Artikel-Schlagworte: „Treffpunkt“

Die Schlagphase beim Topspin

Montag, 29. August 2011

Für jeden Tennisspieler der druckvolles Tennis spielen will, ist der Topspin ein absolutes muss. Der Topspin ermöglicht nicht nur kraftvolle und hochabspringende Bälle, die für jeden Gegner mehr Schwierigkeiten bedeuten, sondern der Topspin ermöglicht auch ein effektiveres Winkelspiel, oder zB auch den Tospinlob. Allerdings ist und bleibt für den Topspin eine saubere Schlagtechnik absolute entscheidende Voraussetzung und nicht etwa Dinge wie eine härtere Bespannung oder möglicherweise eine dünnere oder strukturierte Tennissaite.

Den Hauptausschlag für den Topspin gibt die Schlagphase. Die gesamte Schlagbewegung ist durch eine etwas höhere und weiträumige Ausholbewegung, die Schlagbewegung oder Schlagphase, und einen hohen Ausschwung auf die Nicht-Schlagschulter gekennzeichnet. Viele Spieler achten aber lediglich auf die hohe Ausholgewegung und den hohen Ausschwung und wundern sich trotzdem, dass der Ball kaum drall bekommt, und sie keinen druckvollen Topspinschlag zustande bekommen. Für einen effektiven Topspin ist aber fast ausschließlich die Schlagbewegung ausschlaggebend.

Die Schlagbewegung muss beim Topspin von hinten unten, nach vorne oben gerichtet sein, so dass die Schlagbewegung, unterstützt durch einen mehr oder weniger starken Handgelenkseinsatz, die Schlagfläche von unten nach oben über den zu schlagenden Ball zieht oder wischt. Vorausgesetzt ist natürlich ein dem Treffpunkt des Balls entsprechender Vorhand- oder Rückhandgriff. Der entscheidende Aspekt bei dieser Vorwärts- Aufwärtsbewegung ist, dass die Schlagfläche schon deutlich vor dem Treffpunkt, also unterhalb des Balls, aufwärts beschleunigt wird.

Der Hauptfehler vieler Spieler ist ein fehlendes Timing, so dass die Schlagfläche nicht im Treffpunkt die höchste Schlaggeschwindigkeit hat, sondern immer etwas zu spät. Der Schläger muss also durch eine weiträumige Ausholbewegung möglichst tief unter den späteren Treffpunkt geführt werden. Dies kann man um mehr unterstützen, wenn man durch eine gut getimte Beinarbeit vor dem Schlag in die Knie geht, und sich zum Treffpunkt hin wieder aus den Beinen streckt. Das Paradebesipiel derzeit im Spitzentennis bei den Herren ist Rafael Nadal, der einen nahezu perfekten Topspin spielt, mit welchem offensichtlich alle anderen Tennisspieler große Probleme haben.

Kinder-Tennistraining ohne Schläger

Mittwoch, 15. Juli 2009

Gerade für die kleinsten Tenniskinder und Anfänger steht zunächst gar nicht das Tennisspiel mit dem Schläger im Vordergrund, sondern das Ballgefühl, die Auge-Hand-Koordination und tennisspezifische Bewegungsabläufe. Das Spiel mit dem Tennisschläger ins gegnerische Feld kommt dann später in einem zweiten Schritt.

Ebenso kann man die im Anschluss beschriebenen Tennisübungen auch als Aufwärmtraining auch für schon etwas größere Tenniskinder verwenden:

1.) Ball in einer bestimmten Höhe Fangen: Gerade die kleinen Tennisspieler, die ihre ersten Tennisversuche auf dem Platz machen, versuchen instinktiv den Ball mit dem Schläger im möglichst höchsten Punkt zu schlagen. Dies vor allem aus Angst davor, dass sie den Ball nicht mehr vor dem zweiten Mal Aufspringen erwischen. Aber genau dieser hohe Treffpunkt steht im Widerspruch zu der richtigen Schlagtechnik beim Tennis. Die Schlagbewegung bei Vor- und Rückhand erfolgt eben von hinten unten nach vorne oben, und nicht von oben nach unten. Das Auge muss also so geschult werden, dass die Kinder die Höhe des Treffpunktes einschätzen können, um später beim richtigen Tennisschlag den Ball etwa in Oberschenkel- bis Hüfthöhe schlagen zu können.

Eine gute Übung dazu ist es, den Ball hoch senkrecht nach oben zu werfen, und die Kinder sollen versuchen den Ball nach einmaligem Aufspringen möglichst tief kurz vor dem zweiten Bodenkontakt mit der Hand zu fangen. Dadurch lernen die Kinder den Ballsprung besser einzuschätzen und können sich die Höhe des Treffpunktes bewusst machen. Eine Variation dieser Übung ist es, den Kindern vorzugeben, dass sie den Ball im höchsten Punkt, oder beispielsweise auf Kopfhöhe fangen sollen.

2.) Einen zugeworfenen Tennisball mit einem Hütchen auffangen: Ebenso eine wichtige Vorstufe zum späteren Tennisschlag, ist es den Ballflug nach dem Absprung richtig einschätzen zu lernen, und im richtigen Moment, sprich dem Treffmoment, eine zielgerichtetet Aktion zu machen. Die Kinder sollen also einen vom Trainer zugeworfenen Ball mit einem umgedrehten Hütchen fangen. Dies erfordert ebenso eine zielgerichtete Auge-Hand-Koordination, und kommt der späteren Spielsituation durch den richtigen Ballflug schon sehr nahe. Variationen sind durch das Auffangen des Balles mit dem Hütchen mit der linken als auch mit der rechten Hand möglich.

3.) Den Tennisball mit der Hand übers Netz schlagen: Auch sehr effektiv für die Auge-Hand-Koordination ist folgende Übung. Die Kinder stehen etwa einen Meter vom Netz entfernt und werfen sich den Tennisball selbst an. Nach einmaligem Aufspringen, sollen sie versuchen den Ball im richtigen Treffpunkt mit der Hand über Netz zu schlagen. Auch hierbei spielt die richtige Schlagtechnik, wie zB der richtige Griff, noch keine Rolle. Die Kinder sollen lediglich versuchen das richtige Timing und Ballgefühl für den Tennisschlag zu erlernen. [Zur Startseite]

Verwandte Artikel:

Der richtige Treffpunkt des Balles im Tennis

Dienstag, 28. April 2009

Für jeden Tennisschlag ist der richtige Treffpunkt des Balls von entscheidender Bedeutung. Gerade beim Tennis für Kinder entscheidet ein guter Treffpunkt über Erfolg oder Misserfolg des Schlages. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kinder den Ball möglichst früh vor dem Körper treffen, damit ein schwungvolles Schlagen möglich wird. Durch einen frühen Treffpunkt entscheidet sich, ob es sich bei dem Schlag um einen schwungvollen und kontrollierten Schlag handelt, oder um einen kraftvollen, meist unkontrollierten Schlag.

Gerade beim Kindertennis muss den Schülern von Anfang bewusst gemacht werden, dass ein früher Treffpunkt absolut entscheidend ist. Ziel des Tennistrainings sollte es sein, dass die Kinder ein Gespür entwickeln, wann sie den Ball schwungvoll vor dem Körper getroffen haben, oder wann sie den Ball zu spät getroffen haben, und folglich nur mit Kraft.

Unter einem frühen Treffpunkt versteht man, dass der ankommende Tennisball möglichst weit vor dem Körper gschlagen wird. Dies hat den Vorteil, dass man mit dem Schläger aus einer sauberen Ausholbewegung heraus mehr Anlaufstrecke hat, um den Ball schwungvoll beschleunigen zu können. Gerade im Kindertennis spielt ein früher Treffpunkt eine besonders große Rolle, weil die Kinder kaum Kraft in den Armen haben. Durch den frühen Treffpunkt, kann man aber den Ball trotzdem vergleichsweise hart schlagen.

Unterstützend zu einem frühen Treffpunkt des Balls kommt natürlich auch der richtig getimte Einsatz des Körpergewichts. Dies ist zwar beim Kindertennis auch besonders wichtig, wirkt sich aber, im Vergleich zum Erwachsenentennis, aufgrund des noch geringen Körpergewichts weniger aus. Um so wichtiger ist wiederum der frühe Treffpunkt.

Kinder haben gerade in Bezug auf das Erlernen der richtigen Schlagtechnik einen großen Vorteil gegenüber erwachsenen Tennisschülern, weil Erwachsene oft durch die schon vorhandene Kraft den Ball nicht so früh treffen müssen, um den Ball trotzdem hart schlagen zu können. Dadurch tun sich Erwachsene häufig deutlich schwerer einen frühen Treffpunkt umzusetzen, weil sie das Bewegungsgefühl für einen mit Kraft geschlagenen Ball oder einen mit Schwung geschlagenen Ball nicht so sehr haben.

Für eine ausbaufähige und technisch saubere Schlagtechnik ist aber ein früher Treffpunkt von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund ist es viel wichtiger zuerst einen frühen Treffpunkt zu erlernen, als nur harte, aber kraftvolle Schläge mit einem schlechten und zu späten Treffpunkt. [Zur Startseite]

Verwandte Artikel:
Den Treffpunkt des Balls bewusst mit den Augen fixieren
Die Schlagphase
Übungen fürs Kindertennis: Werfen und Fangen
Vom richtigen Treffpunkt – das Problem mit den hohen Bällen

Vom richtigen Treffpunkt – das Problem mit den hohen Bällen

Mittwoch, 25. März 2009

Für einen technisch sauberen Schlag beim Tennis ist der Treffpunkt des Balles der maßgebliche Zeitpunkt für den Erfolg oder Misserfolg einer Vorhand oder Rückhand. Auch beim Kindertennis entscheidet dieser bestimmte Zeitraum von etwa 4/1000 Sekunden. Allerdings haben es die kleinen Kinder aufgrund ihrer oft geringen Körpergröße etwas schwerer, den richtigen Treffpunkt für einen sauberen Tennisschlag zu finden.

In der Praxis ist es häufig zu sehen, dass die Kinder versuchen hoch abspringende Bälle am höchsten Punkt zu schlagen, was natürlich vollkommen der erlernten Schlagtechnik widerspricht. Dies hat zur Folge, dass sich die Kinder eine falsche Schlagtechnik angewöhnen, was der Tennistrainer im folgenden Tennistraining der kinder wieder korrigieren.

Das Problem liegt darin, dass solche hoch abspringenden Bälle im Training oft gar nicht trainiert werden. Im Training selbst sind die Kinder immer optimal vom Trainer zugespielte Bälle gewohnt, so dass sie mit hoch abspringenden Bällen kaum konfrontiert werden. In diesem Fall klappt dann auch die korrekte Schlagtechnik. Da solche optimal abspringenden Bälle im Freien Spiel der Kinder untereinander deutlich seltener sind, bekommen sie gar nicht so oft die Gelegenheit wirklich schulmäßige Schläge zu machen, weil die Bälle zu hoch abspringen, und die Kinder bei den meisten Bällen meistens mit alternativen Schlagtechniken, nämlich von oben nach unten improvisieren müssen.

In diesem Zusammenhang spielt die Tatsache eine große Rolle, dass die Kinder den ankommenden Ball nicht richtig einschätzen können, und den Ball somit in der falschen Höhe schlagen müssen. Dadurch entsteht eine Schlagtechnik bei welcher die Kinder den Ball von oben nach unten schlagen, was natürlich falsch ist.

Ziel muss es also sein, dass die Kinder im Tennistraining frühzeitig lernen müssen, mit hoch abspringenden Bällen umzugehen. Das heißt, sie müssen lernen den Ball in seiner zu erwartenden Flugbahn richtig zu berechnen, sich auf ein neues Timing für die Schlagbewegung einzustellen, und vor allem von der Beinarbeit her so schnell und flexibel zu sein, dass sie immer richtig zum Ball stehen.

Durch intensives Üben kann man den Kindern schnell bewusst machen, dass der Treffpunkt des Balls im Schlag irgendwo in Oberschenkel / Hüfthöhe sein muss und dass man mögliche Stellungsfehler durch eine schnelle und zielgereichtete Beinarbeit ausgleichen kann, bzw. muss. Kommt also ein Ball hoch abspringend auf die Kinder zu, müssen diese frühzeitig und schnell genug zurücklaufen, und gleichzeitig schon die Ausbewegung einleiten. Oft haben die Kinder dabei nicht die Ruhe den Ball weit genug herabfallen zu lassen, weil sie meinen, der Ball würde vor dem Schlag schon das zweite Mal den Boden berühren. Diese Schlagtechnik und das dazugehörige neue Timing muss im Training immer wieder geübt werden, dass die Kinder auch bei hohen Bällen die richtige Schlagtechnik anwenden können, damit sie sich ihre womöglich gute Schlagtechnik bei normalen Bällen, nicht durch hohe Bälle kaputt machen. [Zur Startseite]

Übungen fürs Kindertennis: Werfen und Fangen

Mittwoch, 11. Februar 2009

Die Bedeutung des Werfens und des Fangens für das Kindertennis ist enorm groß. Durch das Werfen kann für kleine Kinder das Ballgefühl, der Ballwurf für den Aufschlag, die Schlagbewegung für den Aufschlag und allgemeine und spezielle Bewegungsmuster fürs Tennisspielen erlernt und geübt werden. Das Fangen schult das Auge, die Koordination und das Timing für den Tennisball.

Eine ganz wichtige Übung in diesem Zusammenhang mit dem Werfen und Fangen ist Handball-Tennis. Auf beiden Seiten des Tennisplatzes stehen möglichst gleich viele Spieler. Das Ziel ist es den Tennisball so ins gegnerische Feld zu werfen, dass der Tennisball von der gegenerischen Seite nicht direkt aus der Luft oder nach höchstens einmaligem Aufspringen gefangen werden kann. Der Ball darf immer nur von dort geworfen, wo er gefangen wurde.

Der Ballwurf ist oft die am wenigsten geübte Komponente für einen guten Aufschlag. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene oder auch Mannschafts- bzw. Turnierspieler können den Ballwurf gar nicht oft genug trainieren, weil ein guter Wurf schon die halbe Miete für einen guten Aufschlag ist.

Genauso wichtig ist für den Aufschlag auch der Schlagballwurf. Der Schlagballwurf ist die Grundbewegung für den Tennisaufschlag, was bedeutet, dass ein guter Werfer auch meist viel Schwung für die Aufschlagbewegung hat. Je weiter ein Kind werfen kann, um so härter wird es auch aufschlagen können.

Man kann mit dem Werfen auch die Schlagbewegung für die Grundschläge trainieren. Mit dem Ball in der Schlaghand beginnt man mit einer schulmäßigen Ausholbewegung und wirft am Ende der Schlagphase seitlich von unten den Ball kontrolliert und mit Gefühl zu seinem in geringen Abstand stehenden “Mitwerfer”. Mit dieser Übung wird das Ballgefühl, das richtige Timing für das Loslassen des Balls (später ist dieser Punkt auch genau der Treffpunkt), und natürlich ein korrekter Bewegungsablauf geübt.

Mit dem Fangen des Balls wird das Timing des Auges für den Tennisball geschult, was für jeden Schlag im Tennis von absoluter Wichtigkeit ist, verbunden mit der gleichzeitgen Hauptaktion, dem Greifen des Ball, was im übertragenen Sinn beim Tennis, dem Treffpunkt im Schlag entspricht. Interessant wird das Fangen besonders dann, wenn das Fangen aus der Bewegung oder aus dem Lauf erfolgt, weil dies auch dem Ablauf im Tennis entspricht.

Aus diesen Gründen sollte das reine Werfen und Fangen des Tennisballs beim Kindertraining, vor allem für die kleinen Kinder und Anfänger, nicht zu selten trainiert werden. [Zur Startseite]

Den Treffpunkt des Balls bewusst mit den Augen fixieren

Donnerstag, 5. Februar 2009

Man hört beim Tennis oft den Spruch “Den Ball anschauen!”, und meint eigentlich immer, dass das doch ganz selbstverständlich und ganz einfach ist. Doch die wenigsten Tennisspieler machen dies wirklich bewusst, und vor allem schauen sie nicht wirklich den Ball im Treffpunkt an. Dies von Anfang an den Kindern und Jugendlichen im Tennistraining zu vermitteln, ist eine ganz wesentliche Sache.

In der Praxis sieht dieses Ball-Anschauen folgendermaßen aus. Der Ball kommt vom Gegner geschlagen auf den Spieler zu, der Spieler beobachtet den Ball bis etwa einen Meter vor dem Treffpunkt, und sieht dann im Treffpunkt, also in dem Moment wo der Schläger den Ball berührt nicht einen bestimmten Punkt, eben den Treffpunkt, sondern einen ungefähren Raum. Ein genauer Schlag ist deshalb auch kaum möglich, und man trifft den Ball nur deshalb mit einer gewissen Präzision, weil man bisher schon gewisse Erfahrungeswerte und Übung mit dieser Vorgehensweise hat. Statt den Treffpunkt zu beobachten schauen die meisten Spieler nicht geanu auf den Ball, sondern entweder auf das geplante Ziel im gegnerischen Feld, oder auf den Gegner selbst.

Dass hierbei nicht die erforderliche Präzision in den Schlag gebracht werden kann, liegt auf der Hand. Es macht keinen Sinn, die Ziele zu beobachten, die im Vergleich zum mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Tennisball, fast statisch sind, und das eigentliche Ziel, den Tennisball, genau im wichtigsten Moment aus den Augen zu verlieren. Das Feld ist immer gleich und bewegt sich gar nicht, und die Position des Gegners ist auch vergleichsweise statisch.

Richtig wäre es, sich die Position des Gegners und des geplanten Ziels im Feld aufgrund von Erfahrungswerten frühzeitig vor dem Schlag einzuprägen, und dafür den Ball bewusst im Treffpunkt mit den Augen zu fixieren. Der Treffmoment bei einem Tennisschlag ist natürlich mit etwa 4/1000 Sekunden viel zu kurz um den Ball richtig zu sehen, aber man kann trotzdem den Treffpunkt viel genauer fixieren als man denkt. Beobachtet man Zeitlupenstudien der Tennisprofis, so wird ganz klar sichtbar, dass die Profis kurz nach dem Treffpunkt den wegfliegenden Ball kurz aus den Augen verlieren, weil sie den Treffpunkt für einen kurzen Moment mit den Augen fixiert haben, und erst dann dem Ball nachschauen. Das macht auch Sinn, weil man den wegfliegenden Ball eh nicht mehr beeinflussen kann.

Den Kindern muss man dies im Tennistraining so früh wie möglich klar machen, und ihnen vermitteln, dass sie nicht so “neugierig” sein sollen, den Ball immer gleich nachzusehen, und nicht auf den Gegner oder das geplante Ziel schauen sollen, sondern nur auf des Wesentliche: nämlich den Tennisball! [Zur Startseite]

Die Schlagphase

Dienstag, 2. September 2008

Egal ob für die Tennis-Vorhand oder Rückhand, für einen technisch sauberen Schlag beim Tennis hat die Schlagphase die größte Bedeutung. Sie ist hauptsächlich für Richtung, Drallart, Länge, Höhe und Geschwindigkeit des Balls verantwortlich.

Im Anschluss an die Ausholphase kommt die wichtigste Aktion bei jedem Tennisschlag, die Schlagphase. Durch die Ausholphase bewegt sich der Schläger von hinten unterhalb des Treffpunktes des Balls, zum Ball bzw. Treffpunkt hin nach vorne oben. Aus der seitlichen Stellung heraus, wird das Körpergewicht vom hinteren Fuß auf den vorderen Fuß schwungbringend nach vorne verlagert.

Je nach beansichtigter Drallart wird der Schläger durch den Treffpunkt hindurch weiter nach vorne geschwungen. Dabei nimmt der Ball um so mehr Drall an, je mehr der Schläger mit einem “geschlossenen” Griff gehalten wird. Bei einem geschlossenen Griff wird die Schlagfläche des Schlägers, also die Seite mit welcher der Ball wird, nach vorne unten gehalten. Bei einem offenen Schlägergriff zeigt die Trefffläche des Schlägers nach oben, wie zum Beispiel beim Slice oder Lob.

Je mehr der Schlägergriff im Treffpunkt geschlossen ist, um so mehr Drall bzw. Topspin kann man dem Ball mitgeben. Allerdings ist es dann auch nötig den Schläger mit zunehmendem Drall immer stärker nach vorne oben zu schwingen, da der Schlag sonst ins Netz gehen würde.

Für das Kinder- und Jugendtraining sind Schlagtechniken mit viel Drall und extremen Griffen besonders in der Anfängerphase ungeeignet, da sie erstens technisch sehr anspruchsvoll sind und zweitens sehr kraftintensiv sind. Für ein Kindertraining sind ziemlich gerade und “glatt” geschlagene Grundschläge angebracht. Der stärke Drall, sowohl beim Topspsin als auch beim Slice, entwickelt sich im Laufe der Zeit von ganz alleine. [Zur Startseite]