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Die Drallarten beim Tennis

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Beim Tennis ist eine saubere Schlagtechnik die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches und wirksames Spiel. Dabei kann man bei den Drallarten den geraden Schlag (oder Drive), den Topspin und den Slice unterscheiden. Alle drei Drallarten haben im Spiel ihre Vor- und Nachteile, erfordern eine unterschiedliche Schlagtechnik, und wirken sich vor allem in ihrem Flug- und Absprungverhalten unterschiedlich aus.

Beim geraden Schlag, oder dem Drive, trifft der Tennisschläger den Ball am “Äquator” des Balls mit einer Schlagbewegung von hinten nach vorne, bei einer senkrechten Schlägerstellung im Treffpunkt. Dadurch wird die gesamte Bewegungsenergie des Schlägers fast komplett nur in die Vorwärtsbewegung des Balls oder Beschleunigung des Balls hineingebracht, womit der Ball beim Drive am schnellsten wird. Der Drive ist aufgrund seiner Schnelligkeit besonders gut als Angriffsball gedacht, hat eine flache Flugbahn und wird im Optimalfall immer als langer Ball bis an die Grundlinie des gegenerischen Feldes gespielt.

Beim Topspin trifft der Tennisschläger den Ball mit einer mehr oder weniger “geschlossenen” (die Schlagfläche zeigt nach unten) Schlägerhaltung, in einer Aufwärtsbewegung des Schlägers, überhalb des Äquators. Dadurch wird der Ball in eine Vorwärtsrotation (Topspin) versetzt. Die Flugbahn des Balles wird höher (aufgrund der entstehenden Luftverwirbelungen), und der Ball springt nach dem Aufkommen höher ab. Die Bewegungsenergie des Schlages wird beim Topspin nicht mehr voll in die Geschwindigkeit des Balles umgewandelt, sondern auch in dessen Rotation. Vor dem Aufkommen auf dem Boden hat der Ball eine Vorwärtsdrehung, welche er auch nach dem Absprung beibehält, allerdings ist der Absprungwinkel des Balls etwas flacher als der Einfallwinkel, weil der Ball durch die Rotation bei der Berührung mit dem Boden nach vorne beschleunigt. Bei Topspin ist ein deutlich besseres Winkelspiel möglich, und diese Schlagart ist deutlich weniger anfällig bei windigen Wetterverhältnissen.

Beim Slice wird der Ball bei offener Schlägerhaltung durch eine Vorwärts- / Abwärtsbewegung des Schlägers in eine Rückwärtsrotation versetzt. Die Flugbahn des Balls ist flacher als beim Topspin. Der Ball fliegt mit Rückwärtsdrall bis zum Aufsprung, dort wird der Drall in Vorwärtsdrall umgewandelt. Durch die Drallumkehr bremst der Ball beim Aufsprung ab, womit der Absprungwinkel etwas höher ist als der Einfallwinkel. Allerdings ist der Absprungwinkel beim Slice immer noch deutlich flacher als beim Topspin.

Alle drei Drallarten erfordern unterschiedliche Schlagtechniken, und haben auch unterschiedliche taktische Einsatzzwecke. In der Variation der Drallarten liegt der Schlüssel zu einem erfolgreichen Tennisspiel, aus diesem Grund sollte jeder Tennisspieler diese Schlagtechniken beherrschen. [Zur Startseite]

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Topspin, Slice und gerade Schlagtechniken

Donnerstag, 11. September 2008

Beim Tennis wird der Ball bei jedem Schlag mit mehr oder weniger viel Drall geschlagen. Die Schlagtechniken Topspin, Slice oder gerader Schlag ermöglichen dem Spieler mehr Variationsmöglichkeiten für sein eigenes Spiel, und erschweren es dem Gegner sich auf die Bälle einzustellen. Beim Kindertennis spielen diese Schlagtechniken natürlich erstmal nicht so eine große Rolle, weil gerade am Anfang der Tenniskarriere hauptsächlich die Kraft, das Timing und das nötige Ballgefühl für diese Schläge fehlt.

Dennoch sollten den Kindern von Anfang an diese Schlagtechniken immer wieder verdeutlicht werden, damit sie sich im Laufe der Zeit möglichst leicht tun, den Ball mit dem nötigen Drall und der richtigen Schlagtechnik zu spielen.

Ganz zu Beginn des Tennistrainings sollten erst die Grundprinzipien der Schlagtechnik, das richtige Timing und das Ballgefühl der Kinder im Vordergrund stehen. Der Tennistrainer muss dabei immer darauf achten, dass die Kinder eine Grundtechnik erlernen, mit der sie später auch technisch saubere Topspin- oder Sliceschläge spielen können.

Das bedeutet zum Beispiel, dass die Kinder zwar noch keinen Topspin spielen können müssen, dass sie aber in ihrem Bewegungsablauf bei ihrer Schlagtechnik eine Aufwärtsbewegung in der Schlagphase haben müssen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Körpergröße der Kinder eine große Rolle. Gerade beim Übergang vom Spiel aufs Kleinfeld zum Großfeld, verschätzen sich die Kinder gerne, stehen zu nah am Ball, und spielen den Ball sehr gerne von oben nach unten, weil sie befürchten, den Ball nicht rechtzeitig zu erwischen, oder sich einfach nur verschätzen. Gerade diese Zeit im Übergang zum Spiel aufs große Feld ist sehr wichtig, und der Trainer muss unbedingt auf die richtige Technik achten. Die Kinder sollen im Laufe der Zeit immer näher an die richtige und endgültige Schlagtechnik herangeführt werden.

Durch die Drallart Topspin wird es dem Spieler möglich, seinen Gegner mit langen und hochabspringenden Grundschlägen an der Grundlinie “festzunageln”, und ihn zur Passivität zu zwingen, um selbst den Ballwechsel zu dominieren. Außerdem ist es durch den Topspin ein besseres Winkelspiel aufzubauen und den Gegner mehr aus dem Feld zu locken. Umgekehrt sorgt ein sauber geschlagener Sliceball für sichere Bälle die flach abspringen, man kann mit dem Slice das Tempo aus dem Ballwechsel nehmen und selbst Zeit gewinnen, und auch mal einen überraschenden Stop in sein Spiel einbauen.

Eine gute Mischung der verschiedenen Drallarten sorgt für ein deutlich effektiveres Spiel, und nimmt dem Gegner die Möglichkeit sich auf die Schläge einzustellen. Dies spielt auch beim Kindertennis eine große Rolle, und sollte den Kindern und Jugendlichen möglichst früh und deutlich nahegeführt werden. [Zur Startseite]