich sind es die Eltern der Tenniskinder, die ihren Nachwuchs zu den Turnieren fahren, die sich um das leibliche Wohl und natürlich auch um die sportliche Betreuung der Kinder kümmern müssen. Hierbei muss der Jugendwart schon im Vorfeld der anstehenden Tennissaison viel mit den Eltern planen und koordinieren.

Sowohl zeitlich, als auch von der Bedeutung der Aufgabe eines Tennis-Jugendwarts handelt es sich dabei um ein oftmals gar nicht so leichtes Ehrenamt, für das neben der oftmals zeitlich nicht zu unterschätzenden Komponente, auch viel Geduld, Idealismus und manchmal auch eine “dicke Haut” dazugehört. [Zur Startseite]

Immer an der Ehrgeiz der Kinder apellieren

Mittwoch, 25. Februar 2009

Das beste Tennistraining bringt nichts, wenn sich die Kinder nicht selbst immer wieder untereinander messen können, um sich erstens selbst besser einschätzen zu können, und um selbst bewusstere Erfolgserlebnisse zu haben. In diesem Zusamenhang ist es sehr wichtig immer wieder in spielerischer Form den Ehrgeiz der Kinder und Jugendlichen zu fördern und zu fordern.

Nichts ist langweiliger und ermüdender als ständig die selben Übungsformen und Trainingsinhalte, wenn man nicht auch mal sich mit den anderen Trainingspartnern messen kann. Regelmäßig sollte man im Tennistraining auch Trainingsformen und Spiele einbauen, in denen es um Punkte und Plätze geht. Am besten man gibt auch noch bestimmte Ziele vor, in dem man den Kindern zum Beispiel anbietet, dass der Sieger einer Übung nicht den Platz abziehen oder nicht die Linien säubern muss, und dies dann eben die schlechteren Spieler dieser Übung machen müssn. Außerdem kann man auch zum Beispiel vor dem Training ausmachen, dass bei der und der Übung ein “Spieler des Tages” ermittelt wird, der dann bestimmen kann, wer am Schluss des Trainings den Platz abziehen muss.

Dies fördert den Ehrgeiz der Kinder und es wird auch ein gewisser Wettkampfgedanke gefördert. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang, den “Verlierern” der einen Trainingseinheit den Ansporn mitzugeben, dass sie die Gewinner bei der nächsten Trainingseinheit sein können. Mit diesen Mitteln kann man viel Abwechslung und Ehrgeiz in das Tennistraining hineinbringen, und somit die Kinder auch auf dei Wettkampfsituation vorbereiten. [Zur Startseite]

Kindertraining so interessant wie möglich gestalten

Sonntag, 15. Februar 2009

Je abwechslungsreicher  und interessanter ein Tennistraining ist, um so effektiver wird dieses Training für die Kinder und Jugendlichen sein. Die Tenniskinder wollen nicht nur stures Schlagtechniktraining, oder eintönigen, tennisspezifischen Konditionsdrill, sondern neue Trainingsinhalte die ihnen auch ein Erfolgserlebnis und Spaß vermitteln.

Spielerische Leistungstests zur Dokumentation der individuellen Leistungen

In diesem Zusammenhang bieten sich zum einen dokumentierte, spielerische Leistungstests und regelmäßige Videoaufnahmen im Training an. Um den Teilnehmern am Kindertennis einen Anreiz zu geben sich ständig zu verbessern, sollte der Tennistrainer in regelmäßigen Abständen bestimmte Übungen von allen Kindern und Jugendlichen machen lassen, in denen es um Geschwindigkeit, Koordination, Geschicklichkeit, Ballgefühl oder Treffsicherheit geht. Dies kann in Form eines Stationsbetriebes geschehen, dessen Ergebnisse in Form von Zeiten, Treffern, etc. aufgeschrieben und dokumentiert werden. Dies kann zum Beispiel auch der Pulswert nach einer bestimmten Laufübung sein. Etwa in einem Abstand von drei Wochen wird der Test immer wieder durchgeführt, und die Leistungen werden miteinander verglichen. Die Kinder sollen ruhig die Möglichkeit ahben die bekannten Übungen zwischen den Test zu trainieren. Der Anreiz für die Kinder liegt nicht nur darin, seine eigenen Ergebnisse zu verbessern, sondern sich auch im Vergleich zu den Leistungen der anderen Tenniskinder zu verbessern.

Der Einsatz einer Videokamera im Tennistraining

Eine zweite sehr beliebte und effektive Möglichkeit ein Tennistraining für Kinder interessanter und effektiver zu gestalten, ist der Einsatz einer Viedeokamera. Mit der Videokamera haben die Kinder die Möglichkeit sich selbst zu sehen, und sie können ihre Bewegungen und Schlagtechniken, welche sie bisher nur vorihrem geistigen Auge hatten, endlich auch in Natur sehen. Oft besteht zwischen diesen beiden Bildern ein großer Unterschied. Für die Kinder ist so ein gemeinsames Treffen vor dem Fernseher, um die eigenen Bilder und Videosquenzen zu analysieren nicht nur lehrreich, sondern auch immer ein riesen Spaß. [Zur Startseite]

Übungen fürs Kindertennis: Werfen und Fangen

Mittwoch, 11. Februar 2009

Die Bedeutung des Werfens und des Fangens für das Kindertennis ist enorm groß. Durch das Werfen kann für kleine Kinder das Ballgefühl, der Ballwurf für den Aufschlag, die Schlagbewegung für den Aufschlag und allgemeine und spezielle Bewegungsmuster fürs Tennisspielen erlernt und geübt werden. Das Fangen schult das Auge, die Koordination und das Timing für den Tennisball.

Eine ganz wichtige Übung in diesem Zusammenhang mit dem Werfen und Fangen ist Handball-Tennis. Auf beiden Seiten des Tennisplatzes stehen möglichst gleich viele Spieler. Das Ziel ist es den Tennisball so ins gegnerische Feld zu werfen, dass der Tennisball von der gegenerischen Seite nicht direkt aus der Luft oder nach höchstens einmaligem Aufspringen gefangen werden kann. Der Ball darf immer nur von dort geworfen, wo er gefangen wurde.

Der Ballwurf ist oft die am wenigsten geübte Komponente für einen guten Aufschlag. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene oder auch Mannschafts- bzw. Turnierspieler können den Ballwurf gar nicht oft genug trainieren, weil ein guter Wurf schon die halbe Miete für einen guten Aufschlag ist.

Genauso wichtig ist für den Aufschlag auch der Schlagballwurf. Der Schlagballwurf ist die Grundbewegung für den Tennisaufschlag, was bedeutet, dass ein guter Werfer auch meist viel Schwung für die Aufschlagbewegung hat. Je weiter ein Kind werfen kann, um so härter wird es auch aufschlagen können.

Man kann mit dem Werfen auch die Schlagbewegung für die Grundschläge trainieren. Mit dem Ball in der Schlaghand beginnt man mit einer schulmäßigen Ausholbewegung und wirft am Ende der Schlagphase seitlich von unten den Ball kontrolliert und mit Gefühl zu seinem in geringen Abstand stehenden “Mitwerfer”. Mit dieser Übung wird das Ballgefühl, das richtige Timing für das Loslassen des Balls (später ist dieser Punkt auch genau der Treffpunkt), und natürlich ein korrekter Bewegungsablauf geübt.

Mit dem Fangen des Balls wird das Timing des Auges für den Tennisball geschult, was für jeden Schlag im Tennis von absoluter Wichtigkeit ist, verbunden mit der gleichzeitgen Hauptaktion, dem Greifen des Ball, was im übertragenen Sinn beim Tennis, dem Treffpunkt im Schlag entspricht. Interessant wird das Fangen besonders dann, wenn das Fangen aus der Bewegung oder aus dem Lauf erfolgt, weil dies auch dem Ablauf im Tennis entspricht.

Aus diesen Gründen sollte das reine Werfen und Fangen des Tennisballs beim Kindertraining, vor allem für die kleinen Kinder und Anfänger, nicht zu selten trainiert werden. [Zur Startseite]

Den Treffpunkt des Balls bewusst mit den Augen fixieren

Donnerstag, 5. Februar 2009

Man hört beim Tennis oft den Spruch “Den Ball anschauen!”, und meint eigentlich immer, dass das doch ganz selbstverständlich und ganz einfach ist. Doch die wenigsten Tennisspieler machen dies wirklich bewusst, und vor allem schauen sie nicht wirklich den Ball im Treffpunkt an. Dies von Anfang an den Kindern und Jugendlichen im Tennistraining zu vermitteln, ist eine ganz wesentliche Sache.

In der Praxis sieht dieses Ball-Anschauen folgendermaßen aus. Der Ball kommt vom Gegner geschlagen auf den Spieler zu, der Spieler beobachtet den Ball bis etwa einen Meter vor dem Treffpunkt, und sieht dann im Treffpunkt, also in dem Moment wo der Schläger den Ball berührt nicht einen bestimmten Punkt, eben den Treffpunkt, sondern einen ungefähren Raum. Ein genauer Schlag ist deshalb auch kaum möglich, und man trifft den Ball nur deshalb mit einer gewissen Präzision, weil man bisher schon gewisse Erfahrungeswerte und Übung mit dieser Vorgehensweise hat. Statt den Treffpunkt zu beobachten schauen die meisten Spieler nicht geanu auf den Ball, sondern entweder auf das geplante Ziel im gegnerischen Feld, oder auf den Gegner selbst.

Dass hierbei nicht die erforderliche Präzision in den Schlag gebracht werden kann, liegt auf der Hand. Es macht keinen Sinn, die Ziele zu beobachten, die im Vergleich zum mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Tennisball, fast statisch sind, und das eigentliche Ziel, den Tennisball, genau im wichtigsten Moment aus den Augen zu verlieren. Das Feld ist immer gleich und bewegt sich gar nicht, und die Position des Gegners ist auch vergleichsweise statisch.

Richtig wäre es, sich die Position des Gegners und des geplanten Ziels im Feld aufgrund von Erfahrungswerten frühzeitig vor dem Schlag einzuprägen, und dafür den Ball bewusst im Treffpunkt mit den Augen zu fixieren. Der Treffmoment bei einem Tennisschlag ist natürlich mit etwa 4/1000 Sekunden viel zu kurz um den Ball richtig zu sehen, aber man kann trotzdem den Treffpunkt viel genauer fixieren als man denkt. Beobachtet man Zeitlupenstudien der Tennisprofis, so wird ganz klar sichtbar, dass die Profis kurz nach dem Treffpunkt den wegfliegenden Ball kurz aus den Augen verlieren, weil sie den Treffpunkt für einen kurzen Moment mit den Augen fixiert haben, und erst dann dem Ball nachschauen. Das macht auch Sinn, weil man den wegfliegenden Ball eh nicht mehr beeinflussen kann.

Den Kindern muss man dies im Tennistraining so früh wie möglich klar machen, und ihnen vermitteln, dass sie nicht so “neugierig” sein sollen, den Ball immer gleich nachzusehen, und nicht auf den Gegner oder das geplante Ziel schauen sollen, sondern nur auf des Wesentliche: nämlich den Tennisball! [Zur Startseite]

Die Tenniskinder müssen frühzeitig erkennen, worum es beim Tennis geht

Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Zeiten von Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich und dem damit verbundenen Tennis-Boom sind vorbei. Die Tennisübertragungen im Fernsehen sind auf ein Minimum an Übertragungszeit gesunken. Dem Tennisnachwuchs fehlt es unter anderem auch einfach an Vorbildern und Idolen. Woher sollen die Kinder und Jugendlichen wissen, wie toll der Tennissport ist, mit welcher Dynamik und Power der Aufschlag im Match gespielt wird, und welches taktische Schachspiel so manches Tennismatch sein kann, als Boris Becker um die Tenniskrone auf dem Rasenplatz in Wimbledon gekämpft hat.

Im Kinder- und Jugendtraining von heutzutage ist immer wieder festzustellen, dass die Kinder von all der früheren Faszination vom Tennis gar nichts wissen, und mit dem”weißen Sport” von heute einfach nur das Hin- und Herspielen des Tennisballs verbinden. Das äußert sich dann in der Art und Weise, dass oft der kämpferische Einsatz im Training und Match fehlt, und z.B. das akribische Training des Ballwurfes, um sein eigenes Service zu einer richtigen “Waffe” im Match zu verbessern, lediglich zu einem unmotivierten Hochwerfen des Balles ausartet

Selten, dass man sowohl im Training als auch im Match Kinder oder jugendliche sieht, die wirklich schwitzen, außer Atem sind, oder einfach eine kurze Pause brauchen, um sich wieder zu erholen, weil sie in der vorigen Trainingseinheit, oder im letzten Spiel des Matches sich vollkommen verausgabt haben.

Diese Entwicklung ist gerade im Laufe der letzten Jahre besonders zu beobachten, weil die Kinder und Jugendlichen gar nicht mehr wissen, wie der “Sport” Tennis aussieht. Die Kinder und Jugendlichen kennen nur die “Freizeitbeschäftigung” Tennis. Dies liegt aber nicht nur daran, dass der Sport Tennis im Fernsehen weniger zu sehen ist, sondern auch daran, dass das allgemeine spielerische Niveau in den einzelnen Tennisvereinen immer mehr und mehr sinkt. Die Tennisschüler erleben es in ihren Tennisvereinen gar nicht mehr wie es klingt, wenn man einen ersten Aufschlag mit 200 km/h ins gegnerische Aufschlagfeld hämmert.

Die Kinder sehen auch nur noch in den seltensten Fällen, dass dort im Verein ein Spieler ist, der versucht jeden Ball zu erkämpfen, und nach jedem Ball eine drei Meter lange Rutschspur auf dem Sandplatz hinterlässt. All das würde den Tennisschülern von heute wieder eine Motivation und ein Antreiz sein, den Tennissport auch wieder in seiner sportlichen Variante zu verstehen, wie er zu Zeiten von Boris Becker von Millionen von Kindern betrieben wurde, und nicht nur einfach nur noch als gemütliche Freizeitbeschäftigung zu sehen. [Zur Startseite]